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Maya und Azteken: Zwei Kulturen, zwei Epochen – ein Schicksal?

Title: Maya und Azteken: Zwei Kulturen, zwei Epochen – ein Schicksal?

Bachelor Thesis , 2010 , 53 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Annette Ranz (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die meisten Menschen heutzutage werden vermutlich schon von den Maya und Azteken gehört haben, obgleich die meisten sie wahrscheinlich nicht genau einzuordnen vermögen. Man weiß im Allgemeinen, dass es sich hierbei um zwei indianische Hochkulturen handelt, die nach der Eroberung Amerikas durch die Europäer wie alle anderen indianischen Kulturen dem Untergang anheim fielen. Manche wissen vielleicht auch noch, dass beide in Mexiko angesiedelt waren. Vermutlich haben viele, bedingt durch die mediale Aufmerksamkeit, welche diesem im Verlauf des letzten Jahres zuteil wurde, inzwischen vom berühmten Kalender der Maya gehört. Viel mehr weiß man jedoch gemeinhin nicht. Wenn man hört, dass beide in Mexiko lebten, so fragt man sich vielleicht: Wie war es möglich, dass zwei so hoch entwickelte Kulturen in derselben Region nebeneinander existieren konnten? Oder lebten sie dort vielleicht zu unterschiedlichen Zeiten? Was waren die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser Völker? Wie genau ging ihr Untergang vonstatten und existieren ihre Nachkommen noch heute? Auf diese Fragen möchte ich in der folgenden Bachelorarbeit versuchen, Antworten zu geben, wobei ich jeweils zuerst über die Maya und danach über die Azteken berichten und am Ende jedes Kapitels die beiden Hochkulturen einander gegenüberstellen werde. Mein erster Punkt hierbei wird die kulturhistorische Einbettung sein, wobei ich auf folgende Fragen eingehen werde: Was genau ist Mesoamerika? Wer oder was waren die Maya bzw. die Azteken und wo und wann lebten sie? Wie haben sie sich entwickelt, und haben sie gemeinsame Wurzeln? Wie verlässlich sind überhaupt die Daten, die wir über diese Völker haben? Im nächsten Punkt, welcher der wichtigste meiner Arbeit ist, werde ich über Kultur, Gesellschaft und Religion auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung berichten, wobei ich mich hierbei mit der Struktur des Maya- bzw. Aztekenreiches, der gesellschaftlichen Ordnung, Schrift-, Zahlen- und Kalendersystem sowie mit Religion, Kult und Menschenopfern beschäftigen werde. Im nächsten Kapitel werde ich mich mit dem Untergang dieser einzigartigen Kulturen auseinandersetzen, wobei der Untergang der Maya im Gegensatz zu dem der Azteken in zwei Etappen vonstatten ging. Zum Schluss werde ich noch kurz die Situation der Indianer nach der Conquista sowie deren heutige Situation anreißen, wobei ich bei diesem letzten Punkt im Gegensatz zu den früheren Kapiteln Maya und Azteken gemeinsam behandeln werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kulturhistorische Einbettung

2.1 Mesoamerika

2.2 Gemeinsame Wurzeln von Maya und Azteken: Die Olmeken

2.3 Maya

2.3.1 Begriffsklärung

2.3.2 Das Land

2.3.3 Zeitliche Einteilung

2.3.4 Die Entwicklungsgeschichte der Maya

2.3.5 Aktueller Wissensstand

2.4 Azteken

2.4.1 Begriffsklärung

2.4.2 Das Land

2.4.3 Zeitliche Einteilung

2.4.4 Die Entwicklungsgeschichte der Azteken

2.4.5 Aktueller Wissensstand

2.5 Fazit

3 Kultur, Gesellschaft und Religion auf ihrem Höhepunkt

3.1 Maya

3.1.1 Die Struktur des Reiches

3.1.2 Die gesellschaftliche Ordnung

3.1.3 Kalender

3.1.4 Schrift und Zahlensystem

3.1.5 Religion und Kult

3.1.6 Menschenopfer

3.2 Azteken

3.2.1 Die Struktur des Reiches

3.2.2 Die gesellschaftliche Ordnung

3.2.3 Kalender

3.2.4 Schrift und Zahlensystem

3.2.5 Religion und Kult

3.2.6 Menschenopfer

3.3 Fazit

4 Der Untergang einer Hochkultur

4.1 Maya

4.1.1 Niedergang der Maya-Hochkultur am Ende der Klassik

4.1.1.1 Fremde Eindringlinge

4.1.1.2 Interne Ursachen

4.1.2 Die Conquista

4.2 Azteken

4.2.1 Die Conquista

4.3 Fazit

5 Maya und Azteken heute

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Bachelorarbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der mesoamerikanischen Hochkulturen der Maya und Azteken. Ziel ist es, die kulturhistorische Einbettung, die gesellschaftlichen Strukturen sowie die religiösen Praktiken beider Völker zu analysieren und zu vergleichen, um ihre jeweilige Entwicklung und ihren Untergang nachvollziehbar darzustellen.

  • Kulturhistorische Einbettung und geografische Verbreitung im mesoamerikanischen Raum.
  • Vergleich gesellschaftlicher Ordnungen, politischer Strukturen und Herrschaftssysteme.
  • Analyse religiöser Vorstellungen, Kalendersysteme und ritueller Praktiken wie Menschenopfer.
  • Untersuchung der Entwicklungsgeschichte und des Untergangs beider Kulturen durch interne und externe Einflüsse.
  • Betrachtung der Situation der indigenen Nachfahren nach der Conquista bis heute.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die gesellschaftliche Ordnung

Die wirtschaftliche Grundlage des Reiches bildeten die Bauern (vgl. Riese 2002: 44), da sie nicht nur für sich, sondern auch für die in den Städten lebende Elite Nahrungsmittel anbauten. Zur Elite gehörten außer dem Herrscher noch Priester, Architekten, Astronomen, Schreiber und spezialisierte Künstler. Jeder Stadtstaat wurde von einem absoluten Herrscher angeführt, als dessen Nachfolger jeweils sein Sohn bestimmt wurde (vgl. Die Indianer in Nord-, Mittel-, und Südamerika: Die Maya – Aufstieg und Fall der Maya-Staaten).

Die Könige der Stadtstaaten hatten nicht nur die gewöhnlichen Aufgaben inne, die man von einem Herrscher erwartet, wie die Repräsentation des Staates und die Steuerung der Politik. Sie hatten auch eine Reihe von Verpflichtungen, die uns heute nicht nur als sehr seltsam, sondern auch grausam erscheinen: Der König war bei rituellen Anlässen dazu angehalten, sich selbst zu kasteien, indem er sich Zunge oder Penis durchbohrte, und Flüssigkeiten zu konsumieren, die ihm anal eingeführt wurden und Halluzinationen hervorriefen. Weitere Bräuche waren das Rauchen von Zigarren sowie das Trinken eines Gebräus, welches aus dem giftigen Schleim einer Kröte bestand.

Der Großteil der vom Herrscher verlangten Rituale war entweder sehr schmerzhaft oder (wie beim Konsumieren von halluzinogenen Mitteln) mit extremem Unwohlsein verbunden. Deshalb mussten sie von Dienern gestützt werden, falls sie vor Schmerz ohnmächtig wurden oder sich übergeben mussten. Weitere Pflichten des Herrschers, die jedoch nicht so grausam waren, waren das Tanzen mit angelegtem Schmuck und der Konsum von Unmengen an Essen und Trinken, da Wohlbeleibtheit ein Statussymbol war. Darüber hinaus war der König dazu angehalten, ein Meister des Ballspiels zu sein, welches ebenfalls ein wichtiger Teil der Rituale der Maya war (vgl. Riese 2002: 51). Auf das Ballspiel werde ich im Unterkapitel 3.1.5 noch genauer eingehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die wissenschaftliche Herangehensweise und legt die Fragestellung der Arbeit dar.

2 Kulturhistorische Einbettung: Dieses Kapitel verortet Maya und Azteken geografisch und zeitlich in Mesoamerika und erläutert ihre gemeinsamen olmekischen Wurzeln.

3 Kultur, Gesellschaft und Religion auf ihrem Höhepunkt: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Strukturen von Staat, Gesellschaft, Religion, Schrift und Kalenderwesen beider Kulturen.

4 Der Untergang einer Hochkultur: Dieses Kapitel analysiert die Gründe für den Niedergang der Maya-Kultur sowie den Eroberungsprozess durch die Spanier bei Maya und Azteken.

5 Maya und Azteken heute: Hier wird die prekäre soziale Situation der indigenen Nachfahren nach der Conquista und in der Moderne kurz zusammengefasst.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Völker in einen finalen Gesamtzusammenhang.

Schlüsselwörter

Maya, Azteken, Mesoamerika, Olmeken, Kulturgeschichte, Gesellschaftsstruktur, Religion, Menschenopfer, Kalendersystem, Conquista, Tenochtitlan, Maya-Tiefland, Indigene Bevölkerung, Herrschaftssysteme, Hieroglyphenschrift.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem vergleichenden kulturhistorischen Überblick über die beiden mesoamerikanischen Hochkulturen der Maya und Azteken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die geografische Herkunft, die gesellschaftliche Gliederung, religiöse Kulte, wissenschaftliche Leistungen wie Schrift und Kalender sowie die Umstände ihres Untergangs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Völker herauszuarbeiten, um ein besseres Verständnis für ihre Entwicklung und den Prozess ihrer Zerstörung durch die spanische Eroberung zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich von historischen und archäologischen Erkenntnissen aus verschiedenen Fachpublikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die politischen Strukturen, das Sozialgefüge, der Kalender, das Schriftsystem sowie religiöse Praktiken und Menschenopfer beider Hochkulturen beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Maya, Azteken, Mesoamerika, Conquista, Menschenopfer, Gesellschaftsordnung und kulturelles Erbe.

Warum ist die Erforschung der Azteken schwieriger als die der Maya?

Da die Hauptstadt der Azteken, Tenochtitlan, unter Mexiko-Stadt begraben liegt, fehlen archäologische Funde, und die schriftlichen Quellen der Spanier waren zudem stark subjektiv gefärbt.

Welche Rolle spielten die Olmeken für diese beiden Kulturen?

Die Olmeken gelten als „Mutterkultur“ für Maya und Azteken, da wichtige Elemente wie das Kalendersystem, das rituell bedeutende Ballspiel und religiöse Vorstellungen auf sie zurückgehen.

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Details

Title
Maya und Azteken: Zwei Kulturen, zwei Epochen – ein Schicksal?
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft in Germersheim)
Course
Sprache, Kultur, Translation
Grade
1,7
Author
Annette Ranz (Author)
Publication Year
2010
Pages
53
Catalog Number
V193831
ISBN (eBook)
9783656191025
ISBN (Book)
9783656192145
Language
German
Tags
maya azteken unterschiede gemeinsamkeiten hochkulturen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annette Ranz (Author), 2010, Maya und Azteken: Zwei Kulturen, zwei Epochen – ein Schicksal?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193831
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