Inhaltsverzeichnis:
1.Einleitung
2. Militärverwaltung oder Zivilverwaltung?
3. Die Besatzungspolitik in den Beneluxländern
3.1 Belgien und Luxemburg
3.2 Das Reichskommissariat Niederlande
3.3 Die „mächtigen“ Generalkommissare?
4. Streit unter den Organisationen
4.1 Heinrich Himmler - SS
4.2 Martin Bormann – NSDAP
5. Fazit
6. Quellen- und Literaturverzeichnis
Einleitung:
Der Zweite Weltkrieg stellt ein komplexes Thema dar, das in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise dem militärischen Aspekt, dem Holocaust oder der Leidenszeit der Zivilbevölkerung erforscht wird. Diese Punkte können nicht nur auf Deutschland bezogen werden, sondern auf jedes durch die Nationalsozialisten besetzte Gebiet. Untersuchenswert ist dabei die Struktur der Hierarchie, welche sich nach der Okkupation etablierte und die nur auf den ersten Blick als gut organisiert erscheint. Ungenauigkeiten bei der Regelung von Kompetenzen führten nicht selten zu Machtkämpfen zwischen den Militärbehörden, der Partei (NSDAP), Vertretern der Wirtschaft und der SS.
Unklar ist auch das Verhalten von Hitler, der diesen Konkurrenzstreit hätte beenden können. Jedoch legt er sich nie genau fest. Genauso schleierhaft wirkt seine Besatzungspolitik, bei der es keine eindeutigen Richtlinien gibt. So lässt er die Militärverwaltung in Polen aufheben und durch eine Zivilverwaltung ersetzen, in Norwegen kommt es zur Einsetzung eines Reichskommissariats und Frankreich wiederrum zu einer Militärverwaltung. Entscheidend für die Art der Besatzungsform könnte die sogenannte „Rassenideologie“ sein. Inwieweit er sich durch Führende Kräfte der SS und NSDAP beeinflussen ließ, deren Schwerpunkt die „Judenpolitik“ war, kann nur vermutet werden. Konnte Hitler überhaupt frei entscheiden oder musste er Kompromisse eingehen?
Der Autor untersucht in dieser Arbeit die Zivilverwaltung in den Niederlanden. Zunächst soll dabei geklärt werden, warum gerade diese Form der Besatzung- und Verwaltung für die Niederlande gewählt wurde, woran sich kontrastierend ein kurzer Blick auf die Nachbarstaaten anschließt. Die Untersuchung des Aufbaus der Machtstrukturen in den besetzten Niederlanden soll es dann ermöglichen den Kompetenzstreit zwischen den Vertretern der verschiedenen Interessengruppen der Nationalsozialisteneingehender zu beleuchten. Ziel dieser Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welche Organisationen und Gruppen um die Macht in den okkupierten Niederlanden rangen und welche Motive sie dabei leiteten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Militärverwaltung oder Zivilverwaltung?
- Die Besatzungspolitik in den Beneluxländern
- Belgien und Luxemburg
- Das Reichskommissariat Niederlande
- Die „mächtigen“ Generalkommissare?
- Streit unter den Organisationen
- Heinrich Himmler - SS
- Martin Bormann – NSDAP
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Zivilverwaltung in den besetzten Niederlanden und beleuchtet die dahinterliegenden Gründe für diese Form der Besatzungs- und Verwaltungsform. Darüber hinaus analysiert sie die Machtstrukturen im besetzten Gebiet und den Kompetenzstreit zwischen verschiedenen nationalsozialistischen Interessengruppen.
- Die Wahl der Zivilverwaltung in den Niederlanden im Vergleich zu anderen Besatzungsformen
- Der Aufbau der Machtstrukturen in den besetzten Niederlanden
- Der Kompetenzstreit zwischen SS, NSDAP, Militär und anderen Interessengruppen
- Die Motive und Ziele der beteiligten Organisationen
- Die Rolle Hitlers im Kontext des Kompetenzstreits
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet den Kriegsverlauf zwischen Deutschland und den Niederlanden und liefert historische Hintergründe zur Entscheidung für eine Zivilverwaltung statt einer Militärverwaltung.
Kapitel 3 analysiert die Besatzungspolitik in den Beneluxländern und stellt den Fall der Niederlande in den Kontext der Besatzungsformen in Belgien und Luxemburg. Es fokussiert sich auf das Reichskommissariat Niederlande und die Rolle der Generalkommissare.
Kapitel 4 untersucht den Kompetenzstreit zwischen verschiedenen Organisationen, insbesondere zwischen der SS unter Heinrich Himmler und der NSDAP unter Martin Bormann.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit Themen wie Besatzungspolitik, Zivilverwaltung, Militärverwaltung, Kompetenzstreit, Machtstrukturen, Nationalsozialismus, SS, NSDAP, Niederlande, Reichskommissariat, Generalkommissare, Rassenideologie, Hitler, Kriegsverlauf, Beneluxländer.
Häufig gestellte Fragen
Warum wurde in den Niederlanden eine Zivilverwaltung eingerichtet?
Im Gegensatz zu Belgien (Militärverwaltung) wählte Hitler für die Niederlande ein Reichskommissariat (Zivilverwaltung), was oft mit der nationalsozialistischen Rassenideologie und dem Ziel der langfristigen Eingliederung "germanischer" Völker begründet wird.
Wer war für den Kompetenzstreit in den besetzten Gebieten verantwortlich?
Ungenauigkeiten in der Hierarchie führten zu Machtkämpfen zwischen der SS (Himmler), der NSDAP (Bormann), den Militärbehörden und den Vertretern der Wirtschaft.
Welche Rolle spielten die Generalkommissare?
Die Generalkommissare waren die obersten zivilen Verwalter im Reichskommissariat Niederlande und agierten oft in einem Spannungsfeld zwischen Berliner Weisungen und lokalen Machtansprüchen.
Warum griff Hitler nicht in die Konkurrenzstreitigkeiten ein?
Hitler legte sich oft nicht genau fest, was als Teil seines Herrschaftsstils ("Teile und herrsche") gedeutet werden kann, um seine eigene Position als letzte Entscheidungsinstanz zu sichern.
Wie unterschied sich die Besatzungspolitik in den Beneluxländern?
Während die Niederlande zivil verwaltet wurden, unterstanden Belgien und Luxemburg zunächst einer Militärverwaltung, was zu unterschiedlichen Strukturen in der Judenpolitik und Wirtschaftsführung führte.
- Quote paper
- N. H. (Author), 2012, Kompetenzstreit in den Niederlanden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193840