Für oder gegen Rom? Germanen in der römischen Armee


Magisterarbeit, 2009
92 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Thema, Fragestellung und Eingrenzung
1.2 Quellenlage und Forschungsstand

2. Arminius der Cherusker
2.1 Rahmenlage 11 2.2 Arminius der Cherusker eine Karriere
2.3 “Quintili Vare, legiones redde!”
2.3.1 Die Quellen
2.3.2 Die Varuskatastrophe
2.4 Die Motive des Arminius und die Reaktion der Römer

3. Julius Civilis
3.1 Rahmenlage
3.2 Der Aufstand der Bataver
3.2.1 Die Vorgeschichte
3.2.2 Der Aufstand
3.2.3 Wirklich ein Gefolgsmann des Vespasian
3.3 Julius Civilis eine Karriere

4. Militärdiplome und die Constitutio Antoniniana

5. Carausius
5.1 Rahmenlage
5.2 Die Situation Galliens im 3. Jahrhundert n. Chr
5.3 Aufstieg und die Usurpation des Carausius
5.3.1 Die Datierung der Machtergreifung des Carausius
5.3.2 Der Gegenschlag und das Ende des Sonderreiches

6. Stilicho
6.1 Rahmenlage
6.2 Der Tod Theodosius und der neue “Regent” Stilicho
6.3 Stilichos Feldzüge
6.3.1 Griechenland und der Rhein
6.3.2 Kampf gegen Gildo
6.4 Die Reformphase 398-401 n. Chr
6.5 Die Jahre der Krise
6.5.1 Und wieder einmal Alarich
6.5.2 Die Affären Melania und Chrysostomus
6.5.3 Radagais in Italien und der Verlust der Nordwestprovinzen
6.6 Das weströmische Reich auf dem Weg in die Katastrophe

7. Schlussbetrachtung

8. Quellen- und Literaturverzeichnis
8.1 Quellenverzeichnis
8.2 Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thema, Fragestellung und Eingrenzung

Das Römische Imperium war ein Reich mit vielen Stämmen und Kulturen die aus den verschiedensten Winkeln der damals bekannten Welt stammten. Ziel war es nicht nur neue Gebiete zu erobern, sondern diese auch in das Reich zu assimilieren. Besonders die Gebiete der germanischen Stämme stellten das Römische Imperium immer wieder vor neue Herausforderungen. Zwar war es möglich die linksrheinischen Stämme zu „befrieden“ und der „Zivilisation“ zuzuführen, aber dem unbändigen Charakter der kriegerischen Barbaren aus dem Norden ließ sich nicht so einfach das römische Gesellschaftsleben aufzwängen.

So gab es immer wieder germanische Heerführer, über die ganze Geschichte des Römischen Reiches verteilt, die die Macht des Imperium Romanum herausforderten.[1] Auf der anderen Seite gab es aber auch Germanen, die im römischen Heer dienten, sich auszeichneten, Karriere machten und so die civitas Romana erlangten und teilweise erfolgreich ins Reich integriert wurden.

Im Rahmen dieser Magisterarbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche unterschiedlichen Herrschaftsmuster und Karrierechancen sich für Germanen im römischen Heeresdienst ergaben. Dabei wird zu untersuchen sein, inwieweit sich die reichsweite Verleihung des römischen Bürgerrechts, durch die Constitutio Antoniniana, an alle freien Bewohner auf die Karrieren der einzelnen Heerführer auswirkte. Um dieses genauer beleuchten zu können, sollen zwei Karrieren von Germanen vor der Constitutio Antoniniana und zwei nach ihrem Erlass untersucht werden.

Der erste Germane den es zu betrachten gilt ist Arminius der Cherusker. Bei ihm wird vor allem die Stellung seiner Person zum Zeitpunkt der Varusschlacht zu erforschen sein. Neben der Betrachtung seiner Karriere als römischer Offizier soll es darum gehen, ob er der germanische Freiheitskämpfer war, der zum Symbol der nationalen Bewegung und dessen Freiheitskampfes im 19. Jahrhundert geworden ist.[2]

Durch seinen Dienst in einer Auxiliareinheit des römischen Heeres war es ihm möglich gewesen, die Taktiken, Stärken und Schwächen der Legionen kennen zu lernen und diese schließlich gegen sie einzusetzen. Inwieweit von dieser Schlacht und den darauf folgenden Kämpfen von einer einheitlichen koordinierten Erhebung der Stämme gesprochen werden kann, wird abzuwarten sein. Die Vernichtung von drei Legionen und die Einsicht Roms die germanischen Stämme zwischen Rhein und Elbe nicht auf Dauer besetzten zu können bzw. zu wollen, hatten Arminius dank Tacitus den Namen liberator Germaniae[3] eingebracht.

Mit Julius Civilis wird ein weiterer Germane, der sich das römische Bürgerrecht durch seinen Dienst im Militär verdient hat, betrachtet werden, der zeitlich nur wenige Jahre von Arminius entfernt liegt. Civilis’ Aufstand fällt in die unruhigen Zeiten des Vierkaiserjahrs 68/69 n. Chr. Seine Rolle im innenpolitischen militärischen Machtkampf ist etwas schwieriger zu erfassen. Zwar war er Anführer einer batavischen Aufstandsbewegung gegen die Rheinlegionen, aber ob dieses aus eigenem Antrieb oder aufgrund eines Auftrages durch Vespasian erfolgte, werden die folgenden Untersuchungen versuchen herauszukristallisieren. Seine Einbindung in das machtpolitische Geflecht des Vierkaiserjahrs ist daher schon sehr kompliziert, da er nach dem Sieg des Vespasian seinen Kampf fortsetzte. Ob dieser Kampf gerechtfertigt war, weil die Rheinlegionen durch Anhänger des Vitellius gestellt wurden, oder ob darin der eindeutige Beweis seines Bestrebens nach einem unabhängigen germanischen Reich zu erkennen ist, wird noch zu diskutieren sein. Eine genauere Auseinandersetzung mit den Überlieferungen des Tacitus und dessen Barbarenbild von den Germanen wird dabei von Nöten sein.

Interessant ist dabei zu sehen, dass beide Germanen mit der Präfektur ihren höchsten Rang erreicht hatten und aus dieser Stellung heraus gegen Rom bzw. dessen Rheinlegion revoltierten. Beiden Germanen war die Ehre zu teil geworden, das römische Bürgerrecht verliehen zu bekommen. Diese Verleihung, eine besondere Auszeichnung in Form eines Militärdiploms, wurde unter Claudius an alle Auxiliare verliehen. Mit der Constitutio Antoniniana 212 n. Chr. entfielen die Militärdiplome, da allen Freien des Reiches das römische Bürgerrecht verliehen wurde. Diese Maßnahme, aber vor allem die Durchsetzung des römischen Militärs und der römischen Gesellschaft mit Nichtrömern, machte es ihnen möglich in der Hierarchie weiter nach oben zu kommen.

Der erste Fall der unter diesen Umständen zu betrachten sein wird ist Carausius. Ihm gelang es bis zum Präfekten aufzusteigen und das Kommando über die classis Britannica zu erlangen. Diese Machtfülle nutzte er aus, um in Britannien ein Sonderreich zu gründen und sich selbst zum Kaiser auszurufen.

Die kurze Existenz seines Reiches ist durch Münzfunde belegt und zeigte den machtpolitischen und gesellschaftlichen Wandel im Reich, der es erlaubte als Angehöriger eines germanischen Stammes soviel Macht auf sich zu vereinen, um sich gegen den Kaiser zum Mitregenten aufzuspielen. Seine Ambitionen, ein von Rom unabhängiges Reich zu etablieren oder als Mitregent akzeptiert zu werden, wurden jedoch bald von den Legionen des Reiches beendet.

Eine andere Karriere bestritt Stilicho. Zwar gelang es ihm auch wie Carausius ein enormes Machtpotential auf sich zu vereinen, aber lag dabei sein Ziel nicht in der Abspaltung eines eigenen unabhängigen Reiches von Rom. Er schaffte es indessen zum Vormund des weströmischen Kaisers aufzusteigen und Heerführer der Armee zu werden. Ob er selber die totale Macht anstrebte oder ob er nur ein guter pflichtbewusster Verwalter für den jungen Kaiser Honorius sein wollte soll dieses Kapitel zeigen. Um seine Regentschaft im weströmischen Reich konsolidieren zu können, war es wichtig, das bis zu diesem Zeitpunkt in die Politik des Reiches eingreifende Heer, aus Italien herauszuhalten. So wurden Stilichos Feldzüge an den Grenzen des Reiches zu friedenssichernden Maßnahmen, die es ermöglichten die Regierung zu entmilitarisieren und dem Senat wieder mehr Macht zu verleihen. Auch war es ihm möglich in der kurzen Phase des Friedens Reformen durchzusetzen, die seine Bestrebungen der Entpolitisierung des Militärs weiter vorantrieben. Sein großes Ziel auch die Regentschaft über das Ostreich zu erlangen, blieb ihm trotz aller Anstrengungen verwehrt. Bei der Bearbeitung dieses Themas wird sich zeigen, dass für die Durchsetzung von politischen und militärischen Interessen immer mehr „Ausländer“ wie zum Beispiel die Goten und Hunnen eingesetzt wurden.

Aber auch die römischen Legionen bestanden schon längst nicht mehr nur aus Römern. Nachdem der Limes 233 n. Chr. erstmals von den Alemannen überrannt worden war, war der Fluss der Sippen- und Stammesverbände kaum noch aufzuhalten. Die Armee wurde immer weniger zu den Identitätsgebenden integrierenden Mittel der Republik.

Sie hatte sich zu einem in der Gesellschaft wenig angesehenen Söldnerheer entwickelt, was sich mehr und mehr aus Völkerschaften aller möglichen Regionen zusammensetzte.[4] Die Römer zogen sich immer mehr aus dem Militär und der Politik zurück und machten Germanen wie Stilicho platz. Die Teilung des Imperiums in ein West- und Ostreich war das Resultat und endete für das Westreich 476 n. Chr. mit dessen Untergang. Und wieder war es ein Germane, der in das Schicksal des Imperiums eingriff.[5]

Um das Thema der Herrschermuster und Karrierechancen für Germanen einzugrenzen, soll sich die Betrachtung auf die oben genannten vier Germanen beschränken. Um den zeitlichen Rahmen nicht überzustrapazieren werden die Personen nur kurz in den jeweiligen zeitlichen und örtlichen Kontext eingebettet.

1.2 Quellenlage und Forschungsstand

Aufgrund der großen Zeitspanne und den unterschiedlichen Personen die in dieser Arbeit betrachtet werden, wird für jede Person eine eigene Betrachtung der Quellen und des Forschungsstandes erfolgen.

Das Problem bei den Quellen ist, dass wir ausschließlich auf römische Quellen angewiesen sind, da es von germanischer Seite her keine schriftlichen Überlieferungen gibt. Dabei ist zu beachten, dass die antiken Geschichtsschreiber weniger an einer faktengetreuen Wiedergabe vergangener Ereignisse interessiert waren, als viel mehr zu unterhalten und zu belehren. Dazu wurden Ereignisse oft dramaturgisch ausgeschmückt und Dinge hinzuerfunden, um die Geschichten noch interessanter und den Erzähler noch wichtiger zu machen. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Germanen oft so wiedergegeben wurden, wie man sich eben Germanen in Rom vorstellte.

Vor allem Tacitus der das Bild der Germanen mit seinen Historien[6] und Annalen[7] prägte benutzte immer wieder die in Rom altbekannte Barbarentopik, um Germanen wie Arminius und Julius Civilis als gefährliche unzivilisierte Barbaren darzustellen. Die Widersprüche die er dabei aufwarf machte er durch selbst erfundene Rechtfertigungsreden der Handelnden wett. Zu beachten ist dabei, dass Tacitus wie die meisten seiner antiken Historikerkollegen fast nie Zeitzeugen der Geschehnisse waren und oft erst, wie im Falle des Aurelius Sextus Victor[8], welcher über die Verleihung des römischen Bürgerrechts berichtet, Jahrhunderte später schrieben. Diese bezogen sich dann meist auf Quellen, die uns zum Großteil heute nicht mehr vorliegen, und ließen sich wie im Fall des Cassius Dio[9] wahrscheinlich oft von diesen in ihren Wiedergaben beeinflussen.

Aber selbst wenn es Zeitzeugen gab, muss dabei immer die Stellung des Berichtenden zum Ereignis in Betracht gezogen werden. Für Stilicho haben wir als Hauptquelle die Überlieferung des Claudius Claudianus.[10] Das Problem daran ist, dass Claudianus der persönliche Propagandist Stilichos war und daher seine Niederschriften über Stilicho, Stilicho freundlich ausgeschmückt sind. Die Panegyrici Latini[11] sind weitere schriftliche Quellen aus denen wir vor allem über die Ereignisse um Carausius erfahren. Da diese aber Lobschriften/Gesänge darstellen muss auch hier beachtet werden, dass sie die Ereignisse zu Gunsten für die sie geschrieben wurden verherrlichen.

So bleibt dem modernen Historiker nur die genaue Untersuchung und das ständige Hinterfragen der ihm vorliegenden schriftlichen Überlieferungen. Ergänzt werden können die schriftlichen Quellen in einigen Fällen durch archäologische Funde. Bei Carausius ist dies durch Münzenfunde gut möglich. Im Fall der Varusschlacht des Arminius wird die Situation schon schwieriger. Denn nicht immer passen Funde zu den schriftlichen Quellen und liefern das gewünschte Ergebnis.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass heutzutage noch immer nicht einwandfrei feststeht, wo genau die Varusschlacht stattgefunden hat und die Diskussionen und Ausgrabungen auch in Zukunft die Wissenschaft beschäftigen werden. Die trifft aber auch auf die anderen Bereiche dieser Arbeit zu. Denn neue Funde egal ob schriftliche oder archäologische müssen immer wieder neu interpretiert werden und verändern daher unser Bild von unserer Geschichte stetig.

Für den Themenbereich des Arminius gibt es unzählige belletristische wie wissenschaftliche Beiträge. Vor allem zum 2000sten Jahr der Varusschlacht überschlagen sich die Kontroversen über Arminius und Varus in der deutschen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Arminius wurde zu dem Leidbild des germanischen Befreiers und der nationalen Identitätsgebung. Dieter Timpe versetzte mit seinen Arminius-Studien[12] den nationalen Überschwänglichkeiten jedoch einen herben Dämpfer, in dem er Arminius vom liberator Germaniae[13] zum Meuterer unter Varus machte. Seiner These nach war Arminius zur Zeit der Varusschlacht noch Präfekt einer germanischen Auxiliareinheit im römischen Dienst. Einen harten Gegner findet Timpe in Reinhard Wolters, welcher die These Timpes strikt ablehnt. Er geht zwar auch nicht von einer nationalen Erhebung der germanischen Stämme gegen das Imperium Romanum aus, aber eine Heeresinterne Meuterei schließt er zugunsten eines Aufstandes Arminius und seiner cheruskischen Anhänger aus.[14] Unterstützt wird Timpes These dagegen von den Ausgrabungen am Kalkrieser Berg, welche bisher keinerlei germanische Waffen und Trachtenbestandteile hervorgebracht haben.[15] So sind Timpes Arbeiten noch heute die Basis für weitere aktuelle Forschungen über Arminius und die römisch-germanischen Beziehungen zu seiner Zeit und bildet für die Betrachtungen über Arminius in dieser Arbeit das Fundament.

Eine ähnliche Problematik finden wir bei Julius Civilis. Auch hier haben wir das Problem der Stellung des Civilis. Urban[16] setzt sich bei seiner Forschung über den Bataveraufstand unter Julius Civilis vor allem mit der Frage auseinander ob Civilis von Anfang an einen großen germanischen Aufstand plante und seine Treue zu Vespasian nur vortäuschte oder ob er wirklich im Auftrag Vespasians handelte. Seiner Meinung nach kann bis zu dem Massaker von Vetera davon ausgegangen werden, dass Civilis im Auftrag Vespasians handelte. Eduard Merkel[17] hat sich mit einer genauen Untersuchung des Bataveraufstands bei Tacitus auseinandergesetzt. Dabei geht es ihm um die Herausarbeitung des genauen Vorgangs des Bataveraufstands und dessen Darstellung der Ereignisse bei Tacitus. Entgegen Urban geht Merkel von Anfang an von einem Krieg des Civilis gegen Rom aus, welcher sich nur unter dem Deckmantel des Vespasian verbirgt.

Die Untersuchung der von Tacitus oft benutzten Barbarenbilder hat sich Christine Trzasks-Richter[18] zur Aufgabe gemacht. Sie befasst sich mit der propagandistischen Wiedergabe des römischen Germanenbild. Für die Thematik des Bataveraufstandes und Julius Civilis untersucht sie genau die Vorstellungen der Beteiligten Stämme und einzelnen wichtigen Personen des Aufstandes durch die Römer, welche vor allem durch Tacitus getragen wurden. Diese Vorstellungen von den kriegerischen, tapferen aber unzivilisierten Germanen dienten dazu ein Feindbild aufzubauen, um militärische Aktionen in Germanien durchführen und politische Zielsetzungen verfolgen zu können.

Für die Constitutio Antoniniana gelten die Arbeiten von Christoph Sasse[19] und Hartmut Wolff[20] als Standartwerke. In ihrem Schwerpunkt setzten sie sich mit den Folgen und Veränderungen, die die Constitutio Antoniniana bewirkte und ihrem Quellenwert auseinander. Die genauen Folgen der Constitutio Antoniniana sind immer noch umstritten, genauso wie die Deutung des Textes den man glaubt als Constitutio Antoniniana erkannt zu haben. Die mit dieser Thematik verbundenen Militärdiplome und dessen Auswirkungen auf die Verbreitung des römischen Bürgerrechts im Imperium Romanum hat Friedrich Vittinghoff genauer untersucht.[21] Im Mittelpunkt steht dabei die Integrationswirkung der Militärdiplome für Peregrine, die in Auxiliareinheiten gedient haben, in die römische Gesellschaft.

Für die Thematik des britannischen Sonderreichs unter Carausius muss auf die englischsprachige Literatur zurückgegriffen werden. Mit Carausius direkt befasst sich zwar P. J Casey.[22] Diese Arbeit konzentriert sich aber hauptsächlich auf die Münzenfunde aus dieser Zeit und deren Auswertung, so dass zu Carausius direkt keine Arbeiten zu finden sind. Als Basis für das Kapitel dienten die Werke von Sheppard Frere[23] und A. Donald White,[24] welche sich aber eher in Nebenkapiteln mit Carausius beschäftigen. So liegt der Freres Schwerpunkt darauf einen allgemeinen Überblick über die Geschichte der römischen Provinz Britannia wiederzugeben. Und bei White stehen die Küstenbefestigungsanlagen Britanniens und Galliens, welche Carausius genutzt hat und weitere errichten ließ, im Vordergrund.

Das Standartwerk zu Stilicho bildet die Arbeit von Tido Janßen.[25] Ihm geht es darum das weströmische Reich unter der Regentschaft Stilichos darzustellen. Das Hauptaugenmerk liegt in dieser Arbeit auf den Legitimationsversuch Stilichos als Vormund des Honorius und Regent des Westreiches. Der Frage der dabei nachgegangen wird, ist ob Stilicho ein Usurpator war und aus eigenen Machtinteressen handelte oder ob er wirklich im Sinne Honorius die Geschicke des Westreiches führte. Eine weitere Auseinandersetzung mit Stilicho, die diesem Kaptitel als Grundlage diente ist das Werk von Ernst Nischer-Falkenhof.[26] Er gibt eine detaillierte Biographie Stilichos zerlegt in die einzelnen Jahre seiner Herrschaft wieder.

2. Arminus der Cherusker

2.1 Rahmenlage

Mit Arminius befinden wir uns in der Zeit der römischen Germanenpolitik. Umstritten ist dabei, ob diese einen offensiven oder eher defensiven Charakter besaß. Nach der Ermordung Caesars gerieten die rechtsrheinischen Gebiete aus dem Blickwinkel der römischen Politik.

Augustus konzentrierte sich 16 – 13 v. Chr. darauf die linksrheinischen Gebiete in eine Provinz umzuwandeln. Erst mit dem Übertritt germanischer Stämme 16 v. Chr. über den Rhein und der Niederlage des römischen Statthalters in Gallien M. Lollius Paulinus gerieten die rechtsrheinischen Gebiete wieder in den Blickpunkt der Römer.

Nachdem Augustus die Verhältnisse in Gallien wiederhergestellt hatte und Tiberius zusammen mit Drusus im Jahre 16/15 v. Chr. den Alpenraum erobert hatten, wurde Drusus 13 v. Chr. Statthalter von Germanien und eröffnete in dieser Funktion einen Feldzug ins rechtsrheinische Germanien. Seit dieser Zeit unternahm Drusus und später Tiberius mehrere Feldzüge, bei denen sie einige germanische Stämme unterwarfen und oder Stammesgebiete einfach verwüsteten, um damit Angriffen von germanischen Stämmen vorzubeugen oder diese zu bestrafen.[27]

2.2 Arminius der Cherusker eine Karriere

Arminius wuchs in der Zeit der römischen Expansion auf. Die Germanenpolitik der Römer zu dieser Zeit bestand darin, zur Abschreckung und Demonstration der Macht der Römer, da die Germanen immer wieder über den Rhein in das Römische Reich vorstießen, in das Gebiet der verschiedenen germanischen Stämme vorzudringen und diese so an Angriffen zu hindern. Nachdem die Alpen- und Balkanregion befriedet war, konnten die Römer Kräfte frei machen, um weiträumige Operationen gegen die Germanen einzuleiten. Ab 12 v. Chr. unterwarf Drusus, der Adoptivsohn des Augustus, die Sugambrer und stieß bis zu den Chauken vor. Weitere militärische Unternehmungen brachten Drusus in die Gebiete der Usipeter, Tenkterer, Cherusker und zu den Chatten. Unterworfen wurden die Cherusker durch Tiberius, welcher 4 n. Chr. Marcus Vinicius ablöste.[28]

Arminius entstammte einer der führenden Familien der Cherusker.[29] Sein Vater war Sigimer, einer der Fürsten seines Stammes.[30] Das genaue Datum für die Geburt des Arminius ist nicht eindeutig zu belegen.

Wenn man der Überlieferung Tacitus folgt, und davon ausgeht, dass Arminius’ Machterlangung im Kontext mit der Vernichtung der Varuslegionen 9. n. Chr. steht, er zwölf Jahre lang geherrscht hat und mit 37 Jahren verstorben ist, dann kann sein Geburtsjahr auf 16 v. Chr. festgelegt werden. Somit war er zum Zeitpunkt der Varusschlacht 25 Jahre alt.[31]

Zu seiner Jugend gibt es verschiedene Ansätze. Vor allem ist umstritten, wie Arminius zu den Römern gelangte und wie er das römische Bürgerrecht erwarb. Husemann geht davon aus, dass Arminius zusammen mit seinem Bruder Flavus als Fürstengeiseln an den Tiber geschickt wurden. Angeblich als Reaktion darauf, dass ihr Vater Sigimer und dessen Bruder Inguiomer römische Steuereintreiber und Zenturien 12 v. Chr. erschlagen haben sollen.[32] In Rom wurde Arminius und Flavus dann nach römischen Vorbild ausgebildet. Ihnen wurde Latein gelehrt[33] und schließlich erhielten sie eine Offiziersausbildung.[34]

In Rom scheint Arminius auch seinen Namen bekommen zu haben. Sein germanischer Name ist heute nicht mehr bekannt. Ernst Bickel bringt den Namen Arminius mit den Angehörigen der römischen gens Arminia in Verbindung. Von einem Angehörigen dieser Familie sei dem Cherusker das römische Bürgerrecht verliehen worden, wodurch er den römischen Familiennamen, nomen gentile, als Namen Arminius übernahm. Nach Bickel könnte Arminius’ cheruskischer Name Siegfried gewesen sein. Das leitet er daraus ab, dass sein Vater Sigimer/Segimer hieß und es in diesem Stamm viele Namen gab, die mit „Sieg“ oder „Seg“ anfingen. Damit wird durch Bickel Arminius mit der Siegfriedsage des Niebelungenlieds in Verbindung gebracht und dadurch die Wurzel der Traditionslinie der deutschen Geschichte gelegt.[35]

Ernst Hohl leitet den Namen Arminius aus einer Unternehmung des Gaius Caesar in den Osten ab, welcher durch Arminius und Velleius Paterculus begleitet wurde. Bei dieser Reise kam es zur Einsetzung eines Königs in Armenien. Von dieser Einsetzung kommt so Hohl der Namen Arminius.

Also sei laut Hohl Arminius kein nomen gentile sondern ein cognomen gewesen, welcher sich nach seiner Reise zu seinem Rufnamen entwickelt habe. Des Weiteren sei er im Umfeld des Augustus aufgewachsen, durch welchen er das Bürgerrecht verliehen bekommen haben soll. Daraus resultiere der Familienname Julius.

Und da der Vorname Gaius in der caesareischen und augusteischen Zeit unter den Iulii weit verbreitet gewesen war, schließt Hohl darauf, dass der vollständige römische Name des Cheruskers Gaius Julius Arminius war.[36]

Was fest steht, ist dass Arminius das römische Bürgerrecht besaß und sogar in den Ritterstand aufgenommen wurde.[37] Diesen Ritterstand soll er sich als Kommandeur einer Auxiliareinheit, welche aus Angehörigen seines Stammes zusammengesetzt war, erworben haben. Dazu boten sich ihm gleich zwei Möglichkeiten. So hat er als Präfekt einer cheruskischen Auxiliatruppe am pannonischen Krieg unter Tiberius teilgenommen und sich vorher im immensum bellum[38] in Germanien verdient gemacht. Bei dem Friedensschluss der 4 n. Chr. mit den Cheruskern zustande gekommen ist, muss er oder seine Familie eine bedeutende Rolle gespielt haben. Sicher ist, dass er den Ritterrang nicht aufgrund seiner Präfektenstellung erhielt, sondern durch seine Verdienste begründet ist.[39]

Ab wann Arminius den Heeresdienst verlassen hat, um zu seinem Stamm zurückzukehren, ist ein weiteres Thema was umstritten ist. Laut Wells hat Arminius 7 n. Chr. den römischen Heeresdienst quittiert und ist zu seinem Stamm zurückgekehrt. Sein Bruder Flavus blieb hingegen bei den Römern.[40] Die Rückkehr des Cheruskers soll den Römern sogar sehr willkommen gewesen sein. Denn laut Husemann entließen die Römer Arminius aus ihren Diensten und schickten ihn von Pannonien ins Heimatland zurück, da sein Vater Segimer 7 n. Chr. verstorben war und die Römer so hofften mit Arminius einen treuen Diener gefunden zu haben, der die Cherusker im Sinne Roms führen konnte.[41] Hohl geht hingegen davon aus, dass die militia des Cheruskers in diesem Zeitraum beendet war und er nun zu seinem Stamm zurückkehren durfte, um dort durch seine gesammelten Erfahrungen und Autorität eine führende Rolle einzunehmen.[42]

Dieter Timpe bringt stattdessen einen anderen Ansatz. Er geht davon aus, dass Arminius als Präfekt im römischen Dienst nach Germanien zurückgekehrt ist, da dies auf der einen Seite aus der Zeitspanne der Dienstjahre für Präfekten anzunehmen ist und auf der anderen Seite eine Entlassung und Heimkehr in den Quellen erwähnt worden wäre.[43]

Zur selben Zeit in der Arminius in sein Heimatland zurückkehrte, wurde Publius Quinctilius Varus Statthalter in der germanischen Provinz.[44] Die enge Zusammenarbeit und die Tatsache, dass Arminius im Hause des Varus verkehrte,[45] lassen darauf schließen, dass Arminius in Germanien immer noch als Präfekt tätig gewesen ist. Das bedeutet auch, dass Arminius zum Zeitpunkt des Überfalls auf Varus noch unter römischen Eid und Befehl stand und dieser Kampf somit zu einem Kampf innerhalb des römischen Heeres wurde, eine Meuterei also und keine nationale Befreiungstat.[46]

2.3 „Quintili Vare, legiones redde!“

2.3.1 Die Quellen

Für die Überlieferung der Varusschlacht stehen uns ausschließlich römische und griechische Autoren zur Verfügung. Germanische Texte gibt es nicht und archäologische Funde sind bis auf den Grabstein des Marcus Caelius „[ce]cidit bello Variano“ entweder nicht zu finden oder in der Wissenschaft umstritten. Denn die moderne Forschung ist sich heutzutage noch nicht einmal wirklich über den Ort der Varusschlacht sicher. So bleiben hauptsächlich die schriftlichen Quellen, welche aber einen breiten und reichhaltigen Bestand bilden.[47]

Die Varuskatastrophe wurde in den verschiedensten literarischen Gattungen wiedergegeben, fand bereits bei den zeitgenössischen Autoren wie Velleius Paterculus Erwähnung und wurde bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. immer wieder niedergeschrieben.[48]

Zu den wichtigsten Autoren gehören Tacitus mit seinem ersten Annalenbuch und Cassius Dio mit seinem 56. Buch seiner „Römischen Geschichte“. Dios Überlieferung stellt den ausführlichsten Bericht über die Varusschlacht dar. Problematisch daran ist, dass Dio erst im 3. Jahrhundert n. Chr. seine „Römische Geschichte“ niedergeschrieben und sich von seinen Quellen, welche umstritten sind, beeinflussen lassen hat.[49] Tacitus’ erstes Annalenbuch gibt die Varusniederlage nur indirekt wieder, ist aber neben Dio die detaillierteste Darstellung der Ereignisse. Der Autor, welcher seine Annalen zwischen 100 und 120 n. Chr. niedergeschrieben hat, beschäftigt sich im Schwerpunkt mit den Rachefeldzügen des Germanicus gegen die Germanen. Germanicus besuchte dabei den Ort der Varusniederlage und ließ die herumliegenden Gebeine begraben. Ansonsten erfahren wir von Tacitus von dem Verrat des Arminius. Da Tacitus weniger daran interessiert war eine römische Geschichte niederzuschreiben, sondern den unaufhaltsamen Niedergang der sittlichen Werte offen zu legen und so eine gesellschaftskritische Arbeit zu leisten, ist es auch nicht verwunderlich, dass er die Niederlage gegen Arminius, wie er es auch bei Julius Civilis tat,[50] einerseits natürlich auf die Hinterhältigkeit der germanischen Barbaren und andererseits auf den Verfall der römischen Tugenden zurückführte.[51]

2.3.2 Die Varuskatastrophe

Unter Tiberius wurde die Fortsetzung des germanischen Krieges zugunsten der Niederschlagung des illyrischen Aufstandes aufgegeben. Für den Kampf gegen diese Rebellion wurden aus dem gesamten Reichsgebiet Truppen zusammen gezogen.[52] Darunter befanden sich auch germanische Auxiliareinheiten.

Im Herrschaftsgebiet des Varus herrschte zu dieser Zeit Ruhe und sein Regiment wurde anscheinend nicht in Frage gestellt. Timpe geht davon aus, dass die Tiberiusfeldzüge dafür gesorgt hatten, dass die germanischen Stämme sich unterworfen haben, ohne dass der römische Herrschaftsanspruch dadurch zugleich bis zur Elbe politische Wirklichkeit geworden wäre. Varus’ Herrschaft über das Gebiet zwischen Weser und Elbe wird eher eine formelle Oberhoheit gewesen sein und stand daher auf einer sehr schmalen Basis. Denn die Machtmittel des Imperiums waren in dieser Zeit so angespannt, dass es unmöglich gewesen wäre ein Mehrlegionenheer zwischen Weser und Elbe zu stationieren, um die Herrschaftsansprüche auch effektiv und aggressiv durchsetzen zu können. Der Frieden beruhte mehr auf dem Aufrechterhalt der alten Zustände, die dadurch bestanden, dass die Germanen sich zwar unterworfen hatten, höchstwahrscheinlich durch das Stellen von Geiseln, aber die Gebiete weder besetzt noch tributpflichtig waren. Daher wird Varus’ Auftrag gewesen sein, den inneren Ausbau und die Neuorganisation des unterworfenen Landes voranzutreiben, soweit es unter den angespannten Umständen möglich war und eine wachsame Defensive nach außen zu gewährleisten, bis der Sieg über die aufständischen Pannonier und Dalmater errungen wäre und Truppen gegen die Germanen wieder bereit stünden.[53]

Unter diesen Umständen kann es sich bei den Aktionen des Jahres 9 n. Chr. nicht um einen regelmäßigen Sommerfeldzug, sondern um eine ausnahmsweise durchgeführte Expedition gehandelt haben. Arminius und seine Begleiter nutzten diese Situation, um Varus zur Weser zu locken, indem sie ihm von einer ersten Aufstandsbewegung von entfernten Völkerschaften berichteten.[54] Die große Entfernung der Aufstandsbewegung erklärt Kolbe damit, dass die Unglaubwürdigkeit des Gerüchts bei zu großer Nähe schnell hätte nachgewiesen werden können. Und zudem wurde so eine friedensmäßige Marschordnung veranlasst, zu der es bei einem Feind in der Nähe nicht gekommen wäre, was die Wahrscheinlichkeit des Erfolges des Angriffs der Germanen erhöhte.[55] Aufgrund der Verhältnisse zwischen den germanischen Stämmen muss die Aufstandsbewegung noch nicht einmal erfunden sein. Als Operationsbasis gegen die Aufständischen könnte Varus das cheruskische Weserland benutzt haben.

Segestes Warnungen Arminius nicht zu vertrauen,[56] schenkte Varus kein Vertrauen, sondern er warf ihm und seinen Anhängern Verleumdung vor.[57]

Varus wird durch die antiken Autoren und modernen Historiker immer wieder Naivität vorgeworfen. Wie schon erwähnt wurde die Truppenstärke, welche unter Augustus bereits reduziert worden war, wegen des Pannonienaufstands noch einmal verringert. Somit standen Varus nur drei Legionen zur Verfügung. Die schon herausgearbeitete angespannte Lage in Germanien mache es notwendig germanische Auxiliareinheiten zur Beherrschung des Landes einzusetzen. Dass Varus dabei auf Arminius setzte, kann ihm nicht angelastet werden. Denn Arminius war immerhin mit dem römischen Bürgerrecht und dem Ritterstand ausgezeichnet worden. Daher konnte Varus auch das Angebot des Segestes, die cheruskischen Stammesfürsten gefangen zunehmen[58] nicht annehmen, ohne damit einen der wichtigsten germanischen Verbündeten zu beleidigen. Zudem muss bedacht werden, dass es sich bei den Behauptungen Segestes, auf Seiten Varus gestanden zu haben, bei seiner Gefangennahme eher um eine nachträgliche Schutzbehauptung gehandelt haben könnte. Dass Varus nur drei Legionen hatte, sich also auf germanische Auxilien und Arminius verlassen musste, kann ihm nicht angelastet werden. Diese Entscheidungen gehen auf die Politik des Augustus zurück.[59]

Nachdem Varus sich von Arminius überreden ließ seine Legionen in Marsch zusetzen, entfernten sich die Verschwörer von Varus, um angeblich die verbündeten Truppen zu sammeln und sie dann dem römischen Heer zuzuführen.[60] Stattdessen vereinten sich die Verschwörer mit den schon bereit stehenden Truppen, um die Legionen anzugreifen. Diese hatten schon vor dem Angriff auf Varus die überall verstreuten römischen Kommandos überfallen und umbringen lassen.[61]

Timpe geht davon aus, dass es sich bei den römischen Kommandos um römische Mannschaften handelte, die zu den Auxiliaren, welche sich schon in ihren Winterquartieren befanden, abkommandiert waren.

Durch den Einsatz der Hilfstruppen[62] erklärt Timpe auch die Möglichkeit einer unentdeckten Vorbereitung der Rebellion. Denn mit einer Stämme umspannende Verschwörung wäre die Geheimhaltung des Anschlages kaum möglich gewesen. Viel eher lassen sich innerhalb des legalen militärischen Apparates solche Vorbereitungen treffen, ohne von außen erkannt zu werden. Deswegen kann man annehmen, dass es keine Sammlung einer Rebellenarmee gab, die man hätte verschleiern oder erklären müssen, sondern es kann sich um für das Gelände gut ausgebildete und geeignete Hilfstruppen gehandelt haben.[63]

Das Gelände der Schlacht war von Arminius sorgfältig gewählt.[64] Arminius suchte sich für seinen Angriff unwegsames, hügliges und bewaldetes Gelände aus, da es den Römern so nicht möglich war sich in ihrer gewohnten Schlachtordnung aufzustellen. Zu den schwierigen Geländebedingungen kamen auch noch starker Regen und Sturm. Diese Umstände führten dazu, dass die Marschordnung immer mehr durcheinander geriet.[65] Tacitus nennt als Ort des Kampfgeschehens den Teutoburger Wald. „ductum inde agmen ad ultimus Bructerorum, quantumque Amisiam et Lupiam amnes inter vastatum, haud procul Teutoburgiensi saltu, in quo reliquiae Vari legionumque insepultae dicebantur.“[66] Der folgende Kampf zog sich über vier Tage. Nach dem ersten Überfall war es Varus möglich seine Truppen zu sammeln und ein Lager errichten zu lassen. Die Rückzugsgefechte in gesichertes Gebiet dauerten drei weitere Tage an und endeten schließlich mit der fast vollständigen Vernichtung des römischen Heeres. In dieser aussichtslosen Lage begingen Varus und weitere hohe Offiziere Selbstmord.[67]

Die Zahl an Soldaten unter Varus reicht von 12.000 bis 18.000. Der gesamte Tross, in dem sich auch Kinder und Frauen befunden haben sollen, soll bis zu 30.000 Menschen stark gewesen sein.[68] Wie groß die Verluste der Römer wirklich sind ist schwer zu sagen. Timpe geht davon aus, dass die Zahl der römischen Verluste in der Schlacht stark übertrieben ist. Denn Varus wird seiner Meinung nach nicht mit der vollen Sollstärke marschiert sein. Als erstes können die Besatzungen der Rheinlager abgezogen werden, dazu kommen die regulären Vexillationen und Besatzungstruppen und die von Varus detachierten Abteilungen. Die Besatzungstruppen und Lagermannschaften, welche von den Germanen vor der eigentlichen Schlacht schon niedergemacht wurden, werden in die Verlustangaben mit eingerechnet.[69] Bei den Verlusten handelte es sich um die 17., 18. und 19. Legion sowie drei Alen und sechs Kohorten.[70] Die Adler der Legionen[71] wurden von den Germanen erbeutet. Der Adler der 19. Legion wurde durch L. Stertinius im Jahre 15 n. Chr., unter Germanicus zurückgeholt.[72] Ein Jahr später war es Germanicus möglich bei seinem Feldzug gegen die Marser von diesen den zweiten Adler zu erlangen.[73] Erst im Jahre 42 n. Chr. gelang es Publius Gabinius, nach dem Sieg über die Chauken, den dritten Adler der Varusniederlage in den Besitz der Römer zurückzuführen.[74]

Von der Truppenstärke des Arminius sind auch keine Zahlenangaben überliefert. Dabei werden die ursprünglichen Angreifer später durch weitere germanische Gruppen, welche die Lage erst einmal eine Zeit lang beobachtet hatten, ergänzt.[75]

Für die militärische Niederlage wird wieder Varus verantwortlich gemacht. Florus verglich Varus sogar mit L. Aemilius Paulus, dem Verlierer von Cannae.[76] Daumer verweist darauf, dass dies ein typisches Verhalten zur Zeit des Augustus war. Niederlagen wurden den jeweiligen Feldherren untergeschoben, wohingegen Augustus sich Siege, egal ob er sie erfochten hatte oder nicht, selber zuschrieb. Die Niederlage wird komplett auf Varus abgewälzt.

Trotzdem ließ Augustus das Haupt des Varus noch ehrenvoll bestatten. Nach Augustus verschlechterte sich das Varus-Bild jedoch immer weiter.[77]

Die Folgen der Varusschlacht sind zum Großteil nicht erkennbar. Sicher ist, dass alle Kastelle bis auf das bei Aliso von den Germanen eingenommen werden konnten. Bei Augustus kam die Angst auf, die Germanen könnten über den Rhein vorstoßen, Germanen, Gallien und schließlich Italien und Rom selbst bedrohen.[78]

2.4 Die Motive des Arminius und die Reaktion der Römer

Laut Tacitus berief sich Arminius im Kampf gegen die Römer, als er sich mit seinem Bruder Flavus über die Weser hinweg unterhielt, auf das Vaterland, die Freiheit, die Ahnen , Tradition und den Ruhm.[79] Arminius ging es also um die Ehre. Tacitus selber bezeichnet ihn als liberator Germaniae.[80] Wolfram führt an, dass es Arminius auch darum gegangen sein könnte ein supragentiler Heerkönig zu werden. Doch dafür musste er entweder Marbod gewinnen oder ihn ausschalten.[81] Er entschied sich Marbod auf seine Seite zu ziehen. Dafür schickte er nach dem Sieg über Varus dessen Kopf zu Marbod den Markomannenkönig. Doch dieser hielt Frieden mit den Römern.[82]

Die Römer reagierten auf die Niederlage mit der Einsetzung des Tiberius als Kommandeur am Rhein. Er führte in den Jahren 10 bis 12 n. Chr. ununterbrochen Krieg gegen die rechtsrheinischen Germanen. Diese Feldzüge blieben jedoch erst einmal auf die Gebiete in der Nähe des Rheins beschränkt, aus Angst vor einer erneuten Niederlage und weil er seinen Schwerpunkt auf die Sicherung Galliens, die Reorganisation des Heeres und die Verstärkung der Wachposten legte. Bei seinen Feldzügen, bei denen er 11 n. Chr. von Germanicus begleitet wurde, legten sie die germanischen Gebiete durch die sie kamen in Schutt und Asche. Diese Strategie ist in den Quellen immer wieder als Rachefeldzug dargestellt worden.[83]

Der Nachfolger des Tiberius wurde Germanicus. Dieser ging aggressiver gegen die Germanen vor. Seinen Feldzug bereitete er im Winter 14/15 n. Chr. vor, weil er von den Zwistigkeiten unter den Cheruskern erfuhr und diese Situation ausnutzen wollte. Segestes hatte eine romfreundliche Gruppe um sich gescharrt, welche den einen Teil der Cherusker ausmachte, wohingegen Arminius die romfeindliche Gruppe des Stammes anführte.[84] Germanicus wandte sich zuerst gegen die Chatten, um so die Cherusker zu isolieren. Dabei zerstörte er Mattium den Hauptort der Chatten und ließ das Land verwüsten. Danach kehrte er unbedrängt über den Rhein zurück.[85]

Nach diesem Feldzug bat Segestes Germanicus um Hilfe. Dieser wurde von Truppen des Arminius belagert. Germanicus kam dieser Bitte nach und befreite Segestes. Dabei fiel ihm auch die Tochter Segestes, Thusnelda, die Gemahlin Arminius in die Hände.[86] Durch diesen Angriff erhoben sich nach Abzug des Germanicus neben den Cheruskern auch ihre Nachbarstämme. Bei dem darauf folgenden Feldzug kam Germanicus an dem Schlachtfeld der Varusniederlage vorbei, wo er den gefallenen römischen Soldaten die letzte Ehre erwies und sie bestatten ließ.[87] Danach nahm er die Verfolgung des Arminius auf, welcher sich in unwegsame Gebiete zurückzog. Arminius gelang es die Römer in einen Hinterhalt zu locken. Die von Germanicus vor geschickte Reiterei und die zu ihrer Hilfe entsandten Kohorten wurden in die Flucht geschlagen und konnten nur durch die dazu gekommene Legion vor der Vernichtung bewahrt werden. Germanicus ordnete den Rückzug an. Das römische Heer marschierte getrennt zurück. Den einen Teil befehligte Germanicus, den anderen Caecina. Caecina musste sich durch Sumpfgelände zurückziehen, was Arminius zum Angriff verleitete. Arminius gelang es Caecina und seine Soldaten so sehr zu bedrängen, dass Tacitus Arminius den Ausruf „Seht da! Varus und seine zum zweiten Mal vom Schicksal besiegten Legionen!“ in dem Mund legte.[88] Auch Germanicus erging es nicht besser. Für den Rückzug teilte er sein Heer noch einmal und befahl der 2. und 14. Legion unter Führung des P. Vitellius an der Küste entlang zu ziehen. Bei diesem Marsch ertranken durch eine unerwartet hereinbrechende Springflut viel Soldaten.[89] Diese Feldzüge des Jahres 15 n. Chr. hatten den Römern enorme Verluste eingebracht.

Trotzdem setzte Germanicus auch 16 n. Chr. den Krieg gegen die Germanen fort. Um die langen beschwerlichen Anmarschwege zu meiden, entschied sich Germanicus 1000 Schiffe bauen zu lassen. Währenddessen führte er weitere Vorstöße gegen die Chatten durch, welche aber erfolglos verliefen. Als seine Schiffe fertig waren, setzte er sich mit ihnen über die Nordsee in Richtung Weser in Bewegung. Arminius erwartete ihn bereits und stellte sich ihm zur Schlacht. Germanicus schickte aber nur seine Reiterei, welche eine Niederlage hinnehmen musste, über den Fluss, um seine Legionen zu schonen.[90] Arminius zog sich nach diesem Erfolg in die Ebene von Idistaviso zurück, wo er Germanicus erneut in einen Hinterhalt locken wollte. Durch einen Überläufer wurde Germanicus gewarnt und konnte die Schlacht für sich gewinnen.[91] Danach brach Germanicus wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit den Feldzug ab. Nachdem die Feldzüge viele Soldaten und Material gekostet hatten und die Gebiete bis zur Elbe nicht wirklich befriedet waren, wurde Germanicus von Tiberius abberufen. Tiberius bewilligte Germanicus am 25. Mai 17 n. Chr. einen Triumphzug in Rom.[92]

[...]


[1] Siehe dazu Ausbüttel, Frank M.: Germanische Herrscher, Von Arminius bis Theoderich, Darmstadt 2007.

[2] Siehe dazu Kleist, Heinrich von: Hermannschlacht, Stuttgart 1886.

[3] Tac. Ann II, 88.

[4] Huf: S. 353f.

[5] Odovacar setzte am 28. August 476 n. Chr. den erst neunjährigen Kaiser Romulus Augustulus ab und beendete damit eine über tausendjährige Ära römischer Herrschaftsgeschichte. Huf: S. 307.

[6] Tacitus, Publius Cornelius: Historien, in: Sämtlich Erhaltene Werke übersetzt von Wilhelm Böttcher, Essen 2004.

[7] Tacitus, Publius Cornelius: Annalen in: Sämtlich Erhaltene Werke übersetzt von Wilhelm Böttcher, Essen 2004.

[8] Aurelius Victor. de Caesaribus 16, 12.

[9] Cassius Dio: Römische Geschichte. Band IV. Bücher 51-60. übersetzt von Otto Veh, Düsseldorf 2007.

[10] Claudius Claudianus: Claudii Claudiani Carmina, editet by John Barrie Hall, Leipzig 1985.

[11] Panegyrici Latini, Lobreden auf Römische Kaiser, Band I, von Deokletian bis Konstantin, übersetzt von Brigitte Müller-Rettig, Darmstadt 2008.

[12] Timpe, Dieter: Arminius-Studien, Heidelberg 1970.

[13] Tac. Ann II, 88.

[14] Wolters, Reinhard: Die Schlacht im Teuteburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien, München 2008.

[15] Schlüter, Wolfgang: Die archäologischen Untersuchungen in der Kalkrieser-Niewedder Senke, in: Schlüter, Wolfgang(Hrsg.): Kalkriese – Römer im Osnabrücker Land. Archäologische Forschungen zur Varusschlacht, Osnabrück 1993.

[16] Urban, Ralf: Der „Bataveraufstand“ und die Erhebung des Iulius Classicus, Trier 1985.

[17] Merkel, Eduard: Der Bataveraufstand bei Tacitus, Heidelberg 1966.

[18] Trzaska-Richter, Christine: Furor teutonicus, Das römische Germanenbild in Politik und Propaganda von den Anfängen bis zum 2. Jahrhundert n. Chr., Trier 1991.

[19] Sasse, Christoph: Die Constitutio Antoniniana. Eine Untersuchung über den Umfang der Bürgerrechtsverleihung auf Grund des Papyrus Giss. 40 I., Wiesbaden 1958.

[20] Wolff, Hartmut: Die Constitutio Antoniniana und Papyrus Gissensis 40 I, Köln 1976

[21] Vittinghoff, Friedrich: Civitas Romana. Stadt und politisch-soziale Integration im Imperium Romanum der Kaiserzeit, Stuttgart 1994.

[22] Casey, P. J.: Carausius and Allectus, The British Usurpers, London 1994.

[23] Frere, Sheppard: Britannia, a history of Roman Britain, London 1967

[24] White, Donald A.: Litus Saxonicum, the British Saxon Shore in scholarship and history, Madison 1961.

[25] Janßen, Tido: Stilicho, Das weströmische Reich vom Tode des Theodosius bis zur Ermordung Stilichos (395-408), Marburg 2004.

[26] Nischer-Falkenhof, Ernst: Stilicho, Wien 1947.

[27] Riemer: S.41ff.

[28] Ausbüttel: S. 24.

[29] Die Cherusker galten als einer der größten und mächtigsten Stämme des damaligen Germaniens. Wells: The Battle, S. 109.

[30] Vell. II, 118, 2.

[31] Tac. Ann. II, 88.

[32] Husemann zeigt aber noch eine weitere Variante auf, nach der die beiden Söhne Sigimers freiwillig, bzw. aufgrund von Verträgen an die Römer abgegeben wurden. Husemann: S. 42. Ausbüttel unterstützt diese These, indem er davon ausgeht, dass Sigimer und Inguiomer auf Seiten der Römer standen und unter den Cheruskern sogar die prorömische Partei anführten. Ausbüttel: S. 26.

[33] Tac. Ann. II, 10.

[34] Husemann: S. 41f.

[35] Wolter: S. 90.

[36] Wolter: S. 91.

[37] Vell. II, 118.

[38] Vell. II. 104.

[39] Timpe: S. 44f.

[40] Wells: The Battle, S. 108.

[41] Husemann: S. 44.

[42] Wolters: S. 92.

[43] Timpe: S. 46.

[44] Husemann: S. 44.

[45] Dio. 56, 19, 2.

[46] Timpe: S. 46f. Dass bei der Varusschlacht nicht von einer nationalen Befreiungstat gesprochen werden kann, zeigt sich in der Zusammensetzung der Angreifer. Noch nicht einmal bei den Cheruskern herrschte Einigkeit. Ganz im Gegenteil. Die Gespaltenheit des Stammes verbietet es von einer gemeinsamen getragenen Idee zu sprechen. Und von einer Erhebung der Germanen kann man schon gar nicht sprechen, da der Begriff der „Germanen“ ein von außen an die Bewohner des Rheins herangetragener Begriff ist. Dieser setzt eine Einheitlichkeit und ein einheitliches Empfinden voraus, welches unter den verschiedenen Stämmen nicht existiert hat. Wolters: S. 124.

[47] Suet. Augustus 23, 2.

[48] Wolters: S. 100f.

[49] Unklar ist, ob Dio sich bei seiner Arbeit auf Livius’ „Ab urbe condita“, die Darstellung der Germanenkriege von Plinius d. Älteren oder die Archive des Senats gestützt hat. Walther: S. 129.

[50] Dass Tacitus Julius Civilis nutzte, um seine Kritik an der römischen Gesellschaft zu äußern wird im Kapitel über Julius Civilis genauer untersucht werden.

[51] Walther: S. 88f.

[52] Dio. 55, 32, 3.

[53] Timpe: S. 98ff.

[54] Dio. 56, 19, 2-3.

[55] Kolbe: S. 155.

[56] Tac. Ann. I, 58, 2.

[57] Dio. 56, 19, 3.

[58] Tac. Ann. I, 55, 2.

[59] Daumer: S. 93f.

[60] Dio. 56, 19, 4.

[61] Dio. 56, 19, 5.

[62] Dass germanische Hilfstruppen gegen die Römer kämpften legen archäologische Funde nah. Bei Kalkriese, der Ort der für die Varusschlacht zurzeit am ehesten in Frage kommt wurden vorrangig römische Waffen und Uniformteile gefunden. Das Fehlen germanischer Waffen und Trachtenbestandteile kann darauf zurückgeführt werden, dass die Germanen nach der Schlacht ihre Toten begraben und dabei Bewaffnung und Ausrüstung einsammeln konnten. Es kann aber auch bedeuten, und dies würde die These Timpes stützen, dass vorrangig römische Waffen gefunden wurden, weil ein Teil der Germanen mit römischen Waffen ausgerüstet war, was darauf zurückzuführen wäre, dass diese (ehemaligen) römischen Hilfstruppen angehörten. Schlüter: S. 41.

[63] Timpe: Römisch-Germanische Begegnungen, S. 238.

[64] Das Problem bei der Erörterung des Geländes ist, dass sie nur aufgrund der schriftlichen Überlieferungen stattfinden kann. Da die Wissenschaftler sich immer noch nicht einig sind, wo genau die Schlacht stattgefunden hat, ist eine verlässliche Beurteilung des Geländes aufgrund archäologischer Funde nicht möglich. Es wurden bereits über 700 Lokalisierungen der Schlacht im Teutoburger Wald vorgelegt. Callies: S. 175ff.

[65] Ausbüttel: S. 28.

[66] Tac. Ann. I, 60, 3.

[67] Wolter: Römische Eroberungen, S. 226f.

[68] Delbrück: S. 69.

[69] Timpe: S. 109.

[70] Vell. II, 117, 1.

[71] Die drei verlorenen Varus-Legionen wurden sofort ersetzt und die Gesamtzahl der Rheinlegionen von sechs auf acht erhöht. Die alten Bezeichnungen als 17., 18. und 19. Legion wurden nicht wieder verwendet. Kienast: S. 307.

[72] Tac. Ann. I, 60, 3.

[73] Tac. Ann. II, 25.

[74] Dio. 60, 8, 7.

[75] Timpe: S. 109f.

[76] Florus, II, XXX, 35.

[77] Daumer: S. 95.

[78] Dio. 56, 23, 1.

[79] Tac. Ann. II, 9-10.

[80] Tac. Ann II, 88.

[81] Wolfram: Germanen, S. 40.

[82] Timpe: Römisch-Germanische Begegnungen, S. 240.

[83] Trzaska-Richter: S. 154f.

[84] Timpe: Germanicus, S. 66.

[85] Tac. Ann. I, 56, 3.

[86] Tac. Ann. I, 57.

[87] Wolfram: Germanen: S. 43.

[88] Tac. Ann. I, 65 ,6.

[89] Tac. Ann. I, 70.

[90] Trzaska-Richter: S. 162f.

[91] Tac. Ann. II, 20. und 21.

[92] Wolfram: Germanen: S. 44.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten

Details

Titel
Für oder gegen Rom? Germanen in der römischen Armee
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Alte Geschichte
Note
2,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
92
Katalognummer
V193983
ISBN (eBook)
9783656194767
ISBN (Buch)
9783656194880
Dateigröße
743 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alarich, Allectus, Arcadius, Arminius, Auxiliareinheit, Bataver, Bataveraufstand, Carausius, Cherusker, classis Britannica, classis Germanica, Chrysostomus, Constitutio Antoniniana, Drusus, Eutropius, Flavus, Germanicus, Gildo, Honorius, Hordeonius Flaccus, Julius Civilis, Maszezel, Militärdiplom, Radagais, Römisches Bürgerrecht, Rufinus, Sarus, Saxon Shores, Segimer, Serena, Stilicho, Tacitus, Theodosius, Tiberius, Varus, Varusschlacht, Vespasian, Vierkaiserjahr, Vitellius
Arbeit zitieren
MAGISTER ARTIUM Karsten Mertens (Autor), 2009, Für oder gegen Rom? Germanen in der römischen Armee, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193983

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