Franziska Streitel: Die Dienerin Gottes aus Franken


Fachbuch, 2012

102 Seiten


Leseprobe

Ernst Probst

Franziska Streitel:

Die Dienerin Gottes aus Franken

Franziska Streitel (1844–1911)

und dem Orden

„Schwestern von der Schmerzhaften Mutter“

gewidmet

Vorwort

Fürsorge für Arme, Kranke und Kinder

Das aufopferungsvolle Leben einer ungewöhnlich frommen Frau steht im Mittelpunkt des Taschenbuches „Franziska Streitel: Die Dienerin Gottes aus Franken“. Die 1844 in Mellrichstadt bei Würzburg (Bayern) geborene und 1911 in Castel Sant’Elia (Italien) gestorbene Amalia Franziska Rosa Streitel ging als Gründerin des Ordens der „Schwestern von der Schmerzhaften Mutter“ in die Geschichte der katholischen Kirche ein. Ihr Leben war geprägt von der Liebe zu Gott, der Verehrung der heiligen Maria sowie von der Fürsorge für Arme, Kranke und Kinder. 1936 begann der Diözesanprozess für ihre Seligsprechung. Bei der ersten Sitzung verlieh man ihr 1937 den Titel „Dienerin Gottes“. Verfasser dieses Taschenbuches ist der Wiesbadener Autor Ernst Probst. Er hat von 1986 bis heute rund 300 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und
E-Books veröffentlicht. Eine seiner Spezialitäten sind Biografien über berühmte Frauen.

Franziska Streitel

Die „Dienerin Gottes“ aus Franken

Als Gründerin des Ordens der „Schwestern von der Schmerzhaften Mutter“ (Abensberger Franziskanerinnen) machte sich die deutsche Schwester Maria Franziska vom Kreuz, geborene Amalia Franziska Rosa Streitel (1844–1911), einen Namen. Ihre Worte „durch Kreuz zum Licht“, die sie in einem Brief im Juli 1894 schrieb, gingen bei ihr buchstäblich in Erfüllung; denn ihre Verdienste wurden zu Lebzeiten schlecht belohnt: Nach Verleumdungen verlor sie ihr Amt als Generaloberin und lebte ihre letzten 15 Jahre als einfache Schwester in der Kongregation, die sie gegründet hatte.

Amalia Franziska Rosa Streitel kam am 24. November 1844 gegen 7 Uhr morgens als erstes von vier Kindern des Landgerichtsassessors Adam Streitel und seiner Ehefrau Franziska Karolina, geborene Hörhammer, am Rossmarkt in Mellrichstadt bei Würzburg zur Welt. Ihr Geburtsort in Bayern liegt am Fuß der Rhön nahe der Grenze zu Thüringen.

Noch am Tag der Geburt erfolgte um 16 Uhr die Taufe des Mädchens im Elternhaus. Taufpriester war der 43-jährige Pfarrer für Mellrichstadt, Johann Evangelist Specht. Als Taufpatinnen fungierten Amalia Widmann und Rosa Hörhammer, die Schwester der Mutter. Die Patinnen hatten zuvor bei den Vorbereitungen für die Tauffeier geholfen.

An jenem Nachmittag herrschte typisches Novemberwetter. Deshalb war es grau, neblig und dämmrig in Mellrichstadt. Trotzdem wurde die Schlafkammer mit dem nach Nordosten ausgerichteten Fenster, in der die Tauffeier stattfand, plötzlich in ein helles Licht getaucht und die kleine Neugeborene darin eingehüllt. Dies erschien dem Taufpriester, den Eltern und den Taufpatinnen wie ein Wunder. Das Licht verschwand erst, nachdem der Priester alle Anwesenden gesegnet hatte. Der Priester fragte sich, welche Zukunft dieses Kind wohl haben werde.

Von der ungewöhnlichen Taufe erfuhr auch Bürgermeister Friedrich Karl Wimmer, der von 1836 bis 1849 Stadtoberhaupt von Mellrichstadt war. Er gratulierte dem glücklichen Vater zur Geburt seines ersten Kindes und sinnierte, ob dieses „Sonnenkind“ einmal einen Ehrenplatz in der Geschichte der Stadt erhalten würde.

Amalia wuchs zusammen mit ihren später geborenen drei Geschwistern Adam, Hermann und dem „Nesthäkchen“ Hedwig in ihrer gutbürgerlichen Familie auf. Ihre Eltern praktizierten überzeugend den katholischen Glauben. Vater, Mutter und Kinder besuchten gemeinsam den Sonntagsgottesdienst in Mellrichstadt. Auf den Sonntag freute sich Amalia besonders, weil an diesem Tag die Heilige Messe besonders feierlich war. Am Sonntagnachmittag unternahm die ganze Familie einen Spazierung zum Großenberg. Dort liebte Amalia die Nachmittagsandacht in der kleinen Wallfahrtskapelle „Sieben Schmerzen Mariens“.

Der Vater galt als gerecht, großzügig und hilfsbereit. Die Mutter kümmerte sich um alte und kranke Menschen. Wenn sie in Mellrichstadt zum Pfründner-Spital in der Oberen Hauptstraße oder zum Armen- und Siechenhaus in der Oberstreuerstraße ging, begleitete die kleine Amalia sie und half ihr beim Tragen der mit Esswaren und Kleidungsstücken gefüllten Körbe. Bei solchen Besuchen lernte Amalia von klein auf die Not und das Elend armer Familien kennen. Hinterher suchten Mutter und Tochter jeweils kleine Kapellen auf und beteten für alle Kranken und Armen in der Stadt.

Während ihrer Kindheit erlitt Amalia einen folgenschweren häuslichen Unfall. Tagelang schwebte sie deswegen zwischen Leben und Tod und blieb lange ans Bett gefesselt. Allmählich wurde sie zwar wieder gesund, aber ihr ganzes Leben lang erinnerten sie immer wiederkehrende starke Kopfschmerzen an den Unfall in ihrer Kindheit.

Im Winter 1850 sollte die sechsjährige Amalia eigentlich erstmals die Schule besuchen. Doch wegen einer schweren Erkrankung kam es nicht dazu. Stattdessen erhielt sie Privatunterricht im Elternhaus. Der Lehrer in Ausbildung und der Hilfslehrer, die Amalia unterrichteten, wussten nur Gutes über sie zu berichten.

Früh interessierte sich Amalia für religiöse Fragen, als Neunjährige besonders über das Geheimnis des Kreuzes. Einmal legte sie sich kleine Holzstücke ins Bett, um auch nachts Buße zu tun. Als ihr bevorzugter Gebetsort diente die erwähnte Wallfahrtskapelle „Sieben Schmerzen Mariens“ auf dem Großenberg. Besonders tief war ihre Liebe zur heiligen Maria, der Muttergottes.

Am 19. April 1857 empfing die zwölfjährige Amalia in der katholischen Pfarrkirche Sankt Kilian von Mellrichstadt die „Erste Heilige Kommunion“. In der Nacht vor diesem denkwürdigen Tag hatte sie wieder einmal vor lauter Aufregung lange wachgelegen. Es plagte sie die Sorge, ob sie wirklich würdig sei, den Leib des Herrn zu empfangen.

Nach der Heiligen Kommunion gab es im Elternhaus am Rossmarkt heißen Kaffee für die Erwachsenen und warme Milch für die Kinder sowie leckere Festtagskrapfen. Weil man vor dem Empfang der Heiligen Kommunion nüchtern bleiben musste, hatten diejenigen, die dieses Sakrament empfangen hatten, großen Appetit. Nur Amalia verzichtete auf ihren Krapfen und aß stattdessen ein Stück trockenes Brot. Sie wollte nach der Nachmittagsandacht ihren Krapfen und einen Teil des Festtagessens einer armen Schulkameradin bringen.

Obwohl die Familie Streitel sich ein Dienstmädchen leisten konnte, erledigte Amalia allerlei häusliche Arbeiten. Auf diese Weise erwarb sie ein Wissen, das sie auf ein Leben als Hausfrau und Mutter vorbereitete. Damals ahnte noch niemand, dass sie später ins Kloster ging.

1857 wurde der Vater von Amalia vom Landgerichtsassessor zum Landrichter befördert. Weil sein künftiger Dienstort das Landgericht in Weyhers bei Fulda in der Rhön war, musste die Familie Streitel aus Mellrichstadt wegziehen. Mit Wehmut verabschiedeten sich die Streitels von ihren Freunden und Nachbarn und verschenkten alles, was sie nicht mitnehmen konnten oder wollten.

In Weyhers wohnte die Familie Streitel im ersten Stock des Amtsgerichtsgebäudes des Königlich-bayerischen Amtsgerichtes. Schnell lebten sich die Streitels in ihrer neuen Heimat ein, die etwa 50 Kilometer von Mellrichstadt entfernt ist. Der Vater versah seinen Dienst als Landrichter gewissenhaft und führte allerlei Verbesserungen ein. Die Kinder Amalia, Adam und Hermann gingen in die neue Schule zwischen dem Amtsgerichtsgebäude und der katholischen Kirche Sankt Bonifatius. Mutter Franziska besuchte zusammen mit „Nesthäkchen“ Hedwig alle Familien in Weyhers, stellte sich vor und erkundigte sich, wo Hilfe benötigt wurde.

Gemeinsam mit anderen Kindern aus Weyhers empfing Amalia am 24. September 1857 in der katholischen Kirche „Maria Himmelfahrt“ in Gersfeld das Sakrament der Firmung. Die 14 Kilometer von Weyhers nach Gersfeld fuhr sie zusammen mit ihren Eltern und ihrer Firmpatin Margarethe Reder aus Mellrichstadt in einer Kutsche. Die Firmung erfolgte durch Bischof Georg Anton von Stahl (1805–1870) aus Würzburg. Weyhers gehörte damals noch zum Bistum Würzburg, heute zum Bistum Fulda. Bei der Handauflegung und der Salbung durch den Bischof fühlte Amalia eine große Kraft in sich, die ihren Wunsch, ganz für Gott da zu sein, noch verstärkte.

Nach der Firmung lebte Amalia noch ein Jahr in Weyhers. Ihre Familie blieb dort noch zwei Jahre. Weil ihre Eltern ihr eine möglichst gute Schulbildung ermöglichen wollten, sollte Amalia in einem Internat unterrichtet werden. Aus diesem Grund besuchte sie von 1858 bis 1862 im Kloster „Maria Stern“ in Augsburg eine höhere Schule. Ihre Lieblingsfächer waren Religionslehre, Musik und Französisch. Da die Reise von Augsburg nach Weyhers weit, umständlich und teuer war, besuchte sie ihre Eltern nur in den Ferien.

Im Alter von 17 Jahren dachte Amalia 1861 viel über ihr weiteres Leben nach. Denn bald war ihre Ausbildungszeit vorbei. Nach vielen Gesprächen mit dem Heiland fühlte sie sich sicher, dass Gott sie ruft und möchte, dass sie seine Dienerin und Helferin auf Erden wird.

Nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung kehrte Amalia 1862 zu ihren Eltern zurück. Diese wohnten damals wieder in Mellrichstadt, wohin der Vater zwischenzeitlich zurück versetzt wurde und als Bezirksamtmann wirkte.

In Mellrichstadt teilte Amalia ihren Eltern ihren sehnlichen Wunsch mit, sie wolle bald in ein Kloster mit Klausur eintreten. Doch ihr Vater und ihre Mutter lehnten ihr Ansinnen, in einen strengen oder Kranke pflegenden Orden einzutreten, erst einmal ab. Vor allem ihr Vater wünschte sich einen Schwiegersohn aus guter Familie für seine attraktive und kluge Tochter. Doch zum ersten Mal widersetzte sich Amalia ihrem Vater. Sie erklärte unmissverständlich, sie wolle nicht heiraten, schöne Kleider, Geld und Ansehen bedeuteten ihr nichts. Ihre Liebe gelte nur dem Heiland.

Ungeachtet dessen lud der Vater immer wieder junge Männer ein, um sie Amalia vorzustellen. Immer wenn Amalia erfuhr, dass am Nachmittag männlicher Besuch kommen sollte, verschwand sie heimlich. Nach vier Jahren hatten ihre Eltern endlich ein Einsehen. Sie verweigerten Amalia zwar den Eintritt in einen Orden, der vor sich vor allem um Kranke kümmerte, weil sie sich Sorgen machten, ob ihre älteste Tochter gesundheitlich dazu in der Lage war. Aber sie waren damit einverstanden, dass Amalia in einer Schwesterngemeinschaft lebte, die sich hauptsächlich der Erziehung junger Menschen widmete.

Am 25. September 1866 trat Amalia bei den Franziskanerinnen in das „Kloster Maria Stern“ in Augsburg ein. Dabei handelt es sich um den Dritten Orden des heiligen Franz von Assisi (1182–1226). Bei der Einkleidung erhielt sie den Ordensnamen „Schwester Maria Angela“. Obwohl sie darum bat, Kranken helfen zu dürfen, bildete man sie in der Französischen Sprache und in der Musik weiter.

Am 8. Juni 1868 legte Schwester Maria Angela ihre erste heilige Profess ab. Als Profess bezeichnet man das Ablegen der Ordensgelübde, verbunden mit der Eingliederung in den Orden. Ab Januar/Februar 1869 arbeitete Schwester Maria Angela als Lehrerin in Nördlingen (Diözese Augsburg) und ab 1870 in Monheim (Diözese Eichstätt). 1871 war sie Aushilfe in Wemding (Diözese Eichstätt). Sie lehrte Französisch und Harmonium. Von Oktober 1871 bis zum Mai 1872 war sie Oberin und Französisch-Lehrerin in Altomünster (Diözese München und Freising).

Schwester Maria Angela unterrichtete gern junge Menschen, freute sich über deren Lernfortschritte und war dankbar für das Vertrauen sowie für die Freundlichkeit ihrer Mitschwestern und Schülerinnen. Aber ihre Sehnsucht, Armen und Kranken zu helfen und die Nächsten so zu lieben wie Jesus wurde nicht erfüllt.

Am 1. Oktober 1871 schrieb die Generaloberin der Franziskanerinnen vom „Kloster Maria Stern“, Mutter Salesia Ellersdorfer (1812–1888), wegen der Versetzung von Schwester Maria Angela nach Altomünster an deren Mutter Franziska Karoline Streitel in Mellrichstadt: „Wir bekommen nämlich eine Anstalt wie eine Art Töchterschule zu Altomünster – in welcher Anstalt M. Angela Unterricht erteilt und zudem als Superiorin (Oberin) der Anstalt vorsteht, es kostete sie die Annahme dieser Würde so manche Thräne – Sie hat so viele Tugenden, welche ihr den Segen Gottes zusichern – zudem hat sie auch sehr gute praktische Kenntnisse, ein Hauswesen zu leiten.“

Mit Bezug auf Wemding schrieb die Kandidatin Buller am 29. November 1871 an Hedwig Streitel, die jüngere Schwester von Maria Angela: „... sind Sie, liebe Hedwig, so glücklich in Ihrem lieben werthen Familienkreise eine so begnadete Seele zu zählen, und gewiß Frau Maria Angela ist und bleibt für Ihr ganzes Haus – wenn auch fern von Ihnen weilend – ein Engel des Segens! Wie oft erbaute ich mich, als ich heuer in Wemding weilte, an diesem ihrem frommen Beispiele, ihrem ganzen aufopfernden Wesen!“

Am 14. Januar 1872 schrieb Schwester M. Hermine, die Schwester Maria Angela in Wemding abgelöst hatte, an deren leibliche Schwester Hedwig Streitel: „Die Schülerinnen, die ich hier getroffen, sind recht gute Kinder und die liebe Schwester Maria Angela steht bei allen im schätzbarsten Andenken, was auf die schöne Tugend der Dankbarkeit bei ihnen (den Schülerinnen) schließen läßt.“

Von 1872 bis 1882 wirkte Schwester Maria Angela in Würzburg, zuerst im Elisabethenheim und später im Marienheim. Auch dort litt sie innerlich unter ihrem heimlichen Wunsch, einem strengeren Orden anzugehören wollen. 1880 entschloss sie sich, das aktive Leben in der Schwesterngemeinschaft „Maria Stern“ vorerst zu beenden und einige Zeit nur durch Beten und Betrachtungen, ohne Ablenkungen von der Außenwelt, nur für Jesus da zu sein. Damals wusste sie, dass Gott sie zu neuen Aufgaben berufen hatte.

Die Generaloberin von „Maria Stern“, Mutter Salesia Ellersdorfer, und der Bischof von Augsburg, Pankratius von Dinkel (1858–1894), erlaubten Schwester Maria Angela am 17. Januar 1882 den Wechsel ins Kloster Himmelspforten der „Unbeschuhten Karmelitinnen“ in Würzburg. Dort trat sie am 25. Januar 1882 als Novizin ein, und bei ihrer Einkleidung erhielt sie den Namen „Schwester Petra d’Alcantara vom heiligen Josef“. Losgelöst von der Welt draußen vor den Klostermauern fühlte sie sich im Karmel zunächst sehr wohl.

Aber bereits nach einem halben Jahr spürte sie, dass der Karmel nicht der Ort sei, an dem Gott sie haben wollte. In einer Vision sah sie die Berge Alverna (den zentralen Gebetsort des heiligen Franziskus) und Karmel (den Gründungsort des Karmeliterordens) sich einander zuneigen. Dadurch erkannte sie ihre wahre Berufung, nämlich die Verbindung von tätigem und beschaulichem Leben, was ihr nur in einer neuen Gründung möglich erschien.

[...]

Ende der Leseprobe aus 102 Seiten

Details

Titel
Franziska Streitel: Die Dienerin Gottes aus Franken
Autor
Jahr
2012
Seiten
102
Katalognummer
V193984
ISBN (eBook)
9783656194194
ISBN (Buch)
9783656194453
Dateigröße
7126 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Franziska Streitel, Religion, Kirche, Orden, Franken, Frauenbiografien, Biografien
Arbeit zitieren
Ernst Probst (Autor:in), 2012, Franziska Streitel: Die Dienerin Gottes aus Franken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193984

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