Das globale Computernetzwerk Internet, das während des Rüstungswettlaufs im Kalten Krieg entwickelt wurde, etabliert sich mehr und mehr und wird in vielen Lebensbereichen immer unentbehrlicher. Heutzutage wird es beispielsweise in Deutschland von 4,11 Millionen Menschen genutzt. Das Internet besitzt kein zentrales Management und wird von verschiedenen unabhängigen Organisationen verwaltet. Dadurch, daß die Daten, die über das Internet verschickt werden, sich ihren Weg unabhängig voneinander, vorbei an überfüllten oder defekten Datenleitungen suchen, wird die Nutzung vieler verschiedener Anwendungsbereiche ermöglicht: E-Mail, Newsgroups, Chat, Internet-Phone, Videokonferenzen, Virtual Reality - dies alles sind praktische Anwendungen im Internet, die so viele Möglichkeiten in sich bergen, daß jeder, der sie einmal nutzt, sie auch nicht mehr missen möchte. Für die Wirtschaft ist beispielsweise das einfache Versenden von Dokumenten und Daten per E-Mail jetzt schon nicht mehr wegzudenken.
Natürlich wirft die ”Informationsgesellschaft”, in die uns das Internet führt, neben den vielen Vorzügen, die sie bietet, auch wichtige Fragen auf, die man jetzt noch nicht beantworten kann, deshalb sprechen vi ele Kritiker auch von einer Bedrohung, die mit der Vernetzung auf uns zukommt: Werden unsere realen sozialen Kontakte durch den immer größer werdenden Einfluß des Computers immer mehr schwinden oder werden Menschen von der gesamten Welt zusammenkommen, so daß ein ”globales Dorf” entsteht? Werden die Armen immer mehr aus der Gesellschaft ausgeschlossen, da sie sich keinen Zugang zum Medium Internet leisten können, dem Medium, das vielleicht einmal unser gesamtes Leben beeinflussen wird? Im Bereich der Bildung und der Medizin wird das Internet einige Fortschritte und Innovationen bringen, jedoch lauern im Internet auch die Gefahren der globalen, digitalen Kriminalität, die man nur sehr schwer überwachen und verhindern kann. Eines ist jedoch sicher: Das Internet wird früher oder später zu einem der Haupthandelsplätze der Zukunft werden, da auch kleine und mittelständische Unternehmen via Internet ihre Produkte in der gesamten Welt anpreisen können und die technischen Möglichkeiten eine unüberschaubare Menge von Anwendungen für die Wirtschaft in sich bergen. Die Zukunft des Internet ist noch ungewiß, sicher kann man nur sagen, daß sich die Datenübertragungsraten um ein vielfaches steigern werden, und daß das Internet immer mehr Lebensbereiche immer stärker beeinflussen wird, da es viele Dinge vereinfachen und verbessern kann und in seiner Weiterentwicklung noch zahlreiche ungeahnte Möglichkeiten stecken.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Entstehungsgeschichte des Internet
2. Nutzung heutzutage
3. Internet Allgemein – Organisationen/Aufbau
4. So funktioniert der Datentransfer
5. Möglichkeiten und Gebiete
5.1 E-Mail (elektronische Post)
5.2 Newsgroups
5.3 World Wide Web
5.4 Chat
5.5 Internet-Phone
5.6 Audio / Video / Videoconferencing
5.7 Virtual Reality / VRML
5.8 Java
5.9 Agenten und CGI
5.10 Suchmaschinen
5.11 FTP
5.12 Telnet
5.13 Gopher
6. Internet und die Gesellschaft
6.1 Informationsgesellschaft - ein Segen oder eine Bedrohung?
6.2 Bildung im Internet
6.3 Kriminalität / Sicherheit
7. Medizin und das Internet
8. Das Internet als Handelsplatz
9. Zukunft des Internet
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, die technischen Grundlagen und die vielfältigen Anwendungsbereiche des Internets sowie des World Wide Webs. Zudem untersucht sie kritisch die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und medizinischen Auswirkungen dieser globalen Vernetzung.
- Ursprung und Entwicklung des Internets (ARPANET)
- Technische Funktionsweise des Datentransfers
- Übersicht der Internetdienste (E-Mail, WWW, Chat, etc.)
- Gesellschaftliche Herausforderungen der Informationsgesellschaft
- Zukunftsperspektiven und technologische Innovationen
Auszug aus dem Buch
So funktioniert der Datentransfer
Die Daten, die über das Internet transportiert werden sollen, werden vom Transmission Control Protocol (TCP) in einzelne numerierte Pakete von bis zu 1500 Zeichen aufgeteilt, welche mit einem Header (vergleichbar mit einem Briefumschlag) versehen werden, der Absender- und Empfängeradresse enthält. Die Pakete gehen unabhängig voneinander vom Computer zum zentralen Netzwerk, Internet-Provider oder Online Dienst und von dort aus auf verschiedenen Pfaden über verschiedene Netzwerke und Computer zum Bestimmungsort, dort werden sie wieder in ursprünglicher Form zusammengesetzt. Ist eine Verbindung gestört, wählt ein Rechner an einem Knotenpunkt automatisch eine andere; fehlt ein Paket, gibt der Zielcomputer eine Meldung an den Absender, der es dann erneut schickt. Das Internet Protocol (IP) ist für die Zustellung der Pakete an ihren Zielort verantwortlich.
Die Software, die diese Protokolle versteht, nennt man Socket (z.B. Winsock). Verschiedene Arten von Hardware sind für die Kommunikation von Computern notwendig: ”Hubs” verbinden Computer miteinander und lassen sie kommunizieren, ”Bridges” und ”Gateways” verbinden örtliche Netzwerke (LANs) miteinander, veranlassen die Weitergabe von Daten und halten lokale Daten zurück. Gateways können auch Daten von anderen Netzwerk-Typen übersetzen. ”Repeater” verstärken Datensignale in Intervallen, so daß über größere Distanzen keine Daten verlorengehen. ”Router” sorgen dafür, daß Pakete ihren Bestimmungsort erreichen, überprüfen ihre Adresse und schicken Sie an einen dem Bestimmungsort näher gelegenen Router.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Entstehungsgeschichte des Internet: Beschreibt die militärischen Ursprünge im Kalten Krieg und die Entwicklung des ARPANET zum zivilen Netz.
2. Nutzung heutzutage: Analysiert die demografische Nutzerstruktur und das Nutzungsverhalten in Deutschland Ende der 90er Jahre.
3. Internet Allgemein – Organisationen/Aufbau: Erläutert die dezentrale Struktur des Internets und die Rolle koordinierender Organisationen.
4. So funktioniert der Datentransfer: Erklärt die technische Paketvermittlung mittels TCP/IP und die notwendige Hardware-Infrastruktur.
5. Möglichkeiten und Gebiete: Bietet einen Überblick über diverse Internetdienste von E-Mail über WWW bis hin zu Streaming-Technologien.
6. Internet und die Gesellschaft: Diskutiert die Auswirkungen auf soziale Kontakte, Bildung sowie das Spannungsfeld von Informationsgesellschaft und Kriminalität.
7. Medizin und das Internet: Beleuchtet neue Möglichkeiten wie Telemedizin, Ferndiagnose und computergestützte Operationen.
8. Das Internet als Handelsplatz: Untersucht die Rolle des E-Commerce und die Skepsis vieler Unternehmen gegenüber dem noch jungen Medium.
9. Zukunft des Internet: Prognostiziert technologische Entwicklungen wie das Internet II und die zunehmende Durchdringung aller Lebensbereiche.
Schlüsselwörter
Internet, World Wide Web, ARPANET, Datentransfer, TCP/IP, Informationsgesellschaft, Online-Dienste, E-Commerce, Telemedizin, Netzwerktechnologie, Cyberkriminalität, Digitalisierung, Hacker-Ethik, Internet II, Datenübertragung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Einführung in die Welt des Internets und des World Wide Webs, betrachtet die historische Entwicklung, technische Grundlagen und gesellschaftliche Auswirkungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie, der technischen Infrastruktur, einer Vielzahl an Internetanwendungen sowie kritischen Fragen zur Informationsgesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Grundverständnis für das Internet zu schaffen und die Chancen sowie Herausforderungen dieser neuen Technologie für die Gesellschaft zu skizzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung des Standes der Technik sowie der soziokulturellen Debatten Ende der 1990er Jahre unter Verwendung von Sekundärliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Funktionsweisen, Dienste wie E-Mail und WWW sowie in eine tiefgreifende Diskussion über Kriminalität, Medizin und die wirtschaftliche Nutzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Internet, Datentransfer, Informationsgesellschaft, Netzwerkaufbau und Zukunftstechnologien wie das Internet II.
Warum wird die „Hacker-Ethik“ im Kontext der Internetsicherheit erwähnt?
Sie wird angeführt, da das Ideal eines freien Informationszugangs oft im Konflikt mit Sicherheitsbedürfnissen und dem Schutz vor Kriminalität steht.
Welche Rolle spielt die Medizin im Ausblick des Autors?
Die Medizin profitiert durch Telemedizin, vernetzte Datenbanken und technologische Innovationen wie Fernoperationen, was die medizinische Versorgung revolutionieren könnte.
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- Patrick Hammer (Author), 1997, Das Internet und das World Wide Web, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193