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Die Möglichkeiten des Lastenausgleichsgesetzes mit Schwerpunkt auf der Wohnungsbauförderung

Titel: Die Möglichkeiten des Lastenausgleichsgesetzes mit Schwerpunkt auf der Wohnungsbauförderung

Hausarbeit , 2012 , 12 Seiten , Note: 1,30

Autor:in: Daniel Durst (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Proseminararbeit soll sich mit dem Lastenausgleichsgesetz (im Folgenden: LAG) beschäftigen und auf den Wohnungsbau beziehungsweise dessen Förderung im Rahmen des Gesetzes eingehen. Das LAG im Allgemeinen stellte offensichtlich eine gute finanzielle Unterstützung für Flüchtlinge, Vertriebene und Kriegsgeschädigte dar, da sie dadurch eine neue beziehungsweise ihre alte Existenz wieder aufbauen konnten. Eine derartige Grundlage war nötig, da viele Personen kriegsbedingt durch Vertreibung und Flucht unter anderem ihr Vermögen und ihr Zuhause verloren hatten und auf fremde Hilfe angewiesen waren. Infolge des 2. Weltkrieges waren über 2,7 Millionen Wohnungen zerstört und weitere drei Millionen leicht bis schwer beschädigt. Zudem musste Wohnraum für die rund acht Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen geschaffen werden. Es fehlte auf Grund des Krieges auch an Finanzierungsmöglichkeiten, sei es durch Zerstörung oder Währungsschädigungen, um die zerstörten Wohnungen wieder aufbauen zu können. Es bestand daher ein dringender Bedarf an staatlicher Hilfe, um den Wiederaufbau in Deutschland voranzutreiben und überhaupt zu ermöglichen. Auf Grund dieser brisanten Lage berief der damalige Bundesminister der Finanzen, Fritz Schäffer, eine Arbeitsgruppe ein, damit die Grundlagen eines Gesetzes ausgearbeitet werden konnten, welches Millionen von Kriegsgeschädigten wieder eingliedern sollte. Am 1. September 1952 trat das Gesetz in Deutschland in Kraft und entwickelte das 1949 entstandene Soforthilfegesetz weiter. Bis heute besteht das LAG und wird in regelmäßigen Abständen angepasst, damit bis dato die Geschädigten des 2. Weltkriegs von den Zahlungen profitieren und ein materiell gesichertes Leben führen können. [...] Im Folgenden soll nun das Gesetz untersucht werden, um dadurch einen Einblick in den Wohnungsbau zu bekommen. Es stellt sich die Frage: Welche Möglichkeiten bot das LAG für die genannte Bevölkerungsgruppe und inwieweit konnte dadurch die Wohnraumbeschaffung gefördert werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Lastenausgleich

2.1 Die Finanzierung des Lastenausgleichs

2.2 Das Lastenausgleichsgesetz

3. Die Wohnungsbauförderungen im Lastenausgleichsgesetz

3.1 Die Wohnraumhilfe

3.2 Aufbaudarlehen

3.2.1 Aufbaudarlehen „Wiederaufbau und Ersatzbau“

3.2.2 Aufbaudarlehen „Bau einer Wohnung am Arbeitsplatz“

4. Ausgaben des Ausgleichsfonds für den Wohnungsbau

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Lastenausgleichsgesetzes (LAG) als zentrales Instrument der Nachkriegspolitik in Deutschland. Ziel ist es zu analysieren, welche Möglichkeiten das Gesetz zur Förderung des Wohnungsbaus für Flüchtlinge, Vertriebene und Kriegsgeschädigte bot und inwieweit diese staatlichen Hilfsmaßnahmen die Wohnraumbeschaffung und soziale Wiedereingliederung konkret unterstützen konnten.

  • Historischer Kontext der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Finanzierungsmodelle des Lastenausgleichsfonds
  • Struktur und Zielsetzung des Lastenausgleichsgesetzes
  • Instrumente der Wohnungsbauförderung (Wohnraumhilfe und Aufbaudarlehen)
  • Volkswirtschaftliche Bedeutung der staatlichen Fördermaßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.2 Aufbaudarlehen

Die Aufbaudarlehen für den Wohnungsbau waren von großer Bedeutung, da diese zinslos weitergegeben wurden und somit der Bauherr sein Eigenkapital erhöhen konnte und nicht ein noch höheres Fremdkapital beschaffen musste. Dies verringerte die finanzielle Belastung und der Bau einer Wohnung wurde rentabler beziehungsweise erst ermöglicht. Oftmals war der Eigenkapitalanteil des Bauherrn zu niedrig, um überhaupt eine Wohnung finanzieren zu können und in diesem Sinne waren diese Aufbaudarlehen häufig nicht wegzudenken. Darüberhinaus benötigte man vorrangige Sicherheiten, wobei man bei den Aufbaudarlehen nur nachrangige Sicherheiten vorweisen musste, was die Attraktivität dieser Darlehen erhöhte. Zunächst wurde der Tilgungssatz auf zwei Prozent ausgelegt, jedoch im Laufe der Jahre bis 1967 auf vier Prozent angehoben. Die Deutsche Ausgleichsbank vergab diese Kredite immer zinslos, um eben auch den Eigenkapitalcharakter dieser Kredite zu bewahren. Eine Voraussetzung für ein Aufbaudarlehen ist jedoch immer, dass mit dem Aufbaudarlehen eine vollständige Finanzierung erreicht wird, was auch beim zuständigen Ausgleichsamt bewiesen werden musste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg ein und erläutert die Notwendigkeit des Lastenausgleichsgesetzes als Grundlage für den Wiederaufbau.

2. Der Lastenausgleich: Dieses Kapitel definiert den Lastenausgleich als umfassendes System für Kriegs- und Nachkriegsschäden und beleuchtet sowohl die Finanzierungsmechanismen als auch die gesetzliche Struktur des LAG.

3. Die Wohnungsbauförderungen im Lastenausgleichsgesetz: Hier werden die spezifischen Förderinstrumente wie Wohnraumhilfe und verschiedene Formen von Aufbaudarlehen detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Voraussetzungen analysiert.

4. Ausgaben des Ausgleichsfonds für den Wohnungsbau: Dieses Kapitel bilanziert die finanziellen Mittel, die durch das LAG und das Soforthilfegesetz für den Wohnungsbau bereitgestellt wurden.

5. Schlusswort: Das Fazit stellt den Erfolg der Wohnraumförderung dar und unterstreicht die Rolle des Gesetzes bei der materiellen Sicherung und wirtschaftlichen Wiedereingliederung der Betroffenen.

Schlüsselwörter

Lastenausgleichsgesetz, LAG, Wohnungsbauförderung, Wiederaufbau, Kriegsgeschädigte, Flüchtlinge, Vertriebene, Aufbaudarlehen, Wohnraumhilfe, Ausgleichsfonds, Nachkriegszeit, Existenzsicherung, Sozialer Wohnungsbau, Finanzierung, Wohnungswirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Proseminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktion und dem Erfolg des Lastenausgleichsgesetzes (LAG) bei der Förderung des Wohnungsbaus für kriegsgeschädigte Personen nach 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Finanzierung des Ausgleichsfonds, die verschiedenen Darlehensmodelle für den Bau von Wohnraum und die soziale Bedeutung dieser Maßnahmen für Vertriebene und Flüchtlinge.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit des LAG bei der Überwindung der immensen Wohnungsnot der Nachkriegszeit kritisch zu hinterfragen und die zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, wobei Primärliteratur wie das Lastenausgleichsgesetz selbst und begleitende historische Berichte des Bundesausgleichsamtes ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Lastenausgleichs-Systems, die Finanzierung sowie eine detaillierte Beschreibung der Wohnraumhilfe und der verschiedenen Aufbaudarlehen für Haus- und Wohnungsbau.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text am besten charakterisieren?

Die Arbeit ist am besten durch Begriffe wie Lastenausgleichsgesetz, Wiederaufbau, Wohnungsbauförderung, Kriegsgeschädigte und soziale Eingliederung zu beschreiben.

Warum war der Eigenkapitalcharakter der Aufbaudarlehen so wichtig?

Da viele Kriegsgeschädigte ihr Vermögen verloren hatten, dienten die zinslosen Aufbaudarlehen dazu, den zu geringen Eigenkapitalanteil der Bauherren zu erhöhen, wodurch der Wohnungsbau für sie überhaupt erst finanzierbar und rentabel wurde.

Welche Rolle spielte die Lage des Arbeitsplatzes bei der Vergabe der Darlehen?

Die Vergabe war an eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt geknüpft; daher mussten die Darlehen garantieren, dass der Wohnort in einer räumlichen Nähe zu einem sicheren Arbeitsplatz stand, um die aktive Teilhabe am Erwerbsleben zu ermöglichen.

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Details

Titel
Die Möglichkeiten des Lastenausgleichsgesetzes mit Schwerpunkt auf der Wohnungsbauförderung
Hochschule
Universität Regensburg
Veranstaltung
Die Integration der Flüchtlinge aus Südost- und Osteuropa nach dem 2. Weltkrieg
Note
1,30
Autor
Daniel Durst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V194007
ISBN (eBook)
9783656192275
ISBN (Buch)
9783656196402
Sprache
Deutsch
Schlagworte
möglichkeiten lastenausgleichsgesetzes schwerpunkt wohnungsbauförderung wohnungsbau LAG Vertriebene Flüchtlinge Integration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Durst (Autor:in), 2012, Die Möglichkeiten des Lastenausgleichsgesetzes mit Schwerpunkt auf der Wohnungsbauförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194007
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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