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Leben und Werk von George Eliot

Title: Leben und Werk von George Eliot

Essay , 2012 , 51 Pages

Autor:in: Hans Belde (Author)

Biographies
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Summary Excerpt Details

Anthony Trollope nannte George Eliot in seiner Autobiographie (geschrieben 1875) den größten lebenden englischen Romanautor. „Seth Bede, Adam Bede, Maggie und Tom Tulliver, der alte Silas Marner, und, hoch über allen anderen, Tito, in Romola, sind Gestalten die, wenn man sie einmal kennt, niemand vergessen kann. Ich kann nicht soviel über ihre späteren Werke sagen, weil in ihnen der Philosoph zu sehr den Portraitmaler überragt (…). In ihr ist, bis jetzt, kein Zeichen der Schwäche, das den Leser denken lassen könnte, die Autorin hat sich hergeschrieben. Es kommt nicht vom Niedergang, wenn wir keine zweite Mrs. Poyser haben, sondern weil die Autorin Dinge sucht, die ihr höher scheinen als Mrs. Poyser.“
In diesem Buch wird ein Überblick über ihr Werk, einschließlich ihrer Essays und ihrer Dichtung gegeben. Entdecken Sie eine Autorin, die trotz ihres Zusammenlebens mit dem verheirateten George Lewes weite gesellschaftliche Akzeptanz fand (die Töchter von Queen Victoria warben um ihre Gunst) und schon 1876, lange vor dem modernen Zionismus, in einem Roman die Gründung eines jüdischen Staates thematisierte - nachdem sie zuvor in einen dramatischen Poem von der Errichtung eines Reiches der Zigeuner in Afrika träumte!

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

George Eliot (1819 – 1880)

Coventry: Der Rosehill-Kreis (1841 – 1849)

London, 142 Strand: Die Westminster Review (1850 – 1854)

Der Anfang der Verbindung mit G.H. Lewes – Essays (1854 – 1856)

Die Geburt von George Eliot (1856 – 1858)

Scenes of Clerical Life (1858)

Adam Bede (1859)

Weltruhm und Inkognito (1859)

The Lifted Veil (1859)

The Mill on the Floss (1860)

Italien (1860 – 1863)

Brother Jacob (1864)

Silas Marner (1861)

Romola (1863)

Theater – The Fortnightly (1863 – 1866)

Felix Holt, the Radical (1866)

Von allen Seiten beansprucht (1866 – 1875)

The Spanish Gypsy (1868)

Middlemarch (1871)

The Legend of Jubal, and other Poems (1874)

Daniel Deronda (1876)

Nach Daniel Deronda (1876 – 1878)

Impressions of Theophrastus Such (1879)

Nach Lewes‘ Tod (1878 – 1880)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert das Leben und Werk der viktorianischen Autorin Mary Anne Evans, besser bekannt unter ihrem Pseudonym George Eliot. Ziel ist es, die Entwicklung ihrer schriftstellerischen Karriere in den Kontext ihres intellektuellen Umfelds, ihrer persönlichen Beziehungen und der gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Zeit zu stellen.

  • Biografische Dokumentation der Entwicklung zur literarischen Ikone.
  • Analyse der intellektuellen Einflüsse und ihres journalistischen Wirkens bei der Westminster Review.
  • Untersuchung ihrer wichtigsten Romane, darunter Middlemarch und Daniel Deronda.
  • Reflexion über die gesellschaftliche Stellung der Frau im 19. Jahrhundert.
  • Dokumentation ihres intellektuellen Austauschs mit Zeitgenossen wie G.H. Lewes.

Auszug aus dem Buch

Die Geburt von George Eliot (1856 – 1858)

Lewes wandte sich nach seinem Goethebuch der Naturwissenschaft zu, borgte sich von einem Nachbarn ein Mikroskop und reiste mit Marian am 8. Mai 1856 nach Ifracombe an die Nordküste von Devon. Sie schrieb an der Natural History of German Life und den Belles Lettres für die Juliausgabe, er begann seine Seaside Studies; gemeinsam kratzten sie Anemonen von den Felsen ab und untersuchten Seegurken. In ihrem Ifracombe Journal schrieb Marian: „Es gibt kaum eine häßlichere Stadt – eine häßlichere Ansammlung menschlicher Nester zwischen wunderschönen Bergen, als Ifracombe. Die Farbe der Häuser ist vom blassesten, düstersten Grau und die Straßen sind rechtwinklig und gewöhnlich. Übertroffen wird das Ganze in Häßlichkeit und Höhe von zwei >Terraces<, zwei Linien fabrikähnlicher Gebäude auf den Hängen des grünen Berges.

Von unseren Fenstern hatten wir einen Blick auf den oberen Teil der Stadt, und im allgemeinen war er uninteressant. Aber was gibt es, das Licht nicht in Schönheit verwandeln kann? Eines Abends, nach einem Schauer, ging die Sonne über der See hinter uns unter und die Anordnung der Wolken warf ein köstliches Abendlicht auf das unregelmäßige Muster der Häuser und verschmolz die Häßlichkeit ihrer Formen in eine exquisite Farbenflut. (…) Lantern Hill ist ein pittoreske Masse von grün und grau, auf der sich ein altes Gebäude befindet, das aussieht, als wäre es die Behausung einer Molluske, die seine Schale aus dem Material des Felsens gewonnen hat.

In bergigen Distrikten, wo Häuser und Ansammlungen von Häusern so klein vor den großen Gliedern von Mutter Erde wirken, kann man sich nicht dagegen wehren, im Menschen ein parasitäres Tier zu sehen – ein epizoon, das auf der Haut des planetarischen Organismus wohnt. (…) Fast jeder Yard des Wegesrand ist ein >Hunt<-Bild [nach William Holman Hunt] – ein köstliches Gedränge von Moos und Klee und wilden Erdbeeren, und kleinen und großen Farnen. (…) Ich sehnte mich nie so sehr, die Namen aller Dinge zu kennen, wie während unseres Besuches in Ifracombe.“

Zusammenfassung der Kapitel

Coventry: Der Rosehill-Kreis (1841 – 1849): Schilderung der frühen intellektuellen Prägung durch den Rosehill-Kreis und die Auseinandersetzung mit religiösen Inhalten.

London, 142 Strand: Die Westminster Review (1850 – 1854): Beleuchtung ihrer journalistischen Arbeit, ihrer Herausgeberschaft und der persönlichen Vernetzung in London.

Der Anfang der Verbindung mit G.H. Lewes – Essays (1854 – 1856): Fokus auf den Beginn der Lebensgemeinschaft mit G.H. Lewes und ihre Arbeit an verschiedenen literarischen Essays.

Die Geburt von George Eliot (1856 – 1858): Dokumentation der Anfänge ihrer Romanautorin-Karriere und des ersten Erfolgs der Clerical Scenes.

Weltruhm und Inkognito (1859): Analyse der Auswirkungen ihres literarischen Durchbruchs mit Adam Bede und dem Umgang mit ihrem Inkognito.

Italien (1860 – 1863): Beschreibung der Italienreise und des Übergangs zur Arbeit an historischen Stoffen wie Romola.

Theater – The Fortnightly (1863 – 1866): Fokus auf das gesellschaftliche Leben, die Theaterbegeisterung und ihre Mitarbeit am Fortnightly.

Von allen Seiten beansprucht (1866 – 1875): Darstellung ihrer intensiven literarischen Arbeit an großen Werken wie Middlemarch sowie ihre politische Auseinandersetzung.

Nach Daniel Deronda (1876 – 1878): Analyse der Rezeption von Daniel Deronda und ihre letzten Lebensjahre in Surrey.

Nach Lewes‘ Tod (1878 – 1880): Schilderung der Zeit nach dem Verlust ihres Lebenspartners, ihrer Heirat mit John Cross und ihrem Lebensende.

Schlüsselwörter

George Eliot, Mary Anne Evans, Viktorianische Literatur, Roman, G.H. Lewes, Middlemarch, Daniel Deronda, Westminster Review, Frauenrechte, Intellektuelle Geschichte, Positivismus, Literaturkritik, 19. Jahrhundert, Literarisches Pseudonym, England.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit ist eine biografische Dokumentation, die das Leben und das literarische Schaffen von Mary Anne Evans, bekannt unter ihrem Pseudonym George Eliot, chronologisch nachzeichnet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen ihren Aufstieg als Romanschriftstellerin, ihr intellektuelles Umfeld, die Auseinandersetzung mit Religion und Gesellschaft sowie die persönliche Beziehung zu G.H. Lewes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein detailliertes Bild der Autorin zu vermitteln, das ihre literarische Entwicklung im Kontext ihres Lebensweges und der zeitgenössischen viktorianischen Gesellschaft verdeutlicht.

Welche Methode wird verwendet?

Die Autorin bedient sich einer chronologischen, auf historischen Fakten und Korrespondenzen basierenden Aufbereitung, um die Entwicklung der Werke und die Lebensumstände Eliots zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Lebens- und Schaffensphasen, von der intellektuellen Reifung in Coventry bis hin zu den späten Werken und ihrem Lebensende.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie George Eliot, Viktorianische Literatur, Roman, Middlemarch, Daniel Deronda und Intellektuelle Geschichte charakterisieren.

Wie veränderte George Eliot durch ihr Werk die Sicht auf Frauen?

Sie thematisierte in ihren Romanen intensiv die intellektuelle Kapazität und die moralischen Herausforderungen von Frauen, was im 19. Jahrhundert als wegweisend und fordernd wahrgenommen wurde.

Was war die Bedeutung ihres Pseudonyms?

Die Wahl eines männlichen Pseudonyms war für sie eine Notwendigkeit, um als ernsthafte Intellektuelle wahrgenommen zu werden und den Fokus auf ihre Werke statt auf ihr Privatleben zu lenken.

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Details

Title
Leben und Werk von George Eliot
Course
-
Author
Hans Belde (Author)
Publication Year
2012
Pages
51
Catalog Number
V194370
ISBN (eBook)
9783656203551
ISBN (Book)
9783656204626
Language
German
Tags
Englische Literatur Viktorianische Literatur Biografie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hans Belde (Author), 2012, Leben und Werk von George Eliot, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194370
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