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Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung Leipzigs zwischen 1933 und 1945

Titel: Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung Leipzigs zwischen 1933 und 1945

Seminararbeit , 2012 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tanja Bialojan (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Stadt Leipzig zählte 2011 fast 530 000 Einwohner und gehört damit zu den 15 größten Städten Deutschlands. Vor 70 Jahren war sie jedoch, mit mehr als 700 000 Einwohnern, vergleichbar mit Städten wie Hamburg und Köln. Es stellt sich daher die Frage, ob es bestimmte Entwicklungen in der Geschichte der Stadt gab, die zu einer dauerhaften Minderung der Leipziger Bevölkerung geführt haben. Für eine solche Fragestellung ist die Betrachtung außergewöhnlicher Zeiträume der Stadtgeschichte von großem Interesse. Ein solcher Zeitraum ist unbestreitbar in der nationalsozialistischen Herrschaft von 1933 bis 1945 zu sehen. Die allgemeinen Bevölkerungsverluste des Deutschen Reiches erreichten verheerende Ausmaße und lassen somit auch für Leipzig deutliche Einschnitte vermuten. Das Thema der vorliegenden Arbeit lautet daher: Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung Leipzigs im Nationalsozialismus. Neben den allgemeinen Einflussfaktoren für die Entwicklung der Bevölkerung, wie Fertilität, Mortalität und Migration, sollen demnach auch stadtspezifische Faktoren Leipzigs und zeitspezifische Faktoren der Bevölkerungspolitik des Nationalsozialismus herangezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Bevölkerungsentwicklung-Einflussfaktoren

II. Sachsen und Leipzig bis 1933

1. Entwicklungen und Tendenzen

2. Zentrale Probleme

III. Bevölkerungsentwicklung in Leipzig 1933-1945

1. Nationalsozialistische Bevölkerungspolitik

2.Bevölkerungsbewegungen

a) Geburtenüberschuss

b) Arbeitsmarkt

c) Leipzig im Krieg

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung in Leipzig im Zeitraum zwischen 1933 und 1945. Ziel ist es, die demographischen Veränderungen in dieser Zeit zu analysieren und dabei sowohl die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik als auch stadtspezifische ökonomische Faktoren in den Kontext der allgemeinen Bevölkerungsgeschichte einzuordnen.

  • Analyse der demographischen Kernfaktoren: Fertilität, Mortalität und Migration in Leipzig.
  • Untersuchung des Einflusses der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik auf Familiengründungen.
  • Betrachtung der Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage und Arbeitsmarktstrukturen auf die Stadtentwicklung.
  • Einfluss kriegsbedingter Faktoren wie Luftangriffe, Fluchtbewegungen und Zwangsmaßnahmen auf die Bevölkerungszahlen.

Auszug aus dem Buch

c) Leipzig im Krieg

Für die gesamte Bevölkerung des Deutschen Reiches bedeutete der 2. Weltkrieg einen drastischen Einschnitt, denn spätestens ab Kriegseintritt kam es zu einem immensen Ausmaß an erzwungener Migration. Auch Leipzig blieb von diesen Entwicklungen nicht verschont. Als bedeutende Industrie- und Handelsstadt war Leipzig von Beginn an ein wahrscheinliches Ziel alliierter Luftangriffe und auch wenn der Luftraum als sicher galt, wurde Leipzig ab 1943 regelmäßig bombardiert. Bei den 24 Luftangriffen bis 1945 kamen ungefähr 5 000 Menschen ums Leben und rund 40 000 Wohnungen wurden zerstört. Dies machte die enge Stadt für viele Menschen unbewohnbar. Stadtrat Dr. Holm konstatiert daher 1944: „Durch die Abwanderungen nach den Bombenangriffen auf Leipzig ist die Bevölkerung auf etwa 70% ihres vorherigen Bestandes gemindert.“ Diese Aussage deckt sich mit den Angaben zu Bevölkerungszahlen 1944, die Roth anführt. Danach leben im Mai 1944 nur 473 351 Menschen in Leipzig, was 66% der Bevölkerung von 1933 entspricht. Bis Ende 1945 steigt diese Zahl jedoch wieder auf 584 593 (ca. 82%), was sich mit der Aussage deckt, dass nach Kriegsende die Städte, durch die zurückströmenden Menschen um 1946, ca. 80% ihres alten Bevölkerungsstandes erreicht hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die demographische Geschichte Leipzigs im Zeitraum des Nationalsozialismus ein und definiert die methodische Herangehensweise anhand statistischer Quellen.

I. Bevölkerungsentwicklung-Einflussfaktoren: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der demographischen Untersuchung, insbesondere die Faktoren Fertilität, Mortalität und Migration, erläutert.

II. Sachsen und Leipzig bis 1933: Dieser Abschnitt beschreibt die sozioökonomische Ausgangslage Leipzigs vor 1933, inklusive der Probleme durch die Weltwirtschaftskrise.

III. Bevölkerungsentwicklung in Leipzig 1933-1945: Das Hauptkapitel analysiert die bevölkerungspolitischen Maßnahmen des NS-Regimes sowie die Auswirkungen von Krieg, Arbeitsmarkt und Wohnraumsituation auf die Stadtbevölkerung.

Fazit: Das Fazit fasst die Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung zusammen und ordnet die Ergebnisse in den größeren Kontext von Wirtschaftsgeschichte und demographischem Wandel ein.

Schlüsselwörter

Bevölkerungsentwicklung, Leipzig, Nationalsozialismus, demographischer Wandel, Rüstungsindustrie, Geburtenüberschuss, Wanderungsbewegungen, Stadtgeschichte, Arbeitsmarkt, Wohnungsnot, Luftangriffe, Familienpolitik, Eugenik, Zwangsarbeit, Bevölkerungsstatistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die demographischen Tendenzen und die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Leipzig während der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945).

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die Auswirkungen der NS-Bevölkerungspolitik, der Einfluss der sächsischen Wirtschaftsstruktur auf den Arbeitsmarkt sowie die demographischen Folgen des Zweiten Weltkriegs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Faktoren in der Zeit zwischen 1933 und 1945 zu einer signifikanten Veränderung der Leipziger Bevölkerungszahlen geführt haben und wie sich diese im Vergleich zur allgemeinen Entwicklung verhalten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit verfolgt einen überwiegend deskriptiven Ansatz und stützt sich auf eine tiefgehende statistische Auswertung vorhandener Daten des Stadtarchivs Leipzig.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der NS-Bevölkerungspolitik, verschiedenen Aspekten der Bevölkerungsbewegung wie dem Geburtenüberschuss und der Migration sowie der speziellen Situation Leipzigs während der Kriegsjahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bevölkerungsentwicklung, Rüstungsindustrie, Migration, Arbeitsmarkt und Stadtgeschichte charakterisiert.

Welche Rolle spielte der Wohnungsmarkt für die Bevölkerung?

Der stetige Wohnungsmangel in der dicht besiedelten Stadt Leipzig war ein entscheidender Faktor, der die Zuwanderung erschwerte und bei Facharbeitern teilweise zur Abwanderung in andere Regionen beitrug.

Warum wird die Wirksamkeit der NS-Ehestanddarlehen kritisch hinterfragt?

Die Autorin weist darauf hin, dass die demographische Datenlage keine signifikante Steigerung der Geburtenzahlen belegt, die direkt auf diese Maßnahmen zurückzuführen wäre, und vermutet eher natürliche Ausgleichstendenzen als Ursache.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung Leipzigs zwischen 1933 und 1945
Hochschule
Universität Leipzig  (Historisches Seminar)
Note
1,0
Autor
Tanja Bialojan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
25
Katalognummer
V194420
ISBN (eBook)
9783656224525
ISBN (Buch)
9783656226192
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tendenzen bevölkerungsentwicklung leipzigs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Bialojan (Autor:in), 2012, Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung Leipzigs zwischen 1933 und 1945, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194420
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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