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Kernfusion als Alternative zu fossiler und Atomenergie

Title: Kernfusion als Alternative zu fossiler und Atomenergie

Research Paper (undergraduate) , 2012 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Karsten Steffen (Author)

Engineering - Power Engineering
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit zeigt die historischen Entwicklungen, die zu der Technologie der Kernfusion geführt haben. Es werden physikalische Prinzipien wie der Tunneleffekt und der Massendefekt betrachtet, die eine Kernfusion erst möglich machen. Zudem werden technische Lösungen wie der magnetische Einschluss von Hochenergieplasmen beleuchtet, die es ermöglichen ein Plasma auf mehr als 100 Mio. Kelvin zu erhitzen. Mögliche Brennstoffe wie Wasserstoff oder Helium-3 werden dargestellt und ihre Vor- und Nachteile aufgezeigt.

Es wird gezeigt wie die Synergien dieser Technologien zu Konzepten wie den TOKAMAK und dem Stellarator führten und in welchem Stadium der Entwicklung sie diese Konzepte derzeit befinden. Zusätzlich werden die derzeitigen und zukünftigen nationalen und internationalen Forschungsprojekte wie der JET, der ITER, der DEMO und der Wendelstein 7-X dargelegt und betrachtet.
Diese Arbeit soll sowohl die technischen Potentiale als auch die technischen Hürden, die überwunden werden müssen um das Potential der Kernfusion in Zukunft technisch nutzbar zu machen, aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Der Massendefekt

2.2 Berechnung der Energie E am Beispiel eines Heliumatoms

2.3 Der Tunneleffekt

2.4 Unkontrollierte Kettenreaktion

3. Stellare Fusion

4. Die künstliche Kernfusion

4.1 Das Plasma

4.2 Der magnetische Einschluss

4.3 Brennstoffe

4.3.1 Wasserstoff

4.3.2 Helium-3

5. Reaktorkonzepte

5.1 Der Tokamak

5.2 Der Stellarator

6. Forschungsprojekte

6.1 JET

6.2 ITER

6.2.1 Standort

6.2.2 Vertragspartner und Finanzierung

6.2.3 Daten und Ziele des ITER Projekts

6.3 DEMO

6.4 Wendelstein 7-X

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Belegarbeit analysiert den aktuellen Stand der Technik sowie die physikalischen und technischen Grundlagen der Kernfusion. Ziel ist es, das Potential dieser Technologie als grundlastfähige und nachhaltige Energiequelle zu untersuchen, die Möglichkeiten zur künstlichen Erzeugung unter planetaren Bedingungen zu evaluieren und den Status der internationalen sowie nationalen Forschungsprojekte wie JET, ITER, DEMO und Wendelstein 7-X zu beleuchten.

  • Physikalische Grundlagen der Kernfusion (Massendefekt, Tunneleffekt)
  • Technische Lösungen zur Realisierung (Plasma, magnetischer Einschluss, Brennstoffe)
  • Vergleich der Reaktorkonzepte TOKAMAK und Stellarator
  • Analyse der zentralen Forschungsprojekte und deren Entwicklungsstand
  • Untersuchung von technischen Hürden und zukünftigen Potentialen

Auszug aus dem Buch

4.2 Der Magnetische Einschluss

Beim Einschließen von Plasma in einem herkömmlichen Behälter würde das Plasma ständig erlöschen, da es bei Kontakt mit Materie schlagartig auf wenige 1000 Kelvin abgekühlt wird. Um das Plasma auf die benötigte Temperatur von 100 Mio. Kelvin zu erhitzen, wird es aus diesem Grund magnetisch und somit berührungslos eingeschlossen. Dieses Prinzip nennt man magnetischer Einschluss.

Durch den magnetischen Einschluss wird das Plasma von den Reaktorwänden fern gehalten. Dabei werden die geladenen Teilchen im Plasma durch Magnetfelder in einen „schwebenden“ Ring, dem sogenannten „Torus“, gehalten. Nur so können Temperaturen von über 100 Mio. Kelvin erreicht werden. Diese hohen Temperaturen werden benötigt um ein D+T Plasma zu „zünden“ und so die Kernfusion zu ermöglichen.

Für die Wissenschaftler bedeutet der magnetische Einschluss Fluch und Segen zu gleich. So ist der magnetische Einschluss eine Voraussetzung dafür, dass die Temperaturen erreicht werden, bei denen eine Kernfusion möglich wird, gleichzeitig ist ein gleichmäßiger und stabiler magnetischer Einschluss jedoch nur mit hohem Aufwand zu ermöglichen. Das Unterbrechen des magnetischen Einschlusses stellt zugleich einen Sicherheitsaspekt beim Betrieb von Fusionsreaktoren dar, da bei Versagen der magnetischen Eindämmung der Fusionsprozess sofort unterbrochen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit beschreibt die Möglichkeiten und den technischen Stand der Kernfusion, um ihr Potential zur Ablösung fossiler Energieträger zu bewerten.

2. Grundlagen: Hier werden die physikalischen Mechanismen wie der Massendefekt und der Tunneleffekt erläutert, welche die Kernfusion erst ermöglichen.

3. Stellare Fusion: Das Kapitel behandelt den Fusionsprozess innerhalb der Sonne und wie dieser als Vorbild für kontrollierte Prozesse dient.

4. Die künstliche Kernfusion: Es wird dargelegt, wie mittels magnetischem Einschluss von Plasma und geeigneten Brennstoffen wie Deuterium und Tritium eine Fusion auf der Erde erreicht werden kann.

5. Reaktorkonzepte: Die wesentlichen Reaktordesigns, der TOKAMAK und der Stellarator, werden in ihrem Aufbau, ihrer Funktionsweise und ihren konzeptionellen Unterschieden vorgestellt.

6. Forschungsprojekte: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bedeutende internationale Anlagen wie JET, ITER, DEMO und das deutsche Projekt Wendelstein 7-X.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung des Entwicklungsstandes, der noch bestehenden Hürden und der zeitlichen Perspektive zur industriellen Nutzung der Kernfusion.

Schlüsselwörter

Kernfusion, Plasma, Tokamak, Stellarator, Deuterium, Tritium, Magnetischer Einschluss, ITER, JET, Wendelstein 7-X, Massendefekt, Tunneleffekt, Energieumwandlung, Fusionsreaktor, Kernphysik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potential der Kernfusion als nachhaltige Alternative zu fossilen Energieträgern und zur uranbasierten Energieerzeugung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den physikalischen Grundlagen, der technischen Realisierbarkeit durch Plasmaeinschluss und dem Status internationaler Forschungsreaktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird aufgezeigt, wie weit die heutige Technik fortgeschritten ist, um eine künstliche Kernfusion zur Energieerzeugung nutzbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Zusammenfassung des aktuellen Stands der Forschung sowie der technischen Konzepte basierend auf wissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die physikalischen Prinzipien, die notwendigen Bedingungen für künstliche Fusion, den Vergleich von Reaktordesigns sowie die detaillierte Vorstellung laufender Projekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Kernfusion, Tokamak, Stellarator, Plasma und ITER beschreiben den Kerninhalt der Arbeit.

Was unterscheidet den Tokamak vom Stellarator?

Während der Tokamak zur Stabilisierung des Plasmas einen induzierten Plasmastrom benötigt, wird beim Stellarator die notwendige Verdrillung durch die komplexe Form der supraleitenden Spulen erreicht.

Warum ist die Wahl des Brennstoffs bei der Kernfusion entscheidend?

Die Wahl bestimmt die benötigte Temperatur und Energieausbeute; Deuterium und Tritium sind aktuell die vielversprechendsten, da sie bei vergleichsweise geringeren Temperaturen fusionieren.

Welchen Stellenwert hat das Projekt Wendelstein 7-X?

Es fungiert als wegweisende Anlage zur Erforschung des Stellarator-Prinzips, um dessen Kraftwerkstauglichkeit zu prüfen und als Alternative zum Tokamak zu etablieren.

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Details

Title
Kernfusion als Alternative zu fossiler und Atomenergie
College
University of Applied Sciences Wildau
Course
Umwelttechnik
Grade
1,0
Author
Karsten Steffen (Author)
Publication Year
2012
Pages
30
Catalog Number
V194451
ISBN (eBook)
9783656201274
ISBN (Book)
9783656202202
Language
German
Tags
Tokamak Stellarator JET ITER Wendelstein DEMO Fusion Kernfussion Plasma Torus Atom Helium Helium-3 Wasserstoff Deuterium Tritium Protium Neutron Quantenmechanik Massendefektes Unschärferelation Lise Meitner Max Frisch Albert Einstein Otto Hahn Fritz Straßmann Proton-Proton-Reaktion Tunneleffekt Reaktor Reaktorwand Plasmastrom magnet magnetspule ASDEX Divertor Vakuumpumpen Joint European Torus Fusionsfeuer International Thermonuclear Experimental Reaktor Helmut Kohl Gerhard Schröder Cadarache Garching greifswald vakuum Plasmagefäß Materialforschung Supraleitend Robotertechnik Thermisch Bundesrepublik Deutschland Kohle Gas Öl Benzin Energie Strom Uran Kernfusion Kernspaltung kernverschmelzung
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Quote paper
Karsten Steffen (Author), 2012, Kernfusion als Alternative zu fossiler und Atomenergie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194451
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