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Luxus- oder Massenkonsum? Südostasiatische Importe in den Niederlanden der Frühen Neuzeit

Titel: Luxus- oder Massenkonsum? Südostasiatische Importe in den Niederlanden der Frühen Neuzeit

Hausarbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Markus Bingel (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als am 20. März 1602 die „Vereenigde Oostindische Compagnie“ gegründet wurde, konnte man noch nicht absehen, welchen Siegeszug dieser, später als „das reichste Unternehmen der Welt“ bezeichnete, Zusammenschluss niederländischer Kaufmannskompanien im 17. und 18. Jahrhundert antreten werde.
Ausgehend von der VOC und ihrem englischen Pendant der „East India Company“ , gelangten viele neue und fremdartige Produkte in großer Stückzahl nach Europa.
Ziel der folgenden Arbeit ist es aufzuzeigen, wie diese Produkte am heimischen Markt angenommen wurden und der Frage nachzugehen, ob manche Produkte nur von bestimmten Schichten konsumiert wurden, oder ob sich diese neuen Konsumgüter rasch in der gesamten Bevölkerung ausbreiteten.
Dabei wird nicht nur Wert auf eine rein wirtschaftshistorische Sichtweise gelegt, sondern es werden auch sozialgeschichtliche Aspekte des Umgangs mit Kolonialwaren behandelt. Dies soll exemplarisch anhand von Gewürzen, Kaffee und Tabak aufgezeigt werden. Hier wird ein besonderer Schwerpunkt auf die indonesischen Kolonien der Niederlande gelegt, da diese maßgeblichen Anteil an der Etablierung der, häufig als Genussmittel bezeichneten, Produkte in Europa hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie gelangten die Produkte in die Niederlande?

2.1. Wie gelangten die Produkte in die Niederlande?

3. Gewürze

4. Kaffee

5. Tabak

6. Resumée

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, wie durch die Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC) importierte Kolonialwaren wie Gewürze, Kaffee und Tabak in der Frühen Neuzeit in den Niederlanden angenommen wurden und inwieweit sie sich von Luxusgütern zu Produkten für breite Bevölkerungsschichten entwickelten.

  • Rolle der VOC beim Aufbau des Überseehandels
  • Sozialgeschichtliche Analyse des Konsumverhaltens in verschiedenen Bevölkerungsschichten
  • Wirtschaftshistorische Untersuchung von Importmengen und Preisentwicklungen
  • Bedeutung der Kaffeehäuser als Orte bürgerlicher Öffentlichkeit
  • Vergleich der Verbreitungsgeschwindigkeiten von Gewürzen, Kaffee und Tabak

Auszug aus dem Buch

3. Gewürze:

Grundlage des Ostindien- Handels der VOC bildeten zum Anfang des 17. Jahrhunderts Gewürze. Die VOC und ihre Vorgängergesellschaften waren nicht nur gegründet worden, um die sich bekämpfenden niederländischen Handelskompanien zu vereinen, sondern auch um am florierenden indonesischen Gewürzmarkt teilzuhaben.

Es bestand in Europa zu dieser Zeit, anders als bei Plantagenprodukten wie Kaffee und Tabak, bereits eine große Nachfrage nach Gewürzen16. Die kostengünstige Aneignung der, als „Schätze des Ostens“17 geltenden, Gewürze war demnach gepaart mit dem Wunsch nach Ausschaltung der inner-niederländischen Konkurrenz der Hauptgrund für die Gründung der VOC.

Der Anteil der Gewürze an der Warenausfuhr nahm zwar im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts kontinuierlich ab18, trotzdem war gerade zu Beginn des 17. Jahrhunderts der Handel mit als exotisch geltenden Gewürzen derjenige Faktor, welcher maßgeblichen Anteil an der Etablierung der niederländischen Besitzungen in Südostasien hatte19.

Den Hauptanteil an den Gewürzimporten machte dabei der Pfeffer aus20. Der Pfeffer, welcher in Europa schon seit der Antike bekannt war, war auch dasjenige Gewürz, an welchem man die Entwicklung der Gewürze von Luxusgütern zu Konsumgütern am Besten festmachen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Gründung der VOC im Jahr 1602 und formuliert das Ziel, die sozial- und wirtschaftshistorische Entwicklung des Konsums fremdartiger Produkte in den Niederlanden zu untersuchen.

2. Wie gelangten die Produkte in die Niederlande?: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle der VOC bei der Errichtung eines Handelsmonopols in Ostindien und die schrittweise Eroberung der Gewürzroute durch niederländische Truppen.

2.1. Wie gelangten die Produkte in die Niederlande?: Der Unterpunkt vertieft die machtpolitischen Hintergründe und die Bedeutung des Ostindien-Handels für die Verbreitung der Waren.

3. Gewürze: Hier wird der historische Stellenwert von Gewürzen als Grundlage des VOC-Handels beschrieben und die Entwicklung von Pfeffer als Luxusgut hin zum Konsumgut analysiert.

4. Kaffee: Dieses Kapitel behandelt den Aufstieg des Kaffees zum wichtigen Wirtschaftsfaktor und die Bedeutung der Kaffeehäuser für die bürgerliche Gesellschaft.

5. Tabak: Der Text beschreibt die rasche Verbreitung des Tabakkonsums in allen Bevölkerungsschichten, getrieben durch sinkende Preise und die Suchtwirkung des Nikotins.

6. Resumée: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass alle untersuchten Produkte innerhalb von etwa 200 Jahren den Wandel vom Luxusgut zum Massenkonsumartikel vollzogen haben.

Schlüsselwörter

Vereenigde Oostindische Compagnie, VOC, Niederlande, Kolonialwaren, Gewürze, Kaffee, Tabak, Pfeffer, Frühe Neuzeit, Konsumgeschichte, Massenkonsum, Ostindien, Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte, Kaffeehaus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der durch die VOC importierten Kolonialwaren wie Gewürze, Kaffee und Tabak in den Niederlanden während der Frühen Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Aufbau des Handelsmonopols der VOC, die Preisentwicklung der importierten Waren sowie deren soziokulturelle Integration in den Alltag der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich diese Produkte von exklusiven Luxusgütern zu Waren des Massenkonsums entwickelten und welche Bevölkerungsschichten jeweils den Zugang fanden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wirtschafts- und sozialhistorischen Analyse, die sich auf Handelsstatistiken, Preisentwicklungen und historische Quellen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die spezifischen Handelswege und Konsummotive für die drei Produktgruppen Gewürze, Kaffee und Tabak.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind VOC, Kolonialwaren, Konsumwandel, Frühe Neuzeit, Niederlande und Handelsmonopol.

Welche Rolle spielte der Pfeffer bei der Entwicklung zum Massenkonsumgut?

Pfeffer dient als Paradebeispiel, da sein sinkender Preis und das große Importvolumen belegen, dass er bereits früh für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich war.

Warum waren Kaffeehäuser für die Verbreitung von Kaffee wichtig?

Sie fungierten als Geburtsstätten bürgerlicher Geselligkeit und öffentlicher Diskussion, wodurch der Kaffeekonsum eng mit dem aufstrebenden Bürgertum verknüpft wurde.

Wie unterschied sich der Tabakkonsum vom Konsum anderer Kolonialwaren?

Im Gegensatz zum Kaffee, der zunächst auf das Bürgertum beschränkt blieb, verbreitete sich Tabak aufgrund seiner appetitzügelnden Wirkung und Suchtgefahr deutlich schneller über alle Bevölkerungsschichten hinweg.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Luxus- oder Massenkonsum? Südostasiatische Importe in den Niederlanden der Frühen Neuzeit
Hochschule
Universität Bielefeld  (Abteilung Geschichtswissenschaft)
Veranstaltung
Konsum und Markt in historischer Perspektive
Note
3,0
Autor
Markus Bingel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V194536
ISBN (eBook)
9783656196822
ISBN (Buch)
9783656200543
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Luxusgüter Massenkonsum Konsum Markt Niederlande Holland Importe Südostasien Frühe Neuzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Bingel (Autor:in), 2008, Luxus- oder Massenkonsum? Südostasiatische Importe in den Niederlanden der Frühen Neuzeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194536
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Leseprobe aus  15  Seiten
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