Subventionen sind ein weit verbreitetes Thema, sowohl in der Politik als auch im Alltag vieler Menschen. Sie sind so gut wie überall auffindbar, im Kulturbereich, im Bildungswesen, im Bereich der Wirtschaftsunternehmen, um nur einige zu nennen.
Gegenwärtig tritt diese Materie immer wieder in den Mittelpunkt, wenn die Rede von der „Wirtschaftskrise“ ist. Zuschüsse werden großzügig verteilt. In allen Medien liest und hört man von der „Abwrackprämie“ und weiteren finanziellen Unterstützungen.
Doch was sind die erhofften Effekte von Subventionen und wie wirken sie generell?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Subventionsbegriff
2.1 Subventionen hinsichtlich des Subventionsberichtes
2.2 Subventionen hinsichtlich der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR)
2.3 Subventionen hinsichtlich des Instituts für Weltwirtschaft
3 Ziele der Subventionsvergabe
4 Wirkungen von Subventionen
4.1 Primäre Wirkungen von Subventionen
4.1.1 Mengen- und Preiswirkungen
4.1.2 Wohlfahrtswirkungen
4.1.3 Allokationswirkungen
4.1.4 Verteilungs- und beschäftigungspolitische Wirkungen
4.2 Nebenwirkungen von Subventionen
4.3 Vergleich gewünschter und erzielter Wirkungen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Subventionen in der Bundesrepublik Deutschland, indem sie den Begriff theoretisch abgrenzt und die mikroökonomischen sowie praktischen Wirkungen analysiert. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern die angestrebten politischen Ziele mit den tatsächlich eintretenden Effekten übereinstimmen.
- Theoretische und institutionelle Definition des Subventionsbegriffs
- Analyse der primären mikroökonomischen Wirkungen mittels Partialanalyse
- Untersuchung von Wohlfahrts- und Allokationsverzerrungen
- Diskussion beschäftigungspolitischer Folgen und Nebenwirkungen
- Kritischer Soll-Ist-Vergleich der Subventionspolitik
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Mengen- und Preiswirkungen
Die Wirkungsanalyse von Subventionen in Bezug auf Menge und Preis wird traditionell mittels der mikroökonomischen Partialanalyse vorgenommen. Die Partialanalyse im hier angewendeten Fall ist komparativ-statisch, wobei vollkommene Information angenommen wird. Die Untersuchung kann anhand des vollkommenen atomistischen Wettbewerbs oder des Monopols durchgeführt werden. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Ersteres.
In der Abbildung 1 ist die Nachfragefunktion durch DD und die Angebotsfunktion durch SS1 dargestellt. Die Angebotsfunktion nach Einführung der Subvention ist mit SS2 gekennzeichnet.
Im Schnittpunkt der Angebotskurve DD1 aller Anbieter eines Gutes und der dazugehörigen Nachfragekurve SS1 dieses Gutes bildet sich die Gleichgewichtsmenge X1 mit dem dazugehörigen Gleichgewichtspreis P1. Dieser Schnittpunkt stellt das natürliche Marktgleichgewicht dar.
Durch die Gewährung der Subvention z verschiebt sich die Angebotskurve nach unten. Folglich sinkt der Marktpreis auf P2 und die Angebotsmenge steigt auf X2. Somit entsteht ein neues Gleichgewicht, aus welchem abgelesen werden kann, dass die Subvention die Produktionsausdehnung und den Verbrauch anregt und gleichzeitig den Preis senkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Subventionsthemas ein und skizziert den Aufbau der Arbeit, von der Begriffsklärung bis zum abschließenden Fazit.
2 Subventionsbegriff: Dieses Kapitel arbeitet heraus, dass keine einheitliche Definition für Subventionen existiert, und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze der Bundesregierung, des Statistischen Bundesamtes und des Instituts für Weltwirtschaft.
3 Ziele der Subventionsvergabe: Hier werden die Beweggründe für Subventionen beleuchtet, die von der Förderung von Innovationen bis hin zur Vermeidung sozialer Härten und Konfliktmilderung reichen.
4 Wirkungen von Subventionen: Das Hauptkapitel analysiert die primären ökonomischen Wirkungen sowie diverse Nebenwirkungen wie Marktverzerrungen und psychologische Effekte bei den Empfängern.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Subventionen ihre Ziele meist verfehlen und oft negative volkswirtschaftliche Folgen haben, weshalb ein kritischer Abbau gefordert wird.
Schlüsselwörter
Subventionen, Mikroökonomie, Partialanalyse, Wohlfahrtsverlust, Allokation, Marktverzerrungen, Preiswirkung, Strukturwandel, Subventionsbericht, Rent-seeking, Moral-Hazard, Beschäftigungspolitik, Wirtschaftslehre, Budgetdefizit, Finanzhilfen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die ökonomischen Wirkmechanismen und die politische Relevanz von Subventionen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Definition von Subventionen, ihre mikroökonomische Analyse, die damit verbundenen Ziele und die oft negativen praktischen Nebenwirkungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu beurteilen, ob die in der Politik versprochenen positiven Wirkungen von Subventionen tatsächlich eintreten oder ob diese eher zu ineffizienten Marktverzerrungen führen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt hauptsächlich die mikroökonomische Partialanalyse in einem komparativ-statischen Modell, um Preis- und Mengenänderungen durch Subventionen zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Mengen- und Preiswirkungen auch Wohlfahrtsverluste, Allokationseffekte, beschäftigungspolitische Folgen sowie sekundäre Effekte wie "Rent-seeking" und "Moral-Hazard" analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Subventionen, Wohlfahrtsverlust, Allokation, Marktverzerrung und Rent-seeking.
Warum gibt es laut dem Text keine einheitliche Definition für Subventionen?
Da verschiedene Institutionen wie die Bundesregierung oder das Institut für Weltwirtschaft unterschiedliche Ausgabenkategorien (z.B. direkte Zahlungen vs. Sozialleistungen) in ihre Berechnungen einbeziehen, variieren die Abgrenzungen und die resultierenden Subventionsvolumina stark.
Wie bewertet die Autorin die Wirkung von Subventionen auf den Strukturwandel?
Die Autorin argumentiert, dass Subventionen den Strukturwandel hemmen, indem sie veraltete Wirtschaftszweige künstlich aufrechterhalten und somit das allgemeine Wirtschaftswachstum und die Produktivität behindern.
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- Stefanie Grimnitz (Author), 2010, Wirkung von Subventionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194561