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Kultur und Kommunikation. Das Kulturverständnis und kulturelle Unterschiede nach Geert Hofstede

Title: Kultur und Kommunikation. Das Kulturverständnis und kulturelle Unterschiede nach Geert Hofstede

Seminar Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Karolin Flügel (Author)

Sociology - Communication
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Zielsetzung dieser Seminararbeit soll es sein, Geert Hofstedes Ansatz zur interkulturellen Kommunikation näher zu beleuchten. Hierzu wird zunächst aufgezeigt, was unter der Kultur im weiteren und engeren Sinn zu verstehen ist und wodurch sich eine jede Kultur auszeichnet. Im Nachhinein wird näher auf die kulturellen Unterschiede von Kulturen eingegangen, um in einem Fazit die Überbrückung kultureller Unterschiede und damit die Gewährleistung reibungsloser Kommunikation zu erläutern.

Der Mensch prägt seine Überzeugungen, Einstellung, Werte und Normen durch die Gesellschaft, in der er aufwächst sowie durch die jeweiligen Erfahrungen, die er in dieser sammelt. Die Kultur, besonders wenn es als Abgrenzung zwischen unterschiedlichen Religionen, sozialen Gruppierungen und Einstellungen dieser geht, ist zu allgemein, um menschliches Verhalten zu interpretieren.

In jeder Gesellschaft gibt es gewisse Werte, Normen und Einstellungen, die der Mensch durch die Gesellschaft in der er aufwächst erlernt, sich aneignet und in seinem Verhalten umsetzt. So gibt es in jeder Kultur bestimmte Überzeugungen und Werte, die sehr beständig sind und von Kultur zu Kultur differenzieren. Kulturbedingte Unterschiede verursachen Hindernisse in der Kommunikation. Um eine interkulturelle Kommunikation zu gewährleisten, müssen diese kulturellen Unterschiede erkannt und berücksichtigt werden.

Geert Hofstede hat sich eingehend mit der Thematik der interkulturellen Kommunikation befasst. Dessen Ansicht von Kultur stützt sich auf eine der umfangreichsten empirischen Studien über kulturelle Unterschiede, die im Auftrag von IBM entstanden sind. Dieser multinationale Konzern stand schon vor dreißig Jahren vor dem Problem, dass die Durchsetzung der weltweiten Verfahrensweisen und Standards der Firma in verschiedenen Ländern nicht reibungslos erfolgte und beauftragte demzufolge Hofstede damit, die kulturellen Differenzen in den verschiedenen Unternehmensniederlassungen zu untersuchen.

Er legt nach eingehender Forschung Ansätze vor, wodurch eine Kultur individuell gekennzeichnet ist, inwieweit sich Kulturen voneinander unterscheiden und wie man kulturelle Unterschiede und Kommunikationsdifferenzen überbrücken kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Kulturbegriff nach Hofstede

3 Kulturelle Unterschiede

3.1 Machtdistanzen

3.2 Femininität und Maskulinität

3.3 Individualismus und Kollektivismus

3.4 Unsicherheitsvermeidung

3.5 Orientierung

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die eingehende Beleuchtung des Kulturansatzes von Geert Hofstede, um ein tieferes Verständnis für die Ausprägungen und Unterschiede verschiedener Kulturen zu erlangen. Die Arbeit untersucht, wie kulturelle Differenzen die Kommunikation beeinflussen und welche Möglichkeiten bestehen, diese Hindernisse zu überbrücken, um eine reibungslose zwischenmenschliche Interaktion zu gewährleisten.

  • Kulturelle Prägung und Definition von Werten und Normen
  • Die "mentale Software" und das Zwiebel-Modell nach Hofstede
  • Analyse der fünf Kulturdimensionen (Machtdistanz, Maskulinität/Femininität, Individualismus/Kollektivismus, Unsicherheitsvermeidung, Orientierung)
  • Implikationen interkultureller Unterschiede für Kommunikation und Arbeitsleben
  • Strategien zur Überbrückung kultureller Konflikte und Förderung von Synergien

Auszug aus dem Buch

3.1 Machtdistanzen

Ungleichheit ist ein Phänomen, das in jeder Kultur zu beobachten. In jeder Gesellschaft gibt es Menschen, die hohe Machtpositionen besetzen und wiederum Menschen, die weitaus weniger mächtig sind. Mit der Dimension der Machtdistanz wird widergespiegelt, inwiefern in verschiedenen Ländern mit Ungleichheit umgegangen wird. Diese Dimension ist eine der grundlegendsten Kulturdimensionen, da das Problem von Macht und Ungleichheit in jeder Gesellschaft besteht. Hofstede definiert Machtdistanz als „das Ausmaß, bis zu welchem die weniger mächtigen Mitglieder von Institutionen (z. B. Familie, Schule, Gemeinschaft) bzw. Organisationen (Arbeitsplatz) eines Landes erwarten und akzeptieren, dass Macht ungleich verteilt ist.“ Sie bestimmt sich also „von unten“ heraus.

In jeder Kultur gibt es große Unterschiede darin, in welchem Maße mit der ungleichen Machtverteilung umgegangen wird. Es herrscht zwischen den Mächtigen und den Machtlosen eine gewisse Distanz auf emotionaler Ebene. Diese Distanz wird in der Forschung als Machtdistanz bezeichnet. Machtdistanz als eine Dimension nationaler Kulturen wird von gering bis hoch operationalisiert. Der darauf basierende Machtdistanzindex ermittelt in einem Land die vorhandene Ungleichheit. Der Punktwert des Machtdistanzindexes gibt an, wie groß die Abhängigkeit von Beziehungen in dem jeweiligen Land ist. Ist die emotionale Distanz zwischen Mitgliedern der Kultur größer, so kann festgestellt werden, dass die weniger mächtigen Mitglieder der Kultur erwarten und akzeptieren, dass die Macht ungleich verteilt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz interkultureller Kommunikation ein und stellt die Untersuchung des Hofstede-Modells als Ziel der Arbeit vor.

2 Der Kulturbegriff nach Hofstede: Dieses Kapitel erläutert Hofstedes Definition von Kultur als "mentale Software" und stellt das Modell der Zwiebelschichten zur Veranschaulichung kultureller Elemente vor.

3 Kulturelle Unterschiede: Das Kernkapitel analysiert detailliert die fünf Kulturdimensionen und deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen, Arbeitsmoral und Erziehung.

3.1 Machtdistanzen: Hier wird der Umgang mit Machtgefällen und Ungleichheit in verschiedenen Gesellschaften sowie deren Auswirkung auf hierarchische Strukturen untersucht.

3.2 Femininität und Maskulinität: Dieses Kapitel thematisiert die unterschiedlichen geschlechtsspezifischen Rollenbilder und leistungsorientierten versus sozialen Wertorientierungen.

3.3 Individualismus und Kollektivismus: Die Analyse konzentriert sich hier auf die Spannung zwischen den Interessen des Einzelnen und der Gemeinschaft sowie deren Einfluss auf soziale Beziehungen.

3.4 Unsicherheitsvermeidung: Dieses Kapitel untersucht, wie Kulturen mit dem Bedürfnis nach Regeln, Struktur und der Angst vor Unbekanntem umgehen.

3.5 Orientierung: Hier wird der Unterschied zwischen einer kurzfristigen Leistungsorientierung und einem langfristigen, nachhaltigen Handlungsfokus dargelegt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Problematiken bei kulturellen Begegnungen zusammen und leitet Strategien zur Überbrückung kultureller Unterschiede ab.

5 Literaturverzeichnis: Dies ist ein Verzeichnis der für die Arbeit verwendeten Fachliteratur und Online-Quellen.

Anhang: Der Anhang enthält tabellarische Gegenüberstellungen der analysierten Kulturdimensionen zur übersichtlichen Zusammenfassung.

Schlüsselwörter

Kultur, Kommunikation, Geert Hofstede, Machtdistanz, Femininität, Maskulinität, Individualismus, Kollektivismus, Unsicherheitsvermeidung, Orientierung, mentale Software, interkulturelle Kompetenz, Werte, Normen, Synergie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der interkulturellen Kommunikation nach Geert Hofstede und analysiert, wie unterschiedliche kulturelle Werte das zwischenmenschliche Verhalten beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des Kulturbegriffs sowie die detaillierte Untersuchung der fünf von Hofstede identifizierten Kulturdimensionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, Hofstedes Ansatz zu beleuchten, um aufzuzeigen, wie kulturelle Differenzen identifiziert und durch empathisches Verständnis überbrückt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur von Geert Hofstede sowie auf empirische Studien im interkulturellen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Kulturbegriffs und die tiefgehende Analyse der fünf Dimensionen: Machtdistanz, Maskulinität/Femininität, Individualismus/Kollektivismus, Unsicherheitsvermeidung und Orientierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Kulturdimensionen, mentale Software, interkulturelle Kommunikation, Machtdistanz und die Überbrückung kultureller Konflikte.

Was versteht Hofstede unter dem Begriff "mentale Software"?

Hofstede vergleicht Kultur mit einer mentalen Software, die durch Erziehung und soziale Erfahrung geprägt wird und die typischen Denkmuster sowie Verhaltensweisen einer Person in bestimmten Situationen beeinflusst.

Warum ist das Verständnis von "Machtdistanz" für die Arbeitswelt wichtig?

Das Verständnis der Machtdistanz hilft zu begreifen, ob Mitarbeiter eher Eigeninitiative zeigen oder eher Anweisungen erwarten, was für die effektive Führung in multinationalen Unternehmen entscheidend ist.

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Details

Title
Kultur und Kommunikation. Das Kulturverständnis und kulturelle Unterschiede nach Geert Hofstede
College
Charles University in Prague
Grade
2,0
Author
Karolin Flügel (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V194591
ISBN (eBook)
9783668322363
ISBN (Book)
9783668322370
Language
German
Tags
Geert Hofstede Interkulturelle Kommunikation Machtdistanzen Kulturbegriff Kulturelle Unterschiede Femininität Maskulinität Individualismus Kollektivismus Unsicherheitsvermeidung Orientierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karolin Flügel (Author), 2009, Kultur und Kommunikation. Das Kulturverständnis und kulturelle Unterschiede nach Geert Hofstede, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194591
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