„Jede unserer Erkenntnisse beginnt mit einem Gefühl.“ (Leonardo da Vinci)
Eine der Forderungen des Psychologen und Nobelpreisträgers für Ökonomie Daniel Kahneman (2002) lautet die eigenen Entscheidungsprozesse kontinuierlich zu reflektieren und zu analysieren. Nach über 20 Jahren aktiver, erfolgreicher Tätigkeit in der Personalberatung und im Rückblick auf circa 1.000 besetzte Führungspositionen ist es Zeit, nicht nur die eigenen, empirischen Ergebnisse zu analysieren, sondern auch Vorschläge für die weitere effiziente Arbeit in der Personalauswahl von Führungskräften zu unterbreiten.
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Im Kern geht es dabei um den zukünftigen Erfolg der zu rekrutierenden Führungskräfte für das Unternehmen. Insbesondere die wissenschaftlichen Ergebnisse der Neurowissenschaften und Intuitionsforschung fordern uns mit Nachdruck dazu auf, die gegenwärtige Herangehensweise an den Entscheidungsprozess kritisch zu hinterfragen. Als ein möglicher, erfolgreicher Weg erscheint mir die evidenzbasierte Personalauswahl, die in der nachfolgenden Analyse skizziert wird.
Vorwort
1. Gegenwärtige Vorgehensweise in erfolgreichen Unternehmen und internationalen Personalberatungen
1.1 Welche Verfahren der Personalauswahl von Führungskräften kommen gegenwärtig am häufigsten zum Einsatz und was können sie leisten?
1.2 Ist die Anwendung psychometrischer Tests zielführend?
1.3 Aus welchen Gründen werden zertifizierte Tests nicht flächendeckend eingesetzt?
1.4 Validitätsvergleich einzelner Methoden
1.5. Weitere Herausforderungen und Problemstellungen der gegenwärtigen Praxis der Personalauswahl
1.6 Werden valide Prädiktoren zur Prognose des Berufserfolgs verwendet?
1.7 Können Tests Leistungen und Verhalten des komplexen Systems Mensch vorhersagen?
2. Evidenzbasierte Personalauswahl
2.1 Verringerung von Unsicherheiten im Entscheidungsprozess
2.2 Warum wurden unbewusste Faktoren und Prozesse ausgeblendet?
2.3 Woher stammt die Dominanz der Ratio?
2.4 Wie trifft der Mensch Entscheidungen?
2.5 Berücksichtigung neuer Erkenntnisse in der effizienten Personalauswahl
3. Anspruch und Möglichkeit der Realisierung einer effizienten Führungskräfteauswahl
3.1 Welche Möglichkeiten der Effizienzsteigerung stehen zur Verfügung?
3.2 Lösungsvorschlag: Evidenzbasierte Personalauswahl
3.3 Fazit
Häufig gestellte Fragen
Was ist evidenzbasierte Personalauswahl?
Es ist eine Methode, die Personalentscheidungen auf wissenschaftliche Erkenntnisse und valide Prädiktoren stützt, statt sich allein auf Intuition zu verlassen.
Warum werden psychometrische Tests oft nicht flächendeckend eingesetzt?
Häufige Gründe sind mangelnde Akzeptanz der Ratio gegenüber dem Gefühl, Unkenntnis über die Validität oder Vorurteile gegenüber standardisierten Verfahren.
Welche Rolle spielt die Intuition bei der Auswahl von Führungskräften?
Obwohl Intuition oft dominiert, fordert die Neurowissenschaft dazu auf, diese unbewussten Prozesse kritisch zu reflektieren und durch rationale Analysen zu ergänzen.
Können Tests den Berufserfolg wirklich vorhersagen?
Wissenschaftlich fundierte Tests haben eine höhere Validität als unstrukturierte Interviews und können Leistungen im komplexen System Mensch besser prognostizieren.
Wie treffen Menschen laut Nobelpreisträger Daniel Kahneman Entscheidungen?
Kahneman betont, dass Entscheidungsprozesse oft fehleranfällig sind und kontinuierlich reflektiert und analysiert werden müssen, um Verzerrungen zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Joerg Knaack (Autor:in), 2012, Effiziente Führungskräfteauswahl - Anspruch und Wirklichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194704