Diese Arbeit beschäftigt sich mit der evangelischen Friedenskirche und der Friedensgemeinde in Karlsruhe-Weiherfeld.
Nach einer kurzen Einführung folgt eine biografische Einleitung über den Architekten der Notkirchen, zu welchen auch die Friedenskirche gehört, Otto Bartning, dessen Notkirchenprogramm im folgenden Kapitel genauer vorgestellt wird.
Die Friedensgemeinde in den Karlsruher Stadtteilen Weiherfeld und Dammerstock wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt und ihre Geschichte aufgezeigt.
Die Friedenskirche ist der zentrale Punkt des evangelischen Gemeindelebens, und als eine von Bartnings Notkirchen ein wichtiger historischer Bau der Nachkriegszeit in Deutschland. Mit diesem Bau befasst sich das umfangreichste Kapitel dieser Arbeit. Es folgt eine ausführliche Baubeschreibung und Kapitel über die Orgel und die Glocken der Friedenskirche.
In einer kurzen Schlussbemerkung wird noch auf die derzeitige Situation des Baus eingegangen (Stand 2007).
Es folgen das Literatur- und Abbildungsverzeichnis, sowie zur Illustrierung der Arbeit der Bildanhang.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Otto Bartning
3. Das Notkirchenprogramm
4. Die Friedensgemeinde Karlsruhe
5. Die Friedenskirche in Karlsruhe
5.1. Baubeschreibung
5.2. Die Orgel
5.3. Die Glocken
6. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die Entstehung, den Bau und die baugeschichtliche Bedeutung der evangelischen Friedenskirche in Karlsruhe-Weiherfeld als Teil von Otto Bartnings Notkirchenprogramm. Dabei wird sowohl die biografische Einordnung des Architekten als auch die spezifische Historie der Karlsruher Kirchengemeinde und die bauliche Entwicklung des Kirchengebäudes sowie seiner Ausstattung detailliert nachgezeichnet.
- Biografie und architektonisches Wirken von Otto Bartning
- Entwicklung und Konzept des Notkirchenprogramms der Nachkriegszeit
- Geschichte und Gemeindebildung der Friedensgemeinde Karlsruhe
- Baugeschichte und architektonische Besonderheiten der Friedenskirche
- Dokumentation der technischen Ausstattung (Orgel, Glocken) und späterer Umbauten
Auszug aus dem Buch
5.1. Baubeschreibung
Bei der Friedenskirche in Karlsruhe-Weiherfeld handelt es sich um einen schlichten rechteckigen Bau, welcher in Bruchstein ausgeführt wurde. Das einfache Ziegeldach des Hauptbaus ruht auf acht sichtbaren, abgeflammten Holzbindern, welche dem Innenraum einen warmen Farbton verleihen. Der Innenraum ist mit roten Eberbache Sandsteinplatten ausgelegt. Durch den Lichtgarden, welcher zu beiden Seiten des Kirchenschiffes entlang läuft, fällt ein helles, auf die Mitte des Raumes gerichtetes Licht.
Der Altarraum grenzt sich lediglich durch drei Stufen vom Rest des Innenraums ab. Die Verbindung zur Gemeinde entsteht durch die an sie herangerückte Kanzel. Vor der Backsteinwand hinter dem einfachen Altar ragt ein großes, hölzernes Balkenkreuz empor.
Über der Empore ist ein, nach Plänen Bartnings gefertigter, sehenswerter Orgelprospekt eingebaut.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Diese Arbeit stellt die evangelische Friedenskirche und deren Gemeinde in Karlsruhe vor, wobei ein besonderer Fokus auf dem Notkirchenprogramm von Otto Bartning liegt.
2. Otto Bartning: Das Kapitel beleuchtet den Lebensweg und die architektonischen Meilensteine des Architekten, der durch seine Stahlkirche und das Notkirchenprogramm Weltruhm erlangte.
3. Das Notkirchenprogramm: Es wird die historische Notwendigkeit und das modulare Konzept der Notkirchen beschrieben, das als Hilfe zur Selbsthilfe in der zerstörten Nachkriegszeit konzipiert wurde.
4. Die Friedensgemeinde Karlsruhe: Dieses Kapitel zeichnet die Geschichte der Pfarrei nach, von der Entstehung der Stadtteile bis hin zum Bau des Gemeindehauses und der Finanzierung des Kirchenbaus durch Spenden.
5. Die Friedenskirche in Karlsruhe: Das Hauptkapitel beschreibt detailliert Bau, Einweihung und architektonische Gestaltung der Kirche, ergänzt um die spezifische Historie von Orgel und Glocken.
5.1. Baubeschreibung: Hier wird der bauliche Zustand des Kirchenbaus sowie die Anordnung des Innenraums und der Außenfassaden analysiert.
5.2. Die Orgel: Dieser Abschnitt behandelt die Beschaffung, den Einbau und die musikalischen Spezifikationen der zweimanualigen Orgel.
5.3. Die Glocken: Es wird der Entstehungsprozess des vierstimmigen Geläutes sowie dessen künstlerische und liturgische Bedeutung beschrieben.
6. Schlussbemerkung: Der Autor resümiert den aktuellen Erhaltungszustand der Kirche und betont die Bedeutung dieses historischen Nachkriegsbaus für die Gegenwart.
Schlüsselwörter
Otto Bartning, Notkirche, Friedenskirche Karlsruhe, Nachkriegsarchitektur, Gemeindebau, Weiherfeld, Dammerstock, Kirchenbau, Architekturgeschichte, Denkmalpflege, Sakralbau, Trümmerarchitektur, Orgel, Glocken, Baubeschreibung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Friedenskirche in Karlsruhe-Weiherfeld als ein bedeutendes Beispiel aus Otto Bartnings Notkirchenprogramm der deutschen Nachkriegszeit.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Architekturgeschichte, der Biografie von Otto Bartning, der sozialen Gemeindegeschichte und den technischen Besonderheiten des Kirchenbaus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die umfassende Dokumentation und architektonische Einordnung der Friedenskirche sowie die Darstellung ihres Status als heute noch weitgehend original erhaltenes Zeugnis des Notkirchenbaus.
Welche Methode wird angewandt?
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche, Archivstudien und eine detaillierte baugeschichtliche Analyse vor Ort.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich intensiv der Bauhistorie der Friedenskirche, der Ausstattung (Orgel, Glocken) sowie den baulichen Veränderungen in den Folgejahrzehnten.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse?
Zentrale Begriffe sind Notkirchenprogramm, Bartning, Friedensgemeinde, Architekturgeschichte, Sakralbau und Nachkriegszeit.
Welche Rolle spielt die Gemeinde bei der Entstehung der Kirche?
Die Gemeinde war durch Eigeninitiative, Arbeitskraft und massive Spenden finanziell und physisch maßgeblich an der Errichtung der Kirche und des Gemeindehauses beteiligt.
Wie unterscheidet sich die Karlsruher Friedenskirche von anderen Notkirchen?
Sie gilt als eine der wenigen Kirchen, die noch nahezu im Originalzustand des Bartning-Grundschemas erhalten ist, was ihre kunsthistorische Relevanz unterstreicht.
- Citation du texte
- B.A. David Kiefer (Auteur), 2007, Die Karlsruher Friedenskirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194726