Zur Entstehung des Grundgesetzes


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
14 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Verzeichnis des Inhalts

1. Die Zeit der Weimarer Republik
1.1 Gründung der Weimarer Republik
1.2 Weimarer Nationalversammlung
1.3 Aufbau der Weimarer Verfassung
1.4 Politische und wirtschaftliche Entwicklung der Weimarer Republik

2. Die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur

3. Die Nachkriegszeit
3.1 Deutschland nach 1945
3.2 Die Bizone und ihre politischen Auswirkungen

Verzeichnis der Literatur

Gründung der Weimarer Republik

Die Weimarer Republik ging aus der Novemberrevolution im Jahre 1918 hervor. Von einem Aufstand der Matrosen in Kiel ausgehend, zum Ende des ersten Weltkrieges im Oktober des Jahres 1918, bildeten sich über ganz Deutschland hinweg Arbeiter- und Soldatenräte, die nach einem baldigen Ende des Krieges und einem revolutionären Wandel der Herrschafts-verhältnisse strebten (vgl. Boldt, 1990, S.215). Die SPD und USPD bildeten in einer zunehmenden Zahl von Städten Räte, die die oberste Gewalt übernahmen und in den folgenden Wochen die regierenden Fürsten zur Abdankung zwangen. Am 9. November gab Reichskanzler Max von Baden die Abdankung des Kaisers Wilhelm II, ohne dessen Zustimmung, bekannt und der Sozialdemokrat Friedrich Ebert trat das Reichskanzleramt an. Daraufhin wurde von Philipp Scheidemann die Deutsche Republik proklamiert. Dieser kam damit der radikalen Linken zuvor, die nur zwei Stunden später in Person von Karl Liebknecht die Freie Sozialistische Republik verkündete. Der ins Exil gegangene Kaiser, verzichtete am 28. November offiziell auf den Thron (vgl. Boldt, 1990, S.215).

Am 16. Dezember wurde von Delegierten der Arbeiter- und Soldatenräte eine Reichsversammlung nach Berlin einberufen, um endgültige Regelungen zu manifestieren, bettrefflich des Ausbaus des Rätesystems oder einer Einberufung einer Nationalversammlung. Die Delegierten entschieden sich in einer klaren Mehrheit zu Gunsten der parlamentarischen Alternative und setzten die Wahlen zur Nationalversammlung für den 19. Januar 1919 fest (vgl. Boldt, 1990. S.223).

Ende Dezember zerbrach die Regierung. Die USPD schied aus der Regierung aus und ihr linker Flügel gründete sich als Kommunistische Partei Deutschlands. Diese und weitere Linksradikale versuchten im Januar 1919, im sog. Spartakusaufstand, die Regierung zu stürzen, um eine Rätedemokratie zu errichten (vgl. Boldt, 1990. S.223). Im Verlauf des Aufstandes der KPD in Berlin, wurden die Mitbegründer des Spartakusbundes, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von den sog. Freikorps offiziell am 15. Jan. 1919 erschossen.

Noch bis in den Juni des Jahres 1919 kam es zu Aufständen unter Führung des Spartakusbundes. Durch militärische Anstrengungen wurden jedoch alle Unruhen niedergeschlagen und die Revolution in Deutschland fand ein Ende (vgl. Boldt, 1990. S.223).

Weimarer Nationalversammlung

Die Wahlen zur Nationalversammlung fanden am 19. Januar 1919 statt. Alle Bürger ab dem zwanzigsten Lebensjahr waren wahlberechtigt, folglich nahmen zum ersten Mal in der deutschen Geschichte auch Frauen an den Wahlen teil. Um die politischen Einstellungen des Volkes treu in der Zusammensetzung des Parlaments umzusetzen, wurde das Verhältniswahlrecht angewandt. Die Wahlbeteiligung lag bei achtzig Prozent und war somit doppelt so hoch als im Kaiserreich (vgl. Boldt, 1990. S.225). Die SPD war die stärkste Fraktion und bildete mit dem Zentrum und der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) die so genannte Weimarer Koalition. Diese verdankt ihren Namen dem ersten Zusammentreten der Nationalversammlung am 6. Februar 1919, das aus Gründen der Sicherheit nicht in Berlin, sondern in Weimar statt fand (vgl. Boldt, 1990. S.225). Vorläufiges Staatsoberhaupt wurde Friedrich Ebert. Das Anliegen der Nationalversammlung lag in der Schaffung einer Verfassung mit demokratischer Grundordnung. Die Verfassung sollte gewährleisten, dass das ganze Volk in einem gewählten Parlament, dem Reichstag, repräsentiert würde. Am 31. Juli 1919 beschloss die Nationalversammlung die Verfassung in ihrer endgültigen Form. Reichspräsident Ebert fertigte sie am 11. August 1919 als Gesetzt aus und sie wurde drei Tage später, am 14. August 1919, verkündet (vgl. Boldt, 1990. S.227).

Aufbau der Weimarer Verfassung

In der Präambel der Weimarer Verfassung wurde bereits klar mit der monarchistischen Tradition gebrochen, in dem betont wurde, dass das „deutsche Volk“ sich die Verfassung selbst gegeben habe (vgl. Boldt, 1990. S.230).

Eine primäre Gliederung in zwei Hauptteile der Verfassung war gegeben. Der erste Hauptteil befasste sich mit dem Aufbau und den Aufgaben des Reiches. In Artikel 1 der Weimarer Verfassung wurde das Reich zur Republik erklärt und erläutert, dass alle Macht vom Volke ausging (vgl. Boldt, 1990. S.230). Der direkte Bezug zur Präambel lässt sich hier erkennen. Dies verdeutlicht die enorme Wichtigkeit dieses Artikels als Ausdruck und Stellungnahme zum demokratischen Grundgedanken, der die gesamte Verfassung diktierte. Der Reichstag, welcher die Gesetzgebung (legislative Gewalt) ausübte und die Reichsregierung überprüfte, wurde auf vier Jahre nach allgemeinem gleichem und geheimem Wahlrecht gewählt und konnte den Reichskanzler und jeden Minister durch ein destruktives Misstrauensvotum absetzen.

Der Reichspräsident wurde vom Volk auf sieben Jahre durch Direktwahl gewählt und konnte im Einvernehmen mit dem Reichskanzler nach Art. 48 die Notverordnung erlassen, die besagte, dass bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Gegenmaßnahmen zu ergreifen wären. So konnte der Präsident über das Militär verfügen und bestimmte Grundrechte außer Kraft setzen. Selbst ein möglicher Widerstand des Reichtages konnte durch seine Auflösung nach Art. 25 verhindert werden (vgl. Boldt, 1990. S.230ff).

Der zweite Hauptteil befasste sich mit den „Grundrechten und Grundpflichten der Deutschen“. Die Gleichheit vor dem Gesetz, die Rede- und Pressefreiheit, die Glaubens- und Gewissensfreiheit, sowie auch die Freiheit von Kunst und Wissenschaft waren nur einige die ab Artikel 109ff angeführt und erläutert wurden (vgl. Boldt, 1990. S.240ff).

Politische und wirtschaftliche Entwicklung der Weimarer Republik Die Folgelasten des Krieges, insbesondere die Entwertung des Geldes durch die Kriegsfinanzierung per Anleihen führten in den Jahren 1919-1923 in der Republik zu wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten (vgl. Boldt, 1990. S.59). Aufstandsversuche seitens der Linken, sowie Putschversuche von rechter Seite, z.B.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Zur Entstehung des Grundgesetzes
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V194735
ISBN (eBook)
9783656200758
ISBN (Buch)
9783656206644
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BRD, Grundgesetz, Weimarer Republik, Verfassung
Arbeit zitieren
B.A. Christian Mönch (Autor), 2008, Zur Entstehung des Grundgesetzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194735

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