Methoden des Wissensmanagements zum Projekt und Unternehmenserfolg


Hausarbeit, 2010

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Zielsetzung
1.2 StrukturundAufbau derArbeit

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Der Projektbegriff
2.2 DerWissensbegriff
2.3 Wissensarten

3. Wissensmanagement in Projekten
3.1 Strategien des Wissensmanagements
3.2 MTO - Modell
3.3 Erzeugung von Wissen in Projekten
3.4 Wissenstransfer in Projekten

4. Methoden des Wissensmanagements
4.1 Bausteine des Wissensmanagements
4.2 Wissenserhalt nach Projektabschluss
4.3 Messbarkeit von Wissen

5. Fazit

6. Anhangverzeichnis

6.1 Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Unser globales Wirtschaftssystem wird heutzutage immer mehr durch starken Wettbewerb- und Innovationsdruck geprägt. Bedingt durch die rasche technologische Entwicklung und zunehmende Produktvielfalt mit steigender Komplexität gilt es für viele Unternehmen immer ausgereiftere Lösungen, Dienstleistungen und Produkte zu schaffen, um nachhaltig auf dem Markt existieren zu können. Aus diesem Grund entwickeln sich in vielen Firmen und Betrieben zunehmende Projektorganisationen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der Nutzung von Informations- und Telekommunikationstechnologie hat sich in den letzten Jahren und Jahrzenten auch der Umgang und das Aufkommen von Wissen deutlich erhöht. Hierbei haben sich verschiedene Methoden in Bezug auf Wissen entwickelt. Der wertvolle Umgang, das Schaffen von neuem Wissen und Erhaltung von Wissen oder dem sog. „Know-How" gilt dabei als wichtiger Schlüssel zum Erfolg und ist in der Projektlehre wichtigster Teil des sog. Wissensmanagement.

1.1 Ziele der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich vorwiegend mit verschiedenen Methoden erfolgreichen Wissensmanagements und gibt Aufschlüsse darüber wie diese erfolgreich für den Projektverlauf und damit auch letztendlich für den Unternehmenserfolg angewandt werden können. Es werden dabei Empfehlungen für den Umgang mit Wissen gegeben. Um bisher ungenutzte Potenziale von Wissen in Projekten noch effektiver auszuschöpfen, werden für einen Projektleiter verschiedene Empfehlungen und Methoden vorgestellt. Hierbei sollen unter anderem folgende Teilziele und Fragestellungen geklärt werden.

- Schaffung theoretischer Grundlagen
- Wie und warum wird Wissen in Projekten erzeugt?
- EmpfehlungzumUmgangmit Wissen
- unterschiedliche Methoden des Wissensmanagements
- Umsetzung der Methoden im Projekt

1.2 Struktur und Aufbau der Arbeit

Diese Hausarbeit beinhaltet insgesamt sechs Kapitel.

Gleich im Anschluss an dieses erste Kapitel werden im zweiten Kapitel die theoretischen Grundlagen für das weitere Verständnis gelegt. Dabei werden die Begriffe „Wissen" und „Projekt" voneinander abgegrenzt, eine Erklärung zu den verbreiteten Arten von Wissen gegeben und die allgemein, derzeitige Situation zum Umgang mit Wissen in Organisationen dargestellt.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich vorwiegend mit der Fragestellung wie neues Wissen in Unternehmen entsteht und gibt Aufschluss über die Organisation von dieser Informationen in Projekten. Dazu werden weitergehend unterschiedliche Strategien des Wissensmanagements herangezogen unter Berücksichtigung von bekannten Problemen und deren Hilfestellungen.

Die verschiedenen Bausteine und organisatorischen Methoden im Wissensmanagement werden im vierten Kapitel erläutert. Hierbei stellt sich vor allem die Frage des nachhaltigen Wissenserhalt nach einem Projektanschluss sowie der Nachvollziehbarkeit und Messbarkeit von Maßnahmen des Wissensmanagements.

Im Fazit des fünften Kapitels wird die Arbeit noch einmal aus persönlicher Sicht reflektiert. Es zeigt den gewonnenen Nutzen der Ausarbeitung und erteilt einen Ausblick auf künftige Forschungsansätze und Fragestellungen.

2. Theoretische Grundlagen

In diesem Kapitel wird für das Verständnis der Arbeit die theoretische Grundlage geschaffen. Im ersten Schritt werden die Begrifflichkeiten des Terminus „Projekt" und „Wissen" erklärt. Daraufhin werden die unterschiedlichen Wissensarten erläutert und verschiedene Konzepte zum Umgang mit Wissen in Projekten dargestellt.

2.1 Der Projektbegriff

Schon in der frühen Geschichte der Zivilisation wird seit geraumer Zeit in Projekten gearbeitet. Dies zeigte sich vor allem in historischen Bauprojekten wie der Chinesischen Mauer oder den Pyramiden.

Begriffstechnisch lässt sich das Wort „Projekt" auf das lateinische Verb „proicere" zurückwerfen. Dieses setzt sich zusammen aus dem Wort „pro" (vorwärts) und „jacere" (werden). Im übertragenden Sinne bedeutet dies eine Sache „voranzutreiben".[1]

Für den Projektbegriff existieren in der gängigen Literatur eine Vielzahl von Definitionen. Eine einheitliche Definitionen für den Begriff Projekt existiert bis zum heutigen Zeitpunkt nicht. Jedoch weisen die meisten Definitionen das Projekt als ein Vorhaben mit bestimmten Eigenschaften auf.

Ein Projekt wird somit als ein Vorhaben bezeichnet, das neben einer festen Zielvereinbarung eine Einmaligkeit aufweist. Eine zeitliche und finanzielle Beschränkung und ein potenzielles Risiko verbunden mit einem gewissen Grad an Komplexität gehören ebenso zu diesen Eigenschaften.[2]

2.2 Der Wissensbegriff

Eine Definition des Terminus „Wissen" beschäftige bereits verschiedene Philosophen der Antike und wird auch im noch jungen Forschungsfeld des Wissensmanagement von verschiedenen Autoren unterschiedlich beurteilt. So definiert Kron den Begriff Wissen z.B. als "[...] Gewissheit, dass Phänomene wirklich sind und bestimmte Eigenschaften haben." Nur in diesem Sinn sei der Begriff für den Menschen interessant.[3] Probst und Büchel beschreiben hingegen Wissen weiter als „[...] die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen". [4] Diese Definition kommt dem heutigen Verständnis von Wissen schon sehr nahe.

Da der Begriff des Wissens grundlegend für den weiteren Aufbau der Arbeit ist und im Rahmen des Wissensmanagement zunehmend interdisziplinär wird, wird an dieser Stelle die sog. „working definiton" von Davenport und Prusak verwendet. „knowledge is a fluid mix of framed experience, values, contextual information, and expert insight that provides a framework for evaluating and incorporating new experiences and information. It originates and ist applied in the minds of knowers. In organizations, it often becomes embedded not only in documents [...] but also in organizational routines, processes, pratices and norms."[5]

Die einzelnen Aussagen dieser Definition werden im weiteren Verlauf dieser Arbeit noch weiter erläutert.

2.3 Wissensarten

Um unterscheiden zu können, welche Arten von Wissen es gibt ist es zunächst einmal notwendig zu verstehen aus welchen Bestandteilen sich Wissen zusammensetzt bzw. besteht. Ein gut strukturiertes Modell bietet hierbei die sog. Wissenstreppe nach North.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Wissenstreppe nach North, Quelle: http://blog.wissenswerk.biz/?p=51

Die Abbildung von North zeigt, dass Informationen die Grundlage von Wissen darstellen. Die kleinsten Bausteine in diesem Modell sind Zeichen. Durch eine Aneinanderreihung von Zeichen mithilfe der Syntax entstehen hieraus Daten. In Verbindung mit Semantik entstehen daraus Informationen. Beispielsweise ist eine fünf auf einem Spannungsmessgerät erst einmal lediglich eine Ziffer. In Zusammenhang mit dem Zeichen „V" ist erkennbar, dass es sich z.B. bei einer Batterie um eine Spannung von 5 Volt handelt. Aus der Semantik „5 Volt Akku", lässt sich weiterhin erkennen, dass es sich um eine wiederausladbare Batterie handelt mit der Spannungsstärke von 5 Volt. Verbindet sich diese Information mit der Erfahrung des Ablesers, so kann hieraus das Wissen entstehen, dass er für den Betrieb einer Kamera bspw. einen 3 Volt Akku benötigt.

Wissen entsteht somit aus der zweckdienlichen Vernetzung von Informationen. Dabei bedeuten neue Informationen nicht immer auch gleichzeitig neues Wissen. Nur durch die menschliche Interaktion mit Informationen kommt Wissen zustande. Wissen stellt die Grundlage für kompetentes Handeln dar und kann zudem die Wettbewerbsfähigkeit einer Organisation sichern.[6]

Im Allgemeinen unterscheiden die japanischen Wirtschaftswissenschaftler Nonaka und Takeuchi zwischen implizitem und explizitem Wissen. Demnach basiert implizites Wissen auf persönlichen Eindrücken und Werten aber auch Gefühlen, Erwartungen und Erfahrung. Explizites Wissen ist hingegen eine leichtere, kommunizierbare Form von Wissen. [7] Mit systemischer Sprache kann dieses in Form von Dokumenten als Information abgebildet und veranschaulicht werden. Für die Wissensweitergabe ist vor allem die Transformation von implizitem Wissen, welches gleichzeitig als Voraussetzung dient, in explizites Wissen unumgänglich. Erfahrung und persönlichen Eindrücke spielen bei der Wissensbildung also eine bedeutende Rolle. Die beiden Japaner machen Ihre Ansichten im sog. „SECI-Modell" deutlich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: SECI-Modell nach Nonaka, Takeuchi. Quelle: http://wissen.priko.at/images/seci_modell.gif

[...]


[1] Schindler. M „Wissensmanagement in der Projektabwicklung ", 2002, S.19, 3. Auflage, Lohmar

[2] Schindler. M „Wissensmanagement in der Projektabwicklung ", 2002, S.20, 3. Auflage, Lohmar

[3] Kron, Friedrich W. „Wissenschaftstheorie" S.82,1999, Ernst Reinhardt Verlag München, Basel

[4] Probst, G: Romhardt, K: „Wissen Managen:" S.22, 2006, Gaber, 4. Auflage, Wiesbaden

[5] Vgl.Davenport,T: Prusak, L: „Working Knowledge", S.5,1998, Harvard Business School Press, Harvard

[6] Vgl. Willke, Helmut: „Systemisches Wissensmanagement" S. 293, 2001, 2. Auflage UTB, Stuttgart

[7] Vgl. Nonaka, I: Takeuchi, H: „Die Organisation des Wissens" S.72,1997, Campus Verlag, Frankfurt a.M.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Methoden des Wissensmanagements zum Projekt und Unternehmenserfolg
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Köln  (Campus Leverkusen)
Veranstaltung
Projektmanagement
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V194786
ISBN (eBook)
9783656200918
ISBN (Buch)
9783656201595
Dateigröße
1886 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Projektmanagement, Wissensmanagement
Arbeit zitieren
Matthias Lanzrath (Autor), 2010, Methoden des Wissensmanagements zum Projekt und Unternehmenserfolg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194786

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