Reflexion über den eigenen Wissenserwerb im Seminar:
Vor Beginn der Veranstaltung, hatte ich keine konkreten Ideen, darüber wie die kommenden drei Tage ablaufen werden. Bereits der Start in das Seminar, war erfrischend anders, als in anderen Kursen die ich im Laufe meines Studiums belegt hatte.
Eine Zusammenarbeit mit Kommilitonen, aus unterschiedlichen Fachrichtungen, war für mich neu, spannend und auch etwas anstrengend. Im Laufe der Studienzeit hat es sich ergeben, dass ich meistens mit den selben Personen aus meinem Studiengang, gemeinsame Referate oder Projekte realisierte. Zum einen aus organisatorischen,- und kursbedingten Gründen, zum anderen weil es eben „bequem“ ist möglichst mit den gleichen Leuten zusammen zu treffen. Ich wurde zum „Gewohnheitstier“, wählte die augenscheinlich bequemere Variante und hatte so keine „großen Überraschungen“ zu erwarten. Über das Für und Wider dieser Praxis habe ich schon oft reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Reflexion über den eigenen Wissenserwerb im Seminar
2. „Modellbildung und Simulation“- eine eigene Beurteilung der Methoden
2.1 Stärken der Methode
2.2 Schwächen der Methode
2.3 Möglichkeiten
2.4 Risiken
3. Anwendung des erlernten Wissens auf die Fragestellung
4. Anwendung des erlernten Wissens in die Praxis der Sozialen Arbeit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieses Transferprotokolls ist die kritische Reflexion des eigenen Lernprozesses während des Seminars sowie die Bewertung der Methoden „Modellbildung und Simulation“ im Hinblick auf deren Anwendbarkeit und Grenzen in der sozialen Praxis.
- Reflexion über systemisches Denken und interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Bewertung der Stärken und Schwächen von Modellbildungs- und Simulationsmethoden
- Herausforderungen bei der Operationalisierung komplexer sozialwissenschaftlicher Fragestellungen
- Bedeutung systemtheoretischer Ansätze für die moderne Soziale Arbeit
- Kritische Analyse von Machtinteressen und Modellanwendungen in der Wissenschaft
Auszug aus dem Buch
2.2 Schwächen der Methode
Vermutlich ist die Methode der Modellbildung und Simulation für Laien, insbesondere aus nicht- technischen Berufen, schwerer zu bewerkstelligen als für versierte Computernutzer. Deshalb könnte ich mir Vorstellen, dass die Ausbildung lange Erfahrung und Praxis braucht. Erst nach dieser Phase können diese Personen, die dann inzwischen zu Experten in der Modellbildung und Simulation geworden sind, Modelle konstruieren welche die der Wirklichkeit so authentisch wie möglich wiedergeben. Es kann aber auch bei erfahrenen Wissenschaftlern vorkommen, dass die Modelle nicht stimmen oder falsch angelegt sind. Des Weitern kann aufgrund des Abstraktionsgrades, der Simulation bzw. des Sachverhaltes es schwierig sein, außenstehenden Personen zu vermitteln, wie man durch diese Methode auf die jeweiligen Ergebnisse kam. Dies könnte sich negativ auf eine transparente Arbeitsweise auswirken und befördert so eher Misstrauen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Reflexion über den eigenen Wissenserwerb im Seminar: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Entwicklung im Seminar, wobei sie den Wechsel von gewohnten Lernmustern hin zum systemischen Denken und prozessorientierten Arbeiten hervorhebt.
2. „Modellbildung und Simulation“- eine eigene Beurteilung der Methoden: In diesem Kapitel werden die Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken der computergestützten Modellbildung aus einer laienhaften Perspektive kritisch analysiert.
3. Anwendung des erlernten Wissens auf die Fragestellung: Die Autorin beschreibt den Lernprozess bei der Eingrenzung einer wissenschaftlichen Fragestellung zum Thema Bolognaprozess und die damit verbundenen methodischen Schwierigkeiten.
4. Anwendung des erlernten Wissens in die Praxis der Sozialen Arbeit: Abschließend wird erörtert, wie systemisches Denken dabei helfen kann, Zuschreibungen von Eigenverantwortung bei sozialen Notlagen zu hinterfragen und die Klientenzentrierung in der Sozialen Arbeit zu stärken.
Schlüsselwörter
Systemisches Denken, Modellbildung, Simulation, Soziale Arbeit, Reflexion, Paradigmenwechsel, Problemlösungsprozess, Systemtheorie, Konstruktivismus, Praxisbezug, Interdisziplinarität, Systemkonflikte, Behindertenhilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?
Es handelt sich um ein persönliches Transferprotokoll einer Studentin der Sozialen Arbeit, das ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus einem Modul zum systemischen Denken und zur Modellbildung reflektiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die kritische Auseinandersetzung mit systemischen Methoden, deren praktische Anwendung in der Sozialen Arbeit und die Reflexion über wissenschaftliche Lernprozesse.
Was ist das primäre Ziel dieses Protokolls?
Ziel ist es, den eigenen Lernfortschritt zu dokumentieren, die gelernten Methoden kritisch zu bewerten und deren Relevanz für das Berufsfeld der Sozialen Arbeit herzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dem Seminar verwendet?
Das Seminar nutzt die Methode der „Modellbildung und Simulation“, um komplexe Systeme abzubilden und Lösungsansätze für spezifische Fragestellungen zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Beurteilung der Modellbildung, die praktische Anwendung auf eine studentische Fragestellung sowie eine theoretische Einordnung in den Kontext der Sozialen Arbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wesentliche Begriffe sind systemisches Denken, Modellbildung, Soziale Arbeit, Reflexion, Systemtheorie und prozessorientiertes Arbeiten.
Wie bewertet die Autorin die Anwendbarkeit der Modellbildung für Soziale Arbeit?
Sie sieht darin eine wertvolle Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge und strukturelle Ursachen sozialer Probleme zu erfassen, warnt jedoch vor einer zu starken Abstraktion und der Gefahr, Modelle als alleinige Wahrheit zu betrachten.
Welche Rolle spielt der „Paradigmenwechsel“ laut der Autorin?
Der Paradigmenwechsel, insbesondere in der Behindertenhilfe, wird als Beispiel für die gelungene Implementierung systemischer und konstruktivistischer Ideen angeführt, die den Klienten als Experten in eigener Sache stärken.
- Quote paper
- Simona Seyfried (Author), 2012, Systemisches Denken: Modellbildung und Simulation - Transferprotokoll, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194800