Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Intercultural Communication

Anwendungsorientierter Nutzen von Social Network Sites

Gelebte Integration durch virtuelle Multikollektivität

Title: Anwendungsorientierter Nutzen von Social Network Sites

Research Paper (undergraduate) , 2011 , 66 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Micha Schlittenhardt (Author)

Communications - Intercultural Communication
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Durch das aktive benutzen von Social Network Sites für Kontakte weltweit stellte sich die Frage nach der Effektivität und den Einfluss auf die eigene Persönlichkeit. Dabei treffen durch die immer größere Vernetzung und Popularität (vgl. Heidemann 2010) von Social Network Sites immer mehr Menschen aufeinander (vgl. facebook 2010), die normalerweise durch eine große räumliche Trennung keine Möglichkeit zur Interaktion hätten. Somit begegnen sich viele verschiedene Kulturen. Die Frage nach einem passenden Kulturbegriff wird größer, da der traditionelle Begriff der klassischen national Begrenzten Kultur für ein weltweit entstehendes Netzwerk als Kollektiv keine Entsprechung hat (Rathje 2009).
Immer wieder wurde probiert den Begriff der Kultur zu erklären und in verschiedene Kulturmodelle (vgl. Hofstede 1984, Hall 1976, Schein 1995) zu fassen, die dem Verständnis der Komplexität von Kultur als Stütze dient. Dabei brachte eine Neudefinition des Kulturbegriffes von Stefanie Rathje (2009, S.4ff.) eine mögliche Antwort auf die Auswirkung einer Multikollektivität auf die Persönlichkeit in der virtuellen Welt. National begrenzte Kulturen werden nach Rathje (2009, S.5) als Zugehörigkeit und somit als Kollektiv definiert. Dadurch verschwinden die Grenzen kulturellen Seins und gehen über die Grenzkohärenz der Kollektive hinaus.
Rathje selbst bezieht sich mit ihrem Vorschlag der Neudefinition des Kulturbegriffs auf die reale Welt und deren Anwendung auf nicht-virtuelle Kollektive (vgl. Rathje 2009, S.17). Eine Übertragung auf die virtuelle Welt wird durch die herrschende Entwicklung also unabdingbar, denn Social Network Sites bieten virtuell die Möglichkeit zur Bildung von Kollektiven und erfreuen sich starkem Wachstum. User können ihre „Freunde“ in verschiedene Gruppen einteilen, verwalten und mit ihnen Kommunizieren (vgl. facebook 2011). Er bildet also Regeln der Zugehörigkeit und definiert somit Kollektive, deren Teil er ist - Multikollektivität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.1. Erkenntnisinteresse

1.1.1. Persönlicher Zugang

1.1.2. Wissenschaftliche Relevanz

1.1.3. Praktische Relevanz

1.2. Forschungsfrage

1.3. Zugrundeliegende Theorie

1.4. Hypothese

1.5. Methodologie

Hauptteil

2.1. Definitionen

2.1.1. K - Kollektiv und Multikollektivität

2.1.2. ICC - Interkulturelle Kompetenz

2.1.3. SNS – Social Network Sites

2.1.4. User – Virtuell Handelndes Individuum

2.2. Theorien

2.3. Operationalisierung der Hypothese

2.4. Auswertung

2.4.1. Fragebogen

2.4.2. Moderierte Focus Gruppe

2.5. Interpretation

2.5.1. Fragebogen

2.5.2. Moderierte Focus Gruppe

2.6 Triangulation

Abschließendes

3.1. Fazit

3.2. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den anwendungsorientierten Nutzen von Social Network Sites (SNS) im Kontext der Integration in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird erforscht, inwieweit die aktive Zugehörigkeit zu virtuellen Kollektiven die interkulturelle Kompetenz (ICC) des Individuums beeinflusst und ob SNS als Medium zur Förderung gegenseitigen Verständnisses und gesellschaftlicher Integration dienen können.

  • Multikollektivität und deren Einfluss auf die radikale Individualität
  • Wechselwirkung zwischen digitalem Nutzerverhalten und interkultureller Offenheit
  • Anwendbarkeit von Rathjes Kulturbegriff auf die virtuelle Welt
  • Rolle von SNS als Instrument zur Kontaktpflege und interkulturellen Kommunikation
  • Risiken der digitalen Vernetzung, wie Stereotypisierung und Realitätsverlust

Auszug aus dem Buch

1.1.2. Wissenschaftliche Relevanz

Immer mehr Menschen weltweit haben Zugang zum Internet und damit oft auch Zugang zu Social Network Sites wie facebook.com.

Durch das aktive benutzen von Social Network Sites für Kontakte weltweit stellte sich die Frage nach der Effektivität und den Einfluss auf die eigene Persönlichkeit. Dabei treffen durch die immer größere Vernetzung und Popularität (vgl. Heidemann 2010) von Social Network Sites immer mehr Menschen aufeinander (vgl. facebook 2010), die normalerweise durch eine große räumliche Trennung keine Möglichkeit zur Interaktion hätten. Somit begegnen sich viele verschiedene Kulturen. Die Frage nach einem passenden Kulturbegriff wird größer, da der traditionelle Begriff der klassischen national Begrenzten Kultur für ein weltweit entstehendes Netzwerk als Kollektiv keine Entsprechung hat (Rathje 2009).

Immer wieder wurde probiert den Begriff der Kultur zu erklären und in verschiedene Kulturmodelle (vgl. Hofstede 1984, Hall 1976, Schein 1995) zu fassen, die dem Verständnis der Komplexität von Kultur als Stütze dient. Dabei brachte eine Neudefinition des Kulturbegriffes von Stefanie Rathje (2009, S.4ff.) eine mögliche Antwort auf die Auswirkung einer Multikollektivität auf die Persönlichkeit in der virtuellen Welt. National begrenzte Kulturen werden nach Rathje (2009, S.5) als Zugehörigkeit und somit als Kollektiv definiert. Dadurch verschwinden die Grenzen kulturellen Seins und gehen über die Grenzkohärenz der Kollektive hinaus.

Rathje selbst bezieht sich mit ihrem Vorschlag der Neudefinition des Kulturbegriffs auf die reale Welt und deren Anwendung auf nicht-virtuelle Kollektive (vgl. Rathje 2009, S.17). Eine Übertragung auf die virtuelle Welt wird durch die herrschende Entwicklung also unabdingbar, denn Social Network Sites bieten virtuell die Möglichkeit zur Bildung von Kollektiven und erfreuen sich starkem Wachstum. User können ihre „Freunde“ in verschiedene Gruppen einteilen, verwalten und mit ihnen Kommunizieren (vgl. facebook 2011). Er bildet also Regeln der Zugehörigkeit und definiert somit Kollektive, deren Teil er ist - Multikollektivität.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den persönlichen und wissenschaftlichen Hintergrund der Untersuchung sowie die Forschungsfrage und die zugrunde liegende Hypothese.

Hauptteil: Hier werden die zentralen Begriffe definiert, die theoretischen Grundlagen (insb. Rathjes Kulturtheorie) diskutiert und die methodische Vorgehensweise (quantitative Erhebung und moderierte Fokusgruppen) sowie deren Ergebnisse detailliert ausgewertet.

Abschließendes: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zur Übertragbarkeit des Modells auf die virtuelle Welt und gibt einen Ausblick auf die Entstehung einer möglichen „Weltkultur“ durch digitale Vernetzung.

Schlüsselwörter

Social Network Sites, SNS, Multikollektivität, Interkulturelle Kompetenz, ICC, Integration, Virtuelle Kollektive, Soziale Netzwerke, Kulturelle Differenz, Digitale Kommunikation, Nutzerverhalten, Interkulturelle Erfahrung, Radikale Individualität, Globalisierung, Online-Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Nutzen von Social Network Sites für die Förderung der interkulturellen Kompetenz und Integration in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Kollektivität im digitalen Raum, die interkulturelle Kommunikation und die Risiken sowie Chancen, die sich aus der Nutzung sozialer Netzwerke ergeben.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob das Wachstum sozialer Netzwerke und die dort ermöglichte virtuelle Zugehörigkeit zu Kollektiven einen Beitrag zur Integrationsfrage leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein methodischer Mix verwendet: eine quantitative Datenerhebung mittels Fragebogen zur Überprüfung der Hypothesen sowie eine qualitative Analyse durch moderierte Fokusgruppen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, der theoretischen Herleitung, der Operationalisierung der Hypothesen und der Auswertung der erhobenen Daten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Multikollektivität, Interkulturelle Kompetenz (ICC), Soziale Netzwerke (SNS) und der anwendungsorientierte Kulturbegriff nach Stefanie Rathje.

Wie bewerten die Studienteilnehmer das Risiko durch soziale Netzwerke?

Die Teilnehmer sehen besonders den Verlust der Privatsphäre, die Gefahr der Stereotypisierung und den Zeitverlust als signifikante Risiken.

Welche Bedeutung kommt der „Interkulturellen Erfahrung“ zu?

Interkulturelle Erfahrung fungiert in der Studie als wichtige Nebenvariable, die das Bestreben unterstützt, mit Menschen anderer Kulturen in Kontakt zu treten.

Können SNS das interkulturelle Kennenlernen ersetzen?

Nein, die Teilnehmer sind sich einig, dass SNS zwar Kontakte erleichtern, der natürliche Kennenlernprozess und die persönliche Interaktion jedoch weiterhin essenziell sind.

Excerpt out of 66 pages  - scroll top

Details

Title
Anwendungsorientierter Nutzen von Social Network Sites
Subtitle
Gelebte Integration durch virtuelle Multikollektivität
College
Karlshochschule International University
Grade
1,0
Author
Micha Schlittenhardt (Author)
Publication Year
2011
Pages
66
Catalog Number
V194848
ISBN (eBook)
9783656203087
ISBN (Book)
9783656203735
Language
German
Tags
Kultur Multikollektivität Social Networks Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Micha Schlittenhardt (Author), 2011, Anwendungsorientierter Nutzen von Social Network Sites, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194848
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  66  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint