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Ist der Kimberley-Prozess gescheitert? Eine Fallbetrachtung am Beispiel des Diamantenhandels in Simbabwe

Titel: Ist der Kimberley-Prozess gescheitert? Eine Fallbetrachtung am Beispiel des Diamantenhandels in Simbabwe

Hausarbeit , 2011 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Region: Afrika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich mit der Frage auseinandersetzen, ob der
Kimberley-Prozess (im Folgenden: KP) zehn Jahre nach seiner Gründung bereits
gescheitert ist. Es soll die Funktionsweise des Kimberley Prozesses betrachtet und
die Wirksamkeit beurteilt werden, um zu analysieren, ob den Vorwürfen und Kritiken
verschiedener NGOs Rechnung getragen werden kann und dieses Konzept einer
Human Security erfolglos ist. Unter den Terminus „scheitern“ fasse ich in den
folgenden Ausführungen den Umstand, dass der Kimberley Prozess seiner
Hauptaufgabe „to prevent the flow of conflict diamonds, while helping to protect
legitimate trade in rough diamonds“ nicht mehr nachkommen bzw. ihr gerecht
werden könnte.7

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsgegenstand

3. Begriffsdefinitionen

3.1 Blutdiamanten

3.2 Global Governance

4. Der Kimberley Prozess

4.1 Entstehung und Organisation

4.2 Kritik am Kimberley Prozess

5. Fallbetrachtung des illegalen Diamantenhandels in Simbabwe

5.1 Die Bedeutung von Diamanten für Simbabwe

5.2 Situation in den Diamantenfeldern von Marange

5.3 Die Reaktion des Kimberley Prozesses

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des Kimberley-Prozesses zehn Jahre nach seiner Gründung, insbesondere im Hinblick auf seine Fähigkeit, den illegalen Handel mit Konfliktdiamanten effektiv zu unterbinden und die Zivilbevölkerung zu schützen.

  • Analyse der Funktionsweise und Organisationsstruktur des Kimberley-Prozesses
  • Untersuchung der kritischen Positionen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
  • Fallstudie zum illegalen Diamantenhandel und den Menschenrechtsverletzungen in Simbabwe
  • Bewertung struktureller Defizite und der Handlungsfähigkeit des Kimberley-Prozesses bei Krisen
  • Diskussion über die Relevanz des Human-Security-Konzepts im Kontext des Diamantenhandels

Auszug aus dem Buch

4.1 Entstehung und Organisation

Ende der 1990er Jahre, als die Bürgerkriege in Angola, der DRC und in Sierra Leone noch immer wüteten, war es eine kleine Allianz von NGOs, die das Thema der Konfliktdiamanten in die öffentliche Wahrnehmung rückten und die Bedeutung des illegalen Diamantenhandels für die Finanzierung von bewaffneten Konflikten in Afrika verdeutlichte. Zu ihnen zählten die kanadische Organisation Partnership Africa Canada sowie die britische NGO Global Witness, welche zum damaligen Zeitpunkt gerade einmal fünf Mitarbeiter beschäftigte. Sie veröffentlichten im Jahr 2000 den Report „The Heart of Matter: Sierra Leone, Diamonds and Human Security“, welcher die Bedeutung der Diamanten für die Finanzierung des Bürgerkrieges schildert und schwere Vorwürfe gegen die Regierungen und die internationale Diamantenindustrie erhebt. Unterstützt durch den zeitgleichen Erlass von Sanktionen des UN-Sicherheitsrat gegen den illegalen Diamantenhandel in Sierra Leone, gelang der Report zu sehr großer medialer Aufmerksamkeit. Eine zeitgleiche Aufklärungskampagne sollte zudem die Öffentlichkeit über die Zustände in den illegalen Diamantenminen aufklären und sie dazu anhalten sollte, beim Kauf der Edelsteine auf deren Herkunft zu achten.

Dies übte massiven Druck auf die Diamantenindustrie aus, allen voran auf den britisch-südafrikanischen Diamantensyndiakts DeBeers, welcher heute noch über 60% des internationalen Diamantenhandels kontrolliert. So war es das erklärte Ziel der NGOs, die Machenschaften des Konzerns im illegalen Handel aufzudecken und „to knock out the wind out of the $6 billion-per-year, centrury old diamonds industry by revealing its deepest and darkest secret“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Problematik von Blutdiamanten als Finanzierungsquelle für Bürgerkriege und leitet zur Fragestellung über, ob der Kimberley-Prozess aufgrund seiner Defizite gescheitert ist.

2. Forschungsgegenstand: In diesem Kapitel wird das Ziel der Arbeit definiert, die Wirksamkeit des Kimberley-Prozesses am Beispiel Simbabwes kritisch zu prüfen.

3. Begriffsdefinitionen: Hier werden die zentralen Begriffe "Blutdiamanten" und "Global Governance" theoretisch fundiert und für die Analyse operationalisiert.

4. Der Kimberley Prozess: Das Kapitel beleuchtet die Entstehung und Organisation des Abkommens sowie die grundlegende Kritik durch Nichtregierungsorganisationen.

5. Fallbetrachtung des illegalen Diamantenhandels in Simbabwe: Dieser Abschnitt analysiert die spezifische Situation in den Marange-Diamantenfeldern und bewertet die Reaktion des Kimberley-Prozesses auf die dortigen Menschenrechtsverletzungen.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, dass der Kimberley-Prozess ohne tiefgreifende Reformen und Kompetenzerweiterungen an seinen strukturellen Defiziten zu scheitern droht.

Schlüsselwörter

Kimberley-Prozess, Blutdiamanten, Konfliktdiamanten, Simbabwe, Marange, Menschenrechte, Global Governance, Human Security, Nichtregierungsorganisationen, Diamantenhandel, Sanktionen, Selbstregulierung, Robert Mugabe, Rohdiamanten, Zertifizierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Effektivität des Kimberley-Prozesses (KP) als internationales Instrument zur Unterbindung des Handels mit Konfliktdiamanten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Organisation des KP, der Kritik durch NGOs sowie der Analyse der illegalen Diamantenförderung in Simbabwe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, ob der Kimberley-Prozess zehn Jahre nach seiner Gründung aufgrund struktureller und funktioneller Defizite gescheitert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Fallstudien-Methode angewandt, bei der die theoretischen Grundlagen des KP mit der praktischen Situation in Simbabwe konfrontiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Definition zentraler Begriffe, die Vorstellung des KPCS sowie eine detaillierte Fallanalyse der Diamantenfelder in Marange.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kimberley-Prozess, Blutdiamanten, Menschenrechte, Simbabwe, Global Governance und Human Security.

Warum konnte der Kimberley-Prozess in Simbabwe nicht effektiv eingreifen?

Die Arbeit argumentiert, dass das Konsensprinzip bei Beschlüssen und die enge Auslegung des Begriffs "Blutdiamant" ein Handeln gegen staatliche Akteure wie das Regime in Simbabwe blockiert haben.

Welche Rolle spielen NGOs bei diesem Prozess?

NGOs fungieren als Katalysator und Beobachter, die auf Defizite hinweisen und die Wirksamkeit des KPCS durch öffentlichen Druck kritisch begleiten.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Kimberley-Prozess ohne eine Stärkung seiner Kompetenzen und der Etablierung unabhängiger Kontrollmechanismen sein Ziel des Schutzes der Zivilbevölkerung nicht erreichen kann.

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Details

Titel
Ist der Kimberley-Prozess gescheitert? Eine Fallbetrachtung am Beispiel des Diamantenhandels in Simbabwe
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V194868
ISBN (eBook)
9783656202752
ISBN (Buch)
9783656206064
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kimberley prozess eine fallbetrachtung beispiel diamantenhandels simbabwe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2011, Ist der Kimberley-Prozess gescheitert? Eine Fallbetrachtung am Beispiel des Diamantenhandels in Simbabwe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194868
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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