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Die Arbeit der Drogenhilfe am Beispiel der Substitutionsbehandlung opiatabhängiger Drogenkonsumenten

Title: Die Arbeit der Drogenhilfe am Beispiel der Substitutionsbehandlung opiatabhängiger Drogenkonsumenten

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B.A. Christian Mönch (Author)

Social Work
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Der Begriff der Substitution geht auf das lateinische Verb substituere zurück und bezeichnet das Ersetzen einer Sache durch eine andere. Dies beschreibt bereits elementar den Grundgedanken der Substitutionsbehandlung bei Opiatabhängigen durch die Substitutionsprogramme. Eine gesundheitliche und soziale Stabilisierung von schwer Abhängigen soll durch die Substitutionsprogramme erreicht werden.
Das langfristige Ziel ist die eigentliche Entwöhnung von der Drogensucht. Die Substitutionssubstanzen werden ausschließlich oral zugeführt. Eine intravenöse Injektion ist ausgeschlossen. Verunreinigungen der Substitutionssubstanzen sind im Gegensatz zu illegalen Drogen nicht gegeben. Ebenso liegt ein Vorteil in der exakten Dosierung. Die häufig auftretenden Komplikationen des intravenösen Drogenkonsums, wie Abszesse, Sepsis, Hepatitis B und C, Nierenversagen, Überdosierungen etc. werden somit eliminiert. Eine finanzielle und zeitliche Entlastung der Betroffenen lässt sich ebenfalls beobachten. Die verschiedenen Arten der Beschaffungskriminalität werden innerhalb der Substitutionsprogramme vermieden (vgl. Poehlke, 2001. in: Follmann/Gerlach, 2002. S.266).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aspekte im temporären Kontext

3. Rahmenbedingungen im Kontext der Legitimität

4. Gegenwärtige Situation der Substitutionsbehandlung in der BRD

5. Schlussbemerkungen des Autors

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Arbeit der Drogenhilfe, insbesondere am Beispiel der Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen und rechtlichen Stand der Substitutionsprogramme in Deutschland kritisch zu beleuchten, die Wirksamkeit zu hinterfragen und bürokratische Hürden sowie die Bedeutung der psychosozialen Begleitbetreuung zu analysieren.

  • Historische Entwicklung der Substitutionspolitik in der Bundesrepublik Deutschland
  • Rechtliche Grundlagen und Regulierungen durch BtMG und BtMVV
  • Struktur und Bedeutung der psychosozialen Begleitbetreuung (PSB)
  • Herausforderungen in der praktischen Umsetzung der Substitutionsbehandlung
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Abstinenzparadigma

Auszug aus dem Buch

Einleitung

Der Begriff der Substitution geht auf das lateinische Verb substituere zurück und bezeichnet das Ersetzen einer Sache durch eine andere. Dies beschreibt bereits elementar den Grundgedanken der Substitutionsbehandlung bei Opiatabhängigen durch die Substitutionsprogramme. Eine gesundheitliche und soziale Stabilisierung von schwer Abhängigen soll durch die Substitutionsprogramme erreicht werden. Das langfristige Ziel ist die eigentliche Entwöhnung von der Drogensucht. Die Substitutionssubstanzen werden ausschließlich oral zugeführt. Eine intravenöse Injektion ist ausgeschlossen. Verunreinigungen der Substitutionssubstanzen sind im Gegensatz zu illegalen Drogen nicht gegeben. Ebenso liegt ein Vorteil in der exakten Dosierung. Die häufig auftretenden Komplikationen des intravenösen Drogenkonsums, wie Abszesse, Sepsis, Hepatitis B und C, Nierenversagen, Überdosierungen etc. werden somit eliminiert. Eine finanzielle und zeitliche Entlastung der Betroffenen lässt sich ebenfalls beobachten. Die verschiedenen Arten der Beschaffungskriminalität werden innerhalb der Substitutionsprogramme vermieden (vgl. Poehlke, 2001. in: Follmann/Gerlach, 2002. S.266). Der behandelnde Arzt und die mitwirkende psychosozialen Beratungsstelle forcieren die Wiederaufnahme einer Arbeit und sozialer Kontakte außerhalb des Drogenmilieus.

Die Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger in Deutschland trifft gegenwärtig flächendeckend auf eine hohe Resonanz und Frequentierung in den Behandlungsangeboten. Ungefähr 2.800 Ärzte und Ärztinnen sind in Besitz einer Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung zur Durchführung von Substitutionsbehandlungen. Diese betreuen ungefähr 55.000 Betroffene. Trotz aller offensichtlich vorteilhaften Auswirkungen der Substitutionsbehandlung ist der Diskussionsbedarf immer noch aktuell. Eine Teilnahme an Substitutionstherapien wird vielen Betroffenen immer noch erschwert (vgl. Gerlach, 2001. in: Follmann/Gerlach, 2002. S.266). Auch die BRD bildet hier keine Ausnahme. Ursächlich hierfür mag die kurze Geschichte der Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen in der BRD, aufgrund des bis in die 80er Jahre vorherrschenden Abstinenzparadigmas, sein (vgl. Follmann/Gerlach, 2002. S.266).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Grundgedanken der Substitutionsbehandlung als Mittel zur gesundheitlichen und sozialen Stabilisierung Opiatabhängiger und skizziert die aktuelle Situation sowie historische Hindernisse in Deutschland.

Aspekte im temporären Kontext: Hier wird die historische Entwicklung der Substitutionspolitik in der BRD seit den 1970er Jahren nachgezeichnet, wobei der Fokus insbesondere auf der Einführung von Methadonprogrammen und der Dominanz des Abstinenzparadigmas liegt.

Rahmenbedingungen im Kontext der Legitimität: Dieses Kapitel analysiert die rechtlichen und finanziellen Fundamente der Substitutionsbehandlung, einschließlich der relevanten Gesetze, Richtlinien wie der BUB-Richtlinien und der notwendigen Zulassungsverfahren.

Gegenwärtige Situation der Substitutionsbehandlung in der BRD: Es wird der aktuelle Stand der Versorgung dargelegt, wobei neben quantitativen Daten auch die kritische Rolle der psychosozialen Begleitbetreuung (PSB) und die Herausforderungen für Ärzte und Patienten diskutiert werden.

Schlussbemerkungen des Autors: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein grundsätzliches Umdenken weg vom Abstinenzparadigma hin zu einer breiteren Akzeptanz und Erleichterung des Zugangs zu Substitutionsangeboten.

Schlüsselwörter

Substitution, Opiatabhängigkeit, Substitutionsbehandlung, Drogenhilfe, Methadon, BtMG, Abstinenzparadigma, Psychosoziale Begleitbetreuung, Suchtmedizin, Schadensminimierung, Substitutionsprogramme, BtMVV, Gesundheitsstabilisierung, Drogenpolitik, BUB-Richtlinien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit, den rechtlichen Rahmenbedingungen und der praktischen Durchführung der Substitutionsbehandlung für Opiatabhängige im Kontext der deutschen Drogenhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Substitution, die rechtliche Einbettung durch Betäubungsmittelgesetze, die Rolle der psychosozialen Betreuung sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Abstinenzparadigma.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen der Substitution darzulegen, bürokratische Hürden zu identifizieren und aufzuzeigen, warum ein Umdenken weg von einer einseitigen Abstinenzorientierung medizinisch und sozial sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlichen Quellen, Berichten und rechtlichen Vorschriften der Suchtmedizin.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Methadon-Erhaltungsbehandlung, die rechtlichen Grundlagen der Verschreibung, die regulatorischen Hürden für Ärzte sowie die Struktur und Probleme der psychosozialen Begleitbetreuung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Substitution, Opiatabhängigkeit, Schadensminimierung, BtMG und die kritische Bewertung von Abstinenztherapien charakterisiert.

Warum wird die aktuelle bürokratische Praxis kritisiert?

Der Autor kritisiert, dass die formalen Voraussetzungen für eine Substitutionsbehandlung oft zu umfassend und bürokratisch sind, was sowohl auf Ärzte als auch auf Betroffene abschreckend wirkt.

Welche Rolle spielt die psychosoziale Begleitbetreuung (PSB)?

Die PSB ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung, jedoch moniert der Autor, dass die Organisation und Finanzierung bundesweit nicht einheitlich geregelt sind und eine zwangsweise Teilnahme das Vertrauensverhältnis gefährden kann.

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Details

Title
Die Arbeit der Drogenhilfe am Beispiel der Substitutionsbehandlung opiatabhängiger Drogenkonsumenten
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
2,0
Author
B.A. Christian Mönch (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V194892
ISBN (eBook)
9783656200642
ISBN (Book)
9783656202134
Language
German
Tags
Drogenarbeit Substitution Drogenhilfe Betäubungsmittel Abusus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Christian Mönch (Author), 2009, Die Arbeit der Drogenhilfe am Beispiel der Substitutionsbehandlung opiatabhängiger Drogenkonsumenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194892
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