Früherkennung im Vorschulalter und zu Schulbeginn

Differenzierungsprobe I


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

11 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Differenzierungsproben
2.1 Definition Differenzierungsproben
2.2 Ziele der Differenzierungsproben
2.3 Formen der Differenzierungsproben
2.4 Voraussetzungen der Differenzierungsproben

3 Differenzierungsproben für Fünf- bis Sechsjährige (DP I)
3.1 Beschreibung der DP
3.2 Konstruktion der Aufgaben
3.3 Der Versuchsleiter
3.4 Überprüfung der verschiedenen Differenzierungsfähigkeiten

4 Resümee

5 Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Kinder werden zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr eingeschult. In diesem Alter beherrschen sie ihre Muttersprache und sind in der Regel kognitiv und sozial­emotional in der Lage, gemeinsam mit Gleichaltrigen unterrichtet zu werden. Darüber hinaus sind sie im Normalfall stark motiviert, Lesen, Schreiben und Rechnen zu erler­nen.1

Jedoch stellt der Übergang vom Kindergarten in die Schule für Kinder eine entschei­dende Veränderung in ihrem Leben dar. Nun zeigt sich, ob das Kind die entsprechenden sprachlichen Grundlagen besitzt, von denen der Erfolg beim Schreiben- und Lesenlemen abhängt. Diese sprachlichen Grundlagen umfassen das Wissens- und Kommunikationspotential eines Kindes, seine intellektuellen Fähigkeiten sowie seine soziale Kompetenz. Es ist erforderlich, in den genannten sprachlichen Grundlagen Defi­zite möglichst frühzeitig zu erkennen um zu vermeiden, dass Chancen einer gezielten Förderung verloren gehen.2

Zunehmend mehr Schülerinnen und Schüler weisen Lese- oder Rechtschreibschwierig­keiten auf. Für Probleme beim Lesen- und Schreibenlemen sind unter anderem Informationsverarbeitungschwierigkeiten, im speziellen Schwierigkeiten bei der Sprachwahmehmung verantwortlich.3 Diese Schwierigkeiten führt Cornelia Ertmer auf den zunehmenden Medienkonsum und die veränderten familiären Strukturen zurück.4 Die vorgestellten Verfahren der Differenzierungsproben ermöglichen es, das individuel­le Sprachwahmehmungsniveau, das Niveau der Lautsprache bei Kindern zwischen vier und acht Jahren zu ermitteln und mit altersentsprechenden Leistungen zu vergleichen.5 Darüber hinaus wird bei der Differenzierungsprobe I der Frage nachgegangen, ob der künftige Schulanfänger das erforderliche Niveau erreicht hat, welches er für das Lernen im Anfangsunterricht benötigt.

2. Die Differenzierungsproben - Orientierungshilfen zur Erfassung des individuellen Sprachwahrnehmungsniveaus

2.1 Definition Differenzierungsproben (DP)

Die Differenzierungsprobe nach Breuer und Weuffen ist eine Methode der Lemstanddi- agnose in Bezug auf den Schriftspracherwerb.4 Sie sind Sceemings mit förderdiagnosti­scher Zielstellung und dienen als Orientierungs- und Entscheidungshilfen. Die Diffe­renzierungsproben stellen fest, ob bei vier- bis sechsjährigen Vorschulkindern, Grund- schülem mit Schreib-Leseschwierigkeiten oder Kindern mit anderen Entwicklungsbe­sonderheiten in den für das Sprechen-, Schreiben- und Lesenlemen benötigten Sprach- wahmehmungsleistungen ein Förderbedarf besteht. Zudem soll herausgefunden werden, in welchen Bereichen und in welchem Ausmaß bei den Kindern ein Förderbedarf be­steht.5

2.2 Ziele der Differenzierungsproben

Bei Entwicklung der Differenzierungsproben wurde das Ziel verfolgt, dass sie von Er­zieherinnen und Pädagogen selbst durchgeführt, ausgewertet und in pädagogisches Handeln umgesetzt werden können. Zudem war ein wichtiges Ziel der Verfahrensent­wicklung, diesen Berufen mit den Diagnosebefunden gleichzeitig pädagogische Zu­griffsstellen für eine ursachenorientierte, im Spiel- und Lebensalltag des Kindes durch­führbare Förderung aufzuzeigen.8

Demzufolge ist den Erzieherinnen und Pädagogen, nachdem die Lemstanddiagnose durchgeführt wurde und die Diagnosebefunde vorliegen bewusst, wie sie ihr pädagogi­sches Handeln gestalten müssen um das Kind angemessen zu fördern.

2.3 Formen der Differenzierungsproben

Breuer und Weuffen entwickelten für drei Altersgruppen Differenzierungsproben:

DP 0 für Vier- bis Fünfjährige, DP I für Fünf- bis Sechsjährige und die DP II für Sechs- bis Siebenjährige.

Die Differenzierungsprobe für Vier- bis Fünfjährige (DP 0) wird als Orientierungsun­tersuchung zur Ermittlung eines prophylaktischen Förderbedarfs bei allem Kindern durchgeführt. Sie verfolgt das Ziel herauszufinden, ob die Sprach- und Denkentwick­lung altersentsprechend entwickelt und um eine gezielte Förderung einleiten zu können. Der Zeitpunkt für die Durchführung der DP 0 ist der Beginn des letzten Kindergarten­jahres.9

Auf die Differenzierungsprobe für Fünf- bis Sechsjährige (DP I) wird im folgenden nä­her eingegangen.

Die Differenzierungsprobe für Sechs- bis Siebenjährige (DP II) wird bei Schülerinnen und Schülern durchgeführt, die große Mühe beim Schreiben- und Lesenlemen haben. Sie gibt Auskunft darüber, ob die bisher durchgeführte Sprachwahmehmungsförderung ihre Ziele erreicht hat oder nicht.

Als Diagnosezeitraum sind die Monate Januar/Februar im ersten Schuljahr geeignet, weil der Lehrer dann unterscheiden kann, ob es sich bei dem Schüler um passagère oder permanente Lemprobleme handelt.10

2.4 Voraussetzungen der Differenzierungsproben

Bezugspunkt für die Bewertung des individuellen Sprachwahmehmungsniveaus ist der am Ende der jeweiligen Altersstufe erreicht Entwicklungsstand und wird mit NU (Nachuntersuchung) bezeichnet. Der Schwierigkeitsgrad wurde dann als altersgemäß akzeptiert, wenn etwa 85% der Kinder des betreffenden Jahrgangs beim Übergang in die nächste Altersstufe, also zum Zeitpunkt der NU alle Aufgaben richtig lösten.11

[...]


1,3 Vgl http://www.bdp-verband.org/bdp/idp/2006-01/13.html 02.02.09

25 Vgl. Breuer/Weuffen 2000, S. 9.

4 Vgl. Ertmer 1996, S. 19- 20.

6 Vgl. http://www.schule-ratgeber.de/ 03.02.09

7,8 Vgl. Breuer/Weuffen 2006, S.55.

9 10 11 Vgl. Breuer/Weuffen 2006, S. 55-56; 97.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Früherkennung im Vorschulalter und zu Schulbeginn
Untertitel
Differenzierungsprobe I
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
11
Katalognummer
V194896
ISBN (eBook)
9783656207405
ISBN (Buch)
9783656207214
Dateigröße
548 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
früherkennung, vorschulalter, schulbeginn, differenzierungsprobe
Arbeit zitieren
Katrin Fabritius (Autor), 2010, Früherkennung im Vorschulalter und zu Schulbeginn, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194896

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Früherkennung im Vorschulalter und zu Schulbeginn



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden