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Zur Problematik der Rechenschwäche in der Grundschule

Titel: Zur Problematik der Rechenschwäche in der Grundschule

Examensarbeit , 2003 , 112 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Thomas Götz (Autor:in)

Didaktik - Mathematik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach einer kurzen Begriffserklärung möchte ich in einem ersten Abschnitt
mögliche Bedingungen zur Verursachung von Rechenschwäche
darstellen.
Im nächsten Kapitel beschäftige ich mich mit der Diagnostik und den
Möglichkeiten der frühzeitigen Erkennung von Rechenproblemen.
Den Schwerpunkt lege ich jedoch entsprechend dem Thema meiner Arbeit
auf die Beantwortung der Frage: Was kann man konkret tun, um dem
Problem d.h. den Schwierigkeiten, die rechenschwache Kinder haben,
wirksam zu begegnen? Das möchte ich anhand von praktischen
Hinweisen und Vorschlägen für die tägliche schulische Arbeit wie auch für
die individuelle Förderarbeit deutlich machen.
Da jede Rechenschwäche anders ist, verzichte ich auf den Versuch einer
Systematik möglicher Fördermaßnahmen. Vielmehr möchte ich neben
allgemeinen pädagogischen Möglichkeiten der Therapie spezielle Inhalte
einer hilfreichen Behandlung vorstellen, die aber immer auf dem
Hintergrund des individuellen Falles gesehen werden müssen.
Zum Schluss füge ich ein Fallbeispiel an. Dies soll auch als Beispiel und
Vorbild dienen, dass Rechenschwäche nicht eskalieren bzw. zu
gravierenden Folgestörungen führen muss, sofern man sich intensiv um
das einzelne Kind bemüht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorgehensweise

Vorwort

1. Verursachung von Rechenschwäche

1.1 Der Begriff „Rechenschwäche“

1.1.1 Definitionen

1.2 Erklärungsansätze für Rechenstörungen

1.2.1 Entwicklungspsychologischer Ansatz

1.2.1.1 Handlung mit konkretem Material

1.2.1.2 Bildhafte Darstellung

1.2.1.3 Symbolische Darstellung

1.2.1.4 Automatisierung im Symbolbereich

1.2.1.5 Störung der visuellen Wahrnehmung

1.2.1.6 Störung der Vorstellung

1.2.1.7 Störung der Abstraktionsfähigkeit

1.2.1.8 Störung des Verinnerlichungsprozesses

1.2.2 Neuropsychologischer Ansatz

1.2.3 Fehlerorientierter Ansatz

1.2.4 Kognitionspsychologischer Ansatz

1.2.5 Integrativ – systematischer Ansatz

2. Diagnostik

2.1 Früherkennung – Hinweise im Vorschulalter

2.1.1 Visuelles Gedächtnis

2.1.2 Visuelles Operieren

2.1.3 Motorik

2.1.4 Verbales Gedächtnis

2.1.5 Sprachliches Gedächtnis

2.1.6 Quantitatives Vorstellen

2.2 Diagnostik im pränumerischen Bereich - Zeit der Einschulung -

2.2.1 Entwicklung der mathematischen Fähigkeiten

2.2.2 Klassifikation

2.2.3 Mengenauffassung, Mengenkonstanz

2.2.4 Menge – Ziffer – Zahlwort

2.2.5 Eins – zu – eins – Zuordnung

2.2.6 Mathematische Begriffe

2.2.7 Zeitbegriffe

2.3 Diagnostik im Anfangsunterricht

2.3.1 Leistungsdiagnostik

2.3.1.1 Quantitative Leistungserfassung – Rechentests

2.3.1.2 Qualitative Leistungserfassung

2.3.2 Lerndiagnostik

2.3.2.1 Intellektuelle Lernvoraussetzungen

2.3.2.2 Lern – und Arbeitsverhalten

2.3.2.3 Motivations – und Erfolgszuversicht

2.3.3 Diagnostik des schulisch – sozialen Umfeldes

2.3.3.1 Diagnose des sozialen Umfeldes

2.3.3.2 Diagnose des schulischen Umfeldes

3. Interventionsmöglichkeiten

3.1 Präventivmaßnahmen

3.2 Pädagogische Möglichkeiten

3.2.1 Die Abhängigkeit von der Komplexität einer Situation

3.2.2 Die Abhängigkeit von der eigenen Leistungsgrenze

3.2.3 Die Schwierigkeiten bei der Aufnahme sukzessiver Tätigkeitsfolgen

3.2.4 Offener Unterricht

3.3 Verschiedene Übungsformen und ihre Ziele

3.3.1 Übungsgesetze

3.3.2 Automatisierendes Üben

3.3.3 Gestuftes Üben

3.3.4 Operatives Üben

3.3.5 Üben durch Anwenden

3.3.6 Zehn – Minuten – Übung

3.3.7 Hilfreiche Arbeitsmittel

3.4 Das Gedächtnis

3.4.1 Sinnvolle Nutzung des Gedächtnisses

3.4.2 Notieren von Zwischenergebnissen

3.4.3 Schemawissen erwerben

3.4.4 Zur Verstehenstiefe gelangen

3.5 Strategien für gedächtnisstützendes Lernen

3.5.1 Automatisierung des Zahlenraums bis 20

3.5.2 Förderung der Automatisierung durch Assoziationen

3.5.3 Gedächtnisunterstützendes Lernen der Einmaleins – Reihen

3.5.4 Loslösung vom zählenden Rechnen

3.5.4.1 Zahlerfassung bis 6

3.5.4.2 Zahlerfassung bis 10

3.5.4.3 Zahlerfassung von 11 – 20

3.5.4.4 Strategien zur Automatisierung

3.5.4.5 Lernkartei zur Automatisierung

3.5.4.6 Kartenspiele zur Automatisierung

3.5.5 Förderung der Konzentration und Aufmerksamkeit

3.6 Mathematik und Bewegung

3.6.1 Förderung mathematischer Inhalte durch Bewegung

3.6.2 Förderung der Motivation durch Bewegung

3.6.3 Förderung der Konzentration durch Bewegung

3.6.4 Praktische Beispiele – Orientierung im Hunderterfeld

3.7 Analyse von Schülerfehlern

3.7.1 Systematische Fehleranalyse

3.7.1.1 Ergebnisorientierte Aufgabenanalyse

3.7.1.2 Handlungsbegleitendes Sprechen

3.7.1.3 Diagnostisches Gespräch

4. Fallbeispiel

4.1 Der Fall Mathias

4.1.1 Vorbemerkung

4.1.2 Chronologie bis zum Schuleintritt

4.1.3 Zeit der Einschulung

4.1.4 Allgemeine Leistungen - Klasse 1

4.1.5 Sozialer Bereich

4.1.6 Leistungsbild – Klasse 2

4.1.7 Verhalten der Eltern

4.2 Verlauf einer Förderstunde

4.3 Weitere Förderübungen im Zahlenraum bis 100

4.3.1 Rechenmaschine

4.3.2 Anzahlerfassung

4.3.3 Platzhalteraufgaben

4.3.4 Zehnerübergang – 1. Zehner

4.4 Orientierung im Zahlenraum bis 100

4.4.1 Einführung und Vertiefung der Hundertertafel

4.4.2 Karten – Zahl – Spiel

4.4.3 Zahlenrätsel

4.4.4 Kegelspiel

4.4.5 Zehnerübergang mit Mengenschleifen

4.5 Heilpädagogische Übungen

4.5.1 Feinmotorik

4.5.2 Lateralität

4.5.3 Stille, Entspannung, Konzentration

4.6 Ansprüche an den Förderunterricht

4.6.1 Ansprüche an den Förderlehrer

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Problematik der Rechenschwäche in der Grundschule mit dem Ziel, praktische Wege aufzuzeigen, wie betroffene Kinder durch gezielte, individuelle Förderung und diagnostische Unterstützung erfolgreich therapiert werden können, um eine Verschärfung der Lernproblematik zu verhindern.

  • Ursachen und Erklärungsansätze für Rechenstörungen
  • Methoden der Diagnostik zur Früherkennung und im Anfangsunterricht
  • Pädagogische Interventionsmöglichkeiten und effektive Übungsformen
  • Die Rolle des Gedächtnisses beim mathematischen Lernen
  • Fallbeispiel einer individuellen Förderung in der Praxis

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Entwicklungspsychologischer Ansatz

Aufbau und Verinnerlichung von Zahlbegriffen und mathematischen Operationen erfolgen entsprechend der didaktischen Interpretation der Piaget’schen Entwicklungspsychologie durch Aebli ( 1976,1977) in vier Phasen:

Phase 1 : Handlung mit konkretem Material

Phase 2 : Bildliche Darstellung

Phase 3 : Symbolische Darstellung

Phase 4 : Automatisierung im Symbolbereich

In Phase 1 wird zumindest in der Grundschule die Einführung einer neuen Rechenart immer handelnd vorgenommen. Durch reale Gegenstände oder Gegenstandssymbole wird zuerst konkret an das mathematische Problem herangeführt. So verwendet der Lehrer z.B. bei der Einführung der schriftlichen Addition bzw. Subtraktion, um die Übertragungs- und Umtauschhandlungen von Einern in Zehner oder Zehnen in Hunderter zu veranschaulichen, Geld in Form von Münzen und Scheinen oder Einerwürfel, Zehnerstangen und Hunderterplatten . Bei den Handlungen am Anschauungsmittel wird jedoch nicht nur die motorische Ausführung verlangt, sondern das Kind muss die einzelnen Teilschritte in der Vorstellung vorwegnehmen können, damit die geforderte Handlung durchgeführt werden kann. Ist die Handlung abgeschlossen, muss sie in die visuelle Vorstellung zurückgeholt werden können. Denn das Endergebnis der Handlung liegt lediglich auf dem Tisch, wie es aber zustande gekommen ist, zeigt das Resultat nicht. Kindern, die dies nicht erinnern können, gelingt die Übertragung zu Stufe 2 nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Verursachung von Rechenschwäche: Analysiert verschiedene theoretische Erklärungsmodelle für Rechenstörungen, von entwicklungspsychologischen bis hin zu integrativen Ansätzen.

2. Diagnostik: Beschreibt diagnostische Verfahren zur Früherkennung im Vorschulalter und zur Leistungsdiagnostik im Anfangsunterricht.

3. Interventionsmöglichkeiten: Stellt konkrete pädagogische Maßnahmen, Übungsformen und Strategien zur Konzentrations- und Gedächtnisförderung vor.

4. Fallbeispiel: Dokumentiert anhand eines Praxisbeispiels (Mathias) die konkrete Anwendung und den Verlauf einer individuellen Förderarbeit.

Schlüsselwörter

Rechenschwäche, Dyskalkulie, Grundschule, Mathematikunterricht, Diagnostik, Förderunterricht, Lernstörungen, Automatisierung, Handlungsorientierung, Fehleranalyse, kognitive Fähigkeiten, Pädagogik, Rechenstörung, Mathematiklernen, Interventionsmaßnahmen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der Rechenschwäche bei Grundschulkindern und sucht nach Wegen, diese Kinder im Schulalltag und durch gezielte individuelle Förderung zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Ursachenforschung, diagnostische Ansätze, praktische Interventionsmöglichkeiten, die Bedeutung des Gedächtnisses und die Rolle der Bewegung im Mathematikunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrkräfte konkret handeln können, um rechenschwachen Kindern effektiv zu helfen, statt sie bei ihrem Versagen allein zu lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine pädagogisch-didaktische Arbeit, die theoretische Ansätze mit praktischen Hinweisen und einem konkreten Fallbeispiel verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Erklärungsansätze für Rechenstörungen, diagnostische Werkzeuge, spezifische Übungsformen (wie operatives oder gestuftes Üben) und Strategien zur Konzentrationsförderung detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Rechenschwäche, Dyskalkulie, Diagnostik, Förderunterricht, Lernstörungen und individuelle Förderung sind die zentralen Begriffe der Arbeit.

Wie unterscheidet sich die Förderung von Mathias von regulärem Unterricht?

Die Förderung findet in kleinen Einheiten statt, ist diagnosegeleitet, nutzt spezielles Anschauungsmaterial (z.B. Rechenmaschine) und fokussiert sich auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes, wobei auch Entspannungsübungen integriert werden.

Welche Rolle spielt die Lateralität bei der Förderung?

Da betroffene Kinder oft Koordinationsschwierigkeiten haben, werden gezielte Übungen zur Stärkung des Körperbewusstseins (Lateralität) eingesetzt, da diese die Basis für räumliche Vorstellungen und somit für das mathematische Denken bilden.

Ende der Leseprobe aus 112 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Problematik der Rechenschwäche in der Grundschule
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Rechenstörungen
Note
1,5
Autor
Thomas Götz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
112
Katalognummer
V19492
ISBN (eBook)
9783638236027
ISBN (Buch)
9783640737819
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Problematik Rechenschwäche Grundschule Rechenstörungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Götz (Autor:in), 2003, Zur Problematik der Rechenschwäche in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19492
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  112  Seiten
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