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Votes and Violence - Wilkinson’s electoral incentivesmodel goes Africa

Titel: Votes and Violence - Wilkinson’s electoral incentivesmodel goes Africa

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Hendrik Platte (Autor:in)

Politik - Region: Afrika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„In democracies, governments will protect minorities when they rely on them directly for electoral support, or if party politics in a state is so competitive that there is a high probability that they will need to rely on minority votes or minority-supported parties in the future” (Wilkinson 2006, 118). Auf diese Weise fasst Steven Wilkinson die These zusammen, die er in Kapitel fünf seines Buches „Votes and Violence” anhand des Konflikts zwischen Hindus und Muslimen in Indien untersucht.
Mit dieser Hausarbeit werde ich Wilkinsons These zum Verhalten von Regierungen bei ethnischen Unruhen auf ihre Generalisierbarkeit hin überprüfen. Für die empirische Umsetzung der Untersuchung kommt nur ein qualitativer Ansatz in Frage: Zunächst sind etwaige Fälle daraufhin zu untersuchen, ob sie überhaupt für eine Untersuchung geeignet sind (Demokratielevel, Gewalt gegen Minderheiten etc.), um dann in einem zweiten Schritt die Gegebenheit der relativ restriktiv formulierten Bedingungen Wilkinsons für den Schutz von Minderheiten zu untersuchen und schließlich in einem dritten Schritt das nötige Detailwissen für eine Bewertung der Fälle zu sammeln. Anhand von Südafrika – den Ausschreitungen gegen Migranten 2008 – und Nigeria – den Unruhen zwischen Christen und Muslimen in Plateau State 2001 und 2008 – werde ich die Stärken und Schwächen des Ansatzes darzulegen versuchen und auch die Grenzen seiner Erklärungskraft aufzeigen. Zu diesem Zweck widme ich mich im ersten Abschnitt dieser Arbeit der Theorie Wilkinsons und setze diese in Bezug zu den Arbeiten von Horowitz. Im empirischen Abschnitt analysiere ich die Fälle Südafrika und Nigeria aus der „electoral incentives“ Perspektive und fasse im Fazit die gewonnenen Erkenntnisse noch einmal zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theorie

III. Empirie

1) Südafrika 2008

2) Nigeria – Plateau State 2001 und 2008

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Generalisierbarkeit des „electoral incentives“-Ansatzes von Steven Wilkinson, der das Verhalten von Regierungen bei ethnischen Unruhen durch elektorale Anreize zu erklären versucht, anhand der Fallbeispiele Südafrika und Nigeria.

  • Überprüfung der Theorie von Steven Wilkinson zu elektoralen Anreizen bei ethnischen Konflikten.
  • Analyse des Einflusses von Parteienwettbewerb und Minderheitenschutz.
  • Fallstudie Südafrika: Ausschreitungen gegen Migranten im Jahr 2008.
  • Fallstudie Nigeria: Religionsbasierte Unruhen in Plateau State (2001 und 2008).
  • Kritische Reflexion über die Rolle staatlicher Kapazitäten („state capacity“) als erklärende Variable.

Auszug aus dem Buch

II. Theorie

Mit seinem „electoral incentives approach“ verfolgt Wilkinson das Ziel, das Handeln von Regierungen im Angesicht ethnischer Gewaltsituationen anhand elektoraler Anreize, die ihnen die potentiellen Wählerstimmen einer ethnischen Minderheit bieten (oder nicht bieten) zu erklären. Ohne „ethnic riots“ näher zu definieren, beschreibt er diese als selten spontane, sondern zumeist von Politikern aus wahltaktischen Gründen geplante Ereignisse: „They are best thought of as a solution to the problem of how to change the salience of ethnic issues and identities among the electorate in order to build a winning coalition“ (Wilkinson 2006, 1).

Aber was genau ist nun ein „Riot“? Douglas Hibbs‘ Definition – „[a]ny violent demonstration or clash of a large group of citizens” (Hibbs 1973, 8) – hilft uns an dieser Stelle nicht weiter. Klar ist, dass es bei Wilkinson um gewalttätige Übergriffe einer ethnischen Mehrheit gegen eine ethnische Minderheit geht. Durch die Ausrichtung der Gewalt auf die gesamte Zielgruppe, aber auch durch die Beschränkung auf diese, erhält der „Riot“ nach Horowitz seine spezifisch ethnische Qualität (Horowitz 2001, 542). Wie ich im Folgenden darlegen werde, weisen die Theorien von Wilkinson und Horowitz einige Anknüpfungspunkte auf, unterscheiden sich jedoch in ihrem Identitätsverständnis.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Generalisierbarkeit von Wilkinsons Ansatz und skizziert die qualitative Untersuchungsmethodik anhand der gewählten Fallbeispiele.

II. Theorie: Dieses Kapitel erläutert den „electoral incentives approach“, vergleicht ihn mit Horowitz’ Identitätsverständnis und definiert die notwendigen Bedingungen für staatlichen Minderheitenschutz.

III. Empirie: Der empirische Teil analysiert detailliert die Vorfälle in Südafrika 2008 sowie die ethnisch-religiösen Unruhen in Nigerias Plateau State 2001 und 2008 im Kontext elektoraler Anreize.

IV. Fazit: Das Fazit bestätigt, dass der Ansatz aufschlussreich ist, weist jedoch darauf hin, dass die staatliche Kapazität einen größeren Einfluss haben könnte als von Wilkinson angenommen.

Schlüsselwörter

Electoral Incentives, Ethnische Konflikte, Regierungsverhalten, Minderheitenschutz, Südafrika, Nigeria, Politische Gewalt, Parteiensystem, Konstruktivismus, Wahlverhalten, Ethnische Identität, Staatskapazität, Demokratie, Wahltaktik, Politische Mobilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob das von Steven Wilkinson entwickelte „electoral incentives“-Modell erklären kann, warum demokratische Regierungen in ethnisch gespaltenen Gesellschaften bei Unruhen eingreifen oder untätig bleiben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Zusammenhänge zwischen elektoralem Wettbewerb, Parteienstrategien, ethnischen Identitäten und der Bereitschaft von Regierungen, Minderheiten vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Prüfung der Generalisierbarkeit von Wilkinsons Theorie, die ursprünglich für den indischen Kontext entworfen wurde, auf andere demokratische Staaten außerhalb des OECD-Raums.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Fallstudien-Analyse, bei der zwei spezifische Länder (Südafrika und Nigeria) untersucht werden, um die Stärken und Schwächen der Theorie zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, gefolgt von einer detaillierten empirischen Analyse der Unruhen in Südafrika (2008) und in Nigeria (Plateau State 2001/2008).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Electoral Incentives“, „Ethnische Konflikte“, „Regierungsverhalten“ und „Politische Gewalt“ charakterisiert.

Welche Rolle spielt die „state capacity“ in dieser Analyse?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob Wilkinson die staatliche Fähigkeit zur Umsetzung des Gewaltmonopols unterschätzt, da sich in den untersuchten Fällen oft Mangel an Willen und Mangel an Möglichkeiten schwer trennen lassen.

Warum konnte die Regierung in Südafrika 2008 so lange untätig bleiben?

Nach dem Modell lässt sich dies durch das Fehlen elektoraler Anreize erklären: Da die betroffenen Einwanderer überwiegend kein Wahlrecht besaßen, sah die Regierung keinen unmittelbaren politischen Vorteil in einem raschen Eingreifen.

Wie unterscheidet sich die Dynamik in Nigeria von der in Südafrika?

In Nigeria spielen komplexe ethnisch-religiöse Identitäten und eine lokale versus zentrale Regierungsebene eine Rolle, wobei die lokale Regierung in Plateau State das Modell der Nicht-Intervention aus kalkuliertem politischem Eigennutz anwandte.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Votes and Violence - Wilkinson’s electoral incentivesmodel goes Africa
Hochschule
Universität Mannheim  (Lehrstuhl für Politische Wissenschaft II)
Veranstaltung
Hauptseminar „Ethnische Konflikte in den Internationalen Beziehungen“
Note
1,3
Autor
Hendrik Platte (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V194978
ISBN (eBook)
9783656203438
ISBN (Buch)
9783656204565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
votes violence wilkinson’s africa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hendrik Platte (Autor:in), 2011, Votes and Violence - Wilkinson’s electoral incentivesmodel goes Africa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194978
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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