Interkulturelle Grundlagen, bestehend aus interkulturller Bewussteit, Wissen und Kompetenzen, gefolgt von 36 interkulturellen Techniken,sowie einem umfassenden zweisprachingen Englisch-Deutschen inter-/tanskultuellen Fachwörterbuch mit zweisprachigen Erläuterungen
Inhaltsverzeichnis
Teil 1
Einführung und Erweiterung der Interkulturellen Theorie und Praxis
1. Aspekte des Interkulturellen
2. Ein Silberstreifen am Horizont
3. Was ist Kultur?
4. Kritische Zwischenevaluation
5. Das Zwiebelmodell
6. Das Eisbergmodell
7. Formulierung eines Kultur-Management Gesetzes
8. Der Diagnostiker-Profiler. Das 3D-12-Oktaven DOME-Transcultural Management Modell
9. Die Optimierung des Diagnostiker-Profilierers
10. Kulturdimensionen
11. Geometrie der Kulturdimensionen
12. Kulturebenen
13. Interkulturelle Managementstile
14. Das Management globaler Business Teams
15. Intrapsychisches Prozessmanagement und interkulturelles Kommunikationsmanagement
16. Expatriate Reisebiographie 1 - Heimat: Vaterland und Muttersprache
17. Expatriate Reisebiographie 2 - Von den geistig-kulturellen und den persönlichen Wurzeln
18. Expatriate Reisebiographie 3 - Von der Vertiefung der geistigen Wurzeln
19. Das Globalisierungsmanagement
Teil 2
Interkulturelle Managementinstrumente
Teil 3
Interkulturelles Management Fachwörterbuch in Englisch und Deutsch
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die ganzheitliche Betrachtung und systemische Steuerung interkultureller Herausforderungen in einer globalisierten Wirtschaftswelt, wobei die Arbeit die Forschungsfrage untersucht, wie interkulturelle Kompetenz über rein deskriptive Modelle hinaus durch eine übergeordnete noetische Dimension optimiert und in ein transkulturelles Management integriert werden kann.
- Analyse kultureller Prägungen und deren Einwirkung auf menschliches Verhalten.
- Untersuchung klassischer Kulturmodelle (Hofstede, Trompenaars, Hall) und deren kritische Evaluation.
- Entwicklung des "DOME-Transcultural Management Model" als integratives Steuerungsinstrument.
- Verknüpfung von Psychologie, Kommunikationsmanagement und strategischer Unternehmensführung.
- Fokus auf "Global Business Teams" und deren erfolgreiches Management in interkulturellen Kontexten.
Auszug aus dem Buch
Was ist Kultur?
Der gängige westliche Kulturbegriff bezieht sich auf die Veredelung des menschlichen Geistes durch Kunst, Bildung und Wissenschaft. Dieser klassische Kulturbegriff wird auch als Kultur I bezeichnet. Kultur II dagegen ist das, womit wir uns schwerpunktmässig im Interkulturellen befassen. Ersteres bezieht sich eher auf das Individuum, letzteres auf die Kollektivität.
Während nicht jeder zwangsläufig Kultur I besitzt, da diese ja von der individuellen Entwicklung und Verfeinerung des menschlichen Geistes abhängig ist, besitzt jeder eine oder auch mehrere - im Fall der Bikulturalität beispielsweise - im Hinblick auf Kultur II. In der Tat, während alle Menschen ihr jeweils individuelles Niveau im Hinblick auf Kultur I haben, gilt im interkulturellen Bereich das Prinzip der kulturellen Relativität. Dieses besagt, dass es keinen verbindlichen Massstab für die Qualifizierung einer Kultur in Bezug auf eine andere als über- oder unterlegen gibt.
Demzufolge, ob australischer Aborigine oder US Yankee (Nordamerikaner), gibt es keine Höher- oder Minderwertigkeit, ungeachtet der Tatsache, dass der erstere einer 30 000 Jahre alten Kultur, die letztere einer vielleicht 300 Jahre alten High-tech Zivilisation angehören und dass die einen den Busch, die anderen den Weltraum explorieren. Dieser Kulturbegriff bezeichnet demnach etwas viel Grundsätzlicheres als die kulturellen Artefakte (alles was der Mensch geschaffen hat).
Zusammenfassung der Kapitel
Aspekte des Interkulturellen: Erläutert die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz angesichts einer globalisierten Weltwirtschaft, in der kulturelle Konflikte als zentrales politisches und ökonomisches Risiko identifiziert werden.
Ein Silberstreifen am Horizont: Diskutiert die Notwendigkeit, über rein deskriptive Kulturanalysen hinauszugehen und durch eine Erweiterung des Bewusstseins interkulturelle Konflikte proaktiv zu steuern.
Was ist Kultur?: Definiert "Kultur II" als sozio-anthropologische Gruppierung und mentale Programmierung und stellt diese dem klassischen, bildungsorientierten Kulturbegriff ("Kultur I") gegenüber.
Kritische Zwischenevaluation: Setzt sich kritisch mit den Modellen führender Kulturforscher wie Hofstede auseinander und fordert eine Relativierung, um kulturellen Determinismus zu vermeiden.
Das Zwiebelmodell: Beschreibt die verschiedenen Schichten kultureller Programmierung, von sichtbaren Praktiken (Symbole, Rituale) bis zu den verborgenen Grundannahmen.
Das Eisbergmodell: Visualisiert die Dialektik zwischen manifestem Verhalten und impliziter mentaler Software, um Falschattributionen in der interkulturellen Kommunikation zu verhindern.
Formulierung eines Kultur-Management Gesetzes: Führt das "DOME"-Konzept als architekturale Metapher ein, um die Integration menschlicher Existenz mit kosmischen und natürlichen Polen zu veranschaulichen.
Der Diagnostiker-Profiler. Das 3D-12-Oktaven DOME-Transcultural Management Modell: Stellt das zentrale Diagnoseinstrument vor, das darauf abzielt, multidimensionale Werteprofile synergetisch zu erfassen und zu steuern.
Die Optimierung des Diagnostiker-Profilierers: Vertieft die Modellierung und diskutiert die Notwendigkeit einer übergeordneten Steuerungsebene im Sinne eines ganzheitlichen "Noetik"-Ansatzes.
Kulturdimensionen: Beleuchtet die Bedeutung von Kulturdimensionen als technisches Instrument zur Analyse und Vergleichbarkeit verschiedener Landeskulturen.
Geometrie der Kulturdimensionen: Demonstriert, wie die Visualisierung von Kulturprofilen in Radardiagrammen eine synoptische Vordiagnostik für multikulturelle Teams ermöglicht.
Kulturebenen: Verfeinert das Verständnis von Kultur durch die Einbeziehung mehrerer Ebenen der Prägung, die über die einfache nationale Zugehörigkeit hinausgehen.
Interkulturelle Managementstile: Analysiert, wie situative Führungstheorien in einem interkulturellen Kontext angewendet werden können und warum westliche Managementtheorien kulturell relativiert werden müssen.
Das Management globaler Business Teams: Untersucht die besonderen Anforderungen bei der Führung multikultureller Teams und die Rolle des Teamleiters bei der Kohärenzherstellung.
Intrapsychisches Prozessmanagement und interkulturelles Kommunikationsmanagement: Verknüpft psychologische Modelle der Informationsverarbeitung mit interkultureller Kompetenz, um Kurzschlussreaktionen zu vermeiden.
Expatriate Reisebiographie 1 - Heimat: Vaterland und Muttersprache: Reflektiert die persönliche Ebene der Expatriierung und die Herausforderungen der Rückkehr (Gegenkulturschock).
Expatriate Reisebiographie 2 - Von den geistig-kulturellen und den persönlichen Wurzeln: Untersucht die Bedeutung von Distanzmodellen und die Vertiefung der eigenen Wurzeln als Voraussetzung für erfolgreiches internationales Handeln.
Expatriate Reisebiographie 3 - Von der Vertiefung der geistigen Wurzeln: Schließt den Kreis und diskutiert das Verhältnis von Einheit und Vielfalt im Kontext einer spirituellen Fundierung interkultureller Begegnung.
Das Globalisierungsmanagement: Hinterfragt die bisherigen Ansätze internationaler Managementwissenschaft und plädiert für eine transdisziplinäre Globalisierungswissenschaft im Zentrum derer der Mensch steht.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Management, Transkulturalität, Kulturdimensionen, Noetik, Diversitätsmanagement, Kulturschock, Mentale Programmierung, Hofstede, Eisbergmodell, Global Business Teams, Synergie, Identität, Werteorientierung, Noetische Dimension, Kompetenzentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung eines ganzheitlichen, transkulturellen Management-Ansatzes, um die komplexen Herausforderungen interkultureller Zusammenarbeit in einer globalisierten Welt effektiv zu bewältigen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die systemische Steuerung interkultureller Diversität, die psychologische Fundierung von Kommunikationsmanagement sowie die Verbindung von ökonomischen Anforderungen mit ethischen und noetischen Ebenen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein Modell ("DOME") zu etablieren, das es Führungskräften ermöglicht, kulturelle Unterschiede nicht nur zu respektieren, sondern strategisch als Quelle für Kreativität und synergetische Innovation zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der Erkenntnisse aus der Psychologie, der Soziologie, der Naturwissenschaft (als Metapher) und der klassischen interkulturellen Forschung (z.B. Hofstede, Trompenaars) zu einem neuen, ganzheitlichen Profilierungs-Modell zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Kulturmodelle kritisch beleuchtet, die Entwicklung spezifischer Profiling-Instrumente dargelegt und die Anwendung dieser Modelle auf Bereiche wie Führung, Teamentwicklung, Verhandlungsführung und die persönliche Expatriierungs-Erfahrung erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie "Transkulturalität", "Noetik", "DOME-Modell", "Synergie" und "kulturelle Identität".
Was versteht der Autor unter dem "noetischen Management-Paradigma"?
Es bezeichnet eine übergeordnete geistige Dimension, die den transkulturellen Manager befähigt, die Dualität kultureller Konflikte zu transzendieren und als neutraler Beobachter handlungsfähig zu bleiben.
Wie lassen sich kulturelle Konflikte in einer globalisierten Welt transformieren?
Durch die Anwendung von Erkenntnissen über die eigene mentale Konditionierung und durch eine gezielte "Dekonditionierung" können Konfliktpotenziale als Innovationschancen genutzt werden, anstatt sie lediglich defensiv abzuwehren.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Author), 2012, Interkulturelles Management für Anfänger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194988