Bedingt durch die fortschreitende Globalisierung der Märkte nimmt der Anteil des im Ausland erwirtschafteten Umsatzes für Unternehmen stetig zu. Dieser Umstand führt auf der einen Seite zu einer steigenden Bedeutung der Marke als operative Größe für international tätige Unternehmen. Auf der anderen Seite bedeutet die Internationalisierung der Marke aber auch einen erheblichen Zuwachs an Komplexität in der strategischen Führung von Marken. Durch einen erhöhten internationalen Wettbewerb im Zuge der Globalisierung wird es für Unternehmen daher zunehmend wichtiger sich durch neue und innovative Produkte auf den internationalen Märkten erfolgreich zu positionieren.
Die Ausgangsfragestellung, der sich viele Markenmanager hierbei gegenübersehen ist, inwieweit die eigenen Strategien zur Führung von Marken auf internationalen Märkten standardisiert werden können bzw. aufgrund von unternehmensexternen Einflussgrößen differenziert werden müssen. Wichtige Vertreter der Konvergenzhypothese wie LEVITT sehen eine zunehmende Homogenisierung der Märkte im Zuge der Globalisierung. Hierbei ergeben sich homogene Bedürfnisse über die Ländermärkte hinweg, was erhebliche Standardisierungspotenziale verspricht. Demgegenüber stehen Vertreter, die die nationalen Charakteristika eines Landes als die entscheidenden Einflussgrößen auf die erfolgreiche internationale Führung von Marken ansehen. Die kulturellen Gegebenheiten eines Landes, soziodemographische Aspekte sowie der nationalökonomische Entwicklungsstand werden als die wichtigsten Determinanten im Internationalen Marketing angesehen und haben folglich eine direkten Einfluss auf das wahrgenommene Image einer Marke. Dieser Umstand erfordert wiederum eine Anpassung von Marketingstrategien in Form einer Differenzierung an die nationalen Gegebenheiten eines Landes. Bei der Einführung neuer Produkte in fremde Ländermärkte müssen daher viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, die z.T. einen externen Charakter haben und daher nicht bzw. nur schwer kontrollierbar sind. Dieser Umstand muss bei der Entwicklung geeigneter Strategien Berücksichtigung finden.
Im Rahmen dieser Arbeit wird nachfolgend der Einfluss der zentralen externen Determinanten im Internationalen Marketing erarbeitet. Im Fokus der Untersuchung steht der Einfluss der Determinanten auf das Konstrukt des Markenimages. Schließlich werden basierend auf den zuvor gesammelten Erkenntnissen geeignete Implikationen für das Internationale Marketing abgeleitet.
Inhaltsverzeichnis
- Die Beeinflussung unternehmensexterner Determinanten auf den Marketingerfolg international tätiger Unternehmen
- Einführung in die Problemstellung der Untersuchung
- Ziel und Struktur der Untersuchung
- Konzeptualisierung von Marketingaktivitäten im internationalen Kontext
- Begriffliche Grundlagen im Rahmen des Internationalen Marketings
- International tätige Unternehmen im Spannungsfeld Standardisierung versus Differenzierung als Ausgangspunkt der Untersuchung
- Grundkonzept des Markenimages im Rahmen der identitätsbasierten Markenführung
- Die unternehmensexternen Einflussfaktoren auf die erfolgreiche, internationale Führung von Marken
- Die grundlegenden unternehmensexternen Determinanten im Internationalen Marketing
- Die länderspezifische Kultur als zentraler Einflussfaktor
- Soziodemographische und nationalökonomische Aspekte als Einflussfaktor
- Der Einfluss der Determinanten auf das Markenimage
- Der kulturelle Einfluss
- Der soziodemographische und der volkswirtschaftliche Einfluss
- Schlussbetrachtung und Implikationen für das Internationale Marketing
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Frage, wie Unternehmensexterne Determinanten den Marketingerfolg international tätiger Unternehmen beeinflussen. Sie untersucht, inwieweit Marketingstrategien auf internationalen Märkten standardisiert werden können oder aufgrund von unternehmensexternen Einflussgrößen differenziert werden müssen.
- Einfluss von kulturellen Gegebenheiten auf die Markenführung
- Bedeutung soziodemographischer Aspekte für das Internationale Marketing
- Rolle nationalökonomischer Faktoren im internationalen Wettbewerb
- Standardisierung versus Differenzierung von Marketingstrategien
- Einfluss der Determinanten auf das Markenimage
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Dieses Kapitel stellt die Problemstellung der Untersuchung dar und erläutert die Bedeutung von Marken im Kontext der Internationalisierung von Unternehmen. Es wird die Frage aufgeworfen, inwieweit Marketingstrategien standardisiert oder differenziert werden sollten.
- Kapitel 2: Dieses Kapitel legt die konzeptionellen Grundlagen des Internationalen Marketings fest. Es werden die Begriffe Standardisierung und Differenzierung im Kontext der Internationalisierung von Unternehmen diskutiert und das Konzept des Markenimages im Rahmen der identitätsbasierten Markenführung vorgestellt.
- Kapitel 3: Dieses Kapitel analysiert die unternehmensexternen Einflussfaktoren auf die internationale Markenführung. Es untersucht insbesondere die Rolle von länderspezifischer Kultur, soziodemographischen Aspekten und nationalökonomischen Faktoren.
Schlüsselwörter
Internationales Marketing, Markenführung, Standardisierung, Differenzierung, Unternehmensexterne Determinanten, Kultur, Soziodemografie, Nationalökonomie, Markenimage
Häufig gestellte Fragen
Was sind unternehmensexterne Determinanten im Marketing?
Dazu gehören Faktoren wie länderspezifische Kultur, soziodemographische Aspekte und der nationalökonomische Entwicklungsstand, die ein Unternehmen kaum kontrollieren kann.
Was besagt die Konvergenzhypothese von Levitt?
Levitt geht davon aus, dass Märkte durch die Globalisierung homogener werden, was hohe Potenziale für eine Standardisierung der Marketingstrategien bietet.
Wann ist eine Differenzierung der Markenführung notwendig?
Differenzierung ist erforderlich, wenn nationale Charakteristika und kulturelle Gegebenheiten das wahrgenommene Image einer Marke maßgeblich beeinflussen.
Welchen Einfluss hat die Kultur auf das Markenimage?
Die Kultur gilt als zentraler Einflussfaktor, der bestimmt, wie Markenbotschaften interpretiert werden und welche Werte mit einer Marke assoziiert werden.
Was ist das Ziel dieser Seminararbeit?
Die Arbeit erarbeitet den Einfluss externer Determinanten auf das Markenimage und leitet daraus Implikationen für das internationale Marketing ab.
- Citar trabajo
- Thomas Westermann (Autor), 2010, Unternehmensexterne Determinanten des Internationalen Marketing, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195301