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Demografischer Wandel in Deutschland

Nach der Staatsschuldenkrise ist vor der Staatsschuldenkrise: Tickt die demografische Zeitbombe?

Titel: Demografischer Wandel in Deutschland

Bachelorarbeit , 2012 , 70 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Franziska Bothe (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die anhaltende Staatsschuldenkrise in Europa und der demografische Wandel sind neben der Energiewende derzeit die beiden wichtigsten Handlungsfelder der Regierung in Deutschland. Die deutschen Staatsschulden sind so hoch wie nie zuvor und unter anderem das Resultat einer stark rückläufigen Bevölkerungsentwicklung. In kaum einem anderen Land ist der demografische Wandel zu solch einer Herausforderung geworden wie in Deutschland. Die Menschen werden immer älter. Die Gesellschaft schrumpft kontinuierlich. Die Lebenserwartung steigt und die Geburtenrate in der Bundesrepublik sinkt rapide und zählt im internationalen Vergleich zu den niedrigsten Geburtenquoten weltweit.
Die Fakten sind eindeutig: Die Bevölkerung wird von aktuell 82 Millionen Menschen auf rund 65 bis 70 Millionen sinken. Diese Schwankungsdifferenz ergibt sich aus den unterschiedlichen Annahmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Geburtenrate, der Lebenserwartung und der Einwanderungsquote, wodurch die weitere Entwicklung der Bevölkerung bestimmt wird.
Neben dieser unaufhaltsamen Schrumpfung der Bevölkerung, wird ein erheblicher Alterungsprozess zu beobachten sein. In den nächsten zehn Jahren wird sich der Anteil der Menschen, die älter als 65 Jahre sind, von derzeit rund 17 Millionen auf 19 Millionen erhöhen. Laut Schätzungen sind im Jahr 2050 bereits rund 23 Millionen Menschen älter als 65 Jahre. Noch intensiver wächst der Anteil der Hochbetagten. Der sogenannte Hochbetagtenquotient, bestehend aus den Personen ab dem vollendeten 80. Lebensjahr im Verhältnis zu 100 Personen im Alter von 20 bis unter 80 Jahren, wird von derzeit 6,5 auf rund 16 im Jahr 2050 ansteigen.
Es zeichnen sich demnach zwei Entwicklungen hinsichtlich der Bevölkerung in Deutschland ab, die sich wechselseitig verstärken: Zum einen wird es einen enormen Rückgang der Bevölkerung geben. Zum anderen wird der Anteil Älterer an der Gesamtbevölkerung stark zunehmen. Allerdings können aktuell nur wenige Bemühungen gegen die Folgen des demografischen Wandels in der Politik und in den Unternehmen festgestellt werden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Deutschland stehen vor allem die Gefährdung der Funktionsfähigkeit der gesetzlichen Sozialversicherungssysteme, der drohende Fachkräftemangel und die damit einhergehende Schwächung der Konjunktur der Volkswirtschaft im Mittelpunkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Staatsschuldenkrise in Europa

2.1 Entwicklung der Staatsschulden in Deutschland

2.2 Höhe der Staatsschulden im europäischen Vergleich

3. Konzept der Schuldentragfähigkeit

4. Die alternde Gesellschaft - Demografischer Wandel in Deutschland

4.1 Bevölkerungsentwicklung seit Ende des 19. Jahrhunderts

4.2 Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2050

4.3 Demografischer Wandel im internationalen Vergleich

4.4 Ursachen

5. Auswirkungen auf die Sozialversicherungssysteme

5.1 Generationenbilanzierung

6. Auswirkungen auf das Wachstum der Volkswirtschaft

6.1 Fachkräftemangel in Deutschland

6.2 Randgruppen im Fokus

6.2.1 Erwerbspotentiale für Ältere

6.2.2 Erwerbspotentiale für Frauen

6.2.3 Erwerbspotentiale für Migranten

7. Problemlösungen

7.1 Geburtensteuerbarkeit durch staatliche Familienförderung

7.2 Notwendigkeit der Kapitaldeckung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem demografischen Wandel in Deutschland und der damit einhergehenden Belastung der Staatshaushalte sowie der Sozialversicherungssysteme. Ziel ist es, die ökonomischen Folgen der alternden Gesellschaft aufzuzeigen und Lösungsstrategien, insbesondere hinsichtlich der Arbeitsmarktintegration und der Altersvorsorge, kritisch zu bewerten.

  • Demografischer Wandel und Bevölkerungsentwicklung bis 2050
  • Zusammenhang von Staatsverschuldung und demografischer Alterung
  • Herausforderungen für die gesetzlichen Sozialversicherungssysteme
  • Strategien gegen den Fachkräftemangel durch Aktivierung von Erwerbspotentialen
  • Reformbedarf der Altersvorsorge (Kapitaldeckung vs. Umlageverfahren)

Auszug aus dem Buch

4.2 Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2050

Unter Berücksichtigung der vergangenen Bevölkerungsentwicklung hinsichtlich Fertilität, Mortalität und Lebenserwartung lassen sich mit Hilfe von Vorausrechnungen Prognosen über die zukünftige Struktur der Bevölkerung Deutschlands machen. Die seit Mitte der 1960er Jahre einsetzende Entwicklung niedriger Geburtenzahlen, sinkender Sterberaten, steigender Lebenserwartung und rückgängiger Einwanderungsquoten aus dem Ausland wird im 21. Jahrhundert verstärkt fortschreiten. Die folgende Tabelle (Tab. 4) zeigt sowohl die Entwicklung des Kinderquotienten, das heißt Kinder von 0 bis 15 Jahren, als auch die Entwicklung des Jugend-, Alten- und Hochbetagtenquotienten von 2010 bis 2050 (Stand 2011).

Die nachstehende Grafik (Abb. 6) präsentiert die prognostizierte Altersstruktur der deutschen Bevölkerung im Jahr 2050. Sie zeigt einen noch schmaleren Sockel, nach der die Zahl an jüngeren Menschen weiterhin verstärkt sinken wird. Die Altersstruktur im Jahr 2050 ähnelt allmählich einer Urne, bei der sich die stark vertretenen mittleren Jahrgänge intensiver nach oben verlagern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den demografischen Wandel und die damit verbundene Staatsschuldenkrise in Deutschland als zentrale Herausforderungen für die Politik.

2. Staatsschuldenkrise in Europa: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung der deutschen Staatsverschuldung über die letzten 60 Jahre und vergleicht diese mit anderen EU-Staaten.

3. Konzept der Schuldentragfähigkeit: Es werden die theoretischen Grundlagen der Schuldentragfähigkeit dargelegt, insbesondere das Zusammenspiel von Wirtschaftswachstum und Zinsniveau.

4. Die alternde Gesellschaft - Demografischer Wandel in Deutschland: Dieses Kapitel untersucht die demografische Entwicklung Deutschlands von 1880 bis zur Prognose für 2050 und beleuchtet die Ursachen für das Geburtentief.

5. Auswirkungen auf die Sozialversicherungssysteme: Die Auswirkungen der alternden Bevölkerung auf die Sozialversicherungen und die Methode der Generationenbilanzierung stehen hier im Fokus.

6. Auswirkungen auf das Wachstum der Volkswirtschaft: Dieses Kapitel widmet sich dem Fachkräftemangel und den Möglichkeiten zur Aktivierung bisher ungenutzter Erwerbspotentiale.

7. Problemlösungen: Hier werden Strategien diskutiert, wie durch Familienförderung und eine stärkere Kapitaldeckung in der Altersvorsorge gegengesteuert werden kann.

8. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit kurz- und mittelfristiger Anpassungsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Staatsverschuldung, Bevölkerungsentwicklung, Sozialversicherungssysteme, Fachkräftemangel, Geburtenrate, Erwerbspotential, Generationenbilanzierung, Kapitaldeckung, Umlageverfahren, Familienpolitik, Alterung der Gesellschaft, Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt, Zuwanderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die deutsche Volkswirtschaft und die Staatsfinanzen, insbesondere vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die demografische Bevölkerungsentwicklung, die Schuldentragfähigkeit, die Belastung der Sozialversicherungssysteme sowie die Sicherung des Arbeitskräfteangebots.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die ökonomischen Folgen der alternden Gesellschaft aufzuzeigen und mögliche Lösungsansätze für die Stabilität von Wirtschaft und Sozialversicherung zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, gestützt auf Bevölkerungsprojektionen des Statistischen Bundesamtes sowie die Methodik der Generationenbilanzierung zur Bewertung der fiskalischen Nachhaltigkeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Staatsschulden, dem Konzept der Schuldentragfähigkeit, der Analyse des demografischen Wandels sowie den Auswirkungen auf Sozialsysteme und Wirtschaftswachstum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Demografischer Wandel, Staatsverschuldung, Fachkräftemangel, Generationenbilanzierung und Kapitaldeckung.

Warum ist die Generationenbilanzierung für das Thema wichtig?

Sie ermöglicht es, die langfristigen finanziellen Verpflichtungen des Staates gegenüber verschiedenen Altersgenerationen zu erfassen, die über die offiziell ausgewiesene Staatsverschuldung hinausgehen.

Welche Rolle spielt die Familienpolitik laut der Autorin?

Sie wird als zentrales Instrument betrachtet, um die Geburtenrate langfristig zu stabilisieren und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch eine Reform der Betreuungsinfrastruktur und Steueranreize zu verbessern.

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Details

Titel
Demografischer Wandel in Deutschland
Untertitel
Nach der Staatsschuldenkrise ist vor der Staatsschuldenkrise: Tickt die demografische Zeitbombe?
Hochschule
bbw Hochschule
Note
2,0
Autor
Franziska Bothe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
70
Katalognummer
V195339
ISBN (eBook)
9783656211389
ISBN (Buch)
9783656212713
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demografischer Wandel Demografie Deutschland Europa Bevölkerungsentwicklung Staatsschuldenkrise Schuldenkrise Demografie Frankreich Demografie Japan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Bothe (Autor:in), 2012, Demografischer Wandel in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195339
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Leseprobe aus  70  Seiten
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