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Der Tod macht alle Mensche gleich - weil wir sterben, sind wir gleich?

Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Tod und der These, ob der Tod alle Menschen gleich macht

Titel: Der Tod macht alle Mensche gleich - weil wir sterben, sind wir gleich?

Hausarbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Carolin Bengelsdorf (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Gedanke an die Unfassbarkeit des Todes bestimmt seit Jahrhunderten das traditionelle philosophische Denken der westlichen Kultur. Vor allem die Unfassbarkeit des Todes durch das Denken lässt den Tod im Dasein als Rätsel erscheinen. Jedes Sprechen über den Tod gleicht einem Dilemma. Aus eigener Erfahrung kann keiner der Lebenden sagen, was der Tod ist. Die Verstorbenen können nicht befragt werden, jedoch könnten nur sie sagen, was dem Menschen im Tod geschieht, falls sie durch ihn hindurch zu einer neuen Weise der Existenz gelangt sind. Der Tod ist mehr als der Endpunkt eines Prozesses des Alterns. Er ist ein wichtiger Teil unserer Kultur und Lebenswelt, jedoch können wir ihn nicht umfassend definieren. Ist der Tod eingetreten, kann er mit einiger Sicherheit als solcher erkannt werden. Aber die Grenze, welche das Leben vom Nicht-Leben trennt, entzieht sich einer genauen Beschreibung. So ist auch die Beschreibung des Lebens nicht ohne Schwierigkeiten verbunden. Der Tod verkörpert das un-ausweichliche Ereignis des menschlichen Lebens. Dieses Ereignis ist mit absoluter Gewissheit zu erwarten. Jedoch ist gleichzeitig das Wesen des Todes in ein tiefes Geheimnis gehüllt. Der Mensch wird nicht erst in der Todesstunde zum Sterblichen, sondern ist es von Geburt an. Geboren werden heißt in eine Welt eintreten, „in der man sich den Tod holen wird“. Zumeist in nicht-westlichen Kulturen herrschen religiöse und weltanschauliche Werte, welche es den Menschen erleichtern, den Tod zu erfahren und ihn als existentiellen Tatbestand anzunehmen. Grundsätzlich betrachten diese Kulturen den Tod nicht als das völlige Ende der Existenz, sondern sie glauben vielmehr, dass das Bewusstsein oder der Geist oder auch das Leben in einer anderen Form über den Grad des physiologischen Endes hinaus andauert. Es herrschen sehr spezielle und unterschiedliche Vorstellungen vom Leben nach dem Tod. Der Tod wird demnach als Übergang oder Verwandlung gewertet und nicht als völlige Auslöschung der Person. Jedoch stellt sich – unabhängig von Kultur, Religion und Weltanschauung – die zentrale Frage, ob der Tod in letzter Instanz nicht alle Menschen gleich macht, weil sie eben sterben und somit gleich sind. Oder muss der Frage nachgegangen werden, ob nicht jeder Mensch seinen eigenen Tod stirbt und daher der Tod die Menschen nicht gleich macht. In diesem Zusammenhang soll diese Arbeit die These prüfen: Der Tod macht alle Menschen gleich – weil wir sterben, sind wir gleich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine Annäherung an die Themen Tod und Leben

2.1. Definitionsversuch der Begriffe Tod und Leben

2.2. Sterben und Tod aus biologisch-medizinischer Sicht

2.3. Über die Gewissheit des Todes als Problem der Philosophie

3. Zum Verhältnis von Sterben und Tod und die These: Der Tod macht alle Menschen gleich – weil wir sterben, sind wir gleich

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische These, ob der Tod alle Menschen aufgrund der universellen Endlichkeit gleich macht, und differenziert dabei zwischen dem biologischen Prozess des Sterbens und dem Zustand des Todes.

  • Phänomenologie des Todes und des Lebensbegriffs
  • Biologisch-medizinische Perspektiven (Hirntoddebatte)
  • Philosophische Anthropologie und Todesgewissheit
  • Differenzierung zwischen individuellem Sterbeprozess und universalem Tod

Auszug aus dem Buch

Über die Gewissheit des Todes als Problem der Philosophie

Die Frage nach dem Tod und nach dem Sinn ist als philosophische Fragestellung nur möglich, solange sich die Philosophie der Frage nach dem Sinn des Ganzen der Wirklichkeit stellt und sich bewusst bleibt, dass diese Frage in engsten Zusammenhang mit der Grundfrage der philosophischen Anthropologie ‚Was ist der Mensch?‘ zu sehen ist. Die Frage nach dem Menschen lässt sich nicht ausreichend erarbeiten, wenn die Sterblichkeit des Menschen nicht berücksichtigt ist. Denn der Mensch ist das einzige bekannte Wesen, welches nicht nur nach Selbsterhaltung strebt, sondern um den Tod als das unvermeidlich eintretende Ende seines Daseins weiß. Es ist unmöglich, die Fragen philosophischer Anthropologie in den Blinkwinkel zu nehmen, ohne das Grundlage des Todesbewusstseins als Dimension des menschlichen Selbstbewusstseins und damit den Tod selbst in seiner entscheidenden Bedeutung zu thematisieren. Der Tod bleibt jedem Lebenden unzugänglich, jedoch wird stets darüber gesprochen. Dies verweist auf eine Grundparadoxie menschlichen Selbstverhältnisses, welches sich im Tod für das philosophische Nachdenken geradezu in drängender Weise verdichtet: Weil der Mensch Bewusstsein hat, kann er den Tod der anderen auch als Tod der Anderen wahrnehmen. Aber weil er ein Bewusstsein hat, ist es für ihn unmöglich, sich den eigenen Tod vorzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die philosophische Unfassbarkeit des Todes und Darstellung der zentralen Forschungsfrage zur Gleichheit durch den Tod.

2. Eine Annäherung an die Themen Tod und Leben: Begriffsdefinitionen sowie Analyse des Todes aus naturwissenschaftlicher, medizinischer und existentieller Perspektive.

3. Zum Verhältnis von Sterben und Tod und die These: Der Tod macht alle Menschen gleich – weil wir sterben, sind wir gleich: Kritische Überprüfung der These hinsichtlich der Individualität des Sterbens und der universellen Gewissheit des Todes.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung, die zwischen dem individuellen Sterbeprozess und der absoluten Endlichkeit des Todes differenziert.

Schlüsselwörter

Tod, Sterben, Philosophie, Menschsein, Existenz, Endlichkeit, Todesgewissheit, Hirntod, Anthropologie, Lebensende, Sein zum Tode, Gleichheit, Sterblichkeit, Bewusstsein, Biologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung, ob der Tod alle Menschen gleich macht, basierend auf der Prämisse der menschlichen Endlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die Abgrenzung der Begriffe Leben und Tod, biologisch-medizinische Aspekte, philosophische Anthropologie und die Analyse der Gleichheitsthese.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Prüfung der These, ob die universelle Tatsache des Sterbens eine Gleichheit unter allen Menschen begründet oder ob der individuelle Sterbeprozess dagegen spricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophisch-theoretische Arbeit, die durch Literaturanalyse und die Auseinandersetzung mit verschiedenen philosophischen Ansätzen zur Existenz und zum Tod geprägt ist.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Definitionsversuch von Tod und Leben, der medizinische Hirntodbegriff sowie die philosophische Reflexion über die Todesgewissheit thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Todesgewissheit, Endlichkeit, philosophische Anthropologie und die Unterscheidung zwischen dem Sterbeprozess und dem Tod als Zustand.

Warum kann laut der Autorin nicht jeder Mensch seinen Tod "erfahren"?

Der Tod ist als endgültiges Ereignis für das Bewusstsein der Lebenden nicht zugänglich, da er eine absolute Grenze darstellt, deren Überschreitung keine Rückkehr zur Berichterstattung ermöglicht.

Welche Rolle spielt der Hirntod in der Argumentation?

Der Hirntod wird als medizinisches Kriterium kritisch hinterfragt, da er zwar messbar ist, aber die philosophische Grenze zwischen Leben und Tod durch künstliche Lebensverlängerung zunehmend verschwimmen lässt.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Sterben und Tod?

Das Sterben wird als individueller Prozess und Übergang verstanden, während der Tod das absolute, universelle Ende und den Gegenbegriff zum Leben darstellt.

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Details

Titel
Der Tod macht alle Mensche gleich - weil wir sterben, sind wir gleich?
Untertitel
Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Tod und der These, ob der Tod alle Menschen gleich macht
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Autor
Carolin Bengelsdorf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V195357
ISBN (eBook)
9783656213024
ISBN (Buch)
9783656213680
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tod Philosophie sterben Mord Selbstmord Leben Ende biologisches Ende Sein Nichtsein Zeit Platon Seele Leib natürliche Tod unnatürliche Tod Krankheit Unfall Hirntod Gehirn Dasein Lebenden tot Geburt Zustand Prozess Rückkehr
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin Bengelsdorf (Autor:in), 2012, Der Tod macht alle Mensche gleich - weil wir sterben, sind wir gleich?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195357
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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