Der soziale Sektor steht vor einem Paradigmenwechsel: Die Umstellung von der planwirtschaftlichen Objekt- auf wettbewerbsorientierte Subjektförderung soll anfallende Investitionskosten in den Zeiten leerer öffentlicher Kassen weiterhin finanzierbar machen. Gravierende Auswirkungen hat dies nicht nur für die Träger als Leistungserbringer
und die Bundesländer als Kostenträger, sondern auch für den Verbraucher als Leistungsempfänger.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Markt- und Trägerstruktur im Pflegesektor
- 2.1 Marktstruktur
- 2.2 Trägerstruktur
- 2.3 Marktentwicklung
- 3. Investitionskosten
- 3.1 Leistungsvergütung bei Pflegeeinrichtungen
- 3.2 Begrifflichkeit
- 3.3 Rechtliche Grundlage
- 3.4 Zusammensetzung der Investitionskosten
- 3.4.1 Grundstückskosten
- 3.4.2 Verzinsung des eingesetzten Kapitals
- 3.4.3 Abschreibungen
- 3.4.4 Instandhaltung
- 3.5 Durchschnittliche Investitionskosten
- 4. Objektförderung bei Investitionskostenfinanzierung
- 4.1 Begrifflichkeit
- 4.2 Das vergaberechtliche Einkaufsmodell
- 4.3 Versorgungsinfrastruktur und Pflegequalität
- 4.4 Planungssicherheit und Finanzierung
- 4.5 Verbraucher
- 4.6 Probleme: Objektförderung im europäischen Recht
- 5. Subjektförderung bei Investitionskostenfinanzierung
- 5.1 Begrifflichkeit
- 5.2 Das sozialrechtliche Dreiecksverhältnis
- 5.3 Versorgungsinfrastruktur und Pflegequalität
- 5.4 Planungssicherheit und Finanzierung
- 5.5 Verbraucher
- 5.6 Probleme: Der Übergang von Objekt- zur Subjektförderung
- 6. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Finanzierung von Investitionskosten im Pflegesektor im Kontext des Übergangs von der Objekt- zur Subjektförderung gestaltet werden kann.
- Analyse der Markt- und Trägerstruktur im Pflegesektor
- Untersuchung der Investitionskosten und deren Finanzierungsmöglichkeiten
- Vergleich von Objekt- und Subjektförderung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Versorgungsqualität, die Planungssicherheit und die Finanzierung
- Bewertung der Herausforderungen und Probleme im Zusammenhang mit dem Übergang von der Objekt- zur Subjektförderung
- Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Diskussion von Handlungsempfehlungen
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 beleuchtet die aktuelle Situation des Pflegesektors, inklusive seiner Marktstruktur, der Trägerlandschaft und der zukünftigen Entwicklung.
Kapitel 3 befasst sich mit den Investitionskosten in Pflegeeinrichtungen, erläutert die rechtliche Grundlage und deren Zusammensetzung.
Kapitel 4 untersucht die Objektförderung als Finanzierungsmodell für Investitionskosten. Hierbei werden die Vor- und Nachteile dieses Modells sowie die Herausforderungen im europäischen Recht betrachtet.
Kapitel 5 widmet sich der Subjektförderung als alternative Finanzierungsform und analysiert ihre Auswirkungen auf die Versorgungsqualität, die Planungssicherheit und die Finanzierung.
Schlüsselwörter
Investitionskosten, Pflegesektor, Objektförderung, Subjektförderung, Versorgungsqualität, Planungssicherheit, Finanzierung, soziales Dreiecksverhältnis, vergaberechtliches Einkaufsmodell, europäisches Recht, Übergang von Objekt- zur Subjektförderung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Objekt- und Subjektförderung?
Objektförderung finanziert direkt die Einrichtung (das Gebäude/den Träger), während Subjektförderung dem Pflegebedürftigen Mittel gibt, mit denen er die Investitionskosten der Einrichtung bezahlt.
Warum findet im Pflegesektor ein Paradigmenwechsel statt?
Leere öffentliche Kassen und der Wunsch nach mehr Wettbewerb führen dazu, dass Bundesländer von der direkten Finanzierung der Heime abrücken und auf nutzerfinanzierte Modelle umstellen.
Was gehört zu den Investitionskosten einer Pflegeeinrichtung?
Dazu zählen Grundstückskosten, Abschreibungen für das Gebäude, Zinsen für das eingesetzte Kapital sowie Instandhaltungs- und Modernisierungskosten.
Welche Risiken birgt die Subjektförderung für Träger?
Die Planungssicherheit sinkt, da die Einnahmen direkt von der Belegung abhängen. Träger müssen nun als Wettbewerber am Markt agieren und das volle finanzielle Risiko tragen.
Wie wirkt sich die Umstellung auf die Verbraucher aus?
Verbraucher erhalten mehr Wahlfreiheit, müssen aber oft höhere Eigenanteile für die Investitionskosten leisten, wenn staatliche Zuschüsse im neuen Modell geringer ausfallen.
- Quote paper
- cand. rer. pol. Marius Rombach (Author), 2011, Subjektförderung vs. Objektförderung bei der Investitionskostenfinanzierung – ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195377