Auf der Suche nach einem geeigneten Thema für meine hauswissenschaftliche Arbeit kam ich auf meine Kinder-Ten-Sing-Gruppe. Diese könnte ein interessantes Feld bieten. Schnell wurde allerdings klar, dass zu viele Einzelthemen zu finden wären, z.B. Kinder- und Jugendarbeit, Religions-, Theater-, Musikpädagogik, Psychologie, Soziologie und vieles mehr.
Deshalb beschloss ich, mich auf die Chorarbeit zu beschränken, schicke allerdings Aspekte zur Psychologie der Kindheit und Jugend, zur Pop- und Jugendkultur und zum CVJM voraus, erläutere dann die Kinder-Ten-Sing-Arbeit an sich und lege abschließend ein besonderes Augenmerk auf die Übertragung in die Schule.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gruppe von Gleichaltrigen / Peer-Group
2.1. Der Wandel der Kindheit – Psychologie der Kindheit
2.2. Peer-Group der Teenager
2.3. Jugendphase und Identitätsfindung
3. Popkultur und Jugendkultur
3.1. Einleitung in das Thema Musik
3.2. Funktionen von Musik
3.2.1. Systematisierung
3.2.2. Populäre Musik und Popmusik
3.2.3. Psychologische Aspekte der musikalischen Präferenzen
3.3. Jugendkultur
4. CVJM
4.1. CVJM ist …
4.2. Kinder- und Jugendarbeit
5. Kinder-Ten-Sing
5.1. Historische Entwicklung (Ten Sing)
5.2. Prinzipien der Arbeit: Projekt und Prozess
5.3. „Du sollst leben“ – die Philosophie von Ten Sing/Kinder-Ten-Sing
5.3.1. Das 5-C-Konzept
5.4. Aufbau einer Kinder-Ten-Sing Gruppe
5.4.1. Altersstruktur
5.4.2. Leitungsmodell
5.4.3. Gruppenverhalten und Konfliktbereiche
5.5. Jahresablauf
5.5.1. Kinder-Ten-Sing Jahr
5.5.2. Themenfindung und Glaube bei Kinder-Ten-Sing
5.5.3. Kinder-Ten-Sing Probe und Erläuterung der einzelnen Gruppen
5.5.4. Kinder-Ten-Sing Probetage oder –wochenenden
5.5.5. Das Konzert – „Showdown“
6. Chorgesang musikdidaktisch und pädagogisch
6.1. Die Motivation
6.2. Das Singen, bzw. die Bedeutung des Musizierens für den Menschen
6.3. Kinderchor in der Schule – warum?
7. Anregungen für das schulische Unterrichten
7.1. Warum passt Kinder-Ten-Sing in den schulischen Rahmen?
7.2. Kooperation von Schule und Jugendarbeit
8. Fazit
9. Anhang
9.1. Liederliste der letzten 5 Jahre
9.2. 5 Beispiele unserer erarbeiteten Stücke
9.3. Plakat und Logo des letzten Jahres
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser wissenschaftlichen Hausarbeit ist es, das Konzept „Kinder-Ten-Sing“ als methodischen Ansatz für die außerschulische Jugendarbeit darzustellen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie dieses Modell sinnvoll in den schulischen Rahmen integriert werden kann, um Lernprozesse und Persönlichkeitsbildung zu fördern.
- Psychologische Grundlagen der Kindheit und Identitätsfindung
- Bedeutung der Pop- und Jugendkultur für die musikalische Sozialisation
- Methodik und Struktur der Kinder-Ten-Sing-Arbeit (Projekt- und Prozessorientierung)
- Vergleich und Verzahnung von außerschulischer Jugendarbeit und schulischem Musikunterricht
Auszug aus dem Buch
5.4.3 Gruppenverhalten und Konfliktbereiche
Um von „Gruppe“ reden zu können, bedarf es einer bestimmten Grundbedingung, nämlich der, dass es eine Summe von Talenten und Individuen in einer Gemeinschaft gibt, die alle in unterschiedlicher Art und Weise zum Tragen kommen. Die Summe der Talente soll in Kinder-Ten-Sing zu einem Ganzen vereint werden, was natürlich auch Konflikte mit sich bringt.
Zumeist bilden sich Kleingruppen (gleiche Interessen, Herkunft, christlicher Hintergrund, Alter, gemeinsame Schule, etc.). Diese bestehen meist nur im Kinder-Ten-Sing-Leben. Eine weitere interessante Beobachtung in Kinder-Ten-Sing ist, dass es Kinder und Jugendliche gibt, die Bindeglieder zwischen den Kleingruppen darstellen. Unsere Großgruppe ist, allein durch die Altersspanne, eher heterogen, was sich jedoch, wie bereits erwähnt, als sehr bereichernd auswirkt und auch noch keine größere negative Gesamtentwicklung genommen hat.
Die durchaus auftretenden Konflikte werden durch die geistliche Leitung, das Leitungsteam, zu lösen versucht. Durch Andachten, wenn die Konflikt noch in den Anfängen stecken oder Ähnliches, wie zum Beispiel Gesprächsgruppen bei größeren Problemen, versuchen wir die Großgruppe „zusammenzuhalten“ und die Kleingruppen in ihrer Existenz zu bestärken, ohne dass es sich dahingehend entwickelt, dass Einzelne ausgegrenzt werden oder einzelne Kleingruppen sich zu sehr abkapseln (vgl. auch Andree, S. 31-34). Für diese, nicht immer einfache Aufgabe ist ein erfahreneres und auch älteres Leitungsteam unersetzbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin begründet die Themenwahl ihrer Hausarbeit, die sich mit Kinder-Ten-Sing und dessen pädagogischem Potenzial befasst.
2. Gruppe von Gleichaltrigen / Peer-Group: Es werden psychologische Grundlagen zur Kindheit, Jugendphase und Identitätsfindung erläutert, um die Bedeutung sozialer Gruppen für Heranwachsende zu verdeutlichen.
3. Popkultur und Jugendkultur: Dieses Kapitel analysiert die Funktionen von Musik für Jugendliche, deren Präferenzen sowie die soziokulturelle Bedeutung von Jugendkultur.
4. CVJM: Vorstellung des CVJM als Jugendverband sowie Einordnung der Kinder- und Jugendarbeit als sozialpädagogisches Handlungsfeld.
5. Kinder-Ten-Sing: Detaillierte Betrachtung der Geschichte, Philosophie und inneren Struktur (5-C-Konzept) von Kinder-Ten-Sing, einschließlich des Jahresablaufs und der Workshop-Gestaltung.
6. Chorgesang musikdidaktisch und pädagogisch: Untersuchung der Bedeutung des Musizierens und Singens für den Menschen sowie der Motivation für Kinderchorarbeit in Schule und Verein.
7. Anregungen für das schulische Unterrichten: Die Autorin analysiert, wie Elemente der Kinder-Ten-Sing-Arbeit gemäß Bildungsplan in den Schulalltag integriert werden können.
8. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung über den Wert von Kinder-Ten-Sing als Bereicherung für die schulische Entwicklung und Förderung kindlicher Potenziale.
Schlüsselwörter
Kinder-Ten-Sing, Jugendarbeit, Musikpädagogik, Peer-Group, Identitätsfindung, CVJM, Chorgesang, Schule, Bildungsplan, Sozialisation, Projektarbeit, Jugendkultur, Motivation, Musikdidaktik, Persönlichkeitsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Konzept „Kinder-Ten-Sing“ und dessen pädagogischen Nutzen als Methode zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern im Grundschulalter.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Psychologie der Jugendphase, der Rolle von Pop- und Jugendkultur, den Strukturen des CVJM sowie der musikdidaktischen Arbeit mit Kindern.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Kinder-Ten-Sing nicht nur eine Freizeitbeschäftigung ist, sondern wertvolle Impulse für den schulischen Musikunterricht bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu pädagogischen, psychologischen und musikdidaktischen Ansätzen sowie auf der Reflexion eigener Erfahrungen aus der langjährigen Leitung einer Kinder-Ten-Sing-Gruppe.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Peer-Groups, Musikfunktionen) und die praxisorientierte Darstellung der Kinder-Ten-Sing-Strukturen, wie etwa das 5-C-Konzept oder das jährliche Projekt „Showdown“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Kinder-Ten-Sing, Musikpädagogik, Jugendarbeit, Bildungsplan und Persönlichkeitsentwicklung.
Welche Rolle spielt das Orgateam in der Kinder-Ten-Sing-Struktur?
Das Orgateam besteht aus älteren Jugendlichen, die Verantwortung übernehmen, entlastet so das Leitungsteam und fördert durch Aufgaben wie Chorleitung oder Technik die Entwicklung eigener persönlicher Kompetenzen.
Wie lässt sich Kinder-Ten-Sing konkret in den Schulalltag integrieren?
Die Autorin schlägt Projektwochen oder eine Einbindung in Fächerverbünde vor, bei denen Musik, Deutsch, Sport und Religion fächerübergreifend an einem gemeinsamen Aufführungsprojekt arbeiten.
- Arbeit zitieren
- Madeleine Wagner (Autor:in), 2005, Kinder Ten Sing - Anregungen aus der Jugendchorarbeit für die Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195418