Warum erlangt die Discothek an Popularität? Aus welchen Gründen ist die Discothek ein Phänomen? Wie funktioniert das Konzept Disco? In den folgenden chronologisch aufeinanderaufbauenden Kapiteln der Clubkulturgeschichte werden diese Kernfragen der vorliegenden Hausarbeit behandelt, erläutert und zur Veranschaulichung des Phänomens Disco in der Popkultur des 20. Jahrhunderts beitragen.
Einleitung
1. Begriffsklärung „Discothek“
1.1. Begriffsklärung „Discjockey“
2. Begriffsklärung „Popularmusik“ des 20. Jahrhunderts
2.1. Begriffsklärung „Discomusik“ oder „Disco Sound“
3. Ursprung- und Entwicklungsgeschichte in Europa und Amerika
3.1. Die europäische Vorgeschichte seit der 20er Jahre
3.1.1 Jazz- und Swing-Bewegung der 20er Jahre
3.1.1. Erste Discotheken in Frankreich seit der 40er Jahre
3.2. Die amerikanische Vorgeschichte seit der 30er Jahre
3.2.1. Die Jukebox der 30er Jahren
3.2.2. Hops
3.2.3. Platter parties
3.2.4. American Bandstand in den 50er Jahren
3.2.5. Erste Discotheken in Amerika und die anfängliche Disco-Begeisterung der 60er Jahre
3.2.6. Die 68er-Hippie-Bewegung
4. Disco in der Subkultur in den 60er und 70er Jahre
4.1 Die afro-amerikanische Disco-Szene der 60er Jahre
4.2 Die homosexuelle Disco-Szene Ende der 60er Jahre
4.3 Die homosexuelle afro-amerikanische Disco-Szene der 70er Jahre
5. Erster großer Disco-Boom Anfang der 70er Jahre
5.1 Disco gewinnt an Popularität Anfang der 70er Jahre
5.2 Jugendkulturelle Hintergründe der 70er Jahre
5.3 Disco als Wirtschaftsfaktor in den 70er Jahren
6. Zweiter großer Disco-Boom Mitte der 70er Jahre
6.1 Das Studio 54
6.2 Saturday Night Fever
7. Das Schicksalsjahr 1979 und Disco seit der 80er Jahren bis heute
7.1. Das Schicksalsjahr 1979
7.2. Marketingkonzept der Discothek bleibt bestehen
7.3. Disco nach der Euphorie seit der 80er Jahre bis zur heutigen Zeit
8. Zusammenfassung/ Resümeé
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das „Phänomen Discothek“ innerhalb der Popkultur des 20. Jahrhunderts und analysiert dessen Wandel sowie den soziokulturellen Stellenwert in der Clubkultur. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich das Konzept der Discothek durch technologische Innovationen und wechselnde gesellschaftliche Strömungen von einer privaten Musikzusammenkunft zu einer globalen Unterhaltungsinstitution entwickeln konnte.
- Historische Ursprünge der Clubkultur in Europa und Amerika
- Die Rolle von Subkulturen bei der Etablierung des Disco-Konzepts
- Wirtschaftliche Bedeutung und mediale Vermarktung der Discothek
- Einfluss der Disco-Bewegung auf die Jugendidentität und Freizeitgestaltung
- Die Entwicklung vom „Discothek“-Begriff hin zum modernen „Club“
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Jazz- und Swing-Bewegung der 20er Jahre
Der Jazz und die Swing-Bewegung nahm ebenfalls in den zwanziger Jahren sein Siegeszug in Europa ein. Ein durchschlagender Erfolg kam durch diverse Konzertaufführungen von Paul Whiteman und seinem Showorchester Tin Pan Alley zustande. Im Rundfunk wurde vermehrt Jazz ausgestrahlt, die die Popularität zuzüglich steigerte. Wie beim Tango entstand eine Verbreitung eines neuen Lebensgefühls, die mit dieser Musik vermittelt und empfangen wurde. Eine Jazz-Generation die Leichtigkeit wiederspiegelte und unbekümmert ihre neue Musik feierte schlug eine neue Epoche der Tanzkultur ein. Aus der neuen amerikanischen Jazz-Spielart, den Swing, formierte sich, der damaligen politischen Situation 1929, eine Swing-Bewegung.
Diese Jugendbewegung traf sich regelmäßig in selbstgegründeten Clubs und Vereinen, um zu neusten Produktionen ausgiebig im ‚Hot-Stil’ zu tanzen und Spaß zu haben. Nie fehlte es bei ihren Aufenthaltsorten an Musik. An Örtlichkeiten wo keine Live-Musik gespielt wurde, hatten die Swinger stets ein Koffergrammaphon mit, samt allen Schallplatten, und mühten sich nicht es überall, in Parks, Eisdielen, Badeanstalten usw. mitzuschleppen. Die Swinger, die zum größten Teil zwischen 14 und 18 Jahren alt waren, eiferten stets ihren Idolen nach. Zum Ausdruck brachten sie es mit ihrem Verhalten, Kleidung und Lebensart.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in das Thema Discothek als Phänomen der Popkultur und Darlegung der methodischen Vorgehensweise.
1. Begriffsklärung „Discothek“: Definition des Begriffs Discothek basierend auf der historischen Entwicklung des Tonträgermediums Schallplatte.
1.1. Begriffsklärung „Discjockey“: Beschreibung der Rolle und Entwicklung des Discjockeys als zentrale Institution der Musikdarbietung.
2. Begriffsklärung „Popularmusik“ des 20. Jahrhunderts: Einordnung der Populärmusik in den Kontext der Unterhaltungsmusik und deren Einfluss auf die Popkultur.
2.1. Begriffsklärung „Discomusik“ oder „Disco Sound“: Analyse der musikalischen Merkmale des Disco-Sounds und dessen Zweckmäßigkeit für das Tanzen.
3. Ursprung- und Entwicklungsgeschichte in Europa und Amerika: Überblick über die historischen Wurzeln der Clubkultur unter Berücksichtigung von Jazz, Swing und ersten Diskotheken.
4. Disco in der Subkultur in den 60er und 70er Jahre: Darstellung des Einflusses afro-amerikanischer und homosexueller Subkulturen auf die Entstehung der Discokultur.
5. Erster großer Disco-Boom Anfang der 70er Jahre: Untersuchung des Popularitätsgewinns durch TV-Shows und dem Wandel des Discokonzepts für die breite Jugendkultur.
6. Zweiter großer Disco-Boom Mitte der 70er Jahre: Analyse des Studio 54 und des Einflusses des Films „Saturday Night Fever“ auf den weltweiten Disco-Boom.
7. Das Schicksalsjahr 1979 und Disco seit der 80er Jahren bis heute: Beleuchtung des Rückgangs des Disco-Trends und die Transformation zum modernen Clubkonzept.
8. Zusammenfassung/ Resümeé: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung des Phänomens Disco und dessen Bedeutung als gesellschaftliche Institution.
Schlüsselwörter
Discothek, Clubkultur, Popkultur, DJ, Disco, Subkultur, Musikindustrie, Tanzveranstaltung, Saturday Night Fever, Jugendbewegung, Marketingkonzept, Populärmusik, Studio 54, Identitätsfindung, Freizeitgestaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Discothek als ein zentrales Phänomen der Popkultur im 20. Jahrhundert und untersucht deren gesellschaftliche Relevanz.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte der Clubkultur, der Einfluss von Subkulturen, die ökonomische Vermarktung des Disco-Konzepts sowie der soziokulturelle Wandel der Tanzkultur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich das Konzept der Discothek über verschiedene Jahrzehnte hinweg zu einer etablierten kulturellen Institution entwickelt hat und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer chronologisch aufeinander aufbauenden historischen Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur zur Club- und Musikgeschichte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Fachbegriffen, die Herleitung der Discokultur aus Subkulturen in den USA und Europa sowie die detaillierte Analyse der Boom-Phasen in den 70er Jahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Discothek, Clubkultur, Subkultur, Disco-Boom, DJ-Emanzipation und die Bedeutung der Musikindustrie für die jugendliche Freizeitkultur.
Warum war das Studio 54 für die Discokultur so bedeutsam?
Das Studio 54 setzte neue Maßstäbe für das Disco-Konzept, indem es Selbstdarstellung und Inszenierung in einem extravaganten, exklusiven Rahmen zu einem globalen Vorbild für Tanzpaläste machte.
Welchen Einfluss hatte der Film „Saturday Night Fever“ auf die Bewegung?
Der Film fungierte als weltweiter Katalysator, der Disco in den Mainstream brachte, eine „Disco-Hysterie“ auslöste und den Discothekenbesuch zur massentauglichen Freizeitbeschäftigung machte.
Wie veränderte sich die Rolle des Discjockeys im Laufe der Zeit?
Der DJ entwickelte sich vom reinen Plattenaufleger zu einem „Zeremonienmeister“ und künstlerisch eigenständigen Akteur, dessen Dramaturgie entscheidend für den Erfolg eines Abends wurde.
- Arbeit zitieren
- Yildiz Fluksik (Autor:in), 2004, Phänomen „Discothek“ , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195537