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Wirtschaftskrise 2008

Von der amerikanischen Immobilienkrise über den Globalen Bankencrash zur Weltwirtschaftskrise

Titel: Wirtschaftskrise 2008

Hausarbeit , 2011 , 27 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Natalia Schuchardt (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Finanzkrisen erschütterten in den letzten Jahrzehnten nicht nur einzelne
Länder und Regionen, sondern sind unabhängig von Gesellschaftsform
oder Wirtschaftssystem zu einem globalen Phänomen geworden. Damit kann
niemand behaupten, dass sich die periodisch auftauchenden marktwirtschaftlichen
Krisen vermeiden ließen. Lokal begrenzte oder globale Wirtschaftskrisen
gelten als eine selbstverständliche Begleiterscheinung der Weltmarktwirtschaft.
In den vergangenen fünfundfünfzig Jahren war es trotz allen Umwälzungen
trügerisch ruhig in den westlichen Ökonomien. Die scheinbar unaufhaltsame
Erweiterung der Globalisierung hat die Illusion genährt, dass die Weltwirtschaftskrisen
der Vergangenheit angehören. Dabei hat die Globalisierung
eine große Blase erzeugt, die irgendwann platzen sollte.
Am 11.September 2008 wurde mit dem Konkurs der Investmentbank Lehmen
Brothers offiziell der Beginn der sogenannten Weltfinanzkrise erklärt.
Dennoch liegt der Ursprung der Finanzkrise viele Jahre zurück und fängt mit
den US-Immobilien an. Als das System von US-Hypothekenfinanzierung Ende
2006 ins Stottern geriet und in den Monaten danach endgültig zusammenbrach,
fanden sich nicht nur US-Banken unter den Opfern. Banken aus
der ganzen Welt mussten Verluste einräumen, teilweise in zweistelliger Milliardenhöhe.
"Wenn innerhalb eines Jahres über hundert Banken untergehen oder teilverstaatlicht
werden und 60% der großen amerikanischen Investmentbanken
verschwinden, weil sie nicht in der Lage waren, die eingegangenen Risiken
zu schultern, muss etwas grundlegend falsch gelaufen sein."
Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit widmet sich den grundlegenden
Auslösern der Weltwirtschaftskrise auf der makro- und der mikroökonomischen
Ebene.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Leistungsbilanzdefizit der USA als makroökonomischer Auslöser der Finanzkrise

2. Mikroökonomische Auslöser der Finanzkrise

2.1. Immobilienkrise

2.1.1. Regressfreie Kredite

2.1.2. Leben über die eigenen Verhältnisse

2.1.3. Kommunales Wiederaufbauprogramm und die Clinton-Novelle

2.1.4. Subprime-Krise und ihre Folgen

2.2 Bankenkrise

2.2.1. Das Phänomen Haftungsbeschränkung

2.2.2. Geschäfte mit kreditbesicherten Wertpapieren als Finanzierungsinstrument im Bankensektor

2.2.2.1 Die Verbriefung der Hypothekendarlehen

2.2.2.2 Die Wertpapiere: MBS und ABS

2.2.2.3 CDO-Papiere. Die Verbriefungskaskade

2.2.2.4 Die Verbriefungstricks

4. Die Auswirkungen der Krise auf die Weltrealwirtschaft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die grundlegenden makro- und mikroökonomischen Ursachen der Finanzkrise, die ihren Ursprung in der US-Immobilienmarktkrise hatte und sich zu einer globalen Weltwirtschaftskrise entwickelte, wobei die Rolle der Banken und komplexer Finanzinstrumente im Zentrum steht.

  • Makroökonomische Ungleichgewichte (Leistungsbilanzdefizit der USA)
  • Strukturelle Mängel und Anreizprobleme im US-Immobilienmarkt
  • Die Rolle der Haftungsbeschränkung bei Investmentbanken
  • Mechanismen der Verbriefung von Krediten (MBS, ABS, CDOs)
  • Übertragungseffekte auf die Realwirtschaft

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Regressfreie Kredite

Wenn in Deutschland jemand einen Kredit für einen Hauskauf aufgenommen hat und illiquide ist, muss er damit rechnen, dass die Bank sein Haus versteigert, um sich aus dem Verkaufserlös zu bedienen. Falls der Erlös nicht reicht, greift die Bank auf das Eigenvermögen und auch auf das zukünftige Einkommen des Hauseigentümers zurück.

In den USA gibt es keine Durchgriffshaftung gegen das restliche Vermögen oder das Arbeitseinkommen der Schuldner. In aller Regel werden die Hauskredite als „non-recourse loans“ vergeben. Die „antideficiency laws“ zwingen die Banken die besagten regressfreien Kredite anzubieten. Im Insolvenzfall darf die Bank sich nur aus der beliehenen Immobilie bedienen, und hat keine darüber hinausgehenden Ansprüche.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der Weltfinanzkrise, ausgehend vom Konkurs von Lehman Brothers im Jahr 2008 und deren Ursprüngen im US-Hypothekenmarkt.

1. Leistungsbilanzdefizit der USA als makroökonomischer Auslöser der Finanzkrise: Dieses Kapitel erörtert, wie das massive Leistungsbilanzdefizit der USA und der damit verbundene Kapitalimport die globale wirtschaftliche Schieflage begünstigten.

2. Mikroökonomische Auslöser der Finanzkrise: Hier werden die direkten mikroökonomischen Faktoren analysiert, insbesondere die Immobilienkrise durch riskante Kreditvergaben und die systemischen Gefahren der Bankenkrise.

4. Die Auswirkungen der Krise auf die Weltrealwirtschaft: Das Kapitel beschreibt, wie die Finanzkrise über Konsum- und Investitionseinbrüche zu einem globalen Multiplikatorprozess führte, der die Realwirtschaft weltweit belastete.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zerstörerische Wirkung der Krise auf das Weltfinanzsystem zusammen und betont die langfristigen Folgen der Ansteckungseffekte für die globale Wirtschaft.

Schlüsselwörter

Finanzkrise, Immobilienkrise, Subprime-Kredit, Verbriefung, Hypotheken, Investmentbanken, Haftungsbeschränkung, CDO, MBS, ABS, Leistungsbilanzdefizit, Weltwirtschaftskrise, Finanzmärkte, Kreditrisiko, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte der Weltwirtschaftskrise ab 2008, beginnend bei der US-Immobilienblase bis hin zum Zusammenbruch globaler Finanzstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf makroökonomischen Ungleichgewichten, den Anreizstrukturen im amerikanischen Immobilienmarkt sowie der Rolle von Investmentbanken und komplexen Finanzderivaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die fundamentalen makro- und mikroökonomischen Auslöser zu identifizieren, die zur globalen Finanzkrise geführt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, Wirtschaftsdaten und Dokumentationen basiert, um die Kausalketten der Krise aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die makroökonomische Betrachtung der US-Leistungsbilanz und die detaillierte Untersuchung der Immobilien- und Bankenkrise sowie deren spezifischer Finanzprodukte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Immobilienkrise, Subprime-Kredit, Verbriefung, CDO und globale Finanzkrise charakterisiert.

Was sind "Regressfreie Kredite" im Kontext dieser Arbeit?

Es handelt sich um US-Hypotheken, bei denen die Bank im Falle einer Insolvenz des Kreditnehmers nur auf die Immobilie selbst zugreifen darf, jedoch nicht auf das sonstige Vermögen oder Einkommen.

Warum spielten CDOs eine so große Rolle für die Eskalation?

CDOs ermöglichten es, riskante Kreditbündel durch eine "Verbriefungskaskade" strukturell so umzuwandeln, dass sie für Investoren als scheinbar sichere Papiere mit AAA-Rating verkauft werden konnten, obwohl sie hochriskant waren.

Welche Rolle spielten die US-Rating-Systeme für die Kreditvergabe?

Durch politische Vorgaben wurden Banken dazu gedrängt, Kredite auch an weniger bonitätsstarke Kunden zu vergeben, um soziale Ziele zu fördern, was die Stabilität des Finanzsystems schwächte.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wirtschaftskrise 2008
Untertitel
Von der amerikanischen Immobilienkrise über den Globalen Bankencrash zur Weltwirtschaftskrise
Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart
Note
1,00
Autor
Natalia Schuchardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V195632
ISBN (eBook)
9783656218951
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Investition Finanzierung Finanzkrise Weltwirtschaftskrise Bankencrash immobiliencrash
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natalia Schuchardt (Autor:in), 2011, Wirtschaftskrise 2008, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195632
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Leseprobe aus  27  Seiten
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