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Das Sachanlagevermögen nach HGB und IAS und der Impairment-Test

Title: Das Sachanlagevermögen nach HGB und IAS und der Impairment-Test

Term Paper , 2003 , 47 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jörg Wagner (Author), Fabian Walther (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll einen Überblick über die Bewertung und den Ansatz von Sachanlagevermögen, mit speziellem Bezug auf Maschinen und technischen Anlagen, in einem Vergleich zwischen HGB und IAS/IFRS darstellen.

Die Begriffe Vermögensgegenstand im HGB bzw. Vermögenswert im IAS/IFRS werden in den meisten Fällen synonym für Maschinen und technische Anlagen verwendet. Wir haben uns entschlossen, dies so allgemein zu halten, da in der Literatur Maschinen und technische Anlagen nicht detailliert ausgewiesen werden. Daraus folgt, dass die Erkenntnisse, die im Rahmen dieser Arbeit gewonnen wurden, auf das gesamte Sachanlagevermögen anwendbar sind. Darüber hinaus wird aber auf spezielle, nur für Maschinen und technische Anlagen geltende Paragraphen oder Auslegungen bzw. Literaturinterpretationen eingegangen. Die Fallbeispiele, also der praktische Teil dieser Arbeit bezieht sich ausschließlich auf Maschinen oder technische Anlagen.

Es wird dabei ausschließlich von der Bilanzierung bei Kapitalgesellschaften ausgegangen. Laut HGB werden Einzelunternehmen und Personengesellschaften sehr differenzierte Möglichkeiten der Bewertung im Bereich der Abschreibung und Zuschreibung eingeräumt. Dies würde den angestrebten Vergleich verzerren, da IAS/IFRS in seiner Anlage keine Unterscheidung zwischen Einzelunternehmen und Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften kennt.

Den Autoren ist bekannt, dass die Maßgeblichkeit zum Steuerrecht starke Auswirkungen auf die handelsrechtliche Bilanzierung hat. Auf steuerrechtliche Fakten wird allerdings in dieser Arbeit nur rudimentär eingegangen, weil die Hauptaufgabe darin liegt, HGB und IAS/IFRS zu vergleichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Allgemeine Grundlagen

I. Allgemeine Grundsätze

1. Allgemeine Grundsätze nach HGB

2. Allgemeine Grundsätze nach IAS/IFRS

II. Der Ansatz und die Bewertung nach HGB und nach IAS

1. Bilanzierung dem Grund nach

1.1 Der Ansatz nach HGB

1.2 Der Ansatz nach IAS/IFRS

2. Bilanzierung der Höhe nach

2.1 Die Bewertungsmaßstäbe nach HGB

2.2 Die Bewertungsmaßstäbe nach IAS/IFRS

3. Der Bilanzausweis

3.1 Der Bilanzausweis nach HGB

3.2 Der Bilanzausweis nach IAS/IFRS

C. Der Ansatz und die Bewertung von Sachanlagen

I. Das Anlagevermögen

1. Das Anlagevermögen nach HGB

2. Das Anlagevermögen nach IAS/IFRS

II. Die Sachanlagen

1. Die Sachanlagen nach HGB

2. Die Sachanlagen nach IAS/IFRS

D. Die Erstbewertung von Maschinen und Technischen Anlagen (plant and machinery)

I. Die Anschaffungskosten

1. Die Anschaffungskosten nach HGB

2. Die Anschaffungskosten nach IAS/IFRS

II. Die Herstellungskosten

1. Die Herstellungskosten nach HGB

2. Die Herstellungskosten nach IAS/IFRS

E. Die Folgebewertung von Maschinen und Technischen Anlagen (plant and machinery)

I. Die Planmäßige Abschreibung

1. Die Planmäßige Abschreibung nach HGB

2. Die planmäßige Abschreibung nach IAS/IFRS

2.1 Die Neubewertungsmethode (allowed alternative treatment) nach IAS/IFRS

II. Die Außerplanmäßige Wertberichtigung

1. Die außerplanmäßige Abschreibung

1.1 Die außerplanmäßige Abschreibung nach HGB

1.2 Die außerplanmäßige Abschreibung nach IAS/IFRS

2. Die Zuschreibung

2.1 Die Zuschreibung nach HGB

2.2. Die Zuschreibung nach IAS/IFRS

F. Resümee

G. Fallbeispiele

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Vergleich der Bilanzierung von Sachanlagevermögen – mit besonderem Fokus auf Maschinen und technische Anlagen – zwischen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) zu ziehen. Dabei werden grundlegende Unterschiede in der Zielsetzung der Rechnungslegung sowie spezifische Bewertungsunterschiede bei Erst- und Folgebewertung herausgearbeitet.

  • Grundlegende Unterschiede zwischen Gläubigerschutz (HGB) und Investorenorientierung (IAS/IFRS)
  • Vergleich der Ansatz- und Bewertungsmethoden für Anschaffungs- und Herstellungskosten
  • Analyse der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungspraktiken
  • Gegenüberstellung der Zuschreibungsvorschriften bei Wertaufholungen
  • Praktische Anwendungsbeispiele für Impairment-Tests und Neubewertungsmethoden

Auszug aus dem Buch

1.2 Der Ansatz nach IAS/IFRS

Die IAS/IFRS sieht für die Bestimmung eines Vermögenswertes (asset) ein zweistufiges Verfahren vor.

In der ersten Stufe wird die abstrakte Bilanzierungsfähigkeit geprüft. Dabei ist zu klären, ob generell ein asset vorliegt. Zum einen muss es sich um Ressourcen handeln, über die das Unternehmen in Folge vergangener Ereignisse verfügt. Zum anderen muss das Unternehmen eine zukünftige wirtschaftliche Nutzenerzielung aus dem asset erwarten können. Die Definitionen dazu befinden sich im Framework. Sind diese Kriterien erfüllt, geht die Prüfung in die zweite Stufe.

In der zweiten Stufe muss dann die konkrete Bilanzierungsfähigkeit geprüft werden. Hierzu schreibt das Framework zwei Eigenschaften vor, die erfüllt sein müssen um ein asset ansetzen zu dürfen:

• probability: Das Unternehmen muss mit einer mehr als 50 prozentigen Wahrscheinlichkeit einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss daraus erwarten können.

• reliability: Der Wert des assets muss verlässlich (reliable) bestimmbar sein. Nach dem Framework wird reliability durch fünf Unterprinzipien konkretisiert: Es müssen hierbei die Grundsätze der Richtigkeit (faithful presentation), der Wirtschaftlichkeit (substance over form), der Willkürfreiheit (neutrality), der Vorsicht (prudence) und der Vollständigkeit (completeness) erfüllt sein.

Erfüllt ein asset die Definitions- sowie die Ansatzkriterien ist er prinzipiell zu aktivieren. Allerdings muss er einen entscheidungsrelevanten Charakter hinsichtlich der Höhe seines Wertes besitzen (relevance) und darüber hinaus zwei weitere Voraussetzungen erfüllen. Dies ist zum einen die Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen und zum anderen die Voraussetzung, dass das Unternehmen zumindest wirtschaftlicher Eigentümer über das asset sind. Der rechtliche Eigentum ist dabei zu vernachlässigen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, einen Vergleich der Bewertung von Sachanlagevermögen zwischen HGB und IAS/IFRS anhand von Maschinen und technischen Anlagen zu erstellen.

B. Allgemeine Grundlagen: Legt die konzeptionellen Unterschiede zwischen dem deutschen Vorsichtsprinzip und der kapitalmarktorientierten "decision usefulness" der IAS/IFRS dar.

C. Der Ansatz und die Bewertung von Sachanlagen: Erläutert die Definition und Zuordnung von Anlagevermögen und Sachanlagen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gliederungsvorschriften.

D. Die Erstbewertung von Maschinen und Technischen Anlagen (plant and machinery): Untersucht die Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die Unterschiede bei der Aktivierung von Gemeinkosten.

E. Die Folgebewertung von Maschinen und Technischen Anlagen (plant and machinery): Behandelt die planmäßige Abschreibung, die außerplanmäßige Wertberichtigung sowie die Neubewertungsmethode als wichtige Instrumente der Folgebewertung.

F. Resümee: Fasst die zentralen Ergebnisse des Vergleichs zusammen und betont die fundamentale Divergenz in den Zielen beider Rechnungslegungssysteme.

G. Fallbeispiele: Veranschaulicht die theoretischen Konzepte durch konkrete Berechnungen zu Abschreibungen, Wertminderungen und Neubewertungen.

Schlüsselwörter

HGB, IAS/IFRS, Sachanlagevermögen, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, planmäßige Abschreibung, außerplanmäßige Abschreibung, Impairment-Test, Wertaufholung, Zuschreibung, Neubewertungsmethode, Vorsichtsprinzip, Gläubigerschutz, Kapitalmarktorientierung, Vermögensgegenstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen Ansätze zur Bilanzierung und Bewertung von Sachanlagevermögen nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und den internationalen Standards (IAS/IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erstbewertung von Maschinen und technischen Anlagen sowie deren Folgebewertung, inklusive Abschreibungsmodellen und Werthaltigkeitstests.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Unterschiede zwischen der gläubigerschutzorientierten deutschen Rechnungslegung und der investorenorientierten internationalen Rechnungslegung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen rechtsvergleichenden und bilanzanalytischen Ansatz, der regulatorische Vorschriften systematisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Ansatzgrundsätze, Ermittlung von Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie diverse Verfahren zur planmäßigen und außerplanmäßigen Folgebewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind HGB, IAS/IFRS, Sachanlagevermögen, Impairment-Test, Anschaffungskosten, Herstellungskosten und Neubewertungsmethode.

Wie unterscheiden sich HGB und IAS/IFRS bei der Behandlung von Herstellungskosten?

Während das HGB Wahlrechte bei der Aktivierung von Gemeinkosten lässt, zwingen die IAS/IFRS zur Anwendung des Vollkostenprinzips, um eine höhere Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Was genau ist ein Impairment-Test und wann wird er angewendet?

Ein Impairment-Test ist ein Werthaltigkeitstest nach IAS 36, bei dem der Buchwert eines Vermögenswertes mit seinem erzielbaren Betrag verglichen wird, um bei Wertverlusten eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen.

Welche Rolle spielt die Neubewertungsmethode?

Sie ist eine spezifische IAS/IFRS-Option, die es erlaubt, Sachanlagen mit dem Zeitwert (Fair Value) anzusetzen, was zu einer vom HGB nicht vorgesehenen Wertaufholung über die historische Kostenbasis hinaus führen kann.

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Details

Title
Das Sachanlagevermögen nach HGB und IAS und der Impairment-Test
College
Berlin School of Economics
Course
Besondere Probleme des Rechnungswesens
Grade
1,7
Authors
Jörg Wagner (Author), Fabian Walther (Author)
Publication Year
2003
Pages
47
Catalog Number
V19570
ISBN (eBook)
9783638236591
Language
German
Tags
Sachanlagevermögen Impairment-Test Besondere Probleme Rechnungswesens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörg Wagner (Author), Fabian Walther (Author), 2003, Das Sachanlagevermögen nach HGB und IAS und der Impairment-Test, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19570
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