Regionale Fernsehnachrichten im Vergleich: Guten Abend RTL und NDR Aktuell


Seminararbeit, 2012

59 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lokale Fernsehnachrichten
2.1 Fernsehnachrichten
2.2 Das,Lokale' der Fernsehnachrichten

3. Sample

4. Qualitätskriterien
4.1 Dimension Vielfalt
4.1.1 Inhaltliche Vielfalt
4.1.1.1 Themenvielfalt
4.1.1.2 Akteursvielfalt
4.1.2 Strukturelle Vielfalt
4.1.3 Geografische Vielfalt
4.1.4 Befund Dimension Vielfalt
4.2 Dimension Professionalität

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Nachweis der Abbildungsquellen

Erklärung gemäß § 18 Abs. 8 RPO

Anhang

1. Einleitung

Unter den Medien ist das Fernsehen[1] trotz der Konkurrenz von anderen Mediengattungen wie dem Internet noch immer Leitmedium der deutschen Gesellschaft und genießt eine gro­ße Bedeutung im Alltag der Gesellschaft. Mehr als 70 Prozent der Zuschauer sehen regel­mäßig Fernsehnachrichten.[2] Aufgrund seiner großen sozialen Reichweite sind seine Sen­dungen besonders relevant für die Art und Weise der Vermittlung von Information und der Vermittlung von Vorstellungsbildern der Wirklichkeit. Dem Fernsehen, beziehungsweise den Vollprogrammen kommt daher die Erfüllungspflicht einer öffentlichen Aufgabe zu, in dem „Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung einen wesentlichen Teil des Gesamtpro­gramms bilden"[3]. Die Erfüllung der Informationsaufgabe konkretisiert sich in Qualität, Um­fang und Platzierung des Angebots an Informationen, insbesondere in Nachrichtensendun­gen. Informationen über das aktuelle Zeitgeschehen und seine Hintergründe sind also ein Wesensmerkmal des Rundfunks. Dies gilt sowohl für den öffentlichen als auch für den priva­ten Rundfunk.[4] Das Fernsehen ist somit das mit Abstand wichtigste Medium für die Informa­tions- und Meinungsbildung der Gesellschaft. Den Fernsehnachrichten kommt für die ratio­nale Urteilsbildung der Zuschauer als Basis der Teilnahme am gesellschaftlichen Geschehen eine zentrale Rolle zu. Forschungsarbeiten zu Fernsehnachrichten haben sich bisher haupt­sächlich mit dem Vergleich von nationalen und internationalen Fernsehnachrichtensendun­gen beschäftigt. Vielleicht findet dies seine Begründung darin, dass dem Lokalen/Regionalen vor dem Hintergrund des mobilen Menschen in einer globalisierten Welt eine verringerte Be­deutung zugesprochen wird, Der Mensch lebt jedoch, ungeachtet seiner beruflichen wie frei­zeitlichen Mobilität letztlich in überschaubaren Lebenswelten - in einem von Kleingruppen, Familien, Nachbarschaften, Freundeskreisen und Vereinen dominierten „sublokalen Mikro­kosmus", mit einem ausgeprägten, bis heute oft noch intakten Kommunikationssystem,[5] Das Regionale und damit auch die regionale Information und Kommunikation über Ereignisse, hat also auch vor dem Hintergrund der Globalisierung seine wichtige Rolle in der Alltagswelt der Gesellschaft nicht verloren, Im Gegenteil: die lokale Kommunikation ist „informelle Notwen­digkeit"[6] des Menschen. Fernsehnachrichten haben viele Funktionen lokaler Kommunikation übernommen und sind daher auch in einer globalisierten Welt nach wie vor zur Befriedigung des Informationsbedürfnisses in der lokalen Lebenswelt des Menschen notwendig. Außer­dem sind regionale Fenster zur Sicherung der Meinungsvielfalt zur „aktuellen und authenti­schen Darstellung der Ereignisse des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens in dem jeweiligen Land"[7] als Teil der föderalen Struktur des Rundfunks ausdrücklich gewollt. Da regionale Nachrichten in der wissenschaftlichen Forschung jedoch noch kaum Berücksichtigung gefunden haben, adressiert diese Hausarbeit ein Forschungsdefizit und beschäftigt sich mit der Frage nach der Qualität der regionalen Hauptnachrichtensendungen von RTL und NDR. In einem Fernsehproduktvergleich der beiden Nachrichtensendungen GA RTL (Hamburg/Schleswig-Holstein)[8] und NDR aktuell soll herausgefunden werden, welches von beiden Formaten den Zuschauer qualitativ hochwertiger informiert. Dazu werden in ei­nem ersten Schritt die Qualitätskriterien für Nachrichtensendungen, unter Berücksichtigung ihres regionalen Charakters, definiert und operationalisiert und anschließend in der Analyse miteinander verglichen. Untersucht werden die einzelnen Beiträge der Nachrichtensendung. Diese Hausarbeit vereint in der Analyse einen interdisziplinären Ansatz durch die Verwen­dung von kommunikationswissenschaftlichen als auch medienwissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen. Dies äußert sich beispielsweise dadurch, dass die Qualitätskategorien durch einen kommunikationswissenschaftlichen Ansatz definiert und operationalisiert wer­den, als Indikatoren für die Erfüllung der Kategorien jedoch auch medienwissenschaftliche Methoden aus der Fernsehproduktanalyse, wie die Berücksichtigung von ästhetisch­gestalterischen Mitteln der Nachrichtensendungen herangezogen werden. Dies ermöglicht eine ganzheitliche Perspektive auf die Ermittlung der Qualität der Nachrichtenformate.

2. Lokale Fernsehnachrichten

Zunächst erfolgt eine Begriffsbestimmung von Fernsehnachrichten sowie den unterschied­lichen Nachrichtenformaten, Dann werden GA RTL und NDR aktuell in diese Formate einge­ordnet, da letztere bereits erste Hinweise auf die Qualität beider Formate geben können.

21 Fernsehnachrichten

Nach Kamps/Meckel sind Fernsehnachrichten ein Programmtyp mit meist fixiertem Angebot der Sender - und für letztere eine Visitenkarte der der Kategorie „Information", Fernsehnach­richten und dienen den Zuschauern in erster Linie als Vermittler von tagesaktueller Informa­tion und darüber hinaus als Chronisten, Dokumentäre, Archivare von (vergangenen) Ereignis­sen.[9] Nachrichten haben also, in erster Linie die Funktion der Information der Bevölkerung über aktuelle Ereignisse und sind Voraussetzung für eine rationale Urteilsbildung und ver­antwortliche Teilnahme an gemeinschaftlichen Prozessen. Daher basieren sie auf dem ver­fassungsrechtlich geschützten Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit. Faulstich un­terscheidet fünf Nachrichtenformate, die auch in Mischformen auftreten können und je nach Aufmachung eher unterhaltend oder eher informierend sind: die traditionellen Informations­sendungen, die Nachrichtenmagazine, die Boulevardnachrichten oder Nachrichtenshows, die Nachrichten der Spartenkanäle und die Sonderberichterstattung.[10] NDR und RTL selbst ord­nen ihre Nachrichtensendungen in das Format der Nachrichtenmagazine ein.[11] Dem ist zuzu­stimmen, da diese Sendungen unterhaltende Elemente aufweisen und eher leicht, spannend und einfach zu verstehen sind sowie unterschiedlichste Themen und mediale Präsentations­formen verknüpfen (vgl. Kapitel 4.1.2 und 4.2.1). GA RTL weist über NDR aktuell hinaus Elemente der US-amerikanischen „News-Show" durch den Einsatz von „Eyewitness"- und „Action-News" auf und beide Formate beinhalten humorvolle Kommentare und persönliche Ansprachen seitens des Moderators[12], wodurch sie des „Happy-Talk-Formates" aufweisen.[13] Mit dieser Einordnung lässt sich bereits eine erste inhaltliche Orientierung beider Nachrich­tensendungen ableiten, denn Magazine sind generell in einem Spannungsfeld zwischen den Polen Information und Unterhaltung angesiedelt.[14] Die Sprechersendung ist mehr auf die sachliche Vermittlung von „Hard News" und Qualitätsjournalismus ausgelegt, während die Nachrichtenmagazine und News-Shows tendenziell eher „Soft-News" vermitteln und einen eher unterhaltenden Charakter haben: Infotainment,[15] Die Kontamination von /Formation mit Entertain/77č>/7ŕist ein schillernder Begriff, kann jedoch an dieser Stelle verkürzt als Ober begriff für Sendungsformate beschreiben werden, die unterhaltende mit informativen Ele­menten vermischen und Informationen so unterhaltend aufbereiten. Dies kann sich sowohl in der thematischen Auswahl als auch in der formalen Gestaltung in Bild und Sprache wider­spiegeln.[16] An dieser Stelle ist anzumerken, dass sich Unterhaltung und Information nicht per se als zwei sich diametral gegenüberstehende Pole von qualitativ schlecht und qualitativ gut gegenüberstehen und damit unmittelbar eine Bewertung der Qualität anhand des Nachrichtenformats zulässt. Diese Bewertung ist vielen Definitionen des Infotainments in­härent und historisch gewachsen. Sie impliziert, dass Information von Unterhaltung zu tren­nen wäre, da Unterhaltung per se nicht tauglich sei, Information entlang journalistischer Qualitätskriterien wie Sachlichkeit, Neutralität und Professionalität zu vermitteln. Diese An­sicht verkennt jedoch, dass wenn komplexe Informationen aus der Politik durch unterhalten­de Elemente verständlich erklärt werden können, dies dem Format der konkreten Sendung nicht zum Nachteil ausgelegt werden kann, im Gegenteil. Wenn Unterhaltung dazu führt, dass sich mehr Menschen für Politik und aktuelle gesellschaftliche Prozesse interessieren und informieren und beispielsweise Wählen gehen - ist dies durchaus im Sinne des Zwecks von Informationssendungen, eine verantwortungsvolle Teilnahme am Gemeinwesen zu er­möglichen. Auf der anderen Seite haben Studien ergeben, dass unterhaltende Elemente in Nachrichtensendungen häufig mit Unsachlichkeit und Emotionalisierung einher gehen, die den Grundsätzen des Qualitätsjournalismus entgegen sprechen damit nicht dem Zweck von Informationssendungen erfüllen.[17] Ob die unterhaltende Elemente der Qualität den Nach­richtensendung von NDR aktuell und GA RTL schaden oder zur neutralen, sachlichen und professionellen Information der breiten Bevölkerung geeignet sind, kann jedoch nicht pau­schal bewertet werden und muss im Einzelfall untersucht werden (vgl, dazu Kapitel 42). Die Einordnung der Nachrichtenformate in Nachrichtenmagazin und „News Show" jedenfalls lassen also lediglich erste Vermutungen bezüglich der,Verpackung', Präsentation und The­menauswahl der Nachrichtenformate zu, jedoch deutet dies inhaltlich nicht pauschal bereits auf ein qualitativ hoch- oder minderwertiges Produkt hin. Letzeres muss sich durch die Erfül­lung oder Nichterfüllung der Kategorien von Qualitätsjournalismus in der in Kapitel 4 folgen­den Analyse erst beweisen.

2.2 Das,Lokale' der Fernsehnachrichten

An dieser Stelle wird erläutert, wodurch sich regionale von lokalen und nationalen Nachrich­tensendungen unterscheiden. Dies ist für die Anpassung der Qualitätskategorien wie der geografischen Vielfalt und der Relevanz notwendig (vgl. Kapitel 4.1.3). Als erste Annäherung kann die Definition von Regionalsendungen der ARD dienen: Danach sind Regionalsendun­gen:

„im weitesten Sinne alle Hörfunk- und Fernsehangebote, die sich (regelmäßig) vornehmlich mit Entwicklun­gen und Ereignissen innerhalb des jeweiligen Sendegebiets oder Innerhalb begrenzter Teilbereiche dessel­ben befassen und - eigenständig oder als Fensterprogramme - nur In diesen Teilbereichen oder Im gesam­ten Gebiet ausgestrahlt werden."[18]

Zur weiteren Abgrenzung ist der Rückgriff auf Tageszeitungen sinnvoll. Regionalzeitungen sind Zeitungen, die nur in einem bestimmten Gebiet oder einer bestimmten Region erschei­nen und gleichzeitig standortbezogen sind. Im Gegensatz zu Regionalzeitungen agieren überregionale Zeitungen landesweit oder international, Lokalzeitungen dagegen in noch kleinräumigeren Bezügen, etwa in einzelnen Städten.[19] Diese Ein- und Abgrenzung kann analog auch für Fernsehnachrichten angewendet werden. Regionale Fernsehnachrichten betreffen demnach also Nachrichten aus der „Region" und haben einen größeren Radius als beispielsweise Lokalnachrichten, die zum Beispiel ausschließlich einzelne Gemeinde betref­fen können. Nationale oder überregionale Nachrichtensendungen betreffen dagegen Nach­richten aus ganz Deutschland. Die räumlichen Bezugseinheiten lokal, regional und national lassen sich jedoch nicht allgemeingültig definieren, da sie sich immer nach kommunalen, politischen und soziologischen Gegebenheiten richten[20] Die Be­zugseinheiten können dabei unterschiedlich sein und beispielsweise das Dorf, die Gemeinde, den Landkreis oder die Region betreffen.[21] Regional' ist also ein relationaler Begriff und die konkrete Ein­grenzung, was regional sein soll, richtet sich damit von der individuellen Eingrenzung der Regionen durch die Nachrichtenformate NDR aktuell und GA RTL selbst ab. Nach Angaben des NDR berichtet NDR aktuell „aus dem ganzen Norden" und bezieht damit die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg in die Berichterstattung mit ein. GA RTL hingegen berichtet in der hier untersuchten Ausgabe aus der Region Ham­burg/Schleswig-Holstein und hat für die anderen Regionen Norddeutschlands jeweils eigene Regionalausgaben der Nachrichtensendung. Dies wird auch mit Blick auf die Wetterkarte beider Formate sichtbar (vgl. Abb. 1,2.).

3. Sample

Für den Fernsehproduktvergleich wurden die regionalen Hauptnachrichtensendungen GA RTL (Ausgabe für Hamburg/Schleswig-Holstein) und NDR aktuell jeweils an drei aufeinan­der folgenden Tagen im Zeitraum vom 31. Oktober - 02. November 2011 aufgezeichnet. Der Zeitraum der Aufnahme erfolgte zufällig und ist aus Gründen der Arbeitsökonomie auf drei Tage beschränkt. Das Sample hat keinen repräsentativen Charakter und soll lediglich Tendenzen hinsichtlich der Qualität beider Formate aufzeigen.

NDR aktuell ist die älteste, regionale Fernsehnachrichtensendung im deutschen Fernsehen. Sie wurde erstmals am 1.12.1959 vom öffentlich-rechtlichen Sender NDR ausgestrahlt und hieß damals noch „Berichte vom Tage" und war Bestandteil der „Nordschau". NDR aktuell wird heute täglich von Montag bis Freitag im Abendprogramm von 21.45 - 22.00 Uhr als Nachrichtenmagazin ausgestrahlt und sendet nach eigenen Angaben „aktuelle Nachrichten und Informationen aus dem Norden".[22]

GA RTL wurde ab 1995 zunächst vom Privatsender RTL als wöchentliches Ländermagazin gesendet und ist heute tägliches, regionales Nachrichtenmagazin von Montag bis Freitag im Vorabendprogramm von 18,30 -19,00 Uhr, GA RTL folgt dem Slogan „GA RTL - Wissen, was zu Hause läuft" und sendet nach eigenen Angaben „spannende Nachrichten aus Politik und Wirtschaft, spektakuläre Bilder aus dem Sport sowie neuste Themen aus der Kultur",[23]

4, Qualitätskriterien

Um beide Fernsehformate vergleichen zu können, müssen zunächst die Kategorien und de­ren Indikatoren für Qualität definiert und operationalisiert werden, Problematisch ist hier, dass die Qualität von Informationen objektiv schwer messbar ist. Daher ist nicht der Quali­tätsbegriff selbst Gegenstand der Qualitätsfrage, sondern seine konkreten Operational­isierungen. Der Rundfunkstaatsvertrag selbst enthält keine weitere Konkretisierung in Hin­sicht eines qualitativen Mindeststandards von Informationen bei Nachrichtensendungen.[24] In der Kommunikationswissenschaft gehen einige Autoren davon aus, Qualität als einen re­lationalen, bzw. konstruktivistischen Begriff zu fassen. Danach haben Medienangebote an sich keine Qualität, sondern müssen sich erst in der Rezeption erweisen.[25] Dieser Ansatz verkennt jedoch, dass eine solche relationale Auffassung von Qualität mehr über die Rezipi­enten selbst, als über die Qualität der Fernsehnachrichten aussagt und sich damit nach den subjektiven Bedürfnissen der Zuschauer ausrichtet. Dies würde letztlich in einer Meinungs­herrschaft derer enden, die die Mehrheit bilden (sogenannter „Utilitarismus").[26] Der Anspruch auf Meinungsvielfalt ist jedoch Grundsatz der Demokratie und nicht die (Meinungs-) Herr­schaft der quantitativ größten Gruppe. Gerade die Koexistenz von verschiedenen Meinun­gen ist Kennzeichen einer pluralistischen Gesellschaft in einer Demokratie. Ein solcher An­satz ist daher als undemokratisch abzulehnen und unterliefe gerade den verfassungsrecht­lich gewollten und garantierten Anspruch auf Vielfalt, der sich in den diversen Gesetzen und Bestimmungen des Rundfunkrechts wiederfindet.[27] Der Ansatz von Schatz und Schultz da­gegen wahrt den Anspruch auf Vielfalt, da er auf den bereits bestehenden, rechtlichen Vor­gaben wie dem Grundgesetz, den Rundfunkgesetzen, Staatsverträgen und Programm­grundsätzen sowie Urteilen des Bundesverfassungsgerichts basiert. Das Ziel Schatz' und Schulz' war es, einen Analyserahmen für ganze Programme zu finden und lässt sich problem­los auch auf Nachrichtensendungen anwenden. Dem Ansatz von Schatz und Schutz ist zu folgen, da er im Gegensatz zum utilitaristischen Ansatz, intersubjektiv an dem objektiven Bedarf einer demokratischen Meinungsvielfalt orientiert ist und damit entlang des gesetz­lich intendierten Sinnes konstruiert wurde, Außerdem bietet dieser Ansatz konkrete, objekti­ve Operationalisierungsvorschläge, die sich auch auf Nachrichtensendungen übertragen las­sen. Daher wird in dieser Hausarbeit in Bezug auf Qualität dem kommunikationswissen­schaftlichen Ansatz nach Schatz und Schultz gefolgt sowie die nachfolgenden Studien, die diesen Ansatz ergänzten, mit einbezogen,[28]

Nach Schatz und Schulz ist Qualität ein Konstrukt aus fünf Dimensionen: Vielfalt, Relevanz, Professionalität, Akzeptanz und Rechtmäßigkeit.[29] In dieser Hausarbeit werden jedoch nur die Dimensionen der Vielfalt, Relevanz, Professionalität und Aktualität betrachtet. Die Di­mension der Akzeptanz sieht eine Akzeptanzmessung vor, die den Rahmen dieser Hausar­beit überschreitet, in der keine Rezeptionsforschung vorgesehen ist. Auch die Dimension der Rechtmäßigkeit überschreitet den kulturwissenschaftlichen Rahmen dieser Hausarbeit, da sie eine juristische Einzelfallprüfung verlangt. Aus diesen Gründen sind für diese Hausarbeit die Dimensionen der Vielfalt, Relevanz, Professionalität und Aktualität maßgeblich. Die Di­mensionen greifen dabei teilweise in einander und überschneiden sich. Beispielsweise ist eine quantitative Vielzahl von Themen, die aber irrelevant sind, kein Zeichen von Qualität. Die Kategorie der Relevanz wird daher abweichend von Schatz und Schulz bereits innerhalb der Kategorien der Vielfalt und Professionalität mit behandelt. Dem relationalen Charakter der Relevanz wird dadurch Rechnung getragen, dass das was als relevant anzusehen ist, je nach Kategorie entsprechend definiert wird.[30] Vom Vorschlag Schatz und Schulz die Rele­vanz durch ein „Testat sozialer Relevanz"[31] zu bewerten, also der Befragung von Rezipien­ten, wird in dieser Hausarbeit verzichtet, da zum einen, wie bereits erwähnt, keine Rezepti­onsforschung vorgesehen ist und dies zum anderen zu einem Qualitätsbegriff führen würde, der dem Geschmack der größten Gruppe entspräche und somit als undemokratisch abzuleh­nen ist. Relevant wird in dieser Hausarbeit also abweichend von Schatz und Schulz als das gefasst, was je nach Kategorie, beispielsweise einen geografischen Bezug (vgl. Kapitel 4.1.3) aufweist oder zur Perspektiven- und Meinungsvielfalt (vgl, Kapitel 4.1,12) beiträgt.

4,1 Dimension Vielfalt

In pluralistischen Gesellschaften ist die Vielfalt von Medienangeboten und die Darstellung von Vielfalt innerhalb von Medienangeboten für eine Demokratie unverzichtbar (vgl, Kapitel 1). Diese Vielfalt muss durch die Abbildung von Meinungen, Perspektiven und Akteuren in Fernsehsendungen repräsentiert werden, Das Gebot der Vielfalt ist aus diesem Grunde auch zentrale Norm im deutschen Rundfunkrecht und wurde mehrfach durch das Bundesverfas­sungsgericht bestätigt,[32] Insbesondere der Auftrag zur Abbildung und Teilhabe von kulturel1er Vielfalt spielt in aktuellen, gesellschaftlichen wie auch medienpolitischen Debatten vor dem Hintergrund der Integration von Migranten eine große Rolle. Das Vielfaltsgebot ist komplementär zum Privileg der Rundfunkfreiheit, die als „dienende" Freiheit dem Bürger zur Verwirklichung seiner Kommunikationsfreiheiten verhelfen soll.[33] Die verfassungsrechtlich verankerten Rechte auf Information, Meinungsbildung und Meinungsäußerung können die Bürger umso besser wahrnehmen, je vielfältiger das Angebot in den Fernsehnachrichten ist.[34] Die Dimension der Vielfalt unterteilt sich in eine inhaltliche Vielfalt, also der Vielfalt von Meinungen, Perspektiven und Sichtweisen und der Vielfalt von Informationen sowie in eine strukturelle Vielfalt, die Sparten, Genres, Gestaltungselemente oder journalistische Darstel­lungsformen einschließt.[35]

4.1.1 Inhaltliche Vielfalt

Die inhaltliche Vielfalt wird durch eine Kategorisierung der Themen (vgl. Kapitel 4.1.1.1) und Akteure (vgl. Kapitel 4.1.12) operationalisiert und verglichen. Die inhaltliche Vielfalt ist dann erfüllt, wenn möglichst viele Themenkategorien ausgewogen, d.h. gleichgewichtig zu ande­ren Themen abgedeckt werden und möglichst viele unterschiedliche Akteure zur Sprache kommen, um verschiedene Perspektiven und Meinungen abzubilden. Weiterhin müssen die Themen und Akteure auch relevant für das Nachrichtenformat sein. Dies ist in Bezug auf die Berichte dann der Fall, wenn sie einen geografisch regionalen Bezug aufweisen (vgl. Kapitel 22), also das Ereignis aus der Region stammt und es auch für die gesamte Region von Be­deutung ist und nicht etwa nur für die Zuschauer in deren unmittelbarer Nähe das Ereignis auftrat. In dieser Hausarbeit wird abweichend von anderen Autoren das Kriterium der Aus­gewogenheit, das häufig erst als Teil der Dimension der Professionalität diskutiert wird,[36] bereits hier berücksichtigt, Die bloße Heterogenität von beispielsweise Themen und Akteu­ren ohne die Berücksichtigung ihres Proporzes würde zu kurz greifen und nicht dem Sinn und Zweck der Vielfalt entsprechen.

4.1.1.1 Themenvielfalt

Die Themenvielfalt wird anhand eines Themenstrukturvergleichs ermittelt. Die Themenka­tegorien werden entlang der Kategorien der „lnfoMonitor"-Studien[37] konstruiert, da letztere alle In Nachrichtensendungen vorkommenden Themen berücksichtigen und sinnvoll strukturieren, Die InfoMonitor-Studien sehen zehn Hauptthemenkategorien vor, nach denen die einzelnen Berichte beider Nachrichtenformate klassifiziert und quantifiziert werden. Da durch kann die Verteilung der Sendezeit in Minuten insgesamt, die Prozentanteile und die durchschnittliche Anzahl der Minuten pro Nachrichtensendung ermittelt und die Formate miteinander vergleichen werden,[38] Die Hauptthemenkategorien sind Politik, Wirtschaft, Gesellschaft/Justiz, Wissenschaft/Kultur, Unfall/Katastrophe, Kriminalität und Human intererst.

Der Bereich der Politik wird in dieser Hausarbeit abweichend in BRD-Politik und internationale Politik differenziert, da Berichte über internationale Politik in Regionainachrichten keine Relevanz haben und so von vornherein von der Analyse der Berichte ausgeschlossen werden können. Bel der Analyse der Themenstruktur hat sich herausgestellt, dass NDR aktuell mit einem vielfältigeren Angebot an Themen und in der Gewichtung ausgewogenerem Angebot der einzelnen Themenbereiche aufwartet, als GA RTL (vgl. Abb. 3, 4), obwohl GA RTL eine fast doppelt so lange Sendezeit als NDR aktuell zur Verfügung hat und damit die Möglichkeit nutzen könnte, mehr Themengebiete ausgewogen abzudecken als NDR aktuell.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Letztere bietet mit 4 % zusätzlich Berichte aus dem Bereich der internationalen Politik an (vgl. Abb, 3), die jedoch für die mit einem regionalen Fokus ausgerichtet Nachrichtensen dung irrelevant sein können. Bei der Analyse der Themenstruktur hat sich herausgesteilt, dass NDR aktuell mit einem vielfältigeren An- gebot an Themen und in der Gewichtung ausgewogenerem Angebot der einzelnen The menbereiche aufwartet, als GA RTL (vgl, Abb. 3,4), obwohl GA RTL eine fast doppelt so lan ge Sendezeit als NDR aktuell zur Verfügung hat und damit die Möglichkeit nutzen könnte, mehr Themengebiete ausgewogen abzudecken als NDR aktuell, Letztere bietet mit 4 % zusätzlich Berichte aus dem Bereich der internationalen Politik an (vgl. Abb. 3), die jedoch für die mit einem regionalen Fokus ausgerichtet Nachrichtensendung irrelevant sein können. Bei der Analyse der Themenstruktur hat sich herausgestellt, dass NDR aktuell mit einem vielfäl tigeren Angebot an Themen und in der Gewichtung ausgewogenerem Angebot der einzel­nen Themenbereiche aufwartet, als GA RTL (vgl. Abb. 3,4), obwohl GA RTL eine fast doppelt so lange Sendezeit als NDR aktuell zur Verfügung hat und damit die Möglichkeit nutzen könnte, mehr Themengebiete ausgewogen abzudecken als NDR aktuell. Letztere bietet mit 4 % zusätzlich Berichte aus dem Bereich der internationalen Politik an (vgl. Abb. 3), die je­doch für die mit einem regionalen Fokus ausgerichtet Nachrichtensendung irrelevant sind (vgl. Kapitel 4.1.3). NDR aktuell gewichtet die verbleibenden Themen ausgewogener (vgl. Abb. 3), wobei die gewichtigsten Themen mit einem Anteil von rund 15 - 23 % aus den Themengebieten BRD-Politik, Gesellschaft, Wissenschaft/Natur/Kultur und Kriminalität stammen. Bei GA RTL hingegen wird zwar auch vielfältig aus allen Themenbereichen berich­tet, jedoch liegt ein Fokus auf den Berichten in den Themengebieten Human Interest (55 %), BRD-Politik und Kriminalität (Abb. 4). Die inhaltliche Ausrichtung auf bestimmte Themenge­biete wird deutlich sichtbar, wenn letztere in Themenkomplexe oder mit Faulstich in „Blö­cke"[38] zusammengefasst werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Entsprechend ihrer gesellschaftlichen Relevanz für die Meinungsbildung und Information können zwei Themenkomplexe oder Blöcke identifiziert werden: für die Meinungsbildung am relevantesten ist der Themenkomplex Politik, der aus den einzelnen Themengebieten Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Natur und Kultur besteht und dessen Informationen besonders wichtig als Wissensgrundlage für die Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen sind.[39] Dane­ben existiert der eher unterhaltende' Themenkomplex Human Interest (Bunte Themen, Ku­rioses, Alltags- und Tiergeschichten, Kriminalität und Unfall/Katastrophe), Der erste The­menkomplex umfasst damit verkürzt gesagt, Themengebiete aus dem Bereich der „Hard News" und der zweite Themenkomplex Themengebiete aus dem Bereich der „Soft News",[40] Der erste Themenkomplex enthält damit besonders relevante Informationen für die Mei­ nungsbildung und der Zweite besteht vor allem aus Themen, die der Unterhaltung[41] dienen, Die Hierarchisierung von Information und Unterhaltung folgt so dem Willen des Rundfunk­staatsvertrags, der zwar Unterhaltung als gleichberechtigte Säule neben dem Informations­auftrag sieht - jedoch innerhalb der Mediengattung Informationssendungen, unter die die Nachrichtensendungen zu fassen sind, klar die Informationen aufgrund ihrer gesellschaftli­chen Funktion für die Meinungsbildung vor der Unterhaltungsendungen priorisiert,[42] Durch die Aufteilung in Themenkomplexe oder Blöcke wird deutlich, dass GA RTL mit 73 % aus dem Themenkomplex Human Interest/Kriminalität/Unfall/Katastrophe berichtet und nur zu 24 % aus dem für die öffentliche Meinungs­bildung besonders relevanten Themen­gebiet Politik/Gesellschaft/Natur/Kultur (vgl. Abb. 6). Die verbleibenden 3 % ent­fallen auf Sport und Wetter, Bei NDR aktuell entsteht dabei ein fast entge­gengesetztes Bild: dort werden nur 31 % aus dem Human interest-Kompiex berichtet und 60 % aller Berichte stam­men aus dem Informations-Themen­komplex (vgi, Abb, 5), Auch nach Abzug der für die Regionainachrlchten Irrele­vanten Berichte aus dem Themenkom­plex der internationalen Nachrichten in Höhe von 4 % ist zu konstatieren, dass NDR aktuell am vielfältigsten aus dem für die öf­fentliche Meinungsbildung besonders relevanten Themenkomplex Politik am ausgewogens­ten berichtet.

[...]


[1] Fernsehen im medienwissenschaftlichen Sinne ist ein schillernder Begriff für vielfältige Kommunikations­prozesse und ihren Bedingungen, Instanzen, Produkte, Formen und Auswirkungen (vgl. Faulstich (2008), S. 11). Im Folgenden wird unter Fernsehen das Fernsehprogramm verstanden, innerhalb dessen im folgen­den die Informationssendungen bzw. konkret die Nachrichtensendungen untersucht werden.

[2] vgl. Zubayr/Oerhard (2011), S. 128.

[3] § 2 RStV.

[4] § 25 I RStV.

[5] vgl. Jonscher (1995), S. 6.

[6] Karl Steinbach, zitiert nach Jonscher (1995), S. 6.

[7] § 25 V RStV.

[8] Nachfolgend: „GA RTL"

[9] vgl. Kamps/Meckel (1998), S. 11,

[10] vgl. Faulstich (2008), S, 80.

[11] vgl. Wilhelm (2011).

[12] Aus Gründen der Lesbarkeit wird auf die Nennung der jeweils weiblichen und männlichen Form der Begriff- lichkeiten verzichtet. Mit den Begriffen werden ausdrücklich immer jeweils beide Geschlechter gemeint.

[13] Eyewitness Newshehl die Person des Reporters hervor. Der Reporter tritt als Augenzeuge auf, der an der Story ,dran' ist, er verleiht dem Gesagten somit größere Glaubwürdigkeit und Exklusivität. Action Newss\ná lebhafte und ausdrucksstarke Szenen, visuelle Aufreger, Menschen, Gesichter, Akteure, Opfer. Die Beiträge werden mit viel Tempo und spannend vorgetragen, der Sprachstil ist schnörkellos und plakativ. Happy Talk geht von der Überlegung aus, Fernsehkonsumenten seien Familienmenschen mit festen Anlehnungsbe­dürfnis, die vor allem eine quasifamiliäre Geborgenheit suchten. Durch die Sendung führt meistens ein Moderatorenteam, dass über eine überdurchschnittlich sympathische Ausstrahlung verfügt und sich be müht, ein häuslich-intimes Ambiente zu verbreiten. Vgl. Wittwer (1995), S. 39 - 41.

[14] vgl. Rosenstein/Kreutz (1995), S. 15.

[15] Zu den Charakteristika von „Flard News" und „Soft News" siehe S. 13.

[16] vgl. Wittwen (1995), S. 21,22.

[17] vgl. Anton (2006); Dehm/Klinger (1985); Fahrt (2001); Goertz (1996); Krüger (2010); Landbeck (1991); Kamps (1998); Kamps/Meckel (1998); Maurer (2006); Naderer (2005); Unz (2011).

[18] http://www.ard.de/intern/abc/-/id=1643802/nid=1643802/did=1657676/dd6ut6/index.html# abcListltem_1657676 (Zugriff am 28.122011).

[19] Jonscher(1995), S. 70.

[20] vgl. Jonscher (1995), S. 35.

[21] vgl. Dorsch (1978), S. 191.

[22] http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_aktuell/index535-epgdetail_sid-1078503.html (Zugriff am 28.12.2011).

[23] http://www.rtl-nord.de/index.php/programm (Zugriff am 28.12.2011).

[24] siehe dazu beispielsweise §3 2 II, Nr. 3 und § 14 RStV.

[25] vgl. Hasenbrink (2000), S. 6; so auch Weiß (1997), S. 186.

[26] Mit dem utilitaristischen Ausgangspunkt ist eine Demokratiekonzeption verbunden, die Demokratie als Herrschaft der Mehrheit versteht (vgl. Eidenmüller (2005), S. 207).

[27] vgl. § 2 RStV.

[28] vgl. Daschmann (2009), S. 257.

[29] vgl. Schatz und Schultz (1992)

[30] Unter dem Begriff der Relevanz verstehen Schatz und Schulz die Bedeutsamkeit von Informationsangebo­ten, wobei sie „Relevanz" als relationalen Begriff verstehen: „Ein Sachverhalt sei nie aus sich heraus rele­vant oder bedeutsam, sondern immer nur in Bezug auf etwas anderes". Schatz/Schultz (1992), S. 695, zi­tiert nach Daschmann (2009), S. 285.

[31] Schatz/Schulz (1992), zitiert nach Daschmann (2009), S. 285.

[32] vgl. BVerfGE 12, S. 262; BVerfGE 57, S. 320.

[33] vgl. BVerfGE 57, S. 320.

[34] vgl. Schulz (1996), S. 48.

[35] vgl. Daschmann (2009), S. 258.

[36] vgl. Daschmann (2009), S. 258; Maurer (2006), S. 30.

[37] vgl. Krüger (2010), S. 91.

[38] Faulstich (2008), S. 81.

[39] Zu Kultur zählt z.B. Theater, Literatur, Musik; Wissenschaft bezieht sich auf Forschung z.B. in der Medizin, Natur z.B. auf Umweltthemen, wie dem Klimawandel.

[40] Hard News werden knapp und prägnant formuliert. Sie informieren - soweit möglich - unpersönlich und sachlich über die vier Ws im Zusammenhang mit dem Ereignis. In der Flauptsache beschäftigen sich die Nachrichten mit öffentlichen Angelegenheiten von politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kul­tureller Bedeutung. Soft News sind dagegen nicht immer sachlich formuliert und schlagen oft einen per­sönlichen, farbigen, affektiveren Ton an. Sie müssen nicht nach der Wichtigkeit der mitgeteilten Informatio­nen geordnet sein, sondern stellen vielfach eine reizvolle Einzelheit an den Anfang. Sie befassen sich meist mit Themen aus dem Bereich von Schickssalschlägen, Verbrechen, Prominenz. Naderer (2009), S. 44.

[41] Unterhaltung stellt ein Angebot zur Zerstreuung dar und entspricht dem grundlegenden Bedürfnis der Rezipientinnen nach Entspannung und der Hersteiilung affektiven Gleichgewichts. Aus psychoanalytischer Sicht ist festzuhalten, dass unterhaltende Inhalte die Phantasietätigkeit anregen, Spannungsabbau, Entla­dung von Aggressionen usw„ wie sie durch Unterhaltung verursacht weren kann, hat eine emotional stabili sierende Funktion, Koszyk/Pyrus (1981), S. 312, zitiert nach Naderer (2009), S. 36; so auch Faulstich (2006).

[42] Hierin soll jedoch keine implizite Wertung in Bezug auf die Qualität der Beiträge gesehen wer­den, sondern lediglich eine Wertung in Bezug auf ihren Gehalt zur Meinungsbildung zwecks Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen,

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten

Details

Titel
Regionale Fernsehnachrichten im Vergleich: Guten Abend RTL und NDR Aktuell
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (IFKM)
Veranstaltung
Fernsehnachrichten im Vergleich
Note
1,0
Jahr
2012
Seiten
59
Katalognummer
V195905
ISBN (eBook)
9783656217343
ISBN (Buch)
9783656217961
Dateigröße
29385 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
regionale, fernsehnachrichten, vergleich, guten, abend, aktuell
Arbeit zitieren
Anonym, 2012, Regionale Fernsehnachrichten im Vergleich: Guten Abend RTL und NDR Aktuell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195905

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