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Literatur als historische Quelle

Title: Literatur als historische Quelle

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Möller (Author)

Didactics - History
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Summary Excerpt Details

Soll Literatur als historische Quelle im Geschichtsunterricht verwendet werden?
Die Aufgabe, die Schüler zum Lesen anzuregen und Gelegenheiten zum Lesen zu schaffen, ist in
erster Linie die Aufgabe des Literaturunterrichtes. Doch auch im Fach Geschichte rücken Kinder- und
Jugendliteratur, Belletristik und Sachbücher immer mehr in den Vordergrund, obwohl im Gegensatz
zur Verwendung neuer Medien, die Beschäftigung mit Büchern oft weniger attraktiv erscheint. Zudem
verlangt der Umgang eine intensive Arbeit mit dem neuen Material. Fehlende Bibliotheken, keine
geeigneten Räumlichkeiten, ungenügendes Lesematerial, mangelnde Zeit und die Frage nach dem
didaktischen Resultat sind weitere Punkte01, die sich gegen eine Verwendung von Literatur im
Geschichtsunterricht anführen lassen.
Die Frage, ob der Lehrende Literatur als historische Quelle im Geschichtsunterricht heranziehen kann
und muss, soll Gegenstand der weiteren Kapitel sein. Was bewirken sie für das Geschichtsbewusstsein
der Schüler und wie kann sich der Geschichtsunterricht dies zunutze machen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil „Literatur als historische Quelle“

Belletristik, Sachbuch, Fabel

Beispiele:

1. Beispiel: Vaterlandslied 1812/13

2. Beispiel: Deutsches Spottlied 1914

3. Beispiel: Lied zum 9. November

4. Beispiel: Am Turme

III. Gedichte

a) Georg Veit

b) Dietmar von der Reeken

IV. Vor- und Nachteile des Einsatzes von Literatur als historische Quelle

V. Bewertungskriterien für Literatur im Geschichtsunterricht

VI. Fragekatalog Thematik: Nationalsozialismusliteratur

Beispiele Themenbereich: Nationalsozialismus

a) „Das Haus der Puppen“ von La Tzetnik

b) „Das Tagebuch der Anne Frank“

c) „Die Insel in der Vogelstraße“ von Uri Olev

VII. Problem der Multiperspektivität

Beispiel:

1. „Ganz normale Männer. Das Reservebataillon 101 und die Endlösung in Polen“

2. „Kindertransport in eine fremde Welt“

VIII. Verfahrensmöglichkeiten von Literatur

Beispiel & Erläuterung: Schreiben einer Alltaggeschichte

IX. Fazit

X. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die didaktische Einbindung von Literatur als historische Quelle im Geschichtsunterricht, um zu analysieren, wie fiktionale Texte zur Motivation und zum Aufbau eines vertieften Geschichtsbewusstseins bei Schülern beitragen können.

  • Potenziale von Belletristik und Sachbüchern als ergänzende historische Quellen.
  • Analyse von Bewertungskriterien für literarische Werke im Unterrichtskontext.
  • Einsatz von Literatur zur Behandlung komplexer Themen wie dem Nationalsozialismus.
  • Methoden zur Förderung multiperspektivischer Sichtweisen durch Literaturarbeit.
  • Praktische Anwendungsformen wie schülerzentrierte Schreibprojekte oder fächerübergreifende Ansätze.

Auszug aus dem Buch

Auszug aus „Kindertransport in eine fremde Welt“

Kapitel: Die Nacht des Terrors (Lorraine Allard)

Um zwei Uhr morgens wurde ich durch ein schreckliches Hämmern an der Tür geweckt. Zwei Uniformierte Nazis standen da und brüllten: „Sie sind alle verhaftet! Ziehen Sie sich an und kommen Sie mit!“

Ich erinnere mich, dass es eine sehr kalte, sehr dunkle Nacht war, und wir gingen alle zum Sammelpunkt, der aussah wie ein riesiges Quadrat. Und da standen Tausende von anderen Juden – tatsächlich Tausende. Da waren Leute, die ich kannte, und Leute, die mir unbekannt waren, Leute, die verprügelt wurden, und Leute, die weinten. Ich glaube, jeder war wie versteinert. Insbesondere habe ich noch die Kälte im Gedächtnis, die Dunkelheit und meine Mutter, die weinte. Jeder befand sich in einem fürchterlichen Zustand.

Ich kann mich auch noch lebhaft daran erinnern, dass sie den Rabbi schlugen, und er blutete. Sie hatten die Thorarollen aus der Synagoge geholt, und ich glaube, sie trampelten darauf herum.

Es ist lange her, aber alles war so unendlich schrecklich. Ich wusste nicht, dass sie die beiden Synagogen in Fürth angezündet hatten, während wir auf diesem Sammelplatz getrieben worden waren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Literatur im Geschichtsunterricht und hinterfragt die Möglichkeiten, Schüler durch Belletristik und Sachbücher für Geschichte zu motivieren.

II. Hauptteil „Literatur als historische Quelle“: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten fiktionaler Literatur im Vergleich zu wissenschaftlichen Quellen und diskutiert deren Funktion als Zeugnis ihrer Zeit.

III. Gedichte: Hier wird der Nutzen von Lyrik, insbesondere von Liedern und Balladen, als historische Quellen oder Zeitzeugnisse untersucht.

IV. Vor- und Nachteile des Einsatzes von Literatur als historische Quelle: Das Kapitel wägt die schülerbezogenen Motivationsvorteile gegen die didaktischen Herausforderungen und den Vorbereitungsaufwand ab.

V. Bewertungskriterien für Literatur im Geschichtsunterricht: Es werden zwei Bewertungskataloge (nach Veit und von Reeken) vorgestellt, um die Eignung literarischer Texte für den Unterricht systematisch zu prüfen.

VI. Fragekatalog Thematik: Nationalsozialismusliteratur: Dieses Kapitel liefert spezifische methodische Hilfestellungen und Praxisbeispiele für die Arbeit mit Literatur zum Thema Nationalsozialismus.

VII. Problem der Multiperspektivität: Es wird diskutiert, wie durch die Auswahl unterschiedlicher Texte multiperspektivische Sichtweisen vermittelt und die Schüler für differenzierte historische Betrachtungen sensibilisiert werden können.

VIII. Verfahrensmöglichkeiten von Literatur: Der Abschnitt stellt verschiedene kreative Methoden wie Schreibaufgaben oder Rollenwechsel vor, um Literatur im Unterricht lebendig zu vermitteln.

IX. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Literatur ein wertvolles, ergänzendes Medium im Geschichtsunterricht ist, um Interesse zu wecken und eine tiefere Faszination für Geschichte zu fördern.

X. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der didaktischen Quellen.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Literaturdidaktik, historische Quelle, Belletristik, Nationalsozialismus, Multiperspektivität, Motivation, Zeitzeugnisse, Quellenkritik, historisches Bewusstsein, Leseförderung, fächerübergreifender Unterricht, identifikatorisches Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie literarische Texte als historische Quellen in den Geschichtsunterricht integriert werden können, um das Interesse der Schüler zu steigern und historisches Lernen zu vertiefen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die didaktische Analyse von Belletristik und Sachliteratur, die Bewertung von Texten nach fachspezifischen Kriterien sowie den Einsatz von Literatur zur Vermittlung komplexer Epochen wie der NS-Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften Wege aufzuzeigen, wie Literatur jenseits klassischer Quellentexte zur Motivation und zur multiperspektivischen Reflexion im Geschichtsunterricht genutzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse geschichtsdidaktischer Konzepte und vergleicht methodische Fragekataloge zur Literaturauswahl.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Literaturgattungen, stellt Kriterien zur Quellenbewertung auf, bietet Anleitungen für den Unterricht (insbesondere zum Nationalsozialismus) und erarbeitet kreative methodische Verfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Geschichtsunterricht, Literaturdidaktik, historische Quelle, Multiperspektivität, Motivation und historisches Bewusstsein.

Warum ist der Vergleich zwischen den Fragekatalogen von Veit und von Reeken so wichtig?

Der Vergleich verdeutlicht, dass detaillierte und fachspezifische Fragestellungen, wie sie von von Reeken vorgeschlagen werden, dem Lehrer eine bessere Orientierung bei der Auswahl und Analyse von Literatur bieten als allgemeinere Ansätze.

Welche Rolle spielt die „Multiperspektivität“ bei der Arbeit mit Literatur?

Multiperspektivität ermöglicht es Schülern, historische Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln (z.B. Opfer- und Täterperspektive) zu betrachten, was zu einer distanzierteren und kritischeren Urteilsbildung führt.

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Details

Title
Literatur als historische Quelle
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Grade
1,0
Author
Katrin Möller (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V19596
ISBN (eBook)
9783638236768
Language
German
Tags
Literatur Quelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Möller (Author), 2001, Literatur als historische Quelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19596
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