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Grundlagen der Fernsehrhetorik

Título: Grundlagen der Fernsehrhetorik

Trabajo Escrito , 2007 , 12 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Eva Hasel (Autor)

Retórica / Fonética / Logopedia
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Das Fernsehen ist eine völlig eigenständige Art der Kommunikation. Da es ein relativ neuartiges Medium ist, stellt sich die Frage, ob die klassische Rhetorik zur Analyse überhaupt ausreichend geeignet ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die rhetorische Betrachtung des Fernsehens

2. Einflüsse des Mediums auf die Performanz

2.1 Schriftlichkeit und Sprache

2.2 Die Oratorrolle und actio im Fernsehen

3. Die rhetorischen Arbeitsgänge im Fernsehen

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die klassische rhetorische Systematik auf das moderne Medium Fernsehen angewendet werden kann. Sie analysiert die spezifischen Bedingungen der Fernsehkommunikation, wie die räumliche und zeitliche Distanz zwischen Orator und Publikum, und hinterfragt die Anpassung der rhetorischen Arbeitsprozesse an die medialen Gegebenheiten.

  • Analyse der rhetorischen Situation im Kontext der sekundärmedialen Kommunikation.
  • Untersuchung der Performanz unter Einfluss visueller und technischer Faktoren.
  • Differenzierung zwischen klassischer und moderner Fernsehsprache.
  • Übertragung der klassischen rhetorischen Arbeitsgänge auf die TV-Produktion.
  • Die Transformation der Oratorrolle zur fragmentierten Oratorfigur.

Auszug aus dem Buch

2.1 Schriftlichkeit und Sprache

Das Fernsehprogramm wird zwar von gesprochener Sprache dominiert, basiert aber dennoch auf der Schriftlichkeit. Ob Drehbuch oder Teleprompter – der gesprochene Text wird meist entweder abgelesen oder auswendig gelernt. Diese Tatsache macht das Fernsehen besonders zugänglich für eine rhetorische Betrachtungsweise, denn die Textproduktion verläuft auch hier nach den rhetorischen Produktionsphasen – wenn auch mit gewissen Einschränkungen.

Das Fernsehen ist ein linear sendendes Medium, der Zuschauer muss dem Sendefluss folgen können, da er nicht wie in einer Zeitung nachlesen kann. Dem hat sich die Fernsehsprache angepasst: der Text soll leicht verständlich, aber auch sprachlich attraktiv formuliert sein. Hier findet man zwei virtutes elocutionis aus der klassischen Rhetorik: perspicuitas und ornatus. Grundsätzlich kann man die Fernsehsprache unterteilen in die klassische und die moderne Form.

Bei der klassischen Form ist die Sprache sehr am schriftlichen Stil orientiert. Es werden längere, komplexere Sätze benutzt. Der moderne Stil dagegen ist mehr an der gesprochenen Sprache orientiert, die Sätze sind kürzer und die Sprache ist persönlicher, emotionaler und bildhafter gehalten. Jedoch ist der Sprachstil und der Bezug zur Schrift von Sendegattung zu Sendegattung sehr unterschiedlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die rhetorische Betrachtung des Fernsehens: Dieses Kapitel stellt das Fernsehen als sekundärmediale Kommunikationsform dar, die trotz fehlender physischer Anwesenheit des Orators rhetorische Analyseansätze zulässt.

2. Einflüsse des Mediums auf die Performanz: Hier wird untersucht, wie der visuelle Code, technische Bedingungen und das spezifische Umfeld die rhetorische Wirkung und Performanz im Fernsehen maßgeblich beeinflussen.

2.1 Schriftlichkeit und Sprache: Das Kapitel analysiert die Dominanz schriftbasierter Vorlagen in der Fernsehsprache und unterscheidet dabei zwischen formal-klassischen und modern-emotionalen Sprachstilen.

2.2 Die Oratorrolle und actio im Fernsehen: Es wird erörtert, wie sich die klassische Rolle des Redners in eine "Oratorfigur" wandelt, die den Herausforderungen der fehlenden direkten Zuschauerreaktion begegnen muss.

3. Die rhetorischen Arbeitsgänge im Fernsehen: Dieser Abschnitt überträgt die klassischen rhetorischen Schritte von der Inventio bis zur Memoria auf die journalistischen Produktionsbedingungen des Fernsehens.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Rhetorik als Disziplin durch die Besonderheiten des Fernsehens zwar erweitert werden muss, aber weiterhin ein valides Instrument zur Analyse medialer Kommunikation bleibt.

Schlüsselwörter

Fernsehrhetorik, Rhetorik, Kommunikation, Performanz, Oratorfigur, Medien, Audiovisuell, Schriftlichkeit, Mündlichkeit, Actio, Inventio, Dispositio, Elocutio, Memoria, Persuasion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung klassischer rhetorischer Theorien auf das moderne Medium Fernsehen, um zu verstehen, wie mediale Kommunikation strukturiert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Transformation rhetorischer Arbeitsschritte, die Anpassung der Sprache an lineare Sendungen und die Rolle des Redners unter Einfluss technischer Bedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass die klassische Rhetorik nicht durch das Fernsehen überholt ist, sondern ihre Systematik durch die Einbeziehung technischer und medialer Faktoren erweitert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die rhetorische Analyse, indem sie traditionelle Konzepte (wie die fünf Arbeitsgänge oder die Redeteile) auf die heutige Fernsehproduktion überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Performanz, die Analyse von Sprache und Schriftlichkeit sowie die Übertragung der klassischen Arbeitsgänge auf journalistische Sendeformate.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fernsehrhetorik, Performanz, Oratorfigur, Mediale Kommunikation und die klassischen rhetorischen Disziplinen definiert.

Was bedeutet der Begriff "Oratorfigur" in diesem Kontext?

Da im Fernsehen die klassische Rolle eines einzelnen Redners oft durch Regie, Cutter und Redaktion fragmentiert ist, spricht man von einer "Oratorfigur", die aus mehreren Instanzen besteht.

Warum ist der Bereich der "Memoria" im Fernsehen weniger relevant?

Aufgrund von technischen Hilfsmitteln wie dem Teleprompter und der Möglichkeit, Fehler nachträglich herauszuschneiden, verliert das klassische Auswendiglernen für den Fernsehorator an Bedeutung.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Grundlagen der Fernsehrhetorik
Universidad
University of Tubingen  (Philosophische Fakultät)
Calificación
2,0
Autor
Eva Hasel (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
12
No. de catálogo
V196109
ISBN (Ebook)
9783656220237
ISBN (Libro)
9783656220671
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fernsehrhetorik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eva Hasel (Autor), 2007, Grundlagen der Fernsehrhetorik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196109
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