1. Einleitung
Viele Filme setzten sich thematisch mit der Wirklichkeit und dem Jenseits auseinander und spielen dabei mit den etablierten Vorstellungen vom Jenseits. Auch der spanische Regisseur, Drehbuchautor und Filmmusikkomponist Alejandro Amenábar agiert in seinem Film The Others mit diesen beiden Welten. Neben den Jenseitsvorstellungen an sich wird in dem Film auch die damit verbundene Thematik um Himmel und Hölle bearbeitet.
Schon bei seinem ersten Kinofilm Tésis im Jahr 1996 zeigt sich dass Horrorgeschichten mit der Thematik um Jenseits und Wirklichkeit den jungen Regisseur bewegen. Bei Tésis handelt es sich um einen Horrorfilm, in welchem eine Madrider Filmstudentin in das Visier einer Video-Mörderbande gerät. (Vgl. Munzinger Online)
Auch der zweite Kinofilm Abre los ojos (Open Your Eyes / Öffne deine Augen) aus dem Jahr 1997, behandelt mit dem gespenstischen Drama eines Mannes, der nach seinem Tod sein Leben weiter träumt ohne dies zu bemerken, wiederholt die Thematik um die Realität und das Jenseits.1
The Others aus dem Jahr 2001 ist die dritte große Kinofilmproduktion von Alejandro Amenábar. Darauf folgten weitere Kinoerfolge im Jahr 2004 mit dem Melodrama Mar adentro (Das Meer in mir) sowie mit Agora (Agora - Die Säulen des Himmels) im Jahr 2009.
Bei The Others führte Amenábar Regie, schrieb das Drehbuch und komponierte die Filmmusik. In Kombination dieser drei Faktoren gelang es ihm ein regelrechtes Meisterwerk des Horrors zu schaffen. Sowohl bei den Filmkritikern, als auch bei dem Publikum erhielt der Film überwiegend positive Kritik und avancierte zum erfolgreichsten Film der spanischen Filmgeschichte. Die Süddeutsche Zeitung lobte: "Statt mit digitalen Zaubertricks spektakuläre Monster zu erschaffen, verlegt er das Grauen in die Köpfe seiner Helden, wo die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmen" (Vgl. Munzinger Online nach Süddeutsche Zeitung 10.1.2002).
Inhaltsverzeichnis
i. Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kontext des Horrorfilms
2.1. Horror - Definition und Abgrenzung
2.2. Übersinnlicher und existentieller Horror
2.3. Der Horrorfilm
3. Filmanalyse von The Others Seite
3.1. Inhalt
3.2. Semantische Räume
3.3. Vermittelte Werte und Normen
4. Analyse des Horrors im Film
4.1. Inszenierung
4.1.1. Mise en scène
4.1.2. Musik im Film
4.1.3. Wechsel von Wirklichkeit und Jenseits
4.2. Horror durch Gesellschaftskritik
5. Schlussbemerkung
6. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Film „The Others“?
Der Film thematisiert das Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und Jenseits sowie religiöse Vorstellungen von Himmel und Hölle in einem klassischen Horror-Setting.
Wer ist der Regisseur von „The Others“?
Alejandro Amenábar führte Regie, schrieb das Drehbuch und komponierte zudem die Filmmusik für dieses Werk.
Was unterscheidet „The Others“ von modernen Horrorfilmen?
Statt auf digitale Effekte und Monster setzt der Film auf psychologischen Horror, bei dem die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit im Kopf der Helden verschwimmen.
Welche Rolle spielt die Musik im Film?
Die von Amenábar selbst komponierte Musik ist ein zentrales Element der Inszenierung, um die unheimliche Atmosphäre und den übersinnlichen Horror zu verstärken.
Wie wird Horror in diesem Film definiert?
Die Analyse unterscheidet zwischen übersinnlichem und existentiellem Horror und untersucht, wie gesellschaftliche Normen und Werte im Film verarbeitet werden.
- Arbeit zitieren
- Julia Barth (Autor:in), 2012, "The Others" als Horrorfilm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196172