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Die Genese von Wissen in einem Sozialismusmodell partizipatorischer Planung

Titel: Die Genese von Wissen in einem Sozialismusmodell partizipatorischer Planung

Bachelorarbeit , 2010 , 45 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Leo Litke (Autor:in)

VWL - Makroökonomie, allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit greift die Diskussion über die ökonomische
Durchführbarkeit des Sozialismus aus dem 20. Jahrhundert auf
und stellt das Modell eines partizipatorischen Wirtschaftssystems
von Adaman & Devine in den Kontext dieser Diskussion. Die
Arbeit argumentiert gegen eine partizipatorische Wirtschaft auf
Grundlage dieses Modells, da in einem solchen Wirtschaftssystem
erhebliche Probleme bei Entstehung und Verarbeitung von
Informationen gesehen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Motivation und Fragestellung

2. Vorgeschichte der Wirtschaftsrechungsdebatte

3. Zwei Hypothesen über Information und Wissen

3.1. Die These von Lange

3.2. Die Antithese von Hayek

4. Partizipatorische Planung

4.1. Überblick über das Modell von Adaman & Devine

4.2. Die Genese von Informationen und Wissen

4.3. Kritik und Antikritik

5. Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Modell der partizipatorischen Planung von Adaman & Devine im Kontext der historischen Wirtschaftsrechnungsdebatte. Ziel ist es zu analysieren, ob dieses Modell der klassischen Sozialismuskritik der Österreichischen Schule, insbesondere im Hinblick auf die Genese von Wissen und Informationen, standhalten kann.

  • Die Wirtschaftsrechnungsdebatte und die Positionen von Mises, Lange und Hayek.
  • Die theoretischen Grundlagen und Funktionsweise der partizipatorischen Planung.
  • Das Konzept des unartikulierbaren (stillen) Wissens und dessen Rolle in Wirtschaftsmodellen.
  • Die kritische Auseinandersetzung zwischen Adaman/Devine und Geoffrey Hodgson.
  • Der Vergleich zwischen zentraler Planung, Marktkoordination und verhandelter Koordination.

Auszug aus dem Buch

Die Genese der Informationen und Wissen

Die These von Adaman & Devine, dass neben systematisierbaren empirischen Informationen auch unartikulierbares Wissen Eingang in die partizipatorische Planung finden würde, wird durch die dezentrale Struktur seines Modells motiviert.

Da die Gremien für die ex ante Koordination aller den Wandel bringenden ökonomischen Entscheidungen verantwortlich sind, ist das Wissen, das in den Gremien generiert wird, von entscheidender Bedeutung für das Funktionieren der partizipatorischen Wirtschaft. Durch die dezentrale Struktur der Modellwirtschaft sind Verantwortlichkeiten für verschiedene Regionen und Wirtschaftszweige auf mehrere untergeordnete Gremien verteilt, sodass ein einzelnes Gremium nicht über umfassende Informationen verfügen muss. Damit grenzt sich das „partizipatorische“ Modell vom „marktsozialistischen“ Modell Langes mit seiner Zentralen Planungskomission ab. Ein einzelnes Gremium braucht für seine Entscheidungen nur alle relevanten quantitativen und qualitativen Informationen aus seinem Verantwortungsbereich zu generieren. Diese Informationen sind über Vergangenheit bereits gegeben und müssten nur systematisiert werden, während über Zukunft Erwartungen gebildet werden müssen. (Devine 1988: 233)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Motivation und Fragestellung: Das Kapitel führt in die historische Wirtschaftsrechnungsdebatte ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Genese von Wissen im partizipatorischen Sozialismusmodell.

2. Vorgeschichte der Wirtschaftsrechungsdebatte: Hier werden die Beiträge der Österreichischen Schule sowie die theoretischen Ausgangspositionen zum Sozialismus als Bewertungsproblem erläutert.

3. Zwei Hypothesen über Information und Wissen: Dieses Kapitel stellt die gegensätzlichen Ansichten von Oskar Lange (Marktsozialismus) und Friedrich August von Hayek (Kritik der Sozialismuskritik) gegenüber.

4. Partizipatorische Planung: Der Hauptteil analysiert das Modell von Adaman & Devine, seine institutionellen Mechanismen der Koordination sowie die darauf folgende kritische Debatte mit Geoffrey Hodgson.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit des partizipatorischen Modells unter Berücksichtigung der Hayekschen Wissenskritik.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsrechnungsdebatte, Sozialismus, partizipatorische Planung, Hayek, Lange, unartikulierbares Wissen, Marktwirtschaft, Marktsozialismus, ökonomische Koordination, Institutionenökonomie, Adaman, Devine, Zentralplanung, Wissensgenese, Wirtschaftsplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomische Durchführbarkeit eines partizipatorischen Sozialismusmodells unter besonderer Berücksichtigung der Wissens- und Informationsverarbeitung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Wirtschaftsrechnungsdebatte, das Konzept des stillen (unartikulierbaren) Wissens und die Koordinationsmechanismen in alternativen Wirtschaftssystemen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu evaluieren, ob das partizipatorische Planungsmodell von Adaman & Devine der klassischen Sozialismuskritik, vor allem der von F.A. von Hayek, erfolgreich entgegenwirken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der bestehende ökonomische Modelle und deren kritische Reflexion in Fachpublikationen untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Struktur der partizipatorischen Planung, die Rolle von Gremien zur verhandelten Koordination sowie die Kritik von Geoffrey Hodgson und die Erwiderung von Adaman & Devine.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Wissensgenese, der Marktsozialismus, unartikulierbares Wissen, Marktkräfte und die ex-ante bzw. ex-post Koordination.

Inwiefern unterscheidet sich die partizipatorische Planung vom klassischen Marktsozialismus nach Lange?

Während der Marktsozialismus auf einer zentralen Preissteuerung basiert, setzt die partizipatorische Planung auf demokratische Verhandlungsgremien und den Verzicht auf Preissignale als primäres Steuerungsinstrument für ökonomischen Wandel.

Warum spielt das Konzept des „stillen Wissens“ nach Hayek eine so große Rolle für die Kritik?

Hayek argumentiert, dass ein großer Teil des wirtschaftlich relevanten Wissens nicht explizit artikulierbar ist und somit in zentralistischen oder kollektiven Entscheidungsprozessen nicht erfasst werden kann, was die Effizienz sozialistischer Modelle in Frage stellt.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Genese von Wissen in einem Sozialismusmodell partizipatorischer Planung
Hochschule
Universität Passau  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Note
2,7
Autor
Leo Litke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
45
Katalognummer
V196218
ISBN (eBook)
9783656221746
ISBN (Buch)
9783656222262
Sprache
Deutsch
Schlagworte
genese wissen sozialismusmodell planung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leo Litke (Autor:in), 2010, Die Genese von Wissen in einem Sozialismusmodell partizipatorischer Planung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196218
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Leseprobe aus  45  Seiten
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