Kinderarmut in Deutschland und ihre Folgen


Hausarbeit, 2011
12 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was bedeutet der Begriff „Armut“?
2.1 Absolute Armut
2.2 Relative Armut

3. Risikofaktoren für Armut
3.1 Arbeitslosigkeit
3.2 Migrationshintergrund
3.3 Alleinerziehende
3.4 Kinderreichtum

4. Auswirkungen der Kinderarmut
4.1 Auswirkungen auf die kognitive und intellektuelle Entwicklung
4.2 Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit
4.2.1 Physische Gesundheit
4.2.2 Psychische Gesundheit
4.3 Ökonomische Folgen

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Armutsquoten für unterschiedliche Haushaltstypen (2005)

Abb. 2: Tabelle „Soziale Schicht – Nahrungsmittel“

1. Einleitung

Hört man den Begriff „Kinderarmut“ hat man möglicherweise als erstes das Bild farbiger, abgemagerter Kinder mit aufgeblähtem Bauch im Kopf oder man denkt an die bettelnden Straßenkinder aus Südamerika, die häufig schon in sehr jungen Jahren aus Frust und Realitätsflucht Drogenerfahrungen sammeln und um sich die Drogen zu beschaffen, prostituieren müssen oder kriminell werden. Die Wenigsten werden im ersten Moment an arme Kinder in Deutschland denken. Doch das Thema „Kinderarmut in Deutschland“ wird immer brisanter und aktueller. Laut des Ergebnisses der UNICEF-Vergleichsstudie „Child Poverty in Rich Countries 2005“ lebten bereits vor 6 Jahren in Deutschland etwa zehn Prozent aller Kinder in relativer Armut - das sind 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit im Mittelfeld der reichsten und wirtschaftlich am weitesten entwickelten Länder. (UNICEF, 2005) Dass es in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland überhaupt Kinderarmut gibt, ist verwunderlich und genauer zu hinterfragen – in einem Land, dessen Geburtenrate nicht steigt, sondern seit Jahren sinkt. Deshalb entschied ich mich auch eine Hausarbeit darüber zu verfassen, in der ich die Gründe, aber vor allem die Folgen von Kinderarmut in Deutschland darstellen und näher erläutern möchte.

2. Was bedeutet der Begriff „Armut“?

Der Begriff „Armut“ ist sehr schwer zu definieren. Jeder versteht etwas anderes unter „Armut“ und es existiert eine Vielzahl von Begriffserläuterungen. Sogar Wissenschaftler sind sich uneinig, wenn es um die Begriffserläuterung des Ausdrucks „Armut“ geht. (Butterwegge, 2009) Abhängig ist die Erklärung auch von den jeweiligen gesellschaftlichen Bedingungen eines Landes, d. h. in den Dritten Ländern empfinden und erleben die Menschen Armut anders als die in reichen Ländern lebenden. Deutschland zum Beispiel gilt als eines der reichsten Länder Deutschland. Auf der Rangliste von 175 Ländern des Human Development Indexes steht Deutschland auf Platz 18. Zu unterscheiden ist allerdings die absolute und relative Armut.

2.1 Absolute Armut

Der ehemalige Präsident der Weltbank, Robert Strange McNamara, drückt sich wie folgt aus, um den Begriff der absoluten Armut zu definieren: „Armut auf absolutem Niveau ist Leben am äußersten Rand der Existenz. Die absolut Armen sind Menschen, die unter schlimmen Entbehrungen und in einem Zustand von Verwahrlosung und Entwürdigung ums Überleben kämpfen, der unsere durch intellektuelle Phantasie und privilegierte Verhältnisse geprägte Vorstellungskraft übersteigt.“ (Wikipedia "Armut", 2011) Dieses Zitat bezieht sich hauptsächlich auf die Problematik der Armut in den Dritten Ländern. Folglich bedeutet der Begriff „absolute Armut“ den Zustand, wenn Nahrung, Kleidung usw. fehlt, um seine eigene Existenz zu sichern. Demnach wird absolute Armut an dem physisch en Existenzminimum gemessen und ist daher vor allem in den Entwicklungsländern zu finden. (Schwartz, 2009).

2.2 Relative Armut

Die relative Armut ist im Zusammenhang einer Gesellschaft zu betrachten. In Deutschland beispielsweise wird den Menschen ein physisches Sichern des Existenzminimums gewährleistet. „Hilfebedürftig ist, wer seinen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus dem zu berücksichtigenden Einkommen oder Vermögen sichern kann und die erforderliche Hilfe nicht von anderen (…) erhält.“ (Sozialgesetzbuch SGB I bis SGB XII, 2008). Das bedeutet aber nicht, dass es keine relative Armut gibt. Würde es ein Land geben, in dem fast nur Milliardäre leben, so würde der Millionär der relativ armen Gesellschaft angehören. Jede Gesellschaft definiert also ihre relative Armut allein aus sich selbst heraus. Auf Deutschland bezogen beschreibt Claudia Heidenfelder die Lage folgendermaßen: „Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet denjenigen als arm, der monatlich weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens seines Landes zur Verfügung hat. Die OECD-Skala der "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" geht dagegen von 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens aus.“ (Heidenfelder, 2005 )

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Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Kinderarmut in Deutschland und ihre Folgen
Hochschule
Hochschule RheinMain
Veranstaltung
Armutserfahrungen
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
12
Katalognummer
V196219
ISBN (eBook)
9783656223382
ISBN (Buch)
9783656223825
Dateigröße
808 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinderarmut, deutschland, folgen
Arbeit zitieren
S. Stahl (Autor), 2011, Kinderarmut in Deutschland und ihre Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196219

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