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Die Nachrichtenselektion - Einflüsse auf die Auswahl von Nachrichten zur öffentlichen Medienberichterstattung

Title: Die Nachrichtenselektion - Einflüsse auf die Auswahl von Nachrichten zur öffentlichen Medienberichterstattung

Internship Report , 2010 , 25 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Bianka Bülow (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Diese Arbeit wird sich mit Grundmechanismen der Auswahl von Nachrichten auseinandersetzen und nach einer generellen Betrachtung der Selektionskriterien sich im zweiten Teil einer praktischen Analyse der Vorgehensweise bei Radio Lohro zuwenden. So soll der Frage nachgegangen werden, nach welchen Kriterien Nachrichten für die öffentliche Medienberichterstattung ausgewählt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GRUNDPROBLEM UND –BEGRIFFE DER THEMATIK

3. THEORIEN DER NACHRICHTENSELEKTION

3.1. ÜBERBLICK DER THEORIETRADITIONEN

3.2. DIE NACHRICHTENWERT-THEORIE

3.2.1. THEORETISCHE BASIS DER NACHRICHTENWERT-THEORIE

3.2.2. KRITIK AN DER NACHRICHTENWERTTHEORIE

4. DIE NACHRICHTENSELEKTION AUF LOKALER EBENE – EINE QUALITATIVE STUDIE

4.1. AUSGANGSLAGE UND SPEZIFIKA VON RADIO LOHRO

4.2. FORSCHUNGSDESIGN

4.3. ERGEBNISSE

4.4. KRITIK UND FAZIT

5. QUELLEN

6. ANHANG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Mechanismen der Nachrichtenselektion im Kontext des lokalen freien Hörfunks zu untersuchen und zu ergründen, welche Kriterien explizit die Auswahl von Nachrichten für die öffentliche Berichterstattung bestimmen.

  • Grundlagen und Definitionen der Nachrichtenselektion
  • Vergleich theoretischer Konzepte (Agenda-Setting, Gatekeeper-Theorie, Nachrichtenwert-Theorie)
  • Qualitative Analyse der Nachrichtenselektion bei Radio Lohro
  • Überprüfung der Relevanz klassischer Nachrichtenfaktoren im lokalen Hörfunk
  • Reflektion über die Rolle von Redakteuren und deren subjektive Selektionskriterien

Auszug aus dem Buch

3. THEORIEN DER NACHRICHTENSELEKTION

Wie im vorigen Abschnitt verdeutlicht, finden Selektionsprozesse beim Prozess der Nachrichtenproduktion zu verschiedenen Zeiten statt. In der Tradition der Medienforschung entwickelten sich zur Erklärung der diesem Phänomen zu Grunde liegenden Basismechanismen verschiedene Ansätze. In diesem Kapitel sollen drei wesentliche Hypothesen vorgestellt werden.

Einen ersten Ansatz bildet die Theorie des Agenda-Settings. Diese beschäftigt sich mit der Themensetzung in der massenmedialen Kommunikation und erforscht die Charakteristika, nach denen Schwerpunkte gewichtet werden, sowie die Auswirkungen dessen auf das öffentliche Meinungsbild. So ist zu konstatieren, dass die Medien „eine Rangordnung von Themen („Agenda-Setting“) [erstellen], deren Reihenfolge nicht unbedingt mit der tatsächlichen Dringlichkeit der Probleme übereinstimmen muss“ (Mast 2004: 91). Laut James Dearing und Everett Rogers besteht zwischen den Themen Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Medien, da die Medien den Schlüssel zum Interesse von wichtigen Einzelpersonen, sowie dem Meinungsbild in der Öffentlichkeit darstellen (Vgl. Rauchenzauner 2008: 76).

Einen anderen Ansatz der Medienforschung zur Selektion von Informationen stellt die Gatekeeper-Theorie dar, welche sich vorwiegend auf die Berufsgruppe der Journalisten bezieht. Der Begriff Gatekeeper oder zu Deutsch Schleusenwärter bezeichnet Personen, die Auswahlentscheidungen treffen und sich in der Position befinden über die Informationen, die zum Rezipienten gelangen, zu entscheiden. Die Informationsflüsse verlaufen stets mittelbar über einen mehrstufigen Selektionsprozess, sozusagen von „bestimmte[n] Meinungsführer zur restlichen Bevölkerung“ (Frerich 2000: 36). Die Notwendigkeit zur Selektion entsteht aus technischen Gründen, wie Platz und Ressourcenbegrenzung, sowie aus der Quantität der Ereignisse (Vgl. ebd.).

Einen weiteren Zweig der Theorietradition stellt die Nachrichtenwert-Theorie dar. Sie geht davon aus, dass gewisse Merkmale, bezeichnet als Nachrichtenfaktoren, zur Aufnahme von Geschehnissen in die öffentliche Berichterstattung führen. Nachrichtenfaktoren beinhalten dabei ein Spektrum von Kriterien, die je nach betrachteter Mediensparte variieren können (Vgl. Rauchenzaunger 2008). Zudem wird die Annahme aufgestellt, dass gewisse Meldungen einen höheren Informationswert besitzen und für die Rezipienten interessanter sind, als andere Berichte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die tägliche journalistische Praxis der Nachrichtenselektion und definiert die Forschungsfrage, welche Kriterien die Auswahl von Nachrichten bei Radio Lohro maßgeblich beeinflussen.

2. GRUNDPROBLEM UND –BEGRIFFE DER THEMATIK: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe wie „Nachricht“ und „Ereignis“ und erläutert den prinzipiellen Zwang zur Selektion aufgrund begrenzter Kapazitäten der Informationsverarbeitung.

3. THEORIEN DER NACHRICHTENSELEKTION: Hier werden zentrale theoretische Modelle wie Agenda-Setting, Gatekeeper-Theorie und insbesondere die Nachrichtenwert-Theorie mit ihrem Faktorenkatalog nach Galtung und Ruge vorgestellt und kritisch diskutiert.

4. DIE NACHRICHTENSELEKTION AUF LOKALER EBENE – EINE QUALITATIVE STUDIE: Der Hauptteil präsentiert eine qualitative Untersuchung bei Radio Lohro, in der mittels Interviews geprüft wird, welche theoretischen Nachrichtenfaktoren in der praktischen, ehrenamtlichen Redaktionsarbeit tatsächlich Anwendung finden.

5. QUELLEN: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für die wissenschaftliche Ausarbeitung.

6. ANHANG: Beinhaltet den Leitfaden des Fragebogens sowie eine tabellarische Übersicht der Interviewauswertung.

Schlüsselwörter

Nachrichtenselektion, Nachrichtenwert-Theorie, lokaler Hörfunk, Galtung und Ruge, Agenda-Setting, Gatekeeper-Theorie, journalistische Praxis, Radio Lohro, Medienberichterstattung, Nachrichtenfaktoren, qualitative Studie, Selektionskriterien, Redaktionsarbeit, Informationsauswahl, Medientheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen, nach denen Nachrichten in einer lokalen Hörfunkredaktion ausgewählt werden, und vergleicht diese mit etablierten medienwissenschaftlichen Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit verbindet theoretische Konzepte der Nachrichtenwertforschung mit einer praktischen qualitativen Analyse des redaktionellen Alltags bei Radio Lohro.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ermitteln, welche Nachrichtenfaktoren auf der Handlungsebene der Redakteure bei Radio Lohro tatsächlich ausschlaggebend sind, um Informationen für die öffentliche Berichterstattung auszuwählen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Es wurde eine qualitative Erhebung durchgeführt, die auf Leitfadeninterviews mit drei langjährigen Redakteuren basiert, um individuelle Auswahlmotive zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Selektionsmechanismen und eine anschließende empirische Untersuchung der Arbeitsweise bei Radio Lohro inklusive der Auswertung der Experteninterviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Nachrichtenselektion, Nachrichtenwert-Theorie, lokaler Hörfunk sowie qualitative Medienforschung.

Wie unterscheidet sich die Nachrichtenauswahl bei Radio Lohro von überregionalen Medien?

Aufgrund des ehrenamtlichen Senderprofils und der lokalen Ausrichtung spielen andere Kriterien eine Rolle, wobei die persönliche Bedeutung für die Hörer vor Ort und die Informationsfunktion besonders betont werden.

Welche Faktoren konnten durch die Studie bestätigt werden?

Faktoren wie Kontinuität, Frequenz, Elite-Person und Bedeutsamkeit zeigten sich in der praktischen Anwendung als relevant für die Befragten.

Gab es Faktoren, die in der Praxis als irrelevant eingestuft wurden?

Ja, Faktoren wie Konsonanz und Negativität spielen laut den Befragten bei der Auswahl von lokalen Nachrichten für Radio Lohro eine eher untergeordnete Rolle.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Anwendbarkeit der Nachrichtenwert-Theorie?

Das Fazit zeigt, dass die Theorie nur in Teilen bestätigt werden kann und für lokalen Hörfunk eine Erweiterung oder Hybridisierung mit anderen Ansätzen, wie der Gatekeeper-Theorie, sinnvoll wäre.

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Details

Title
Die Nachrichtenselektion - Einflüsse auf die Auswahl von Nachrichten zur öffentlichen Medienberichterstattung
College
University of Rostock
Grade
1.0
Author
Bianka Bülow (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V196224
ISBN (eBook)
9783656223689
ISBN (Book)
9783656224679
Language
German
Tags
nachrichtenselektion einflüsse auswahl nachrichten medienberichterstattung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianka Bülow (Author), 2010, Die Nachrichtenselektion - Einflüsse auf die Auswahl von Nachrichten zur öffentlichen Medienberichterstattung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196224
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