Die vorliegende Hausarbeit ist die Grundlage einer Zusammenfassung eines gehaltenen Referates in dem „Kurs Evaluation und Organisationsentwicklung“.
Im weiteren Verlauf werde ich die Kernpunkte des „Change Management“ erläutern und im Abschnitt 8 auf den Change-Prozess in der Schweizer Berufsmaturität eingehen.
Die Gründe für „Change Management“ / Veränderungen können sehr vielfältig sein. Die Auslöser können von außen kommen, aber auch direkt aus der Organisation. Das heißt, dass die Auslöser so individuell wie die Organisationen selbst sein können. Ein sehr erfolgreiches Unternehmen kann schon wegen des Erfolges gezwungen sein, sich neu zu formatieren um weiter Wettbewerbsfähig und erfolgreich zu sein. Non Profit Unternehmen sind von solchen Maßnahmen nicht ausgeschlossen und benötigen immer öfter Veränderungen mit Hilfe des Change Management.
„Der Faktor „Mensch“ ist wesentlicher Bestandteil aller Veränderungsprozesse und gleichermaßen der kritische Erfolgsfaktor.“ (FAZ, 21.06.1999)
„Anyone who tells you it is easy to change the way people do things is either a liar, a management consultant, or both.“ (The Economist)
Die Fähigkeit zur Veränderung (Wandlungsorientierung) zählt zu den Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. Doch überall dort, wo Menschen arbeiten, ist es mit der reinen Umsetzung von Veränderungsvorhaben nicht getan. Der Mensch steht dem Wandel, sobald er ihn persönlich betrifft, meist skeptisch und ängstlich gegenüber. Aktiver und passiver Widerstand ist häufig die Folge. In einem Unternehmen, das seinen Mitarbeitern diese Ängste und Unsicherheiten nicht nehmen kann, ist der Wandel zum Scheitern verurteilt. Und ohne die notwendigen Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen hat ein Unternehmen keine Chance, am Markt zu bestehen. Auf ein zielgerichtetes Change Management kann also kein Veränderungskonzept verzichten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wie entsteht eine Veränderung / ein Change?
3. Was ist Change Management?
4. Die vier Schritte des Change Management
5. Wofür wendet man Change Management an?
6. Die betroffenen von einer Veränderung
7. Widerstände gegen die Veränderung
8. Change Management als Motor für innovative Schulen
9. Fazit
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit bietet einen Überblick über die theoretischen Grundlagen des Change Managements und veranschaulicht deren Anwendung anhand einer Fallstudie zur Qualitätsentwicklung in einer Schweizer Berufsmaturitätsschule.
- Grundlagen und Entstehung von Veränderungsprozessen
- Methoden und Phasen des Change Managements
- Umgang mit Widerständen in Organisationen
- Rolle des Menschen als zentraler Erfolgsfaktor
- Praxisbeispiel: Change Management im Non-Profit-Schulsektor
Auszug aus dem Buch
8. Change Management als Motor für innovative Schulen
Das folgende Praxisbeispiel soll zeigen wie ein Change Management in einem Non Profit Unternehmen stattfinden kann und wie dies von der Schweizer Berufsmaturitätsschule gelöst wurde. Im weiteren Verlauf werde ich auf eine ständige Quellenangabe verzichten, da sich der gesamte Text im Abschnitt 8 auf die Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management, Heft 1, 2010, Seite 66 – 74 bezieht.
Zunächst zum Umfeld der „Schweiz“, um die Gründe und Maßnahmen nachvollziehen zu können. Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen und in jedem Kanton gibt es ein eigenes Schulsystem. Zudem gibt es in der Schweiz vier Landessprachen. Die Auswirkungen der Globalisierung zeichnen sich in den Klassenzusammensetzungen wieder. Der Anteil der Immigrantenkinder beträgt 50 %. Der Aufwand für die Bildung in den letzten 40 Jahren hat sich verdreifacht, obwohl die finanziellen Mittel gleich geblieben sind. Der Druck aus der Politik und der Wirtschaft wird immer größer für die Schule und auf Grund dessen wird die Schule durch ihre Umwelt zu Veränderungen gezwungen.
Ein Mittelschulzentrum muss gemäß Auftrag des Kantons ein Qualitätsmanagement einführen. Die Schule bietet unterschiedliche Bildungsgänge zur Erreichung der Fachhochschulreife (Berufsmaturität) an. Sie wird durch einen Schulleiter in Verbindung mit den jeweiligen Abteilungsleitern geführt, 80 Lehrpersonen und 800 Schüler besuchen zu ca. 30 Wochenstunden die Einrichtung (siehe Abschnitt 4 = 1. Schritt im Change Management). Als Modell für den Change entschied sich die Schulleitung für ein Qualitätsmanagementsystem (QMS), welches in seiner Systematik die Qualität des Unterrichtes nachhaltig evaluiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz des Change Managements und führt in das Praxisbeispiel einer Schweizer Schule ein.
2. Wie entsteht eine Veränderung / ein Change?: Es wird das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin zur Analyse und Steuerung von Wandlungsprozessen vorgestellt.
3. Was ist Change Management?: Dieses Kapitel definiert Change Management als bewusste Steuerung von Veränderungsprozessen in Organisationen.
4. Die vier Schritte des Change Management: Der Prozess wird in die vier Phasen Analyse, Planung, Umsetzung und Soll-Ist-Vergleich unterteilt.
5. Wofür wendet man Change Management an?: Es wird dargelegt, dass das Ziel die Sicherung der langfristigen Überlebens- und Entwicklungsfähigkeit der Organisation ist.
6. Die betroffenen von einer Veränderung: Die Unterscheidung zwischen Betroffenen und Beteiligten innerhalb von Organisationsstrukturen wird thematisiert.
7. Widerstände gegen die Veränderung: Hier wird erläutert, warum der Mensch bei Veränderungsprozessen häufig mit Widerstand reagiert und dass dies ein normaler Prozess ist.
8. Change Management als Motor für innovative Schulen: Eine detaillierte Fallstudie zur Einführung eines Qualitätsmanagements an einer Schweizer Schule.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung von Change Management für Profit- und Non-Profit-Unternehmen.
Schlüsselwörter
Change Management, Organisationsentwicklung, Veränderungsprozess, Kurt Lewin, Qualitätsmanagement, Schweizer Berufsmaturitätsschule, Non-Profit-Sektor, Widerstand, Schulentwicklung, Feedbackkultur, Innovation, Personalmanagement, Führung, Evaluationsprozess, Zielsetzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung von Change Management, insbesondere in einem schulischen Umfeld.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die Notwendigkeit von Wandel, die Psychologie des Widerstands und die systematische Steuerung von Veränderungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Change Management auch in Non-Profit-Organisationen wie Schulen erfolgreich implementiert werden kann, um die Qualität zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse theoretischer Modelle, wie das 3-Phasen-Modell von Lewin, sowie die Fallstudienanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Lewin, Phasen-Modell) und eine praktische Fallstudie über eine Schweizer Berufsmaturitätsschule.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Change Management, Qualitätsmanagement, Organisationsentwicklung und Veränderungsprozesse.
Warum leisteten die Lehrer in der Fallstudie zunächst Widerstand?
Die Lehrer fühlten sich in ihrer bisherigen Autonomie bedroht und hatten Angst vor einer Bewertung ihrer Arbeit durch externe Steuergruppen.
Welche Rolle spielt die Zeit bei schulischen Veränderungsprozessen?
Schulische Change-Prozesse benötigen deutlich mehr Zeit als in der freien Wirtschaft, da der Umgang mit Widerständen das Kernthema darstellt.
- Arbeit zitieren
- Christian Bohl (Autor:in), 2012, Change Management - Qualitätsentwicklung an einer Schweizer Berufsmaturitätsschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196243