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Zentralbankinterventionen auf Finanzmärkten

Transmissionskanäle

Titel: Zentralbankinterventionen auf Finanzmärkten

Seminararbeit , 2012 , 20 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sebastian Schrön (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 standen die großen Zentralbanken dieser Welt immer wieder im Fokus medialer Betrachtung und waren die Hauptakteure, um die Negativfolgen dieser Krise auf ein Minimum zu reduzieren. Auch abseits solcher Notfallprogramme waren Zentralbanken in der Vergangenheit immer wieder aktiv, indem sie auf verschiedene Weise in Finanzmärkte eingriffen. Kern dieser Arbeit sollen Eingriffe auf Devisenmärkten und deren Übetragungswege auf den Wechselkurs sein, mittels derer eine Zentralbank die aktive Steuerung des Wechselkurses erzielen kann. Auch wenn freie Wechselkurse heutzutage die Regel sind, wird der Wechselkurs doch nur selten den reinen Marktkräften überlassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Ausgestaltung von Zentralbankinterventionen

2.1. Nicht-sterilisierte Interventionen

2.2. Sterilisierte Interventionen

3. Transmissionskanäle

3.1. Portfolio Balance-Ansatz

3.2. Signalisierungskanal

3.3. Koordinationskanal

4. Das LSAP der Federal Reserve

4.1. Transmissionskanäle

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Wirkungsmechanismen von Zentralbankinterventionen auf Finanzmärkten, insbesondere im Hinblick auf ihre Transmissionskanäle. Das primäre Ziel ist es, die wissenschaftliche Debatte über die Effektivität dieser geldpolitischen Instrumente aufzuarbeiten und die verschiedenen Ausgestaltungsformen der Interventionen kritisch zu bewerten, wobei das Large-Scale Asset Purchase Program (LSAP) der Federal Reserve als konkretes Fallbeispiel dient.

  • Klassifizierung von sterilisierten und nicht-sterilisierten Zentralbankinterventionen.
  • Analyse der Transmissionskanäle: Portfolio-Balance-Ansatz, Signalisierungskanal und Koordinationskanal.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen theoretischer Fundierung und empirischer Evidenz.
  • Bewertung des Large-Scale Asset Purchase Program (LSAP) der Federal Reserve im theoretischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.1. Portfolio Balance-Ansatz

Der erste Transmissionskanal von Zentralbankinterventionen beschränkt sich zunächst auf sterilisierte Interventionen und hielt in den späten 1960er Jahren Einzug in die ökonomische Literatur, wird allerdings erst seit Ende der 1970er Jahre zur Erklärung von Wechselkursbewegungen herangezogen. Grundlage dieses Transmissionskanals ist das Portfolio Balance Model, in der weniger häufig anzutreffenden, deutschen Literatur, unter dem Begriff „Portfolio-Ansatz“ angeführt.

Charakteristisch für diese Art von Modellen ist die Annahme imperfekter Substituierbarkeit von in- und ausländischen Wertpapieren, die sich axiomatisch auf die grundsätzliche Effektivität von sterilisierten Finanzmarktinterventionen auf Wechselkurse auswirkt. Unter dieser Annahme, gepaart mit der Unterstellung von Risikoaversion, berücksichtigen Anleger die erhöhten Risiken, die eine Investition in ausländische Wertpapiere impliziert, in diesem Fall insbesondere Wechselkursrisiken. Investoren sind daher nicht indifferent zwischen inländischen Wertpapieren und solchen in fremder Währung, sie erwarten vielmehr mittels einer Risikoprämie, für das erhöhte Risiko einer Anlage in fremder Währung entschädigt zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Es wird die Relevanz von Zentralbankinterventionen im Zuge der Finanzkrise erläutert und die Forschungsfrage hinsichtlich ihrer Klassifizierung und Effektivität als geldpolitisches Instrument aufgeworfen.

2. Ausgestaltung von Zentralbankinterventionen: Dieses Kapitel differenziert zwischen nicht-sterilisierten und sterilisierten Interventionen und erörtert deren unterschiedliche Auswirkungen auf die inländische Geldmenge.

3. Transmissionskanäle: Hier werden die theoretischen Kanäle – Portfolio-Balance-Ansatz, Signalisierungskanal und Koordinationskanal – detailliert dargestellt und hinsichtlich ihrer Wirkungsweise analysiert.

4. Das LSAP der Federal Reserve: Das LSAP wird als praktisches Anwendungsbeispiel herangezogen, um die theoretisch hergeleiteten Transmissionskanäle in einem aktuellen Kontext zu validieren.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass trotz anhaltender Kontroversen in der empirischen Forschung ein Trend zu positiven Diagnosen hinsichtlich der Wirksamkeit von Zentralbankinterventionen besteht.

Schlüsselwörter

Zentralbankinterventionen, Finanzmärkte, Transmissionskanäle, Portfolio-Balance-Ansatz, Signalisierungskanal, Koordinationskanal, LSAP, Federal Reserve, Geldpolitik, Devisenmarkt, Wechselkurs, Sterilisation, Finanzkrise, ökonomische Evidenz, Risikoprämie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die theoretische Wirkungsweise von Zentralbankinterventionen auf Finanzmärkten und untersucht, wie diese Eingriffe über verschiedene Kanäle den Wechselkurs beeinflussen können.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Sie deckt die Unterscheidung zwischen sterilisierten und nicht-sterilisierten Interventionen sowie die detaillierte theoretische und empirische Betrachtung dreier spezifischer Transmissionskanäle ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Einordnung und die kritische Bewertung der Effektivität von Zentralbankinterventionen als eigenständiges geldpolitisches Instrument anhand wissenschaftlicher Literatur und aktueller Beispiele.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Modelle der Geldpolitik gegenüberstellt und empirische Studien zur Wirksamkeit dieser Modelle auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Ausgestaltung der Interventionen, die Erläuterung der Transmissionskanäle (Portfolio, Signalisierung, Koordination) und die praktische Anwendung am Beispiel des LSAP der Federal Reserve.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Zentralbankinterventionen, Geldpolitik, Transmissionskanäle, Wechselkursstabilität und das LSAP-Programm.

Wie unterscheidet sich der Portfolio-Balance-Ansatz vom Signalisierungskanal?

Der Portfolio-Balance-Ansatz basiert auf der Annahme imperfekter Substituierbarkeit von Wertpapieren, während der Signalisierungskanal auf der Übertragung von Informationen zur Erwartungsbildung der Marktteilnehmer beruht.

Warum ist der Koordinationskanal als Ergänzung sinnvoll?

Er wurde eingeführt, um Situationen zu erklären, in denen der Markt das Vertrauen in fundamentale Wirtschaftsdaten verloren hat und eine koordinierte Intervention der Zentralbank zur Stabilisierung beitragen kann.

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Details

Titel
Zentralbankinterventionen auf Finanzmärkten
Untertitel
Transmissionskanäle
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Geld- und internationale Finanzwirtschaft)
Veranstaltung
Seminar zu Geld- und internationale Finanzwirtschaft
Note
2,3
Autor
Sebastian Schrön (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V196293
ISBN (eBook)
9783656223269
ISBN (Buch)
9783656223771
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zentralbankinterventionen finanzmärkten transmissionskanäle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Schrön (Autor:in), 2012, Zentralbankinterventionen auf Finanzmärkten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196293
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Leseprobe aus  20  Seiten
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