Das globale Sportmanagement erfordert aufgrund seiner weltweiten Dimension in zunehmendem Maße möglichst ausgeprägte interkulturelle Managementkompetenzen und zwar sowohl auf der Ebene des strategischen Managements der Akteure und ihrer internationalen Geschäfte, als auch auf der Ebene der Ausübung des Sports, insbesondere auch des Fußballs. Vereine müssen, gleich globalen Organisationen in der Wirtschaft, mit anderen Vereinen im europäischen und westweiten Rahmen Transfers aushandeln, die zwei-dreistellige Millionenbeträge involvieren. Sie brauchen also interkulturelle Verhandlungsmanagement Kompetenzen. Internationale Spitzensportevents müssen im Rahmen der transnationalen Sportorganisationen wie UEFA, FIFA und IOC unter vielen Blickwinkeln unter dem heutzutage wichtigen Gesichtspunkt der Sicherheit vor internieren und externen Bedrohungen - und durchgeführt werden. Diese weltweite Koordination und Realisierung involviert naturgemäß eine große Anzahl diverser Kulturen, Nationen, Rassen, Ethnien, Sprachen, Wert- und Weltanschauungen.-Die Finalität dieser Studie an der Schnittstelle von Sport und interkulturellem Management geht einer komplementären Fragestellung nach. Zum einen soll die kulturelle Diversität der involvierten Akteure, mit der der global denkende und handelnde Sport konfrontiert ist, optimal genutzt und zielorientiert gemanagt werden. Zum anderen, und dies ist eine Zivilisations- und Bewusstseinsfrage, sollen die kompetitiven Tendenzen, die inhärent im Sport vorhanden sind, integrativ gemanagt werden.
Inhaltsverzeichnis
Teil 1 Fußballkultur im globalen Kontext
1. Der kulturelle Imperativ des globalen Sports
2. Fußball unter wirtschaftlichem/politischen Blickwinkel
3. Fußball unter sozialpsychologischem Blickwinkel
4. Fußball unter kulturellem und strategisch-taktischen Blickwinkel
Teil 2 Die Realisierung eines universellen inter-/transkulturellen Managementwerkzeuges I: Der transkulturelle Profiler
1. Die Formulierung eines Kultur Management Gesetzes
2. Die Struktur und Kultur des Menschen
Kulturdefinition
Die Entstehung des Kulturprofils
Bewusstseinsarchitektur und Kultur
Architektur der kulturellen Ebenen in verschiedenen Tiefen
Die Beziehung zwischen expliziter und impliziter Bewusstseinsarchitektur
3. Bewusstseinsarchitektur und interkulturelle Forschung
Kulturmodelle und interkultureller Paradigmenwechsel
Geert Hofstede (achtziger Jahre)
Trompenaars und Hampden-Turner (neunziger Jahre)
Edward T. Hall and Mildred R. Hall (neunziger Jahre)
Brannen und Salk (2000)
Der transkulturelle Ansatz (2000+)
360° transkulturelle Synergie
Synopsis interkultureller Managementforschung
4. Intrapsychisches Prozess und interkulturelles Kommunikationsmanagement
Das ORJI-Modell
Der MIS-Faktor Prozess
Die PIE-Metapher
Multimodellierung intrapsychischer Prozesse
5. Visuells Systematisierung der Weltkulturen
Das Balkendiagramm der Weltkulturen
Das bipolarisierte Kontinuum der Weltkulturen
Weltkulturenkartierung
Emergente Kulturprofile im globalen Management
Epochales Bewusstseinsorientiertes (ALG)-Clustering
Das Radardiagramm
6. Interkulturelle Entwicklung und Diagnostik
Geometrisierung und Numerisierung des interkulturellen Profiling und Matching
Die Diagnostik des interkulturellen Anpassungsverlaufs
Distanzdiagnostik
Globale Mindsetdiagnostik
Spezieller interkultureller Managementkompetenzerwerb
Transnationale Manager
Das Entwicklungsprofil unter globalem Blickwinkel
Kultur und Bewusstsein: Die Bedingtheit der interkulturellen Entwicklung durch die psychologische Entwicklung
Die Entwicklung transkultureller Intelligenz
Der transkulturelle Profiler als Entwicklungsspirale
7. Globalisierungsmanagement
Transnationales Management
Teil 3 Die Realisierung eines universellen inter-/transkulturellen Managementwerkzeuges II: Eine weitere Perspektive
1. Der Stand der interkulturellen Kunst und Wissenschaft: Von der menschlichen Bedingtheit bei der Erforschung kultureller Bedingtheit
2. Die Weiterentwicklung der interkulturellen Kunst und Wissenschaft: Quellen, Modelle und die Erlangung vollkommener Kulturerkenntnis
Teil 4 Synopsis inter- und transkultureller Managementinstrumente
Teil 5 Bilinguales Englisch-Deutsches Inter- und Transkulturelles Managementwörterbuch
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, ein umfassendes interkulturelles Management-Modell ("Transkultureller Profiler") zu entwickeln, das die Beschränkungen rein kulturvergleichender Ansätze überwindet, indem es die Bewusstseinsebene und psychologische Faktoren in die Management-Praxis integriert, um Konfliktpotenziale zu minimieren und Synergien zu fördern.
- Integration von Bewusstseinsarchitektur und interkultureller Forschung
- Methoden für interkulturelles Kommunikationsmanagement
- Visualisierung und Systematisierung von Weltkulturen
- Kulturelle Entwicklung und Diagnostik
- Bilinguales Inter- und Transkulturelles Managementwörterbuch
Auszug aus dem Buch
1. Der kulturelle Imperativ des globalen Sports
Das globale Sportmanagement erfordert aufgrund seiner weltweiten Dimension in zunehmendem Maße möglichst ausgeprägte interkulturelle Managementkompetenzen und zwar sowohl auf der Ebene des strategischen Managements der Akteure und ihrer internationalen Geschäfte, als auch auf der Ebene der Ausübung des Sports, insbesondere auch des Fußballs. Vereine müssen, gleich globalen Organisationen in der Wirtschaft, mit anderen Vereinen im europäischen und westweiten Rahmen Transfers aushandeln, die zwei-dreistellige Millionenbeträge involvieren. Sie brauchen also interkulturelle Verhandlungsmanagement Kompetenzen. Internationale Spitzensportevents müssen im Rahmen der transnationalen Sportorganisationen wie UEFA, FIFA und IOC unter vielen Blickwinkeln unter dem heutzutage wichtigen Gesichtspunkt der Sicherheit vor internieren und externen Bedrohungen organisiert und durchgeführt werden. Diese weltweite Koordination und Realisierung involviert naturgemäß eine große Anzahl diverser Kulturen, Nationen, Rassen, Ethnien, Sprachen, Wert- und Weltanschauungen. Und da sind auch noch beispielsweise die parallelen Behinderten Sportevents mit ihrer per se ganz eigenen Kultur. Dies bedeutet, dass ein hohes Maß and Diverstitätsmanagementkompetenz, insbesondere internationale Diversitätsmanagement Skills auf vielen Ebenen erforderlich sind.
Zusammenfassung der Kapitel
Teil 1 Fußballkultur im globalen Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet die Notwendigkeit von interkultureller Kompetenz im globalisierten Sportmanagement sowie die Übertragung wirtschaftlicher Organisations- und Managementprinzipien auf den Fußball.
Teil 2 Die Realisierung eines universellen inter-/transkulturellen Managementwerkzeuges I: Der transkulturelle Profiler: Einführung des "DOME"-Modells und detaillierte Untersuchung der menschlichen Bewusstseinsarchitektur in Bezug auf interkulturelle Forschung, Diagnostik und Managementinstrumente.
Teil 3 Die Realisierung eines universellen inter-/transkulturellen Managementwerkzeuges II: Eine weitere Perspektive: Reflexion über den Stand der Forschung sowie eine philosophische und wissenschaftliche Weiterentwicklung hin zu einer tieferen Kulturerkenntnis.
Teil 4 Synopsis inter- und transkultureller Managementinstrumente: Zusammenfassung der wichtigsten Modelle (ORJI, MIS, PIE) zur Analyse und Steuerung intrapsychischer Prozesse in interkulturellen Situationen.
Teil 5 Bilinguales Englisch-Deutsches Inter- und Transkulturelles Managementwörterbuch: Ein umfassendes Fachwörterbuch, das zentrale Begriffe aus Forschung und Praxis in Englisch und Deutsch gegenüberstellt und erläutert.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Management, Transkulturelles Management, Bewusstseinsarchitektur, Kulturprofil, Globalisierung, Diversitätsmanagement, interkulturelle Kompetenz, DOME-Modell, interkulturelle Forschung, Kulturdiagnostik, Kommunikation, Managementinstrumente, interkulturelles Lernen, Globalisierungsmanagement, Identität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?
Es geht um die Entwicklung und Anwendung eines umfassenden transkulturellen Management-Modells, das interkulturelle Prozesse durch eine Integration von Bewusstseinsforschung und Managementtheorie optimiert.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Sportmanagement (insb. Fußball), der Bewusstseinsarchitektur, psychologischen Managementmodellen und der Entwicklung interkultureller Diagnose-Tools.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Schaffung eines ganzheitlichen "Transkulturellen Profilers", der globale Führungskräfte befähigt, kulturelle Unterschiede nicht nur zu verwalten, sondern synergetisch zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor nutzt einen transdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Neurophysiologie, Psychologie, Soziologie und Managementforschung kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Bewusstseinsarchitektur, praktische Diagnostik-Modelle (ORJI, MIS, PIE) und eine detaillierte Systematisierung kultureller Einflüsse.
Welche Schlagworte charakterisieren das Buch?
Transkulturalität, Synergie, Bewusstseinsarchitektur, interkulturelle Kompetenz und globale Management-Strategie.
Was ist der "transkulturelle Profiler"?
Es ist ein 12-dimensionales Diagnose-Tool, das komplexe kulturelle Zusammenhänge visualisiert und Führungskräften hilft, ihre Strategien kulturell anzupassen.
Wie unterscheidet der Autor zwischen interkulturellem und transkulturellem Management?
Interkulturelles Management konzentriert sich primär auf den Austausch zwischen Kulturen, während der transkulturelle Ansatz eine darüber hinausgehende, integrative Bewusstseinsebene anstrebt, die kulturelle Gegensätze synergetisch überwindet.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Author), 2012, Interkulturelles Sportmanagement - Fußballmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196316