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Effiziente und effektive Förderung Erneuerbarer Energien: Ein europäischer Vergleich

Title: Effiziente und effektive Förderung Erneuerbarer Energien: Ein europäischer Vergleich

Diploma Thesis , 2011 , 119 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Edwin Orendi (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die Entwicklung und Förderung von Erneuerbaren Energien (EE) und der dahinter stehenden Erzeugungstechnologien wird heute in gesellschaftlichen, umweltpolitischen und volkswirtschaftlichen Debatten mehr denn je diskutiert. Die letzten Jahrzehnte wurden geprägt durch eine rasant wachsende Bevölkerung und eine zunehmende Industrialisierung wirtschaftlich zuvor weniger entwickelter Länder wie China oder Indien. Die Gründe zum Ausbau und zur Förderung von EE-Technologien (EET) sind eng mit diesen Vorgängen verbunden und hier sollen zunächst drei Hauptgründe für das Wachstum der EE hervorgehoben werden. 1
Der erste Grund ist die immens angestiegene Nachfrage nach Energie, gerade durch obige Länder, die von der International Energy Agency (IEA) als „emerging giants of the world economy ― bezeichnet werden und durch ihren hohen „Energiehunger ― gemeinsam für die Hälfte der weltweit gestiegenen Energienachfrage verantwortlich sind.2 Ohne Änderung der bisherigen Energiepolitik sieht die IEA einen weiteren Anstieg der Nachfrage um 55% in den Jahren 2005 bis 2030 voraus. Dieses Szenario beinhaltet einen Anteil von 84% an fossilen Energieträgern zur Deckung des Energiebedarfs.3
Traditionelle Brennstoffe haben also einen extrem hohen Anteil an der weltweiten Energieversorgung und diese dominante Stellung wird sich auch in absehbarer Zeit nicht wesentlich ändern. Diesem Befund stehen jedoch andererseits die Prognosen über die Fördermaxima der wichtigsten Energieträger wie Öl und Gas gegenüber, die ein zweiter Grund für den wachsenden Einfluss der EE darstellen. Demnach werden zunächst die Ölvorräte, dann die Gasvorräte und letztendlich auch die Kohlevorräte, die noch einen längeren Förderungszeitraum erwarten lassen, aufgebraucht werden und eine effizientere Nutzung dieser fossilen Energien würde lediglich zu einer verlängerten Förderungsdauer führen.
[...]
1 Nach Jordan-Korte (2011), S. 54ff.
2 IEA (2007b), S. 3 und 53.
3 Vgl. IEA (2007b), S. 42.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Rahmenbedingungen zur Bewertung Erneuerbarer Energien

2.1. Entwicklung und Potenziale Erneuerbarer Energien

2.2. Marktversagen als Legitimation zur Förderung Erneuerbarer Energien

2.3. Technologische Diffusion und Lernkurveneffekte

2.3.1. Das Lernkurvenkonzept

2.3.2. Lernkurveneffekte von Windkraft und Photovoltaik

2.4. Analyse der Bewertungskriterien

3. Instrumente zur Förderung Erneuerbarer Energien

3.1. Einspeisevergütungsmodelle

3.1.1. Funktionsweise und Ausgestaltungsmerkmale

3.1.2. Statische Effizienz

3.1.3. Dynamische Effizienz

3.2. Zusätzliche Inputinstrumente

3.2.1. Arten und Funktionsweise

3.2.2. Statische und dynamische Effizienz

3.3. Quotenmodelle

3.3.1. Funktionsweise und Ausgestaltungsmerkmale

3.3.2. Statische Effizienz

3.3.3. Dynamische Effizienz

3.4. Ausschreibungsmodelle

3.4.1. Funktionsweise und Ausgestaltungsmerkmale

3.4.2. Statische Effizienz

3.4.3. Dynamische Effizienz

3.5. Direkter Vergleich der Förderinstrumente

3.5.1. Effektivität, statische Effizienz und Transaktionskosten

3.5.2. Dynamische Effizienz

4. Effiziente Ausgestaltung der Fördersysteme

4.1. Generische Ausgestaltung und Konvergenz der Förderinstrumente

4.2. Ausrichtung am Grad der Marktreife

5. Förderung Erneuerbarer Energien in Deutschland und Großbritannien

5.1. Deutschland

5.2. Großbritannien

5.3. Direkter Vergleich und Bewertung

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Eignung verschiedener Instrumente zur Förderung Erneuerbarer Energien (EE) zu evaluieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, welches Instrumentarium am besten geeignet ist, um sowohl wettbewerbliche als auch technologisch-innovative Anforderungen effizient zu erfüllen, unter Berücksichtigung nationaler Erfahrungen.

  • Marktversagen und die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe zur Förderung von EE
  • Analyse von Preisinstrumenten (Einspeisevergütungen) vs. Mengeninstrumenten (Quoten/Ausschreibungen)
  • Bedeutung technologischer Lernkurven für die Effizienz der Förderung
  • Vergleichende Untersuchung der Fördersysteme in Deutschland und Großbritannien
  • Bewertung der Instrumente hinsichtlich Effektivität, statischer und dynamischer Effizienz

Auszug aus dem Buch

2.2. Marktversagen als Legitimation zur Förderung Erneuerbarer Energien

Bevor der Frage nachgegangen wird, welche Instrumente eingesetzt werden um den Ausbau der EET zu beschleunigen, soll zunächst geklärt werden ob der Staat eine Legitimationsgrundlage besitzt, um die teilweise sehr hohen Subventionen rechtfertigen zu können. Der Begriff der „new energy“ macht deutlich, dass ein „neuer“ Markt neben dem bereits etablierten Markt für konventionelle Energieträger geschaffen wird. Daher muss zunächst eine getrennte Bewertung beider Märkte erfolgen. Die Legitimierung für Eingriffe in den Markt für EE steht daher am Anfang dieser Analyse. Hier soll kurz auf die Theorie des Marktversagens eingegangen werden und eine mögliche marktstrukturbedingte Benachteiligung der EET gegenüber konventioneller Energie soll erläutert werden. Für die weitere Betrachtung von EET hinsichtlich dynamischer Innovationsanreize und ihrer Diffusion soll zudem kurz auf die Quantifizierung der Stromgestehungskosten einzelner Technologien eingegangen werden, denn diese entscheiden in den meisten Ländern über die Förderhöhe. Die Vorgehensweise begründet sich durch die Verknüpfung zwischen dem Umweltziel der Förderung und dem Technologieziel. Diese Ziele stehen keineswegs in Konflikt, da letzteres Ziel durch Kostensenkungsanreize zur Lösung des Umweltziels beitragen soll.

Die relevanten Arten von Marktversagen betreffen den unvollständigen Wettbewerb und Unteilbarkeiten, Informationsasymmetrien und das Vorhandensein von Externalitäten. Zu den ersten beiden Gründen sei kurz angemerkt, dass der Energiemarkt häufig gekennzeichnet ist durch die Existenz von natürlichen Monopolen, die aufgrund von technischen Unteilbarkeiten entstehen können. Mit der EU Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie sind hier entscheidende Weichen zur Liberalisierung und zum Ausbau von wettbewerblichen Strukturen geschaffen worden, die wiederum nachteilige Barrieren für EE abbauen und diesen Vorrang einräumen sollen. Informationsasymmetrie ist insofern relevant, als dass unzureichende Informationen über den Nutzen von EE dazu führen, dass geringere Transparenz und höhere Investitionsunsicherheit bestehen, die einen Ausbau verhindern oder abbremsen können. Der Betrachtungsfokus soll hier jedoch auf der Analyse negativer und positiver externer Effekte liegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für den Ausbau Erneuerbarer Energien, wie den Klimawandel und die Endlichkeit fossiler Brennstoffe, und definiert das Ziel der Analyse, die Eignung verschiedener Förderinstrumente zu evaluieren.

2. Rahmenbedingungen zur Bewertung Erneuerbarer Energien: Hier werden theoretische Grundlagen wie Marktversagen und das Konzept der Lernkurven sowie zentrale Bewertungskriterien für die Förderinstrumente erarbeitet.

3. Instrumente zur Förderung Erneuerbarer Energien: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Funktionsweise, Vor- und Nachteile von Einspeisevergütungs-, Quoten- und Ausschreibungsmodellen sowie zusätzlicher Inputinstrumente.

4. Effiziente Ausgestaltung der Fördersysteme: Es werden generische Merkmale effizienter Fördersysteme diskutiert und die Konvergenz sowie die Abhängigkeit vom Grad der Marktreife der Technologien beleuchtet.

5. Förderung Erneuerbarer Energien in Deutschland und Großbritannien: Die Arbeit führt einen empirischen Vergleich der unterschiedlichen Förderregime beider Länder durch, um die theoretischen Erkenntnisse zu untermauern.

6. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Möglichkeiten zur Verbesserung zukünftiger Fördersysteme sowie weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Erneuerbare Energien, Einspeisevergütung, Quotenmodelle, Ausschreibungsmodelle, Marktversagen, Lernkurveneffekte, Statische Effizienz, Dynamische Effizienz, Stromgestehungskosten, Energiewende, Technologische Diffusion, Innovationsanreize, England, Deutschland, Klimaschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht verschiedene wirtschaftspolitische Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energietechnologien (EET) und bewertet deren Effizienz und Wirksamkeit im Kontext der Energiepolitik.

Welche zentralen Instrumente zur Förderung von EE werden analysiert?

Der Fokus liegt auf Preisinstrumenten (Einspeisevergütungen, Prämienmodelle) und Mengeninstrumenten (Quotenmodelle mit Zertifikathandel, Ausschreibungsmodelle) sowie ergänzenden Inputinstrumenten wie Investitionszuschüssen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Evaluierung, welches Instrument am besten geeignet ist, um eine bestmögliche Förderung unter Berücksichtigung wettbewerblicher und technologisch-innovativer Aspekte zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bewertung verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretische Analysen zur statischen und dynamischen Effizienz, ergänzt durch das Konzept der Lernkurven, und verknüpft diese mit einem empirischen Vergleich der Fördersysteme in Deutschland und Großbritannien.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil werden neben der Funktionsweise der Instrumente insbesondere deren Auswirkungen auf Kosten, Innovationsanreize, Marktdurchdringung und die Vermeidung von Mitnahmeeffekten im Detail untersucht.

Welche Rolle spielen Lernkurven in dieser Analyse?

Lernkurven dienen als zentrales Analysewerkzeug, um zu quantifizieren, wie technologische Fortschritte und zunehmende Marktverbreitung zu einer langfristigen Kostensenkung bei EE-Technologien beitragen können.

Warum wird Deutschland als Vergleichsbeispiel herangezogen?

Deutschland ist ein weltweit führendes Beispiel für eine effektive Förderung durch Einspeisevergütungen, was eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Stärken und Schwächen dieses Systemansatzes ermöglicht.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf Großbritannien?

Großbritannien wird als Beispiel für ein systemisch komplexes, eher auf Wettbewerb ausgerichtetes Modell (RO/NFFO) betrachtet, bei dem jedoch Defizite in der Effektivität des Ausbaus festgestellt werden.

Was bedeutet "Konvergenz der Fördersysteme"?

Dies beschreibt die Tendenz, dass verschiedene Länder durch Reformen ihrer Systeme zunehmend Elemente aus anderen Modelltypen übernehmen, um die Vorteile zu kombinieren und Nachteile zu minimieren.

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Details

Title
Effiziente und effektive Förderung Erneuerbarer Energien: Ein europäischer Vergleich
College
University of Marburg
Grade
2,0
Author
Edwin Orendi (Author)
Publication Year
2011
Pages
119
Catalog Number
V196345
ISBN (eBook)
9783656224433
ISBN (Book)
9783656226116
Language
German
Tags
vergleich instrumente förderung erneuerbarer energien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Edwin Orendi (Author), 2011, Effiziente und effektive Förderung Erneuerbarer Energien: Ein europäischer Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196345
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