Nick Hornbys 1998 erschienener Roman "About A Boy" ist mittlerweile eine beliebte Schullektüre und gehört zu den neuen englischsprachigen Klassikern. Die Geschichte um die beiden Protagonisten Will Freeman und Marcus Brewer wurde 2002 durch Chris Weitz verfilmt mit Hugh Grant in der Hauptrolle.
In der vorliegenden Arbeit wurden die beiden Werke analysiert, interpretiert und verglichen; ein Schwerpunkt wurde hierbei auf die Charakterdarstellung der Figur des Will Freeman gelegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Informationen zum Autor Nick Hornby
2. Vergleich des Buches „About A Boy“ mit dem gleichnamigen Film
2.1. Vergleichende Inhaltsangabe
2.1.1. Inhalt des Buches
2.1. 2. Inhaltliche Unterschiede im Film
2.2. Charakterisierung von Will Freeman
2.2.1. Anhand der einführenden Szene zu Beginn der Handlung
2.2.1.1. Personenbeschreibung anhand des Buches
2.2.1.2. Darstellung in der Filmadaption
2.2.2. Entwicklung im Verlauf der Geschichte
2.2.2.1. Die zwei Erzählperspektiven im Buch
2.2.2.1.1. Selbstcharakterisierung Wills
2.2.2.1.2. Fremdcharakterisierung durch die Darstellung des zweiten Hauptcharakters Marcus Brewer
2.2.2.2. Umsetzung im Film
2.3. Sprachanalytischer Vergleich von Buch und Film
2.3.1. Erzähltechnische Analyse
2.3.2. Wortwahl und Sprachniveau
2.3.3. Rhetorische Stilmittel
2.4. Vergleichende Analyse des SPAT-Treffens in Buch und Film
2.4.1. Einordnung der Szene in den Kontext
2.4.2. Unterschiedliche Darstellung des Inhalts
2.4.3. Kamera- und filmtechnische Umsetzung der Szene
3. Bedeutung des Titels „About A Boy“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht detailliert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Nick Hornbys Roman „About A Boy“ und dessen Filmadaption aus dem Jahr 2002. Ein zentraler Fokus liegt auf der Entwicklung der beiden Protagonisten Will Freeman und Marcus Brewer sowie der Analyse der erzähltechnischen und sprachlichen Mittel, mit denen die zentralen Themen der Geschichte in den beiden Medien umgesetzt werden.
- Vergleichende Analyse der Handlung und der erzählerischen Struktur
- Charakterisierung der Hauptfiguren im Buch und im Film
- Untersuchung der sprachlichen Mittel und des Erzählstils
- Analyse der filmtechnischen Umsetzung ausgewählter Schlüsselszenen
Auszug aus dem Buch
2.4.3. Kamera- und filmtechnische Umsetzung der Szene
Nach diesem groben Vergleich soll nun detailliert analysiert werden, wie die Szene im Film umgesetzt wurde. Will sieht im Supermarkt das Plakat der SPAT-Gruppe und „meint, er sei auf etwas ganz Fantastisches gestoßen. Deshalb [hat] die Musik [...] einen super-funkmäßigen Klang, wie ein Pornofilm“117. In der nächsten Szene ist zu sehen, wie er zu dem Gebäude, in dessen Keller das Treffen stattfindet, geht und sich dabei immer wieder vorsagt, dass er „allein erziehender Vater [mit] eine[m] zwei Jahre alten Sohn“118 ist. Hierbei macht die Kamera eine Gegenbewegung zu ihm. Während er um die Ecke und in das Haus hineingeht, fährt die Kamera heraus und ihm entgegen. Der nächste Take ist vom unteren Ende der Treppe aus gefilmt119. Dies sollte „möglichst gruselig“120 wirken, was dadurch erzeugt wurde, dass alles sehr dunkel gehalten, Will selbst dunkel gekleidet und im Treppenhaus keine Beleuchtung ist. Dies drückt die Angst aus, die Will davor hat, dass seine Lüge auffliegt.
In der folgenden Szene sitzen die Mitglieder der Gruppe – außer Will nur Frauen – in einem Stuhlkreis und berichten über ihre Vergangenheit. Hierbei wird immer die erzählende Person gezeigt, wobei die Kamera langsam im Kreis weiterfährt. Im Hintergrund gibt es weder Musik noch die Reaktionen der anderen Mitglieder. Als Will an der Reihe ist, realisiert er dies zuerst nicht. Er ist schockiert von den Erlebnissen der Frauen und möchte sich „nach etwa zehn Minuten [...] [s]einen Penis mit einem Küchenmesser abschneiden“121 Daraufhin sieht man zum ersten Mal die ganze Gruppe, welche aus 13 Frauen – etwa zwischen 30 und 45 Jahren – und Will besteht. Der Raum, die Stadthalle122, ist trostlos eingerichtet123 und lässt nichts von Gemütlichkeit aufkommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Informationen zum Autor Nick Hornby: Diese Einleitung bietet einen biographischen Abriss über den Autor Nick Hornby und beleuchtet die thematischen Schwerpunkte und den Stil seiner literarischen Werke.
2. Vergleich des Buches „About A Boy“ mit dem gleichnamigen Film: Das Hauptkapitel widmet sich dem detaillierten Vergleich von Roman und Filmadaption, wobei sowohl inhaltliche als auch formale Unterschiede beleuchtet werden.
3. Bedeutung des Titels „About A Boy“: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zur Titelsymbolik und verdeutlicht anhand der Figurenentwicklung, warum der Titel trotz der zwei zentralen männlichen Charaktere treffend gewählt ist.
Schlüsselwörter
About A Boy, Nick Hornby, Literaturvergleich, Filmadaption, Will Freeman, Marcus Brewer, Charakterentwicklung, Erzählperspektive, Sprachstil, Identitätskrise, Erwachsenwerden, Ironie, Sozialverhalten, Medienanalyse, Adaption
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert vergleichend das Buch „About A Boy“ von Nick Hornby und die dazugehörige Filmadaption von 2002, mit Fokus auf inhaltliche und stilistische Unterschiede.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Charakterisierung von Will Freeman und Marcus Brewer sowie deren individuelle Wandlungsprozesse im Verlauf der Geschichte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Unterschiede zwischen Buch und Film im Hinblick auf die Erzählweise, die Charaktergestaltung und die filmische Umsetzung spezifischer Szenen herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein literatur- und filmanalytischer Vergleich angewandt, der durch die Auswertung von Primärtexten, Sekundärliteratur und Audiokommentaren gestützt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine vergleichende Inhaltsangabe, die Analyse der Charakterisierung der Protagonisten, den sprachanalytischen Vergleich sowie die Untersuchung spezifischer Szenen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen About A Boy, Literaturvergleich, Filmadaption, Charakterentwicklung, Erzählperspektive und Identität.
Warum wird der Titel „About A Boy“ kritisch hinterfragt?
Der Titel wird als potenziell falsch bezeichnet, da die Geschichte eigentlich zwei Jungen fokussiert: den frühreifen Marcus und den kindlichen Erwachsenen Will.
Wie unterscheidet sich die Darstellung des SPAT-Treffens im Film vom Buch?
Der Film baut die Szene durch erweiterte Dialoge, eine spezifische Kameraführung zur Erzeugung einer gruseligen Atmosphäre und improvisierte Vertrauensübungen stärker aus als das Buch.
Wie wird die Entwicklung Wills im Verlauf der Geschichte verdeutlicht?
Der Prozess wird durch eine im Dokument enthaltene Grafik illustriert, die den Wandel von Will vom egozentrischen „Teenager“ hin zum verantwortungsvollen Erwachsenen darstellt.
- Quote paper
- Silvia Franzus (Author), 2010, Nick Hornbys "About A Boy" - Ein Roman und seine Verfilmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196356