Igor Strawinsky: Russe, Schweizer, Franzose oder Amerikaner?

Eine Untersuchung anhand der Sinfonie in C


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012

12 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhalt

I Einleitung

II Igor Strawinsky: Russe, Franzose oder Amerikaner? – Eine Untersuchung anhand der Sinfonie in C
1 Biografie
1.1 Russland
1.2 Schweiz
1.3 Frankreich
1.4 Amerika
2 Werke
3 Stil
3.1 Russische Phase (ca.1908-1919)
3.2 Neoklassische Phase (ca. 1920-1954)
3.3 Serielle Phase (ca. 1954-1966)
4 Sinfonie in C
4.1 Erster Satz: Moderato alla Breve
4.3 Dritter Satz: Allegretto
4.4 Vierter Satz: Largo; Tempo Giusto, alla breve
4.5 Zusammenfassung

III Schluss

Literatur

I Einleitung

„Strawinskys ‚Exil‘ war ein künstlerisches, das lange vor Weltkrieg, Revolution oder Bürgerkrieg einsetzte […].“[1]

Mit diesen Worten beschreibt der Musikwissenschaftler Christoph Flamm das Exilleben Igor Strawinskys, der im Laufe seines Lebens in Russland, der Schweiz, Frankreich und Amerika beheimatet war. Wie viele Komponisten seiner Zeit (z.B. Hindemith, Schönberg, Weill usw.) floh auch er vor den Unruhen in Europa und fand als letzte Station Exil in den USA. Doch welche Beweggründe er wirklich hatte, welche Auswirkungen die Ortswechsel auf seine Musik hatten, und wie er sich letztendlich im neuen Leben fühlte, das soll in folgender Arbeit untersucht werden. Zuerst soll sei Lebenslauf dargestellt werden, anschließend sein Werk und sein Kompositionsstil. In einem abschließenden Punkt soll die „Sinfonie in C“, die auf zwei verschiedenen Kontinenten, also genau in einer erneuten Umbruchphase, geschrieben wurde, analysiert werden.

II Igor Strawinsky: Russe, Franzose oder Amerikaner? – Eine Untersuchung anhand der Sinfonie in C

1 Biografie

Betrachtet man das Leben Igor Strawinkys, so lässt es sich in vier Etappen einteilen, ausgerichtet nach dem jeweiligen Aufenthaltsort: Russland (1882-1914), Schweiz (1914-1920), Frankreich (1920-1939) und USA (1939-1971). In allen Ländern hat er gelebt und als Komponist/Musiker gewirkt.

1.1 Russland

Igor Strawinsky wurde im Jahr 1882 in Oranienbaum bei St. Petersburg geboren. Als Sohn musikalischer Eltern (der Vater war Bassist der Kaiserlichen Oper in Kiew) erhielt er bereits sehr früh neben der regulären Schulbildung auch Unterricht in Klavier, Harmonielehre und Komposition und zeigte bald eine auffallende Begabung zur Improvisation. 1903 begann er – nach einem bereits erfolgreichen Rechtswissenschafts-Studium – mit dem Studium der Musik in St. Petersburg. Der berühmte Komponist Nikolaj Rimskij-Korsakov unterrichtete ihn in dieser Zeit in Komposition. 1909 wurde Strawinsky Mitarbeiter des russischen Balletts in Paris, für das er die Werke „Der Feuervogel“ (1910) und „Petruschka“ (1911) schrieb.[2]

1.2 Schweiz

1914 übersiedelte Strawinksy in die Schweiz, nachdem er zuvor bereits mehrere Aufenthalte dort gemacht hatte. Nach der russischen Revolution kehrte er nicht mehr in sein Geburtsland zurück, sondern blieb in seiner neuen Wahlheimat. Dort komponierte er das Ballett „Le Sacre de Printemps“, das 1913 in Paris uraufgeführt wurde und einen der größten Theaterskandale verursachte, ausgelöst durch die bisher nicht gewohnte bzw. bekannte Rhythmen, Harmonien, Klangfarben und Melodien. Auch die Opern „Le Rossignol“ (1914) und „Histoire du Soldat“ (1918) wurden in der Schweiz geschrieben, ebenso wie die vier Lieder „Pribautki“ (1914), die von Jazz-Elementen geprägt sind. In der Schweiz hielt er sich bis 1920 auf.[3]

1.3 Frankreich

Strawinskys nächste Station war Frankreich. Er lebte dort bis 1939 und erhielt 1934 sogar die französische Staatsbürgerschaft. Besonders geprägt wurde diese Zeit durch die Komposition des Balletts „Pulcinella“ (1920) und der Opern „Mavra“ (1922) und „Oedipus Rex“ (1926), bei denen deutlich ein Wandel der Kompositionstechnik in Richtung des Neoklassizismus vollzogen war (siehe Punkt 3). [4]

1.4 Amerika

Nachdem er 1939 bereits als Gastdozent seine berühmte Vorlesungsreihe „Poétique musicale“ an der Harvard Universität in Cambridge/USA abgehalten hatte, zog Strawinsy nach der Besetzung Frankreichs noch im gleichen Jahr ganz nach Amerika. Auch hier erhielt er die Staatsbürgerschaft im Jahr 1946. Nur einmal kam er zurück nach Europa: Für die Uraufführung seiner Oper „The Rake’s Progress“ im Jahr 1951. 1967 wurde ihm in New Jersey/USA an der Rutgers-Universität die Ehrendoktorwürde verliehen. Schon zehn Jahre vorher begann er, sich mit der seriellen Musik auseinanderzusetzen. 1971 starb Strawinsky in New York. Er wurde auf der Toteninsel San Michele bei Venedig beigesetzt.[5]

2 Werke

Igor Strawinsky schrieb zahlreiche Werke, darunter besonders viele Bühnenwerke (Oper, Ballett usw.). Nachfolgend ein Auszug davon:

[...]


[1] Flamm 2008, S. 183

[2] Dömling 1982, S. 8ff

[3] Ebd., S. 43ff

[4] Ebd., S. 70ff

[5] Ebd., S. 106ff

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Igor Strawinsky: Russe, Schweizer, Franzose oder Amerikaner?
Untertitel
Eine Untersuchung anhand der Sinfonie in C
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Musikwissenschaft)
Veranstaltung
Musik im Exil
Note
2
Autor
Jahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V196484
ISBN (eBook)
9783656267317
ISBN (Buch)
9783656268024
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Igor Strawinsky, Strawinsky, Musik, Exil, Amerika, Symphonie in C, Musikwissenschaft
Arbeit zitieren
Regina Steinbügl (Autor), 2012, Igor Strawinsky: Russe, Schweizer, Franzose oder Amerikaner?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196484

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