Einleitung
Nachhaltiges Planen und Wirtschaften nimmt gegenwärtig und zukünftig einen immer größer werdenden Stellenwert ein. War bis vor einigen Jahren mit dem Begriff vor allem die ökonomische Dimension gemeint, nimmt die Komplexität des nachhaltigen Wirtschaftens aktuell zu. Vor dem Hintergrund schwindender Ressourcen, einer wachsenden Weltbevölkerung und damit zwangsläufig einhergehend, zunehmender ökologischer Belastungen, besteht allgemein ein Konsens darüber, sorgsam mit den
vorhandenen Ressourcen umzugehen. Erneuerbare Energien von Biomasse über
Geothermie bis Windkraft, können hier einen wichtigen Beitrag leisten und helfen, fossile Energieträger zu ersetzen. Damit auch nachfolgende Generationen in dem selben Maße ihre Bedürfnisse befriedigen können, wie heutige Generationen.
Sowohl im privaten als auch gewerblichem Sektor, setzen sich erneuerbare Energieträger immer mehr durch. Nach Fukushima und der von der Bundesregierung vorangetriebenen Energiewende, wird die Geschwindigkeit dabei zukünftig noch weiter zunehmen. Private Unternehmen bilden dabei einen wichtigen Akteur und sind für einen Großteil des gegenwärtigen Energieverbrauchs verantwortlich. Neben Maßnahmen zur effizienteren Energienutzung, wie sie schon vielfach umgesetzt werden, ist aber auch die Substitution von fossilen Energien Bestandteil einer nachhaltigen Energienutzung. Bei der Integration von erneuerbaren Energien müssen
sich Unternehmen besonderen Herausforderungen stellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Nachhaltigkeitsdebatte
2.1 Der Nachhaltigkeitsbegriff
2.2 Die Nachhaltigkeitsdiskussion im Wandel der Zeit
2.3 Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.3.1 Ökologische Dimension
2.3.2 Soziale Dimension
2.3.3 Ökonomische Dimension
2.4 Zentrale Aspekte des Nachhaltigkeitskonzepts
3 Unternehmen und Nachhaltigkeit
3.1 Das Unternehmen im Kontext der Zeit
3.2 Gründe für unternehmerische Nachhaltigkeit
3.2.1 Ansprüche durch Stakeholder
3.2.2 Das Nachhaltigkeitskonzept als Determinante langfristig erfolgreichen Wirtschaftens
3.3 Herausforderungen unternehmerischer Nachhaltigkeit
4 Erneuerbare Energien
4.1 Energetische Grundlagen
4.2 Zur Notwendigkeit der Nutzung von erneuerbaren Energien
4.3 Nutzungsarten der erneuerbaren Energien
4.3.1 Biomasse
4.3.2 Wasserkraft
4.3.3 Windkraft
4.3.4 Solarenergie
4.3.5 Geothermie
5 Die Rolle der Unternehmen im aktuellen Energiediskurs
5.1 Erneuerbare Energien als Element der betrieblichen Nachhaltigkeitsstrategie
5.2 Anforderungen der betrieblichen Energieversorgung
5.3 Integration erneuerbarer Energien in Unternehmen
5.3.1 Energetische Zielprofile
5.3.2 Indirekte Integration über Stromanbieter
5.3.3 Direkte Integration
5.3.4 Contracting
6 Fallstudie – Empirische Untersuchung zum Stellenwert erneuerbarer Energien innerhalb der betrieblichen Nachhaltigkeitsstrategie
6.1 Methodik
6.1.1 Datenquellen
6.1.2 Deskriptive Datenauswertung
6.2 Darstellung der Ergebnisse
6.3 Diskussion der Ergebnisse
7 Schlussbetrachtung
7.1 Weitere Forschung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung von erneuerbaren Energien innerhalb einer nachhaltigen Unternehmensausrichtung. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie Unternehmen den Einsatz regenerativer Energien gestalten und in ihre betrieblichen Prozesse integrieren, wobei der Fokus auf einer empirischen Betrachtung der 30 im DAX gelisteten Konzerne liegt.
- Grundlagen der Nachhaltigkeitsdebatte und ihrer Dimensionen
- Notwendigkeit und Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energien
- Betriebliche Energieversorgung und Integrationsstrategien
- Empirische Untersuchung des Stellenwerts erneuerbarer Energien in DAX-Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Ansprüche durch Stakeholder
Mit den erweiterten ökologischen, ökonomischen und sozialen Handlungspotentialen von Unternehmen, vergrößert sich gleichermaßen auch der Kreis an Personen und Organisationen die Ansprüche an Unternehmen herantragen. Man spricht hier allgemein von Anspruchsgruppen oder in der Betriebswirtschaftslehre von „Stakeholdern“ (vgl. Wentges 2002, S. 91). Stakeholder können als Transformationsmechanismus zur Übertragung gesellschaftlicher Forderungen verstanden werden (vgl. Kapstein/Tulder 2003, S. 293). Die Gesellschaft selber setzt sich aus verschiedenen Akteuren bzw. Subsystemen zusammen (siehe Abb. 3.1). Einzelne Subsysteme sind z.B. Staat, Wirtschaft, Wissenschaft oder die Zivilgesellschaft (vgl. Bauer 2011, S. 88). Es muss aber konstatiert werden, dass der Begriff Zivilgesellschaft in der Literatur nicht klar abgegrenzt ist und je nach gesellschaftsspezifischem Kontext unterschiedliche Akteure umfasst (vgl. Schade 2002, S. 18 & Gosewinkel 2003, S. 7). Klar ist, dass diese Akteure in vielfältiger Weise Ansprüche gegenüber Unternehmen erheben (vgl. Figge/Schaltegger 1999, S. 5 ff. & Ulrich 1998, S. 2 ff.). Nachhaltigkeit wird von vielen Seiten deshalb als Reaktion der Unternehmen auf gesellschaftliche Ansprüche gedeutet (vgl. Langer 2011, S. 21 & Fiedler 2007, S. 40).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Nachhaltigkeit sowie die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien ein und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen der Nachhaltigkeitsdebatte: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Nachhaltigkeit, dessen historische Entwicklung und die drei zentralen Dimensionen (ökologisch, sozial, ökonomisch).
3 Unternehmen und Nachhaltigkeit: Hier wird die Rolle von Unternehmen in der Nachhaltigkeitsdebatte analysiert, insbesondere unter Berücksichtigung von Stakeholder-Ansprüchen und betrieblichen Herausforderungen.
4 Erneuerbare Energien: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über energetische Grundlagen, die Notwendigkeit einer Energiewende sowie die verschiedenen Nutzungsarten regenerativer Energiequellen.
5 Die Rolle der Unternehmen im aktuellen Energiediskurs: Hier werden Strategien zur Integration erneuerbarer Energien in betriebliche Prozesse untersucht, einschließlich verschiedener Energetischer Zielprofile und Instrumente wie Contracting.
6 Fallstudie – Empirische Untersuchung zum Stellenwert erneuerbarer Energien innerhalb der betrieblichen Nachhaltigkeitsstrategie: In diesem Kapitel wird der Stellenwert regenerativer Energien bei 30 DAX-Unternehmen empirisch analysiert und nach verschiedenen Relevanzstufen bewertet.
7 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer kritischen Würdigung und gibt einen Ausblick auf möglichen weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien, Betriebliche Nachhaltigkeitsstrategie, Stakeholder, Energiewende, Nachhaltigkeitsmanagement, Effizienz, Suffizienz, Konsistenz, Contracting, DAX, Unternehmenserfolg, Klimaschutz, Betriebliche Energieversorgung, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Relevanz erneuerbarer Energien im Kontext einer nachhaltigen Unternehmensführung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung von Nachhaltigkeit, der technischen Bedeutung erneuerbarer Energien und der praktischen Implementierung in betrieblichen Strukturen.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Frage lautet: Welche Rolle spielen erneuerbare Energien im Zusammenhang mit unternehmerischer Nachhaltigkeit?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse der theoretischen Grundlagen mit einer empirischen Fallstudie, in der die Nachhaltigkeitsberichte von 30 DAX-Konzernen analysiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Nachhaltigkeit und Energie, eine detaillierte Analyse der Unternehmensrolle und eine empirische Fallstudie zu DAX-Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Nachhaltigkeitsstrategie, erneuerbare Energien, Stakeholder-Ansatz, betriebliches Energiemanagement und ökonomische Effizienz.
Wie werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung kategorisiert?
Die Untersuchung bewertet den Stellenwert erneuerbarer Energien in den Unternehmen auf einer Skala von "sehr niedrig" bis "sehr hoch" basierend auf definierten Prüfkriterien.
Welche Rolle spielt das Contracting in dieser Arbeit?
Contracting wird als Finanzierungs- und Implementierungsinstrument vorgestellt, das es Unternehmen ermöglicht, Energiesparmaßnahmen und den Umstieg auf erneuerbare Energien ohne eigene hohe Kapitalbindung zu realisieren.
- Arbeit zitieren
- Joern Gerdes (Autor:in), 2012, Erneuerbare Energien im Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196521