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Das Glücksspiel erzählen. Von E.T.A. Hoffmanns "Spielerglück" zu Dostojewskis "Der Spieler"

Titel: Das Glücksspiel erzählen. Von E.T.A. Hoffmanns "Spielerglück" zu Dostojewskis "Der Spieler"

Bachelorarbeit , 2011 , 42 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nadja Krakowski (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahr 1820 wird die Erzählung „Spieler-Glück“ im dritten Band von Ernst Theodor Amadeus Hoffmanns Erzählungs- und Aufsatzsammlung „Die Serapionsbrüder“ veröffentlicht.
46 Jahre später diktiert der völlig verschuldete russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewskij seiner Stenographin Anna Snitkina in 26 Tagen den Roman „Der Spieler“, der am 1. November 1866 fertig gestellt ist.
Verschiedenen Biographien und Arbeiten über Dostojewskij , kann man entnehmen, dass der Schriftsteller Hoffmanns Werke kannte und diese für manch eigene Passagen zum Vorbild nahm. Eine künstlerische Verbindung zwischen den Beiden ist nicht von der Hand zu weisen. Allein die nahezu identische Themenwahl von Hoffmanns Erzählung und Dostojewskijs Roman, die bereits aus den Titeln „Spieler-Glück“ und „Der Spieler“ hervorgeht, scheint diese Vermutung nahe zu legen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zwei Lebensgeschichten, ein Motiv

2.1. Ernst Theodor Amadeus Hoffmann

2.2. Fjodor Michailowitsch Dostojewski

2.3. Hoffmann, Dostojewski und die Spielsucht

3. E.T.A. Hoffmann: Spieler-Glück

3.1. Die Handlung

3.2. Erzählabsicht und Wirkung

3.3. Sprache und Erzählstruktur

4. Fjodor Dostojewski: Der Spieler

4.1. Die Handlung

4.2. Erzähl- und Spielerstruktur

5. „Spieler-Glück“ und „Der Spieler“ im Vergleich

5.1. Das Spiel und seine Spieler

5.2. „Glückliche“ Spielleidenschaft und Abhängigkeit

5.3. Zwei „Arten“ von Spielern

5.4. Das „Spiel der Fantasie“

5.5. Der Geschlechter-Code

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert und vergleicht das Motiv der Spielsucht in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Spieler-Glück“ und Fjodor Dostojewskis Roman „Der Spieler“, wobei sie sowohl Parallelen in der Darstellung der Leidenschaft als auch Unterschiede in der literarischen Umsetzung und dem biografischen Kontext der Autoren herausarbeitet.

  • Biografische Hintergründe und Spielleidenschaft bei Hoffmann und Dostojewski.
  • Strukturelle Analyse der Erzählung „Spieler-Glück“ und des Romans „Der Spieler“.
  • Vergleich der psychologischen Darstellung der Spielsucht und des Glücksspiels als Motiv.
  • Die Rolle der Weiblichkeit und das „Spiel der Fantasie“ in den Werken.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Handlung

Zu den bis heute nachwirkenden Erfindungen der europäischen Romantik gehört die Spielergeschichte. Zwar wird das Motiv des Spielers schon früher viel behandelt, doch eher in Dramen und Traktaten, die vor den Gefahren der Spielleidenschaft warnen. Zum Zentrum erzählender Fiktion wird der Spieler erst in der Romantik und vor allem in der französischen und russischen Literatur. Hoffmanns Erzählung kann man in seiner Gattung als Gründungsurkunde der Thematik sehen. Um genauer auf den Text eingehen zu können, liegt es nahe, ihn kurz zusammenzufassen.

Der Serapionsbruder Theodor erzählt von einer „wirkliche[n] Begebenheit“ (SG 856), die sich in Pyrmont, einem Badeort, zugetragen hat. „Wer weiß es nicht, daß, zumal zur Badezeit an Badeörtern […] der anziehende Zauber des Spiels unwiderstehlich wird.“ (SG 856).

Die erste Figur der Erzählung ist der Baron Siegfried. Dieser kann keinerlei Begeisterung für Glücksspiele aufbringen, sondern zieht es vor, sich „auf einsamen Spaziergängen“ dem „Spiel seiner Phantasie“ hinzugeben, „oder auf dem Zimmer dieses, jenes Buch zur Hand zu nehmen […]“ (SG 857). Dass ihn die Spielkarten nicht reizen, wird ihm als Geiz ausgelegt, da sich herumgesprochen hat, dass der Baron ein vom Glück gesegneter Mensch ist. Um sich von diesem Urteil freizusprechen, beschließt er, doch eine Spielbank zu besuchen, „mit dem festen Vorsatz […] zu verlieren“ (SG 858).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden Werke vor und skizziert die Forschungsfrage, die sich mit der literarischen Verarbeitung der Spielsucht bei Hoffmann und Dostojewski befasst.

2. Zwei Lebensgeschichten, ein Motiv: Dieses Kapitel untersucht die Biografie der beiden Autoren und ihre persönliche Berührung mit dem Glücksspiel als Quelle für ihre literarischen Arbeiten.

3. E.T.A. Hoffmann: Spieler-Glück: Hier werden die Handlung, die Erzählabsicht sowie die erzählerische Struktur von Hoffmanns Erzählung detailliert analysiert.

4. Fjodor Dostojewski: Der Spieler: Das Kapitel bietet eine Inhaltsangabe sowie eine Untersuchung der erzählerischen und spielstrukturellen Aspekte in Dostojewskis Roman.

5. „Spieler-Glück“ und „Der Spieler“ im Vergleich: Ein komparativer Teil, der die verschiedenen Aspekte wie Spielertypen, Abhängigkeit, Fantasie und Geschlechterrollen in beiden Werken gegenüberstellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung der Spielsucht als zeitloses Motiv in der Literatur.

Schlüsselwörter

Spielsucht, E.T.A. Hoffmann, Fjodor Dostojewski, Spieler-Glück, Der Spieler, Glücksspiel, Literaturanalyse, Romantik, Spielmechanik, Abhängigkeit, Fantasie, Motivvergleich, Roulette, Farospiel, Psychologie des Spielers.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Motiv der Spielsucht und vergleicht dazu die Erzählung „Spieler-Glück“ von E.T.A. Hoffmann mit dem Roman „Der Spieler“ von Fjodor Dostojewski.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die psychologische Darstellung des Suchtverhaltens, die erzählerischen Strukturen der Werke sowie die autobiografischen Parallelen der Autoren zum Thema Glücksspiel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der literarischen Ausgestaltung der Spielsucht herauszuarbeiten und zu zeigen, wie beide Autoren das Motiv als Spiegel menschlicher Abgründe und gesellschaftlicher Bedingungen nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textimmanente Interpretationen mit biografiegeschichtlichen und komparativen Ansätzen verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Autoren und ihrer Werke, gefolgt von einer detaillierten Analyse der jeweiligen Erzählstrukturen und einer vergleichenden Betrachtung verschiedener Motive wie „Spielertypen“ und „Geschlechter-Code“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Spielsucht, Glücksspiel, Literaturanalyse, Motivvergleich und die spezifischen Werktitel der beiden behandelten Autoren.

Inwiefern beeinflusst die Autobiografie der Autoren die Werke?

Die Arbeit zeigt auf, dass beide Autoren eigene Erfahrungen oder Beobachtungen mit dem Spiel in ihre Texte einfließen ließen, wobei dies bei Dostojewski stärker als direkter Bewältigungsversuch der eigenen Sucht gewertet wird.

Was hat es mit dem Vergleich des „Geschlechter-Codes“ auf sich?

Hier wird untersucht, wie Männer und Frauen in den Erzählungen als Spieler oder als mahnende bzw. treibende Kräfte dargestellt werden und welche Rolle die männliche Dominanz an den Spieltischen spielt.

Warum spielt die „Fantasie“ bei der Analyse eine Rolle?

Das „Spiel der Fantasie“ wird als Gegenpol zum realen Glücksspiel betrachtet; die Arbeit analysiert, wie Hoffmann den Dichter als „echten Spieler“ definiert, der im Gegensatz zum rein gewinnsüchtigen Suchtspieler steht.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Autorin?

Die Autorin resümiert, dass beide Werke durch die Einbettung der Spielsucht in komplexe erzählerische Strukturen zeitlose Qualität besitzen und als Sinnbild der Suche nach Intensität in einer oft unbefriedigenden Realität dienen.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Glücksspiel erzählen. Von E.T.A. Hoffmanns "Spielerglück" zu Dostojewskis "Der Spieler"
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,7
Autor
Nadja Krakowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
42
Katalognummer
V196544
ISBN (eBook)
9783656225324
ISBN (Buch)
9783656227755
Sprache
Deutsch
Schlagworte
glücksspiel hoffmanns spielerglück dostojewskis spieler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadja Krakowski (Autor:in), 2011, Das Glücksspiel erzählen. Von E.T.A. Hoffmanns "Spielerglück" zu Dostojewskis "Der Spieler", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196544
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  42  Seiten
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