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Der Gesellschaftsvertrag bei Hobbes und Rousseau

Ein Vergleich

Título: Der Gesellschaftsvertrag bei Hobbes und Rousseau

Trabajo Escrito , 2002 , 12 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jörg Beilschmidt (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau - zwei der bedeutendsten Köpfe der politischen Wissenschaft, deren politische Theorien auch Jahrhunderte nach ihrem Tod nichts von ihrer Faszination verloren haben. Ihre Ideen, geboren aus Elend (Hobbes) oder drohender Verelendung (Rousseau), haben alle künftigen Generationen von Politikwissenschaftlern beeinflusst, ihre Wertvorstellungen haben die westliche Politik entscheidend geprägt. Ob ihre Theorien als grundsätzlich konträr angesehen werden, ob ihnen vorgeworfen wird, der Diktatur Tür und Tor zu öffnen oder ob man ihre Anthropologie diabolisiert - die Bedeutung ihrer Staatskonzeptionen sind nicht zu leugnen.

Daher bietet sich an, den Gesellschaftsvertrag des selbsternannten Begründers der modernen Politikwissenschaft, Thomas Hobbes, dem "Contract Social′ von Jean-Jacques Rousseau gegenüber zu stellen und zu versuchen, die Kernaussagen beider zu vergleichen. Dass dies im Rahmen einer Hausarbeit nur oberflächlich geschehen kann und ihrem Werk eigentlich kaum gerecht wird, ist selbstverständlich. Daher beschränke ich mich darauf, die Motivation hinter dem Gesellschaftsvertrag näher zu beleuchten. Dies scheint mir wichtiger, als die Modalitäten des zu kreierenden Staates zu analysieren. Zwar hatten sowohl Hobbes als auch Rousseau genauere Vorstellungen von ihren bevorzugten Staatformen. Für den einen war die Monarchie das Ideal, für den anderen die Demokratie. Allerdings schlossen beide nicht aus, dass andere Staatsformen möglich sind, und so scheint mir eine Konzentration auf die Anthropologie und die Entstehung des Gesellschaftsvertrages interessanter und realisierbarer. Da sich im ‚Contract Social′ nur wenig über den Naturzustand findet, habe ich hierfür den‚Discours sur l′inégalité′ hinzugezogen. Dessen Definition des "homme naturel" ist die Grundlage meiner Arbeit, auch wenn ich weiß, dass sich Rousseaus Meinungen über die Jahre teilweise deutlich gewandelt und damit relativiert haben. Zusätzlich zu Hobbes′ Leviathan bediene ich mich vor allem seiner Werke ‚Vom Menschen′, ‚Vom Körper′ und ‚Vom Bürger′, wobei ich die Zitate allerdings auf den Leviathan beschränkt habe, da dies das zeitlich letzte und wohl auch bedeutendste Werk ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Gliederung der Arbeit

III. Thomas Hobbes

a) Anthropologie und historischer Hintergrund

b) Der Gesellschaftsvertrag

IV. Jean-Jacques Rousseau

a) Anthropologie und historischer Hintergrund

b) Der Gesellschaftsvertrag

V. Die Gesellschaftsverträge im Vergleich

VI. Hobbes vs. Rousseau – ein persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die politischen Staatstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau vergleichend gegenüberzustellen. Dabei konzentriert sich die Untersuchung primär auf die jeweiligen Anthropologien und die daraus abgeleiteten Beweggründe für die Entstehung eines Gesellschaftsvertrages, um die grundlegenden Unterschiede in ihrem Staatsverständnis herauszuarbeiten.

  • Anthropologische Grundlagen der Vertragstheorien
  • Historischer Kontext der Entstehung von Leviathan und Contract Social
  • Untersuchung der Beweggründe zum Staatsübergang
  • Vergleich von Individualwillen und Gemeinwillen
  • Reflexion über die Anwendbarkeit der Theorien auf moderne Gesellschaften

Auszug aus dem Buch

V. Gesellschaftsvertrag und Contract Social im Vergleich

Sowohl Hobbes als auch Rousseau begründen ihre Gesellschaftsverträge mit der Notwendigkeit des Verlassens des (teils konstruierten, teils geschichtlichen) Naturzustandes. „Hier wie dort weist der fundamentale Wille zur Selbsterhaltung den Weg zum Frieden, drängt die Furcht vor wechselseitiger Vernichtung in die schützende Burg der Staatlichkeit“ (Mayer-Tasch 1976: 23). Während Hobbes einen absoluten Rechtsverzicht, eine Aufgabe des Individualwillens bei Eintritt in den Staat als Bürger voraussetzt und diesen zur Bedingung seines Leviathans macht, ihn damit jeglicher politischer Partizipation enthebt, geht Rousseau den umgekehrten Weg: Mit der Schließung des Contract Social beginnt die politische Aktivität des Citoyen. Durch seinen ‚volonté particulière’ entsteht der ‚volonté générale’. Der Staatsbürgerwille bestimmt das Handeln der Gesellschaft, welches wiederum seinen Willen bestimmt.

Das goldene Zeitalter des Hirtentums, in dem ‚amour de soi’ noch stärker war als ‚armour propre’, in dem die Gemeinschaft und deren Zusammenhalt mehr zählte als die Sucht nach persönlichem Ruhm – das ist das Ziel der Errichtung des Staates. Dem gegenüber steht die Wandlung von ‚homo homini lupus’ zu ‚homo homini deus’, also die durch den Leviathan ermöglichte friedliche Koexistenz in reglementierter und damit erst wahrhaftiger Freiheit. „Rousseau entwickelt einen Kooperationskontraktualismus mit gesellschaftsgerichteter Gravitation, Hobbes und Locke hingegen entwickeln einen Konfliktregulierungskontraktualismus mit staatsgerichteter Gravitation“ (Kersting 1994: 158). Beiden gemein ist die Definition der Freiheit als die Unabhängigkeit vom Willen des anderen. Dass davon der Wille des Souveräns ausgenommen ist, eint sie auch in diesem Punkt. Denn seinen Willen nicht über den eines jeden Einzelnen zu stellen, wäre das Ende des Staates und die Rückkehr in den Naturzustand.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Theorien von Hobbes und Rousseau ein und legt den Fokus der Arbeit auf deren Anthropologie und die Motivation hinter ihren Gesellschaftsverträgen.

II. Gliederung der Arbeit: Das Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, den historischen Kontext der Theoretiker einzubeziehen und die Anthropologie direkt mit dem Gesellschaftsvertrag zu verknüpfen.

III. Thomas Hobbes: Es wird Hobbes' Menschenbild als vom Naturzustand und Existenzangst geprägt beschrieben, welches einen starken Staat zur Friedenssicherung erfordert.

IV. Jean-Jacques Rousseau: Dieses Kapitel stellt Rousseaus Sicht auf den Menschen als ursprünglich „Wilden“ dar und erläutert seinen Gesellschaftsvertrag als Streben nach gemeinschaftlicher Freiheit.

V. Die Gesellschaftsverträge im Vergleich: Ein direkter Vergleich, der Hobbes' Konzeption eines absoluten Rechtsverzichts der individuellen Partizipation von Rousseau gegenüberstellt, der den Gemeinwillen ins Zentrum rückt.

VI. Hobbes vs. Rousseau – ein persönliches Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Realisierbarkeit der Staatsmodelle und deren Bedeutung in der heutigen Zeit ab.

Schlüsselwörter

Gesellschaftsvertrag, Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Leviathan, Naturzustand, Anthropologie, Souveränität, Gemeinwillen, Staatsform, politische Theorie, Freiheit, Selbsterhaltung, Rechtsverzicht, Zivilisierung, Friedenssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit einem rechtsphilosophischen Vergleich der Gesellschaftsvertragstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die jeweilige Anthropologie, die Beschreibung des Naturzustandes sowie die daraus folgende Notwendigkeit und Gestaltung des Staates.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Kernmotive hinter der Errichtung der jeweiligen Gesellschaftsverträge zu vergleichen und die unterschiedlichen Vorstellungen von Freiheit und staatlicher Ordnung zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein vergleichender Ansatz gewählt, der die Theorien unter Berücksichtigung ihres jeweiligen historischen und anthropologischen Hintergrunds analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Hobbes' und Rousseaus Menschenbilder und ihre jeweiligen Vertragskonzeptionen detailliert analysiert und anschließend in eine direkte Gegenüberstellung gebracht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesellschaftsvertrag, Leviathan, Naturzustand, Souveränität und Gemeinwillen charakterisiert.

Warum spielt der „Discours sur l’inégalité“ für den Rousseau-Teil eine Rolle?

Da der „Contract Social“ kaum Informationen zum ursprünglichen Naturzustand enthält, zieht der Autor dieses Werk heran, um das Menschenbild Rousseaus fundiert zu begründen.

Wie bewertet der Autor die heutige Übertragbarkeit der Theorien?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Konzepte in ihrer Gänze nicht übertragbar sind, jedoch Aspekte wie die Suche nach einer moralisch geprägten Demokratie auch heute erstrebenswert bleiben.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Gesellschaftsvertrag bei Hobbes und Rousseau
Subtítulo
Ein Vergleich
Universidad
University of Hamburg  (Institut für Politisches Wissenschaft)
Curso
Theoriekurs
Calificación
1,7
Autor
Jörg Beilschmidt (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
12
No. de catálogo
V19662
ISBN (Ebook)
9783638237314
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gesellschaftsvertrag Hobbes Rousseau Vergleich Theoriekurs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jörg Beilschmidt (Autor), 2002, Der Gesellschaftsvertrag bei Hobbes und Rousseau, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19662
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