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Skulpturverfahren in der familientherapeutischen Arbeit

Titel: Skulpturverfahren in der familientherapeutischen Arbeit

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Sommer (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorgelegten Arbeit werden die Möglichkeiten von erlebnisorientierten Maßnahmen in der familientherapeutischen Arbeit aufgezeigt. Es wird zunächst der interventionelle und diagnostische Aspekt von Skulpturverfahren erläutert. Anschließend werden anhand einer praktischen Einteilung elf verschiedene Skulpturverfahren ausführlich vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

2.1. Familienskulptur

3. Funktionen und Ziele von Skulpturverfahren

4. Ebenen der Analyse von Familienskulpturen

5. Einteilung der Skulpturverfahren

6. Strukturell orientierte Skulpturverfahren

6.1. Lebende Skulptur

6.2. Symbolische Darstellung des Lebensraumes der Familie

6.3. Familienbrett nach Ludewig

6.4. Familien-System-Test (FAST)

7. Interaktionell orientierte Skulpturverfahren

7.1. Verwendung von Szenopuppen

7.2. Familienpuppeninterview

7.3. Das Handpuppenspiel

7.4. Die Familienzeichnung nach Bing

8. Projektiv orientierte Skulpturverfahren

8.1. Szentotest nach Stab

8.2. Die verzauberte Familie (VZ)

8.3. Imagination von Landschaften

9. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Skulpturverfahren in der familientherapeutischen Arbeit. Ziel ist es, die Funktionsweise, Klassifizierung und Durchführung dieser erlebnisorientierten Diagnostik- und Interventionsmethode praxisnah zu beleuchten und deren Stellenwert innerhalb der systemischen Arbeit zu klären.

  • Abgrenzung von Skulpturverfahren gegenüber anderen Interventionsmethoden.
  • Klassifizierung der Skulpturverfahren (strukturell, interaktionell, projektiv).
  • Darstellung spezifischer Vorgehensweisen und Anwendungsbereiche.
  • Analyse der diagnostischen Potenziale und therapeutischen Wirkmechanismen.
  • Betrachtung der Bedeutung von „Gesten-Arbeit“ für die Familiendiagnostik.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Nicht erst seit Schultz von Thuns Klärungshilfe-Trilogie wissen wir, dass im Beratungskontext der Einsatz von erlebnisorientierten Mitteln häufig große Wirkung zeigt. Ob nun durch das Doppeln, das Zeichnen eines Bildes oder eine Botschaft aus dem Körperinneren. Immer geht es darum, einen neuen, weniger sprachlichen Weg zu den Innerungen des Klienten oder der Klientengruppe zu gewinnen.

In einem Familiengespräch, das Virginia Satir leitete, beginnt die Mutter sich über die Tochter zu beklagen und diese anzugreifen. Satir unterbricht: „Ich möchte Ihnen einmal zeigen, was ich gesehen habe, darf ich?“ Und dann nimmt sie die Hand der Mutter und fordert sie auf, mit ausgestrecktem Finger auf die Tochter zu zeigen. Auf die Frage an die Tochter, was sie tue, wenn die Mutter sich so verhalte, dreht diese der Mutter den Rücken zu. „Ist es das, was sie wollen?“, fragt Satir die Mutter. Diese verneint. Satir lässt die Mutter nun das Bild stellen, was ihr vorschwebt: Die Tochter steht ihr gegenüber und blickt ihr offen ins Gesicht. „Wie können Sie erreichen, dass Ihre Tochter das tut?“ Die Mutter verwandelt den anklagenden Finger in eine offene Hand- und es wird möglich über die Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte der beiden Menschen aneinander zu sprechen. (Metzmacher et al. 1982 zitiert nach Schlippe und Schweitzer 2007, S. 164)

In dieser Miniskulptur wird deutlich, dass eine Geste häufig mehr sagt als tausend Worte. Sie stellt mit einem mal all die vielen parallel ablaufenden Gedanken, Wünsche und Ängste dar und komprimiert sie auf das Wesentliche. Skulpturverfahren in der Familiendiagnostik arbeiten fast ausschließlich an dieser „Gesten-Arbeit“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz erlebnisorientierter Methoden in der Beratung und Darstellung der Fragestellungen der Arbeit.

2. Definition: Erläuterung des Begriffs der Familienskulptur als metaphorische Darstellung von Beziehungen.

3. Funktionen und Ziele von Skulpturverfahren: Darstellung der diagnostischen und therapeutischen Zielsetzungen bei der Anwendung von Skulpturverfahren.

4. Ebenen der Analyse von Familienskulpturen: Beschreibung der analytischen Ansätze anhand von Abstand, Mimik und Gestik.

5. Einteilung der Skulpturverfahren: Systematisierung der Verfahren in strukturell, interaktionell und projektiv orientierte Ansätze.

6. Strukturell orientierte Skulpturverfahren: Vorstellung konkreter Methoden zur Abbildung der Beziehungsstruktur, wie die lebende Skulptur oder das Familienbrett.

7. Interaktionell orientierte Skulpturverfahren: Behandlung von Verfahren, die das Interaktionsgeschehen fokussieren, inklusive Familienpuppeninterview und Handpuppenspiel.

8. Projektiv orientierte Skulpturverfahren: Detaillierung von Methoden mit psychoanalytischem Fokus, wie dem Szentotest und Imaginationen.

9. Zusammenfassung: Resümee über den Einsatz und die wissenschaftliche Einordnung der Skulpturverfahren in der systemischen Diagnostik.

Schlüsselwörter

Familienskulptur, Systemische Therapie, Familiendiagnostik, Interventionsmethoden, Familienbrett, Lebende Skulptur, Familien-System-Test, Szenotest, Beziehungsstruktur, Kommunikation, Erlebensdiagnostik, Psychoanalyse, Projektive Verfahren, Interaktion, Geste.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Skulpturverfahren als erlebnisorientiertes Mittel innerhalb der familientherapeutischen Diagnostik und Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Definition, die diagnostischen und therapeutischen Ziele, die methodische Einteilung sowie die detaillierte Beschreibung verschiedener spezifischer Skulptur-Techniken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die systematische Klärung, wie sich Skulpturverfahren von anderen Methoden abheben, wann ihr Einsatz indiziert ist, wie sie klassifiziert werden und wie die praktische Durchführung erfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse systemischer Standards und fachspezifischer Handbücher, um eine fundierte Übersicht über die existierenden Skulpturverfahren und deren Auswertungskriterien zu geben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der methodischen Einteilung (strukturell, interaktionell, projektiv) und beschreibt ausführlich einzelne Verfahren wie das Familienbrett, das Szenotest-Verfahren und das Familienpuppeninterview.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Begriffe sind Familienskulptur, Systemische Therapie, Beziehungsstruktur, Interaktion und Erlebensdiagnostik.

Welchen Stellenwert nimmt die „Gesten-Arbeit“ ein?

Die Geste dient als Ausdrucksmittel für parallel ablaufende Gedanken, Wünsche und Ängste, die auf das Wesentliche komprimiert werden, was sie zu einem zentralen Arbeitselement macht.

Worauf muss ein Therapeut bei der Anwendung besonders achten?

Der Therapeut trägt Verantwortung für die Integrität der Familie; er sollte Überinterpretationen vermeiden und die Methode idealerweise durch spielerische Miniskulpturen auflockernd einführen.

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Details

Titel
Skulpturverfahren in der familientherapeutischen Arbeit
Hochschule
Hochschule Zittau/Görlitz; Standort Görlitz  (Studiengang Kommunikationspsychologie)
Veranstaltung
Systemische Diagnostik
Note
1,0
Autor
Michael Sommer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V196674
ISBN (eBook)
9783656227380
ISBN (Buch)
9783656228110
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familiendiagnostik Kommunikationspsychologie Skulpturverfahren Familientherapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Sommer (Autor:in), 2011, Skulpturverfahren in der familientherapeutischen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196674
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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