Amerikaner sind ein Volk der Mobilität. Das Unmögliche möglich zu machen scheint in unseren Augen für sie die Erfüllung zu sein. Wie sich diese Mentalität im Geschäftsleben auswirkt soll Thema dieser Arbeit sein.
Das Geschäftsleben der USA im allgemeinen sowie Geschäftsverhandlungen im besonderen sollen hier näher untersucht werden. Dabei ist es mir wichtig, die amerikanische Kultur vorzustellen und auf Unterschiede zur deutschen Kultur hinzuweisen. Auf die Entwicklung der Wirtschaft einzugehen, oder die derzeitige politische Situation zu erläutern soll nicht im Rahmen dieser Arbeit geschehen.
Mit „Amerikaner“ sind im folgenden ausschließlich „White-Anglo-Saxon-Protestants” (WASPs) angesprochen. Zuerst wird die Amerikanische Kultur als ganzes dargestellt, um daraus die Konsequenzen für das Geschäftsleben ziehen zu können. Ein Kapitel beschreibt die amerikanische Frau im Geschäftsleben und am Ende werden Vorschläge zur Vermeidung von Missverständnissen präsentiert.
Diese Arbeit orientiert sich an Edward T. Hall, Understanding Cultural Differences. Germans, French and Americans als Leitfaden. Sie kann dazu beitragen, die Kooperation mit den USA auf interkultureller Ebene zu verbessern. Awareness ist die Voraussetzung, um den Inhalt der Arbeit zu verstehen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 AMERIKANER UND DER „AMERICAN WAY OF LIFE“
2.1 GRUNDZÜGE DER AMERIKANISCHEN KULTUR
2.2 ZEITEMPFINDEN IN DEN USA
2.3 DIE AMERIKANISCHE GESELLSCHAFT
2.4 VERTRAUEN UND GLAUBWÜRDIGKEIT
3 HOW BUSINESS WORKS
3.1 DIE AMERIKANISCHE UNTERNEHMENSKULTUR
3.2 MURPHYS GESETZ
3.3 KOMMUNIKATIONSSTIL
3.4 DIE KUNST DES VERKAUFENS
3.5 DER VERHANDLUNGSSTIL DER AMERIKANER
3.6 VERTRAGSABSCHLUß
4 DIE AMERIKANISCHE FRAU IM GESCHÄFTSLEBEN
5 MIßVERSTÄNDNISSE MIT ANDEREN GESCHÄFTSWELTEN
5.1 MÜNDLICHE KOMMUNIKATION
5.2 HINDERNISSE UND LÖSUNGSVORSCHLÄGE
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht das Geschäftsleben in den USA mit einem Fokus auf kulturelle Prägungen, spezifische Verhandlungspraktiken und interkulturelle Unterschiede zur deutschen Geschäftswelt. Ziel ist es, durch ein besseres Verständnis der amerikanischen Mentalität, Normen und Kommunikationsstile die Kooperation im geschäftlichen Kontext zu erleichtern und Missverständnisse zu vermeiden.
- Kulturelle Grundlagen des „American Way of Life“ und ihre Auswirkungen auf das Business.
- Analyse des amerikanischen Kommunikations- und Verhandlungsstils („John-Wayne-Style“).
- Bedeutung von Vertrauen, Rechtskultur („get-it-in-writing“) und Unternehmensführung.
- Die Rolle der Frau im amerikanischen Geschäftsleben.
- Strategien zur Vermeidung von interkulturellen Missverständnissen.
Auszug aus dem Buch
3.5 Der Verhandlungsstil der Amerikaner
Der Ausspruch „shoot first; ask questions later“ (John L. Graham & Roy A. Herberger, Jr. in Luce/Smith, S. 73 f.f.) trifft den amerikanischen Verhandlungsstil am besten. Noch vor einigen Jahren schienen sich Amerikaner an die „do-or-die-attitude“ zu halten. Sie gilt inzwischen als veraltete, naive Einstellung und Geschäftsleute werden auf dem freien Markt ihre Existenz nicht sichern können, wenn sie diese Strategie bei einer wachsenden Rolle der USA im internationalen Handel befolgen.
Also befolgen sie den so genannten „John-Wayne-Style“: Eine Kombination von Einstellungen, Erwartungen und Verhaltensmustern beeinflusst den Verhandlungsstil der Amerikaner. Dieser Stil weist des weiteren Einflüsse von Einwanderern so wie philosophische Ansätze auf und bezeichnet sehr treffend was man „typisch amerikanisch“ nennen würde.
Der erste Grundsatz lautet: „I Can Go It Alone“. Viele amerikanische Geschäftsleute sind davon überzeugt, dass sie Verhandlungen alleine führen können und sind deshalb meist in der Unterzahl und somit unterpräsentiert, was ein großer Nachteil bedeutet. Reden, zuhören, Argumente hervorbringen, Erklärungen liefern, Fragen formulieren und zu einer Einigung gelangen funktioniert mit einem Team an seiner Seite besser. Außerdem wird der Gegenüber durch zustimmendes Nicken von mehreren Personen und mehrere positive Gesichtsausdrücke stärker beeinflusst.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der kulturellen Unterschiede im US-amerikanischen Geschäftsleben unter Verwendung von Edward T. Halls Theorien.
2 AMERIKANER UND DER „AMERICAN WAY OF LIFE“: Beleuchtung der kulturellen Grundzüge, des spezifischen Zeitempfindens und der gesellschaftlichen Werte in den USA.
3 HOW BUSINESS WORKS: Analyse der Unternehmenspraxis, inklusive Kommunikationsstilen, Verhandlungsstrategien und der hohen Bedeutung schriftlicher Verträge.
4 DIE AMERIKANISCHE FRAU IM GESCHÄFTSLEBEN: Untersuchung der Rolle und Herausforderungen von Frauen in US-Führungspositionen im Vergleich zu Männern.
5 MIßVERSTÄNDNISSE MIT ANDEREN GESCHÄFTSWELTEN: Darstellung häufiger interkultureller Kommunikationsprobleme und Erarbeitung von Lösungswegen durch interkulturelle Trainings.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Kommunikation, USA, Geschäftsleben, Verhandlungsstil, Amerikanische Kultur, Unternehmenskultur, Low-Context, Zeitmanagement, Vertrauen, Schriftlichkeit, Karrierefrauen, Ethnozentrismus, Cultural Sensitivity Training, Management, Business.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die kulturellen Besonderheiten des amerikanischen Geschäftslebens und deren Einfluss auf Verhandlungen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen den „American Way of Life“, Unternehmenskultur, Verhandlungsstile, geschlechtsspezifische Aspekte am Arbeitsplatz und den Umgang mit interkulturellen Missverständnissen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Verständnis für die amerikanische Arbeitsmentalität zu schärfen, um die Kooperation auf interkultureller Ebene zu verbessern und typische Missverständnisse zu vermeiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit orientiert sich methodisch an der interkulturellen Kommunikationsforschung, insbesondere an den Theorien von Edward T. Hall, und wertet einschlägige Fachliteratur aus.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der US-amerikanischen Kultur, der Bedeutung von Zeit, dem Kommunikations- und Verhandlungsstil sowie der Rolle der Frau im Geschäftsleben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Interkulturelle Kommunikation, Verhandlungsstil, Unternehmenskultur und Cultural Sensitivity.
Warum ist die schriftliche Fixierung in den USA so wichtig?
Aufgrund einer ausgeprägten „get-it-in-writing“-Mentalität und einer hohen Klagefreudigkeit gilt das geschriebene Wort als einzig bindende Form, während mündlichen Absprachen oft mit Misstrauen begegnet wird.
Wie unterscheidet sich der Verhandlungsstil der Amerikaner?
Er ist oft direkt, ergebnisorientiert und wird von einem Wettbewerbsdrang geprägt, der sich im sogenannten „John-Wayne-Style“ manifestiert, bei dem der Einzelne oder das Team schnell zum Punkt kommen möchte.
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- Sabine Krieg (Author), 2000, Das Geschäftsleben in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19678